Dunsum

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dunsum führt kein Wappen
Dunsum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dunsum hervorgehoben
Koordinaten: 54° 44′ N, 8° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Föhr-Amrum
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 2,72 km²
Einwohner: 71 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25938
Vorwahl: 04683
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 025
Adresse der Amtsverwaltung: Hafenstr. 23
25938 Wyk auf Föhr
Webpräsenz: www.dunsum.de
Bürgermeister: Erk Hemsen
Lage der Gemeinde Dunsum im Kreis Nordfriesland
Karte

Dunsum (friesisch: Dunsem, dänisch: Dunsum) ist eine Gemeinde an der Westküste der Insel Föhr in Nordfriesland. Sie besteht aus den Ortsteilen Groß- und Klein-Dunsum.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß-Dunsum ist der größere der beiden Ortsteile. Er liegt nahe der Föhrer Westküste. Klein-Dunsum liegt etwa einen Kilometer weiter östlich. Weiter östlich liegt Süderende, südlich Utersum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1462 wurde der Ort erstmals als Dompsum urkundlich erwähnt, 1509 als Duesem.[2] Der Name Dunsum bezieht sich möglicherweise auf dun, „Düne“, und -um, „Heim“,[3] nach einer anderen Deutung heißt Dunsum „Heim des Dando“.[2] Die Nachsilbe -um tragen fast alle Föhrer Dörfer.

1717 bis 1720 zerstörten Sturmfluten mehrere Häuser in Dunsum, so dass die Bewohner den Ort Klein-Dunsum gründeten. 1804 gab es in dem nunmehr Groß-Dunsum genannten Ort 24 Häuser, in Klein-Dunsum neun Häuser.[2]

Als Teil von Westerland Föhr gehörte Dunsum zu den königlichen Enklaven und war dem Königreich Dänemark direkt angehörig, während Osterland Föhr mit Wyk zum Herzogtum Schleswig gehörte. Erst nach Dänemarks Verlust von Schleswig an Preußen kam auch Dunsum 1864 an Schleswig-Holstein.

1911/1912 wurden nördlich von Groß-Dunsum der Køkkenmødding von Groß-Dunsum gefunden, der zu den zahlreichen prähistorischen Funden auf dem Gemeindegebiet gehört.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 gibt es in Dunsum eine Gemeindeversammlung statt einer Gemeindevertretung, da die Einwohnerzahl am Stichtag 31. Dezember 2010 unter 70 lag. Der Gemeindeversammlung gehören alle wahlberechtigten Bürger an.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Erk Hemsen zum Bürgermeister gewählt und damit Nachfolger von Arfst Christiansen.[4]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweige sind Tourismus und Landwirtschaft. Die Landesstraße 214, der „Rundföhrweg“, führt durch beide Ortsteile. In Groß-Dunsum knickt er nach Osten bzw. Süden ab.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Dunsum aus werden Wattwanderungen zur Insel Amrum angeboten. Amrum und Sylt sind von Dunsum aus zu sehen.

Im Watt nördlich von Dunsum liegt der Baalk-Stian, ein großer Findling, der in einem Ort gelegen hatte, der von einer Sturmflut zerstört wurde. Der Sage nach soll ein Schatz unter ihm verborgen sein; er wurde jedoch nie gefunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dunsum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d Geschichte auf der Website der Gemeinde, abgerufen am 18. Oktober 2015
  3. Uwe Bonsen: Geographie von Föhr. In: Margot und Nico Hansen: Föhr: Geschichte und Gestalt einer Insel. Hansen & Hansen, Münsterdorf 1971, S. 28.
  4. Erk Hemsen beerbt Arfst Christiansen Der Inselbote vom 2. Juli 2013
Groß-Dunsum am Ortseingang