Spanische Luftstreitkräfte

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Ejército del Aire y del Espacio


Wappen der spanischen Luftstreitkräfte
Aufstellung 7. Oktober 1939
Staat Spanien Spanien
Streitkräfte Spanische Streitkräfte
Typ Teilstreitkraft (Luftstreitkräfte)
Stärke 20.350 Soldaten[1]
Hauptquartier Cuartel General del Ejército del Aire Madrid
Schutzpatron Madonna von Loreto
Kriege Ifni-Krieg
Jugoslawienkriege
Kosovokrieg
Bürgerkrieg in Libyen
Führung
Oberbefehlshaber König von Spanien
Kommandeur der Luftstreitkräfte General Javier Salto
stellv. Kommandeur der Luftstreitkräfte Generalleutnant Ignacio Bengoechea Martí[2]
Insignien
Flugzeugkokarde
Hoheitszeichen (Seitenleitwerk)

Das Ejército del Aire y del Espacio (bis 2022 Ejército del Aire[3]) sind die Luft- und Weltraumstreitkräfte der spanischen Streitkräfte. Sie bilden zusammen mit der Armada Española (Marine) und dem Ejército de Tierra (Armee) die spanischen Streitkräfte. Derzeit umfasst das Ejército del Aire rund 20.350 Berufssoldaten und über 400 Luftfahrzeuge.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn der militärischen Luftfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohner Pfeilflieger mit spanischem Hoheitszeichen

Am 2. April 1910 wurde durch ein königliches Dekret die militärische Luftfahrt in Spanien ins Leben gerufen. Eine Staffel von vier Pfeilfliegern des österreichischen Flugzeugfabrikanten Ludwig Lohner unter der Führung von Hauptmann Alfredo Kindelán führte am 17. Dezember 1913 über Tetuán einen der ersten Bombenabwürfe einer Fliegerstaffel der Welt durch. Einer der Piloten war der Infant Don Alfonso de Orleans. Weitere Staffelmitglieder waren Hauptmann Barrón, der selbst eine Maschine konstruierte (Barrón -W-), und Hauptmann Cifuentes. Die Bomben wurden per Hand aus den Maschinen geworfen.

Im Jahre 1924 ging mit dem vom spanischen Luftfahrtpionier Juan de la Cierva entwickelten Cierva C.6 der erste Tragschrauber (sp. Autogiro) der Geschichte in den Dienst einer Streitkraft. Dieser Drehflügler konnte auch von Seeflugzeug- und Luftschiffträgern aus operieren; das erste erfolgreiche Start- und Landungsmanöver dieser Art gelang 1934 auf der Dédalo.

Bürgerkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bf 109C der Legion Condor

Während des Spanischen Bürgerkrieges teilte sich die militärische Luftfahrt in die Fuerzas Aéreas de la República Española (FARE, dt.: Luftstreitkräfte der Spanischen Republik) und die Aviación Nacional (Nationale Luftstreitkraft) der Putschisten unter General Franco. Während die Regierungstruppen vor allem von sowjetischer Seite mit Polikarpow I-15 und I-16 sowie Tupolew SB-2 beliefert wurden, so stützte sich die Luftwaffe der Putschisten auf Hilfe aus Deutschland (Legion Condor), großteils bestehend aus Junkers Ju 52, Heinkel He 111 und He 51, sowie Italien (Aviazione Legionaria), die sich vor allem aus Fiat CR.32 und Savoia-Marchetti SM.79 zusammensetzte. Entscheidend für den Ausgang des Luftkrieges zu Gunsten der nationalen Kräfte war aber der spätere Einsatz der zu diesem Zeitpunkt technisch überlegenen Messerschmitt Bf 109.

Teilstreitkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Oktober 1939 bekam das Ejército del Aire den offiziellen Status einer Teilstreitkraft. Sie setzte sich größtenteils aus den vom Bürgerkrieg übriggebliebenen Beständen der FARE und der Aviación Nacional zusammen, hinzu kamen vom Deutschen Reich zugekaufte Dornier Do 24 und Junkers Ju 88. Zwischen 1941 und 1943 nahmen spanische Flugzeuge im Rahmen der Blauen Division als Escuadrilla Azul (dt. Blaue Staffel) unter dem Oberbefehl von Wolfram von Richthofen am Russlandfeldzug teil.

