Nieblum

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Nieblum führt kein Wappen
Nieblum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nieblum hervorgehoben
Koordinaten: 54° 42′ N, 8° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Föhr-Amrum
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 7,86 km²
Einwohner: 553 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25938
Vorwahl: 04681
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 087
Adresse der Amtsverwaltung: Hafenstr. 23
25938 Wyk auf Föhr
Webpräsenz: www.nieblum-online.de
Bürgermeister: Friedrich Riewerts
Lage der Gemeinde Nieblum im Kreis Nordfriesland
Karte

Nieblum (dänisch: Niblum, friesisch: Njiblem) ist eine Gemeinde auf der Insel Föhr im Nordwesten Schleswig-Holsteins. Sie gehört zum Kreis Nordfriesland und besteht neben Nieblum noch aus dem Ort Goting, einer bis 1970 selbständigen Gemeinde mit 106 Einwohnern.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nieblum liegt im Süden der Insel Föhr, etwa auf halber Höhe zwischen der West- und der Ostseite der Insel. Zu Nieblum gehört der westlich gelegene Ortsteil Goting, bis 1970 eine selbständige Gemeinde. Ganz im Osten beim Flugplatz Wyk liegt der Ortsteil Greveling. Bis Goting verläuft auch der Badestrand, der am Wyker Südstrand beginnt. Zu Goting gehört das mehrere Meter hohe Gotingkliff.

Die Wassertiefen am Nieblumer und Gotinger Strand sind relativ niedrig, so dass bei Niedrigwasser große Teile des Watts trocken fallen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Nieblum im Jahr 1895

Viele der alten Friesenhäuser gehörten einst Kapitänen, die sich ihr Vermögen als Seefahrer, oft auf holländischen Walfangschiffen, verdienten. Dies war eine harte und gefährliche Arbeit, von der Viele nicht mehr lebend nach Hause kamen. Zeugnis hiervon geben die Grabsteine auf dem Friedhof rund um den „Friesendom“ St. Johannis, erbaut im 13. Jahrhundert, der größten der drei Inselkirchen.

Der südliche Teil von Nieblum sowie Goting gehörten zu den Dörfern, die Teil der bis 1864 bestehenden Harde Westerland Föhr waren, einer königlichen Enklave von Dänemark.

Der nördliche Teil des Dorfes Nieblum dagegen gehörte zu Osterland Föhr und damit zum Herzogtum Schleswig.

1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Goting nach Nieblum eingegliedert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung haben die Nieblumer Wählergemeinschaft (NWG) seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und die CDU zwei.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Johannis

St. Johannis Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: St. Johannis (Nieblum)

Hauptsehenswürdigkeit des Dorfes ist die trutzige, weithin sichtbare Kirche St. Johannis mit ihrem denkmalgeschützten Friedhof. Außerdem verfügt Nieblum über ein schönes Ortsbild mit reetgedeckten Friesenhäusern, Kopfsteinpflasterstraßen und vielen Laubbäumen. Bereits im 18. Jahrhundert fand Nieblum als außerordentlich schöner Ort Erwähnung,[3] das Dorf wurde 1979 zum schönsten Dorf der Bundesrepublik Deutschland gewählt.[4] Südlich von Nieblum befindet sich der Leuchtturm Nieblum.

Schullandheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1950er Jahren nutzte das Ernst-Schlee-Gymnasium in Hamburg-Groß Flottbek ein Schullandheim in Nieblum. Nach der Umwandlung in eine staatliche Handelsschule übergab man das Heim dem Gymnasium Othmarschen im gleichnamigen Hamburger Stadtteil.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nieblum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2007, Seite 331
  3. Hamburger Abendblatt, Artikel Föhr: Nieblum – Dörfliche Schönheitskönigin vom 10. April 2006
  4. Die Zeit, Artikel Nieblum will sich nicht verändern vom 2. Februar 1979