Süderlügum

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Süderlügum
Süderlügum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Süderlügum hervorgehoben
Koordinaten: 54° 52′ N, 8° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Südtondern
Höhe: 14 m ü. NHN
Fläche: 26,59 km2
Einwohner: 2350 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25923
Vorwahl: 04663
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 131
Adresse der Amtsverwaltung: Marktstraße 12
25899 Niebüll
Webpräsenz: www.suederluegum.de
Bürgermeister: Rainer Eggers (CDU)
Lage der Gemeinde Süderlügum im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
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Süderlügum (dänisch: Sønder Løgum, nordfriesisch: Läigem, südjütländisch: Lym) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Wimmersbüll (Vimmersbøl) liegt im Gemeindegebiet.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Süderlügum liegt auf der Grenze zwischen Marsch und Geest. Die Kreisstadt Husum ist in Richtung Süden 50 Kilometer entfernt, Flensburg befindet sich etwa 40 Kilometer östlich. Drei Kilometer nördlich der Gemeinde liegt, bereits in Dänemark, die Kleinstadt Tønder. Mit der Kommune Tønder teilt Süderlügum auf einem kurzen Abschnitt eine gemeinsame Grenze. Die übrigen, direkt angrenzenden Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn): Ellhöft, Westre, Lexgaard, Braderup und Humptrup (alle Kreis Nordfriesland).

Haltepunkt Süderlügum an der Marschbahn

Die Bundesstraße 5, die von der deutsch-dänischen Grenze bis kurz hinter Brunsbüttel an der Elbe den schleswig-holsteinischen Teil der Grünen Küstenstraße bildet, durchzieht die Gemeinde von Nord nach Süd und verbindet sie einerseits mit Tønder, Richtung Süden mit Niebüll und Husum. Im Ortsteil Wimmersbüll liegt der Haltepunkt „Süderlügum“ des nach 20 Jahren Stillstand im Jahre 2001 reaktivierten Teils der Marschbahn von Tønder nach Niebüll. Hierbei handelt es sich um den nördlichsten Bahnhaltepunkt auf deutschem Festland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort, der am Ochsenweg liegt, wurde 1177 erstmals erwähnt. Der Name Lügum bedeutet „an den Gewässern“ und weist auf den Hafen hin, den der Ort im Mittelalter besaß.[2] (vgl. altdän. løghWaschwasser in der Bedeutung See, Wasseransammlung). In der südjütländischen Mundart wurde der Ortsname durch die Verengung von /ø/ zu /y/ vor /g/ und durch Ausfall des zwischenvokalischen gh zu Lym[3]. Der Zusatz „Süder“ diente der Unterscheidung der ebenfalls im Herzogtum Schleswig und heute nördlich der Grenze liegenden Orte Norderlügum und Osterlügum.

Von 1889 bis 2007 war Süderlügum Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtsbezirks bzw. Amtes. Am 28. Februar 1970 wurde Wimmersbüll eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 17 Sitzen der Gemeindevertretung hatte die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sechs, die Wählergemeinschaft WGS fünf und die SPD und der SSW je drei Sitze. Die Wahl am 26. Mai 2013 hatte folgendes Ergebnis: WGS vier und CDU, SPD und SSW jeweils drei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug zuletzt 47,5 Prozent.[4] Es waren nur noch 13 Mandate zu vergeben.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Christian Magnus Petersen (WGS) zum Bürgermeister gewählt. Er wurde damit Nachfolger von Harro Hansen (CDU), der das Amt 15 Jahre innehatte.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über blau-silbernen Wellen in Grün unter einem erhöhten, schrägen silbernen Balken acht goldene, die Form eines Achtberges bildende, vorn flach ansteigende und hinten steil abfallende Dünen.“[6]

Bis 2007 führte die Gemeinde kein Wappen. Mit Auflösung des Amtes Süderlügum beschloss die Gemeinde, dessen Wappen mit nur geringen Veränderungen weiter zu führen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ehemals landwirtschaftlich geprägten Gemeinde haben sich viele Einzelhandelsbetriebe angesiedelt, die vom Grenzhandel mit Dänemark profitieren.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Süderlügum stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Marien-Kirche wurde um 1200 auf einem eiszeitlichen Sandhügel als Filialkirche von Humptrup erbaut. Zuerst war sie eine bloße Friedhofskapelle in romanischem Stil, noch ohne Verlängerungen nach Osten und Westen. Um 1500 wurde die Marienkirche auf ihre jetzige Länge erweitert und die romanische Balkendecke durch gotische Gewölbe ersetzt. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Ausmalungen der Gewölbe. In den Jahren 1929/1930 wurde die Kirche grundlegend restauriert. Dabei wurden auch die beschriebenen Deckengemälde wieder freigelegt, die bis dahin übertüncht waren. An die Gründerzeit der Marienkirche erinnert noch der Taufstein, der aus zwei Granitblöcken gehauen ist. In der Kirche hängen sieben Porträts aus der Pastoren-Familie Claudius, deren berühmtester Sohn der Dichter Matthias Claudius war. Seit 2015 hat die Kirche eine neue Marcussen-Orgel.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Süderlügum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2016 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Geschichte von Süderlügum
  3. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 633
  4. Web-Redaktion: Ergebnisse der Gemeindewahl 2013 im Amt Südtondern. In: www.amt-suedtondern.de. Amt Südtondern, abgerufen am 22. Juni 2013.
  5. Abschied nach 31 Jahren in der Kommunalpolitik. In: Nordfriesland Tageblatt. 18. Juli 2013, abgerufen am 29. August 2013.
  6. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  7. Orgel Süderlügum