Francozeit nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockheed T-33 der spanischen Luftstreitkräfte

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begannen die spanischen Flugzeughersteller Hispano Aviación und CASA diverse deutsche Maschinen unter Lizenz zu produzieren, bis schließlich ein 1953 mit den Vereinigten Staaten unterschriebener Vertrag die Lieferung modernerer Materialien ermöglichte. Die Luftstreitkräfte erhielten zu jener Zeit mit den North American F-86 und Lockheed T-33 erstmals Düsenjäger. Diese konnten allerdings aufgrund einer Klausel nicht im Ifni-Krieg (1957–58) eingesetzt werden, weshalb Spanien, letztlich erfolgreich, völlig veraltete He 111, Ju 52 und Bf-109 verwendete.

HA-200 „Saeta“

Zeitgleich wurde von der spanischen Firma Hispano Aviación die HA-200 Saeta (Pfeil), ein zweistrahliger Trainer und leichtes Erdkampfflugzeug, als Nachfolger der amerikanischen T-6 Texan entwickelt. Konstruiert wurde er von einem deutsch-spanischen Team unter der Leitung von Willy Messerschmitt. Es handelte sich um den ersten in Spanien entwickelten und gebauten Düsenjäger, er sollte bis 1982 im Dienst bleiben und war im Zuge des bewaffneten Konflikts zwischen Spanien und dem Frente Polisario 1974 auch in Westsahara im Kampfeinsatz.

Das Verbot der USA, die von ihnen gelieferten Jäger während des Ifni-Krieges und im Konflikt mit dem Frente Polisario zu verwenden, führte zu einem Umdenken in der spanischen Luftwaffe und in der Folge auch zum vermehrten Zukauf europäischer Kampfflugzeuge. Ab Anfang der 1970er Jahre wurden alte Bestände an F-86, T-33 sowie der 1965 hinzugekommenen Lockheed F-104 durch Mirage III und ab 1975 Mirage F1 ersetzt.

Demokratie und Natobeitritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spanische F/A-18 Hornet

Nach dem Tod von Francisco Franco wurde Spanien zu einer Demokratie und löste sich von seinem Isolationismus. Dies führte 1982 zu Spaniens NATO-Beitritt. Das ermöglichte die Kaufentscheidung für die F/A-18 Hornet, dem damals modernsten Mehrzweckkampfflugzeug der westlichen Welt. In einer ersten Bestellung wurden zwischen 1983 und 1990 insgesamt 72 neue Flugzeuge ausgeliefert, zwischen 1994 und 1995 folgten 24 weitere aus Beständen der United States Navy. Den ersten Kampfeinsatz hatten die spanischen F/A-18 während der Operation Deliberate Force.

Am 2. September 1985 schloss sich Spanien dem European Fighter Aircraft (EFA) Programm an, aus dem der Eurofighter EF 2000 hervorging. Das Ejército del Aire bestellte 87 Flugzeuge, wobei die Beschaffung von 14 Stück aus der Tranche 3b noch offen ist. Zwei Einsatzstaffeln wurden in den Geschwadern Ala 11 in Morón de la Frontera sowie Ala 14 in Albacete aufgestellt. Darüber hinaus dient eine weitere Staffel in Morón der Ausbildung. Die ersten Flugzeuge gingen im Oktober 2004 in Dienst, bis Dezember 2018 wurden 69 Maschinen ausgeliefert, von denen sich 66 im aktiven Dienst befinden. Die Auslieferung von vier weiteren Flugzeugen ist noch ausständig.[4]

Ein weiteres europäisches Projekt mit spanischer Beteiligung ist das des taktischen Transportflugzeugs Airbus A400M. Spanien bestelle 27 Maschinen, die erste davon ging am 17. November 2016 in Dienst.

Am 14. Februar 2019 schloss sich Spanien dem Next Generation Weapon System in einem Future Combat Air System (NGWS/FCAS) an, einem Programm zur Entwicklung von bemannten und unbemannten Mehrzweckkampfflugzeugen der sechsten Generation.

Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicherung der territorialen Integrität Spaniens, Luftverteidigung und Bereitstellung der Luftkomponente der spanischen Streitkräfte.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptquartier der Spanischen Luftwaffe (Madrid).

Der zentrale operative Verband der spanischen Luft- und Weltraumstreitkräfte ist das Geschwader (sp. „Ala“, dt. Flügel), das mit einem Regiment beim Heer vergleichbar ist. Dieses wiederum ist in zwei oder drei Staffeln (sp. „Escuadrón“) unterteilt (bestehend aus 18–24 Flugzeugen).

Führungsstellen und Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Spanischen Luft- und Weltraumstreitkräfte steht der Jefe de Estado Mayor del Ejército del Aire y del Espacio (JEMA). Ihm unterstehen drei Haupt- und drei Unterkommandos:

  • Fuerza Aérea: Ordnet und überwacht den Dienstbetrieb und stellt die höchstmögliche Einsatzbereitschaft aller unterstellten Verbände sicher. Ist unterteilt in:
    • Mando Aéreo de Combate (MACOM): Ordnet und überwacht Kampfeinsätze
    • Mando Aéreo de Canarias (MACAN): Ordnet und überwacht Kampfeinsätze und Logistik auf den Kanarischen Inseln
    • Mando Aéreo General (MAGEN): Betrieb aller spanischen Luftwaffenstützpunkte
  • Apoyo a la Fuerza: ist für den gesamten technischen, logistischen und Verwaltungsbetrieb zuständig
  • Cuartel General: Koordination und Verbindung zwischen den Kommandos und dem Jefe de Estado Mayor del Ejército del Aire (JEMA)

Stützpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der spanische Ejercito del Aire y del Espacio hat Militärflugplätze auf der iberischen Halbinsel und auf den Inseln.

Dienstgrade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offiziere

NATO-Code OF-10 OF-9 OF-8 OF-7 OF-6 OF-5 OF-4 OF-3 OF-2 OF-1 OF-D
Spanische Fahne Spanien
Capitán General1 General del Aire2 Teniente General General de División General de Brigada Coronel Teniente Coronel Comandante Capitán Teniente Alférez

1 Nur vom spanischen König als Oberkommandierenden der Streitkräfte bekleidet.
2 Nur vom Generalstabschef (JEMAD) und dem Generalstabschef der Luftstreitkräfte (JEMA) bekleidet.

Unteroffiziere und Mannschaften

NATO-Code OR-9 OR-8 OR-7 OR-6 OR-5 OR-4 OR-3 OR-2 OR-1
Fahne Spaniens Spanien
Suboficial mayor Subteniente Brigada Sargento primero Sargento Cabo mayor Cabo primero Cabo Soldado de primera Soldado

Rekrutierung und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelles Fluggerät[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das spanische Militär verwendet ein alpha-numerisches Kürzel zur Unterscheidung seiner Luftfahrzeugtypen. Der Buchstabe bezeichnet den Verwendungszweck gefolgt von einer fortlaufenden Nummer. Es gibt u. a. A Ataque (Schlachtflugzeug), C Caza-bombardero (Jagdbomber), D SAR, E Enseñanza (Schulung), P Patrulla, T Transporte, U Utilitarian (Mehrzweck) und V VTOL (Senkrechtstarter), Helikoptern wird das Präfix H vorangestellt.

