Lisa Brennauer

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Lisa Brennauer Straßenradsport
Lisa Brennauer mit der EM-Silbermedaille in der Mannschaftsverfolgung (2019)
Lisa Brennauer mit der EM-Silbermedaille
in der Mannschaftsverfolgung (2019)
Zur Person
Geburtsdatum 8. Juni 1988 (32 Jahre)
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße, Bahn
Fahrertyp Zeitfahrerin
Zum Team
Aktuelles Team Ceratizit-WNT Pro Cycling Team
Team(s)
2009
2010–2011
2012–2017
2018
2019-
Equipe Nürnberger
Hitec Products UCK
Specialized / Velocio / Canyon
Wiggle High5
Ceratizit-WNT
Wichtigste Erfolge
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
2015 Weltmeister Mannschaftszeitfahren
2014 Weltmeister Mannschaftszeitfahren, Einzelzeitfahren
2013 Weltmeister Mannschaftszeitfahren
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
2020 Silber Einerverfolgung
2020 Bronze Mannschaftsverfolgung
UEC-Bahn-Europameisterschaften
2018 Europameister2016 Einerverfolgung
Letzte Aktualisierung: 6. März 2020

Lisa Brennauer (* 8. Juni 1988 in Kempten (Allgäu)) ist eine deutsche Radrennfahrerin und vierfache Weltmeisterin (2013–2015). Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Radsportlerinnen der 2010er Jahre.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde Lisa Brennauer in Salzburg Junioren-Weltmeisterin im Einzelzeitfahren auf der Straße. 2004 sowie 2005 errang sie den Deutschen Meistertitel in derselben Disziplin als Juniorin. In den Saisons 2008/2009 sowie 2009/2010 konnte sie zudem mehrfach in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn Podiumsplätze bei Weltcuprennen belegen. 2010 wurde sie in Cottbus deutsche Vizemeisterin in der Einerverfolgung auf der Bahn. 2011 errang sie die nationalen Meistertitel im Omnium und im Scratch, 2013 und 2014 wurde sie deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren der Frauen sowie 2013 in der Einerverfolgung.

2014 errang Lisa Brennauer in Baunatal die Titel der deutschen Meisterin im Straßenrennen sowie im Einzelzeitfahren und wurde nationale Berg-Meisterin. Am 23. September errang Lisa Brennauer die Goldmedaille im Einzelzeitfahren der Frauen (Elite) bei der Straßen-WM 2014 in Ponferrada (Spanien), nachdem sie zuvor schon mit ihrem Team Weltmeisterin im Mannschaftszeitfahren geworden war. Im Straßenrennen gewann sie Silber. Damit war sie erfolgreichste Sportlerin dieser Weltmeisterschaften.[1]

Im Jahr 2015 gewann Brennauer die Energiewacht Tour und die Women’s Tour. Den hart erkämpften Sieg bei der Women’s Tour bezeichnete sie selbst als einen ihrer „größten Erfolge“.[2] Anfang September gewann sie außerdem nach starker Teamunterstützung eine Etappe und die Gesamtwertung der niederländischen Boels Rental Ladies Tour.[3]

Bei den Straßenweltmeisterschaften 2015 in Richmond (Virginia) wurde Brennauer mit ihrem Team Velocio-SRAM Weltmeisterin im Teamzeitfahren. Im Einzelzeitfahren der Frauen (Elite) holte sie die Bronzemedaille. Im Jahr darauf errang sie mit ihrem Team von Canyon SRAM Racing bei den Weltmeisterschaften in Doha die Silbermedaille im Mannschaftszeitfahren. Bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften 2017 in Berlin startete Brennauer mit dem deutschen Frauen-Vierer in der Mannschaftsverfolgung. Dabei kam es zu einem Sturz, bei dem sich Brennauer einen Armbruch, Schürfwunden und Prellungen zuzog.[4]

Im August 2018 wurde Lisa Brennauer in Glasgow Europameisterin in der Einerverfolgung. Dabei stellte sie innerhalb von 24 Stunden zweimal einen neuen deutschen Rekord auf, zuletzt bewältigte sie die drei Kilometer in 3:26,879 Minuten.

Brennauer beim Einzelzeitfahren der Straßen-WM 2018

Im Finale um Gold schlug sie die vierfache Verfolgungs-Europameisterin und schottische Lokalmatadorin Katie Archibald vor heimischem Publikum. Nur einen Tag später errang sie im Straßenrennen der Straßeneuropameisterschaften die Bronzemedaille.

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2019 wurde die damals 30-Jährige im polnischen Pruszków Vize-Weltmeisterin in der Einerverfolgung. Im selben Jahr gewann sie im niederländischen Apeldoorn sie jeweils Silber in der Einerverfolgung sowie mit Mieke Kröger, Gudrun Stock, Lisa Klein und Franziska Brauße in der Mannschaftsverfolgung der Bahn-Europameisterschaften

Im Berliner Velodrom wurde Brennauer zu Beginn des Jahres 2020 Vizeweltmeisterin in der Einerverfolgung und gewann mit dem deutschen Vierer Bronze in der Mannschaftsverfolgung.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005
2009
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brennauer bei der Bahnrad-WM 2017
2010
2011
2013
2018
2019
2020

Straßen-Weltmeisterschafts-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaft201120122013201420152016201720182019
Straßenrennen91DNF2301243DNF9
Einzelzeitfahren11136121410
Mannschaftszeitfahren1112442
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lisa Brennauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lisa Brennauer aus Durach holt dritte WM-Medaille. all-in.de, 27. September 2014, abgerufen am 28. September 2014.
  2. Dem Team sei Dank: Brennauer feiert Riesenerfolg in England. In: radsport-news.com. 23. April 2015, abgerufen am 22. Juni 2015.
  3. Brennauer: "Mehr als der Sieg zählt die Art, wie wir gefahren sind". radsport-news.com, 6. September 2015, abgerufen am 6. September 2015.
  4. Bahn-EM: Brennauer zog sich bei Sturz Oberarmbruch zu. In: radsport-news.com. 19. Oktober 2017, abgerufen am 6. November 2017.