Göcklingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Göcklingen
Göcklingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Göcklingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 10′ N, 8° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 181 m ü. NHN
Fläche: 7,27 km2
Einwohner: 900 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76831
Vorwahl: 06349
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 031
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Website: www.goecklingen.de
Ortsbürgermeister: Fritz Garrecht (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Göcklingen im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild
Ansicht von Südsüdost bei der Anfahrt von Heuchelheim über die Weinberge.
Ansicht von Osten bei der Anfahrt von Mörzheim über die Weinberge.

Göcklingen (pfälz. Gecklinge) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seit 2002 staatlich anerkannte Fremdenverkehrs- und Weinort liegt in der Pfalz am Kaiserbach. Mitten durch das Siedlungsgebiet verläuft in West-Ost-Richtung der Kaiserbach.

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Ilbesheim bei Landau in der Pfalz, Landau in der Pfalz, Heuchelheim-Klingen, Klingenmünster, Waldhambach (Pfalz) und Eschbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1254. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Unteramt Landeck, das sich im gemeinschaftlichen Besitz der Kurpfalz und des Hochstift Speyer befand.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Göcklingen in den Kanton Annweiler eingegliedert und war sitz einer eigenen Mairie, die zuisätzlich Impflingen umfasste. 1815 hatte der Ort insgesamt 1.100 Einwohner. Nach dem Wiener Kongress, der im selben Jahr stattfand, wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Zur selben Zeit wechselte Göcklingen in den Kanton Landau. Von 1818 bis 1862 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Landau, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Göcklingen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Gemeinde am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet. 2001 wurde die Gemeinde Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts existierte für die jüdischen Einwohner vor Ort eine Synagoge. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurde sie profaniert; das Gebäude ist noch existent. Begraben wurden die örtlichen Juden in Annweiler. Ende des Jahres 2013 waren 52,4 Prozent der Einwohner katholisch und 33,7 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Göcklingen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Göcklingen
Blasonierung: „In Blau ein silbernes Halseisen.“[4]
Wappenbegründung: Es wurde 1961 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1760.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Soucy (Yonne) in Frankreich wird seit 2006 eine Partnerschaft gepflegt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friedhof ist als Denkmalzone ausgewiesen; hinzu kommen insgesamt 18 Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehenm, darunter die frühere Synagoge.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Göcklingen existieren mit Zwei Linden und einer Edelkastanie zwei Naturdenkmale

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort ist der FFV Fortuna Göcklingen ansässig.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Laetare findet jährlich der Laetare-Umzug statt, der von der örtlichen Musikkapelle veranstaltet wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist erheblich geprägt vom Weinbau und zählt zu den größten Weinbaugemeinden der Pfalz. Die bestockte Rebfläche betrug 2005 456 Hektar. Vor Ort existieren die Einzellagen Herrenpfad und Kaiserberg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göcklingen ist über die Buslinie 540 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, die von Bad Bergzabern nach Landau verläuft, an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aloys Schirmer (1911–1981), Pfarrer
  • Hermann Frech, Kirchenmusiker
  • Günter Löhlein, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Göcklingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.