Luftfahrzeuge Foto Herkunft Verwendung In Dienst[5] Anmerkungen
Kampfflugzeuge
Eurofighter Typhoon (C-16) Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Deutschland Deutschland
Italien Italien
Spanien Spanien
Mehrzweck-Kampfflugzeug 70 Im Juni 2022 bestellten die spanischen Luftstreitkräfte 20 weitere Flugzeuge. Diese sollen ab 2026 zulaufen und die auf den Kanarischen Inseln stationierten F/A-18 ersetzen.[6]
F/A-18 Hornet (C-15) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Mehrzweck-Kampfflugzeug 85 53 EF-18M, 12 EF-18BM (Zweisitzerversion) und 20 EF-18A+
Transportflugzeuge
Airbus A400M (T/TK-23) Deutschland Deutschland
Frankreich Frankreich
Spanien Spanien
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Taktisches Transportflugzeug / Luftbetankung 14 Drei weitere im Zulauf. Von den insgesamt 27 bestellten Flugzeugen wurde der Bau von 13 bis nach 2024 verschoben. 10 dieser Maschinen sind nach derzeitigen Planungen für den Export vorgesehen.[7]
CASA C-295 (T-21) Spanien Spanien Taktisches Transportflugzeug 13
CASA CN-235 (T/TR-19) Spanien Spanien
Indonesien Indonesien
Taktisches Transportflugzeug / Luftbildfotografie 10 2 davon für Luftbildfotografie (TR-19)
CASA C-212 Aviocar (T/TM-12) Spanien Spanien Taktisches Transportflugzeug / Schulflugzeug / SAR 11 1 davon elektronische Kampfführung (TM-12)
Airbus A310 (T-22) Deutschland Deutschland
Frankreich Frankreich
Spanien Spanien
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Transportflugzeug 2 Einsatz als Regierungsflugzeug[8]
Airbus A330 MRTT (T/TK-24) Deutschland Deutschland
Frankreich Frankreich
Spanien Spanien
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Transportflugzeug 3 Einsatz auch als Regierungsflugzeug, im Zulauf zunächst einer T-24[9] Umrüstung zur Luftbetankung (TK-24) ab 2023.
Dassault Falcon 900 (T-18) Frankreich Frankreich Transportflugzeug 5 VIP-Transport
Dassault Falcon 20 (TM-11) Frankreich Frankreich Transportflugzeug / Elektronische Kampfführung 2
Cessna Citation V (TR-20) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Transportflugzeug / Luftbildfotografie 3
King Air C-90 (U-22) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Transportflugzeug 4
Aérospatiale AS 332 Super Puma (HT-21) Frankreich Frankreich Transporthubschrauber 4 AS332M1 VIP-Transport
Aérospatiale AS 532 Cougar (HT-27) Frankreich Frankreich Transporthubschrauber 2 AS532UL VIP-Transport
Schulflugzeuge & -hubschrauber
CASA C-101 Aviojet (E-25) Spanien Spanien strahlgetriebenes Schul- und leichtes Erdkampfflugzeug 42 7 davon in der Kunstflugstaffel Patrulla Águila. In der Rolle als Fortgeschrittenentrainer wurden die CASA C-101 ab 2022 weitestgehend von der Pilatus PC-21 ersetzt. 28 Flugzeuge sollen dennoch bis in die 2030er Jahre in Dienst bleiben.[10]
Northrop F-5 Freedom Fighter (AE-9) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten strahlgetriebenes Schul- und leichtes Erdkampfflugzeug 19
Pilatus PC-21 (E-27) Schweiz Schweiz Schulflugzeug 24 16 weitere bestellt. Die PC-21 ersetzt in der Rolle des Fortgeschrittenentrainers die C-101 und als Basistrainer die ausgemusterte T-35 Pillán
Beechcraft F-33C Bonanza (E-24) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Schulflugzeug 16
Airbus Helicopters H135 (HE-26) Deutschland Deutschland Schulhubschrauber 2 neun weitere im Zulauf
Eurocopter EC 120 Colibri (HE-25) Frankreich Frankreich
Deutschland Deutschland
Schulhubschrauber 15 sechs davon in der Kunstflugstaffel Patrulla ASPA
Sikorsky S-76 (HE-24) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Schulhubschrauber 8
Suche und Rettung
CASA CN-235 (D-4) Spanien Spanien
Indonesien Indonesien
Seeaufklärer / SAR 8
Aérospatiale AS 332 Super Puma (HD-21) Frankreich Frankreich SAR 14 8 AS332B und 6 AS332C1
NH90 (HD-29) Deutschland Deutschland
Frankreich Frankreich
Italien Italien
Niederlande Niederlande
SAR / CSAR / MedEvac 6 Weitere 6 im Zulauf
Löschflugzeuge
Canadair CL-415 (UD-14) Kanada Kanada Löschflugzeug 4 von der UME betrieben
Canadair CL-215T (UD-13T) Kanada Kanada Löschflugzeug 10 von der UME betrieben. Alle in der Version 215T (Turboprop). Von den ursprünglich 14 erworbenen Flugzeugen wurden vier im Jahr 2023 außer Dienst gestellt und versteigert.[11]
Unbemannte Luftfahrzeuge
MQ-9 (NR-05) Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten UCAV 4 Die zunächst unbewaffneten Drohen sollen laut einem Regierungsbeschluss vom November 2023 in Zukunft mit Luft-Boden-Raketen des Typs AGM-114 Hellfire ausgerüstet werden.[12]

Neubeschaffungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugzeug Foto Herkunft Typ Bestellt Anmerkungen
CASA C-295 Spanien Spanien Seeaufklärer 16 Acht C295W MPA sollen die außer Dienst gestellten Lockheed P-3 in der Rolle des Seeaufklärungs- und U-Jagd-Flugzeuges ersetzen. Darüber hinaus sollen acht C295W MSA die CASA CN-235 D-4 als Seeaufklärungs- und SAR-Flugzeuge ablösen.[13]
De Havilland Canada DHC-515 Kanada Kanada Löschflugzeug 7 Im April 2024 gab das spanische Verteidigungsministerium die modernisierung der bestehenden Flotte an Löschflugzeugen sowie den Kauf von sieben De Havilland Canada DHC-515 (einer weiterentwicklung der Canadair CL-415) bekannt. Zwei der sieben Maschinen werden von der Europäischen Union finanziert und Teil des rescEU-Systems sein, wobei die Europäische Kommission die operative Kontrolle über diese beiden Flugzeuge behält und im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzes auch über ihren Einsatz entscheiden kann.[14]
Airbus SIRTAP Spanien Spanien Unbemanntes Luftfahrzeug Der SIRTAP ist ein in Entwicklung befindliches spanisches unbemanntes Luftfahrzeug. Der Name ist ein Akronym von Sistema Remotamente Tripulado de Altas Prestaciones (spanisch für hochleistungsfähiges ferngesteuertes Luftfahrtsystem). Das Spanische Verteidigungsministerium hat neun Systeme, bestehend aus jeweils drei Luftfahrzeugen und einer Bodenstation, sowie zwei Simulatoren bestellt. Diese sollen sowohl vom Heer als auch von den Luftstreitkräften eingesetzt werden, die genaue Aufteilung ist jedoch noch nicht bekannt[15]

Im Rahmen einer im März 2015 bekannt gewordenen Langfristplanung soll die Anzahl verschiedener Hubschraubertypen bis 2040 bei allen spanischen Teilstreitkräften auf vier reduziert werden. Hierzu gehören für die Luftstreitkräfte lediglich die NH90 und zur Schulung die H135 von Airbus Helicopters. Die heutigen Schulhubschrauber Airbus H120 und Sikorsky S-76C sollen um 2027 außer Dienst gestellt werden.

Waffensysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugabwehrwaffen:

Luft-Luft-Raketen:

Luft-Boden-Raketen:

Seezielflugkörper:

Marschflugkörper:

Bomben:

Kunstflugstaffeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Patrulla Águila zeichnet die spanische Flagge in den Himmel
Die Patrulla ASPA bei einer Flugschau in Gijón

Patrulla Águila[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Patrulla Águila

Die Patrulla Águila (dt.: Adlerpatrouille) ist die Kunstflugstaffel der spanischen Luftstreitkräfte. Sie wurde am 4. Juli 1985 gegründet, ist heute auf der Luftwaffenbasis San Javier nahe La Manga del Mar Menor stationiert und fliegt von dort aus sieben spanische CASA C 101 Aviojet. Sie folgte dem 1956 gegründeten ersten Kunstflugteam der Spanischen Luftstreitkräfte mit dem Namen Ascua nach. Dieses flog North American F-86F Sabre. Die vier Maschinen erhielten keinen gesonderten Anstrich oder Markierungen. Erste Auftritte fanden noch 1956 unter anderem in Rom statt. Der letzte bekannte Auftritt der Ascua genannten Gruppe fand 1962 auf der deutschen Spangdahlem Air Base statt.

