Wittbek

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wittbek
Wittbek
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wittbek hervorgehoben
Koordinaten: 54° 29′ N, 9° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Nordsee-Treene
Höhe: 25 m ü. NHN
Fläche: 19,91 km2
Einwohner: 763 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25872
Vorwahl: 04845
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 159
Adresse der Amtsverwaltung: Schulweg 19
25866 Mildstedt
Webpräsenz: www.amt-nordsee-treene.de
Bürgermeister: Johannes Heinrich Jürgensen (A-AWG)
Lage der Gemeinde Wittbek im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

Wittbek (dänisch: Vedbæk) ist eine Gemeinde an der Treene im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Wittbek

Die Gemeinde befindet sich inmitten der Schleswigschen Geest auf einem Höhenzug westlich der Treene-Niederung. In kurzer Distanz jenseits der südlichen Gemeindegrenze befindet sich in der Nachbargemeinde Ostenfeld der Sandesberg, mit 53,5 Metern die höchste Erhebung im Kreis Nordfriesland.

Neben dem Hauptort befinden sich im Gemeindegebiet auch die Ortsteile Osterwittbekfeld, Westerwittbekfeld und Sprüng.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 war der Ort Teil des Kirchspiels Ostenfeld (Østerfjolde Sogn) innerhalb der Nordergoesharde im zu Dänemark gehörenden Herzogtum Schleswig. Nach Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein durch Preußen wurde aus dem Kirchspiel eine Kirchspielslandgemeinde mit den drei Dorfschaften Ostenfeld, Winnert und Wittbek gebildet. Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Ostenfeld aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Wittbek und Winnert neben dem Hauptort Ostenfeld.[2]

Laut Husumer Nachrichten nahm Adolf Hitler die Ehrenbürgerschaft Wittbeks an, da das Dorf fünfmal hintereinander mit allen Stimmen für die NSDAP gestimmt hatte. Inzwischen wurde die Ehrenbürgerschaft aufgehoben.

Wittbek wurde erstmals 1423 als Widbeke erwähnt. Der Ortsname setzt sich aus dem dänischen Wort für Bach (dän. bæk, niederdt. bek) und dem als Witt ins Niederdeutsche übernommene dänische Wort für Wald (altdänisch with, neudänisch ved) zusammen. Der Ortsname bedeutet somit etwa Waldbach.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hatte die Wählergemeinschaft A-AWG seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze und die Wählergemeinschaft AWG zwei. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die A-AWG 53,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und behielt ihre sechs Sitze. Die AWG kam auf 46,2 Prozent und kam auf fünf Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 56,7 Prozent.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Johannes Heinrich Jürgensen (A-AWG) wieder zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über blauem, mit einem schmalen silbernen Wellenbalken begrenzten Schildfuß in Grün ein durchbrochener silberner Wellenbalken, oberhalb davon drei goldene Laubblätter 1,5 : 2, unterhalb ein goldener Kuhkopf in Frontansicht.“[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist größtenteils landwirtschaftlich geprägt. Darüber hinaus sind im Ort einzelne kleinere Gewerbebetriebe ansässig. Vor Ort wird allerdings noch eine Gastwirtschaft mit Saalbetrieb betrieben. Die nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in der Nachbargemeinde Ostenfeld.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde lässt sich am besten im motorisierten Individualverkehr erreichen. Durch den Hauptort verläuft die nordfriesische Kreisstraße 143, welche von Husum nach Ostenfeld führt.

Die ÖPNV-Anbindung erfolgt durch eine Omnibuslinie der Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Nordfriesland Regional. Die Fahrtzeit von/nach Husum beträgt knapp eine halbe Stunde. Vormittags verkehrt der Bus im Stundentakt, nachmittags alle zwei Stunden. Zuständiges Busunternehmen ist die Firma Autokraft.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wasserverband Treene hat in der Gemeinde seinen Hauptsitz. Er betreibt im Ortsteil Osterwittbekfeld ein Wasserwerk, das 46 Gemeinden im Umland mit Trinkwasser versorgt. Das Versorgungsgebiet reicht von der Hallig Südfall bis an die Schlei nach Borgwedel (Kreis Schleswig-Flensburg).

Vorbereitende Untersuchungen zur Erschließung des Grundwasservorkommens begannen 1961. Das Grundwasser befindet sich in einem sandigen bis kiesigen eiszeitlichen Wasserleiter, der bis zu 80&nmbbsp;Meter mächtig ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort ist ein Fußballverein und ein Sportverein ansässig. Der 1. FC Wittbek ist ein reiner Fußballverein und besteht seit 1983. Der TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert (TSV OWW) ist besonders bekannt für seine Handballsparte. Hier besteht eine Spielgemeinschaft mit dem SZ Ohrstedt.

Außerdem gibt es in Wittbek Kunst zu sehen. Die Künstlerin Solvej Krüger hat in ihrer Werkschauhütte Kunstkieken eine dauerhafte Kunstausstellung untergebracht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wittbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867–1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  3. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 704
  4. Ergebnis Wittbek Kommunalwahl 2013
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. Gemeindeinformation auf der Website des Amt Nordsee-Treene