Utersum

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Utersum führt kein Wappen
Utersum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Utersum hervorgehoben
Koordinaten: 54° 43′ N, 8° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Föhr-Amrum
Höhe: 3 m ü. NHN
Fläche: 5,26 km2
Einwohner: 414 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25938
Vorwahl: 04683
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 143
Adresse der Amtsverwaltung: Hafenstraße 23
25938 Wyk auf Föhr
Webpräsenz: www.utersum.de
Bürgermeister: Göntje Schwab (FWU)
Lage der Gemeinde Utersum im Kreis Nordfriesland
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Utersum (dänisch: Yttersum, friesisch: Ödersem) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Hedehusum (56 Einwohner) ist ein Ortsteil der Gemeinde und war bis 1969 eine selbständige Gemeinde.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im äußersten Südwesten der Insel Föhr, in Sichtweite von Amrum und Sylt zwischen Dünen und Kiefernwäldchen, und ist das kleinste Seebad auf Föhr. In Utersum befindet sich eine Rehabilitationsklinik der Deutschen Rentenversicherung Bund, die auf Lungenkrankheiten und Bereiche der Onkologie und Gynäkologie spezialisiert ist.

In der nicht eingedeichten Godelniederung sind Pflanzen wie Queller und Strand-Aster zu sehen. Sie leben auf Salzwiesen, deren Salzgehalt von häufigen Überflutungen mit Meerwasser stammt. Hier befinden sich auch die Brutplätze einiger Seevogelarten wie des Säbelschnäblers.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Steinkistengrab nahe dem Haus des Gastes belegt eine Besiedlung schon in der Steinzeit. Die drei erhaltenen Hügelgräber, Triibergem genannt, belegen eine Besiedlung in der Bronzezeit. In der Nähe des Dorfes liegt das Megalithgrab Sunberig.

Als Teil von Westerland Föhr gehörte Utersum zu den königlichen Enklaven und war dem Königreich Dänemark direkt angehörig, während Osterland Föhr mit Wyk zum Herzogtum Schleswig gehörte. Erst durch Dänemarks Verlust von Schleswig an Preußen kam auch Utersum 1864 an Schleswig-Holstein.

Utersum, Hedehusum und Goting stimmten als einzige Gemeinden in der zweiten Zone bei der Volksabstimmung 1920 mehrheitlich für einen Wechsel nach Dänemark;[2] weil sie nicht direkt an der späteren Grenze lagen, blieben sie aber bei Deutschland.

1969 wurde Hedehusum nach Utersum eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wählergemeinschaft Freie Wähler Utersum (FWU) hält seit der Kommunalwahl 2018 acht Sitze in der Gemeindevertretung, ein Sitz blieb frei.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Joachim Lorenzen (FWU) zum neuen Bürgermeister gewählt. Er löst Jürgen Schmidt ab, der das Amt seit 2003 führte. 2016 wurde er von Göntje Schwab abgelöst.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 gab es 11.969 registrierte Gäste mit insgesamt 163.259 Übernachtungen.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Utersum stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Heinz Lorenzen: 650 Jahre Utersum. Ein Inseldorf gestern und heute. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Utersum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Jakob Tholund: Geschichte der Insel Föhr. In: Margot und Nico Hansen: Föhr: Geschichte und Gestalt einer Insel. Hansen & Hansen, Münsterdorf 1971, S. 79.
  3. Föhr-Land: Wählergemeinschaften vorn. In: Der Insel-Bote vom 7. Mai 2018, abgerufen am 9. Mai 2018
  4. Dorfporträt