Patrulla ASPA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Patrulla ASPA

Die Patrulla ASPA (die Abkürzung ASPA steht für die Pilotengewerkschaft Asociación Sindical de Pilotos de Aviación und ist deckungsgleich mit dem spanischen Wort aspa, deutsch Rotorblatt) ist die Hubschrauber-Kunstflugstaffel der spanischen Luftstreitkräfte. Sie wurde am 23. September 2003 gegründet und besteht aus sechs Eurocopter EC 120 mit je zwei Piloten. Den ersten Auftritt hatte die Hubschrauber-Kunstflugstaffel am 16. Mai 2004 in Sevilla. Die Patrulla ASPA ist auf der Luftwaffenbasis Armilla, nahe Granada, stationiert.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Auszügen werden hier Unfälle von Transportflugzeugen der Spanischen Luftstreitkräfte aufgeführt.

  • Am 27. Juli 1971 wurde eine CASA 352 (Lizenzbau der Junkers Ju 52/3m) der Spanischen Luftstreitkräfte (Luftfahrzeugkennzeichen T.2B-198) an einem unbekannten Ort irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt. Dies war der letzte Totalschaden einer Ju 52 und ihrer Nachbauten im regulären Betrieb einer Linienfluggesellschaft oder Luftwaffe.[16]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ejército del Aire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b International Institute for Strategic Studies (Hrsg.): The Military Balance 2023. 123. Auflage. Taylor & Francis, 2023, ISBN 978-1-03-250895-5, S. 133–136.
  2. DEPUTY SPANISH AIR AND SPACE FORCE CHIEF OF STAFF (SEJEMA), FORMER TLP COMMANDANT, VISITS THE TACTICAL LEADERSHIP PROGRAMME. In: www.tlp-info.org. 24. Januar 2023, abgerufen am 22. Juli 2023 (englisch).
  3. Ejército del Aire y del Espacio Homepage der Luftstreitkräfte, 6. Juli 2022
  4. www.defensa.gob.es: Defensa pondrá en marcha tres programas militares con una inversión de 7.331 millones de euros. 14. Dezember 2018, abgerufen am 17. Februar 2019.
  5. Order of Battle – Spain. In: milaviapress.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. Juli 2011; abgerufen am 22. Februar 2011 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.milaviapress.com
  6. Mehr Eurofighter für Spanien. In: Flug Revue. Abgerufen am 23. Dezember 2021.
  7. Defensa extiende de 14 a 17 los aviones A400M que operará el Ejército: ¿qué pasará con los otros diez? In: ABC. 6. Mai 2023, abgerufen am 14. Mai 2023 (spanisch).
  8. http://www.planepictures.net/netshow.php?id=94182 Bild der Maschine.
  9. https://www.infodefensa.com/texto-diario/mostrar/3327423/llega-base-torrejon-primer-a330-ejercito-aire-espanol
  10. El C-101 continuará en servicio en la Patrulla Águila una década más. In: infodefensa.com. 12. September 2022, abgerufen am 14. Mai 2023 (spanisch).
  11. Resolución de la Dirección General de Servicios del Ministerio para la Transición Ecológica y el Reto Demográfico, por la que se anuncia subasta pública de 4 aviones anfibios CANADAIR CL-215. In: Boletín Oficial del Estado. 22. Juni 2023, abgerufen am 21. April 2024 (spanisch).
  12. España tendrá, por fin, drones armados: el Consejo de Ministros autoriza la compra de misiles Hellfire por 13,3 millones. In: La Razón. 14. November 2023, abgerufen am 16. November 2023 (spanisch).
  13. El Ejército del Aire operará al final ocho C-295 de patrulla marítima y ocho de vigilancia marítima. In: infodefensa.com. 3. Februar 2024, abgerufen am 3. Februar 2024 (spanisch).
  14. España comprará siete apagafuegos DHC 515 y modernizará la flota en servicio por 375 millones. In: infodefensa.com. 19. April 2024, abgerufen am 21. April 2024 (spanisch).
  15. Ángel Luis de Santos: Defensa y Airbus firman el contrato para la compra de 27 drones Sirtap para vigilancia e inteligencia y capaces de portar armamento. In: larazon.es. La Razón, 29. November 2023, abgerufen am 23. Dezember 2023 (spanisch).
  16. Flugunfalldaten und -bericht Ju 52/CASA 352 T.2B-198 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 12. August 2023.
  17. Flugunfalldaten und -bericht DC-4 T.4-11 im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 31. Juli 2022.