Sloane Stephens

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Sloane Stephens Tennisspieler
Sloane Stephens
Sloane Stephens (2017)
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 20. März 1993
Größe: 170 cm
Gewicht: 61 kg
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Kamau Murray
Preisgeld: 8.227.959 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 232:152
Karrieretitel: 5 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 11 (21. Oktober 2013)
Aktuelle Platzierung: 17
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 35:44
Karrieretitel: 0 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 94 (24. Oktober 2011)
Aktuelle Platzierung: 215
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
11. September 2017
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Sloane Stephens (* 20. März 1993 in Plantation, Florida) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin. Ihr bislang größter Erfolg war der Sieg bei den US Open 2017.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sloane Stephens, Tochter des American-Football-Spielers John Stephens, begann im Alter von neun Jahren mit dem Tennissport. Trainiert wurde sie zunächst von den ehemaligen Tennisprofis Nick Saviano und Roger Smith, später vom früheren Weltklassespieler Paul Annacone.

2007 spielte sie in Brasilien ihr erstes ITF-Turnier. Ihren ersten ITF-Doppeltitel gewann sie an der Seite von Christina McHale 2008 in Wichita. Bei den Juniorinnen gewann sie 2010 die French Open, die Wimbledon Championships und die US Open im Doppel, jeweils mit Tímea Babos. 2011 konnte sie im italienischen Reggio Emilia ihren ersten ITF-Einzeltitel feiern.

Bei den US Open erreichte sie 2011 mit einer Wildcard im Einzel die dritte Runde, in der sie gegen Ana Ivanović in zwei Sätzen verlor. Im Doppel scheiterte sie an der Seite ihrer Landsfrau Alison Riske in der Auftaktrunde an der Paarung Flavia Pennetta/Gisela Dulko.

Bei den French Open zog sie 2012 zum ersten Mal ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein, in dem sie der früheren Finalistin Samantha Stosur mit 5:7, 4:6 unterlag. In Wimbledon schied sie in Runde drei mit 6:7, 6:1, 2:6 gegen Sabine Lisicki aus. Bei den US Open erreichte sie 2012 mit Siegen über Francesca Schiavone und Tatjana Malek die dritte Runde und unterlag dann Ivanović mit 7:6, 4:6 und 2:6. Durch ihr gutes Abschneiden verbesserte sie sich im Oktober auf Platz 36 der Weltrangliste.

Mit einem Dreisatzsieg über Serena Williams erreichte sie im Januar 2013 bei den Australian Open erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers; gegen Wiktoryja Asaranka war sie dort jedoch chancenlos (1:6, 4:6). Bei den French Open schied sie im Achtelfinale gegen Marija Scharapowa in zwei glatten Sätzen aus. In Wimbledon kam sie bis ins Viertelfinale, in dem sie sich in einem umkämpften Zweisatzmatch der späteren Turniersiegerin Marion Bartoli beugen musste. Nach einem weiteren Achtelfinaleinzug bei den US Open erreichte sie im Oktober 2013 mit Platz 11 der Einzelweltrangliste ihr bislang bestes Ranking.

Obwohl bei Experten als großes Talent gehandelt, konnte Stephens in den folgenden Jahren nicht an vorangegangene Erfolge anknüpfen. Bis 2015 kam sie bei Grand-Slam-Turnieren nicht über einen Achtelfinaleinzug hinaus. Nach einer Fußoperation musste Stephens bis zu den US Open 2017 die vorangegangenen zwölf Monate fast komplett pausieren. Ende Juli 2017 war sie bis auf Platz 957 der Weltrangliste zurückgefallen.[1] Durch ein Protected Ranking konnte sie als 83. der Weltrangliste an den US Open teilnehmen, wo ihr überraschend nach u. a. Siegen über die besser platzierten Julia Görges, Anastasija Sevastova und Venus Williams der Einzug in ihr erstes Grand-Slam-Finale gelang. Dort besiegte sie die mit ihr befreundete Landsfrau Madison Keys in zwei Sätzen (6:3, 6:0) und gewann damit ihren ersten Grand-Slam-Titel im Einzel.[2] Stephens ist damit die am schlechtesten platzierte Spielerin, die jemals die US Open gewinnen konnte (die Belgierin Kim Clijsters verfügte bei ihrem US-Open-Sieg 2009 über kein Ranking). Nach ihrem Erfolg wird sie sich auf Platz 17 der Weltrangliste verbessern.[3]

Seit 2012 spielt Stephens für die US-amerikanische Fed-Cup-Mannschaft; sie konnte drei ihrer bisher sechs Fed-Cup-Partien gewinnen.

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 9. August 2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington WTA International Hartplatz RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa 6:2, 6:1
2. 9. Januar 2016 NeuseelandNeuseeland Auckland WTA International Hartplatz DeutschlandDeutschland Julia Görges 7:5, 6:2
3. 27. Februar 2016 MexikoMexiko Acapulco WTA International Hartplatz SlowakeiSlowakei Dominika Cibulková 6:4, 4:6, 7:65
4. 10. April 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand RusslandRussland Jelena Wesnina 7:64, 6:2
5. 9. September 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Madison Keys 6:3, 6:0

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sloane Stephens (2017)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 Karriere
Australian Open 2 HF AF 1 1 HF
French Open 1 AF AF AF AF 3 AF
Wimbledon 3 VF 1 3 3 1 VF
US Open 3 3 AF 2 1 S S

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2016 2017 Karriere
Australian Open 1 1
French Open 1 1 1 1
Wimbledon 1 1 2 2
US Open 1 1 1 1 1 1

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sloane Stephens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joubert, Philipp: US-Open-Finalistin Stephens Von Platz 957 bis ins Finale bei Spiegel Online, 9. September 2017 (abgerufen am 9. September 2017).
  2. Sensation in New York: Sloane Stephens gewinnt die US Open bei Spiegel Online, 10. September 2017 (abgerufen am 10. September 2017).
  3. Ungesetzt zum Titel: Sloane Stephens gewinnt US Open bei kicker.de, 9. September 2017 (abgerufen am 9. September 2017).
  4. Sloane Stephens has been named the WTA Comeback Player of the Year for 2017. In: wtatennis.com. 20. Oktober 2017, abgerufen am 22. Oktober 2017 (englisch).