Madison Keys

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Madison Keys Tennisspieler
Madison Keys
Madison Keys 2014 in Wimbledon
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 17. Februar 1995
Größe: 178 cm
Gewicht: 66 kg
1. Profisaison: 2009
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Thomas Hogstedt
Preisgeld: 5.701.490 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 215:121
Karrieretitel: 3 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 7 (10. Oktober 2016)
Aktuelle Platzierung: 16
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 15:27
Karrieretitel: 0 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 115 (22. September 2014)
Aktuelle Platzierung: 464
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 28. August 2017
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Madison Keys (* 17. Februar 1995 in Rock Island, Illinois) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keys, die am liebsten auf Hartplätzen spielt, kam im Alter von neun Jahren in die Chris Evert Academy in Boca Raton.[1]

Sie gehört zu den jüngsten Spielerinnen, die auf der WTA Tour jemals ein Match gewonnen haben. Im Alter von 14 Jahren besiegte sie bei ihrem ersten WTA-Turnier in Ponte Vedra Beach Alla Kudrjawzewa, damals die Nummer 81 der Welt, mit 7:5 und 6:4. In der zweiten Runde unterlag sie dann Nadja Petrowa mit 3:6, 2:6.[1]

2011–2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den US Open stand sie 2011 erstmals in der Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers. Sie gewann ihr Erstrundenspiel gegen ihre Landsfrau Jill Craybas mit 6:2, 6:4 und verlor anschließend ihre Partie gegen Lucie Šafářová mit 6:3, 5:7, 4:6.

Bei den Australian Open, für die sie 2012 eine Wildcard erhielt, unterlag sie in der ersten Runde Zheng Jie mit 2:6, 1:6. Für das WTA-Turnier in Miami erhielt sie eine Wildcard für die Qualifikation. Mit Siegen über Wolha Hawarzowa (6:3, 5:7 und 6:4) und Anastassija Rodionowa (2:6, 6:1, 6:4) zog sie ins Hauptfeld ein und bezwang in der ersten Runde Magdaléna Rybáriková mit 6:74, 6:2, 6:1.

In der Saison 2013 überstand sie in Melbourne erstmals die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers, ehe sie Angelique Kerber mit 2:6 und 5:7 unterlag. In Wimbledon erreichte sie ebenfalls die dritte Runde, in der sie sich Agnieszka Radwańska in drei Sätzen geschlagen geben musste. Im Oktober erreichte sie Platz 36 der Weltrangliste.

2014–2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Australian Open stand sie zusammen mit ihrer Landsfrau Alison Riske erstmals im Achtelfinale eines Major-Turniers. Dort unterlagen sie der Paarung Andrea Hlaváčková/Lucie Šafářová mit 4:6 und 3:6.

Beim Rasenturnier in Eastbourne konnte sie schließlich ihren ersten WTA-Titel feiern; sie behielt gegen Kerber diesmal die Oberhand und gewann das Endspiel knapp in drei Sätzen. Im Juli stand sie im Einzel dann auf Position 27.

Zu Beginn der Saison 2015 feierte sie unter ihrer neuen Trainerin Lindsay Davenport[1] ihren bislang größten Erfolg mit dem Einzug ins Halbfinale der Australian Open. Auf dem Weg dorthin gelangen ihr Siege über die Wimbledon-Siegerinnen Petra Kvitová und Venus Williams. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel scheiterte sie in zwei Sätzen an Serena Williams. Ihr bisher bestes Ranking erreichte Keys am 18. Mai mit Platz 16.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Australian Open erreichte sie das Achtelfinale, das sie gegen Zhang Shuai mit 6:3, 3:6 und 3:6 verlor. Während der Partie zog sie sich eine Oberschenkelverletzung zu, die eine mehrwöchige Pause nach sich zog.[2] Beim Turnier in Indian Wells war sie wieder zurück; sie verlor ihre erste Partie gegen Nicole Gibbs mit 3:6 und 3:6. Im selben Monat wurde Mats Wilander als ihr neuer Trainer vorgestellt;[3] doch nach nur acht Tagen trennte man sich wieder.[4] Beim WTA-Turnier von Rom stand Keys im Endspiel, das sie gegen Serena Williams verlor. Bei den Olympischen Spielen in Rio unterlag sie im Halbfinale Angelique Kerber mit 3:6 und 5:7 und im Spiel um die Bronzemedaille Petra Kvitová mit 5:7, 6:2 und 2:6.

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl von Experten als großes Talent gehandelt, konnte Keys nicht an vorangegangene Erfolge anknüpfen. An den Australian Open nahm sie nicht teil und kam bei den folgenden Grand-Slam-Turnieren (French Open und Wimbledon) nicht über die zweite Runde hinaus. Erst im Sommer spielte sich Keys nach einer zweiten Operation am linken Handgelenk wieder in Form.[5]

Der bislang größte Erfolg ihrer Karriere gelang Keys bei den US Open 2017. Dort erreichte sie nach Siegen über u. a. Jelena Wesnina, Elina Switolina, Kaia Kanepi und Coco Vandeweghe den Einzug in ihr erstes Grand-Slam-Einzelfinale. Dort traf Keys auf die mit ihr befreundete Landsfrau Sloane Stephens, der sie klar in zwei Sätzen unterlag (3:6, 0:6).

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 21. Juni 2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Eastbourne WTA Premier Rasen DeutschlandDeutschland Angelique Kerber 6:3, 3:6, 7:5
2. 19. Juni 2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen TschechienTschechien Barbora Strýcová 6:3, 6:4
3. 6. August 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford WTA Premier Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Coco Vandeweghe 7:64, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 12. April 2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand DeutschlandDeutschland Angelique Kerber 2:6, 6:4, 5:7
2. 15. Mai 2016 ItalienItalien Rom WTA Premier 5 Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 6:75, 3:6
3. 31. Juli 2016 KanadaKanada Montreal WTA Premier 5 Hartplatz RumänienRumänien Simona Halep 6:72, 3:6
4. 9. September 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sloane Stephens 3:6, 0:6

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Bilanz Karriere
Australian Open 1 3 2 HF AF 11:5 HF
French Open 2 1 3 AF 2 7:5 AF
Wimbledon Q2 3 3 VF AF 2 12:5 VF
US Open Q1 2 Q2 1 2 AF AF F 14:6 F

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Bilanz Karriere
Australian Open AF 1 2 3:3 AF
French Open 1 AF 2:2 AF
Wimbledon 1 2 1 1 1:4 2
US Open 1 2 1 1:3 2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Madison Keys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Madison Keys: 5 Fast Facts You Need to Know. In: heavy.com. 7. Juli 2015, abgerufen am 29. März 2016 (englisch).
  2. 2 Cinderella-Storys – Das unwahrscheinlichste Grand-Slam-Viertelfinale. In: tennisnet.com. 26. Januar 2016, abgerufen am 29. März 2016.
  3. Mats Wilander trainiert jetzt Madison Keys. In: tennisnet.com. 23. März 2016, abgerufen am 2016-29-03.
  4. Aus nach 8 Tagen – Mats Wilander trainiert nicht mehr Madison Keys. In: tennisnet.com. 30. März 2016, abgerufen am 30. März 2016.
  5. Joubert, Philipp: US-Open-Finalistin Stephens Von Platz 957 bis ins Finale bei Spiegel Online, 9. September 2017 (abgerufen am 9. September 2017).