Lauco

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Lauco
Wappen
Lauco (Italien)
Lauco
Staat Italien
Region Friaul-Julisch Venetien
Provinz Udine (UD)
Koordinaten 46° 25′ N, 12° 56′ OKoordinaten: 46° 25′ 0″ N, 12° 56′ 0″ O
Höhe 719 m s.l.m.
Fläche 34,58 km²
Einwohner 724 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 21 Einw./km²
Postleitzahl 33020
Vorwahl 0433
ISTAT-Nummer 030047
Volksbezeichnung Laucani
Schutzpatron San Rocco
Blick auf Lauco

Lauco (friulanisch: Lauc) ist eine Gemeinde mit 724 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der Provinz Udine in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt in ca. 719 m Höhe auf einer 35 km2 umfassenden Hochebene, die von einem Südausläufer des Berges Arvenis gebildet wird und steil zum Tagliamento-Tal abfällt. Angrenzende Gemeinden sind Ovaro, Raveo, Sutrio, Tolmezzo, Villa Santina und Zuglio.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile von Lauco sind Allegnidis (Dalenies), Avaglio (Davai), Buttea (Butee), Trava (Trave) und Vianaio (Vinai). Des Weiteren gibt es noch die dazugehörigen kleinen Weiler Chiassis di sopra, Chiassis di sotto, Sot Crez, Isimidi, Chiauians, Portreal, Plugna, Runchia, Fuessa, Uerpa, Vas, Pesmolet, Val di Lauco, Chiamp und Trischiamp.

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlucht von Vinadia ist eine 200 Meter tiefe und stellenweise nur ein paar Meter breite Schlucht, die Ergebnis der Erosion der drei Bäche Chiantone, Pichons und Vinadia ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Lauco wird erstmals im Jahr 914 erwähnt. Er leitet sich vom keltischen leucos für blendend bzw. weiß ab. Ausgrabungen weisen auf eine Besiedelung schon in vorrömischer Zeit hin. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zur Herrschaft des Patriarchen von Aquileia. Um 1420 fällt es an die Republik Venedig und im Jahre 1797 an Österreich-Ungarn. Seit 1866 gehört es zu Italien.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rückgang der Bevölkerung (1911: 3154 Einwohner, 1951: 2529 Einwohner, 2001: 877 Einwohner) ist nicht zuletzt auch auf die schlechte wirtschaftliche Situation der Kommune zurückzuführen.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tir des cidules – übersetzt der Wurf der sog. cidules, das sind brennende Rädchen aus Buchenholz – ist bestimmt das am häufigsten praktizierte Ritual und stammt vermutlich von den Kelten, die das Feuer als Gottheit verehrten.
  • Im Ortsteil Vinaio können Besucher am Karfreitag an einem Passionsspiel teilnehmen, bei dem in den Dorfgassen der Leidensweg Christi inszeniert wird.
  • Am 1. Mai findet ein großes Volksfest auf den breiten Wiesen von Porteal statt.
  • Im Juni wird im Ortsteil Avaglio das Fest „Stàndard“ begangen, eine Art Übergangsritus für die jungen Dorfbewohner, die volljährig werden.
  • Im Weiler Uerpa wird im Spätsommer das Volksfest „Fieste dal Pastor“ veranstaltet, bei der sich alles um die Milchprodukte der Region dreht.
  • Am Heiligabend kommen Bewohner der verschiedenen Ortsteile der Gemeinde in Lauco zum Fackelzug „dai Madins“ zusammen, wo sie die Stunden vor der Weihnachtsmesse bei Glühwein und lokalen Spezialitäten verbringen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homepage der Gemeinde

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.