Quièvrecourt

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Quièvrecourt
Wappen von Quièvrecourt
Quièvrecourt (Frankreich)
Quièvrecourt
Region Normandie
Département Seine-Maritime
Arrondissement Dieppe
Kanton Neufchâtel-en-Bray
Gemeindeverband Bray-Eawy
Koordinaten 49° 44′ N, 1° 25′ OKoordinaten: 49° 44′ N, 1° 25′ O
Höhe 69–139 m
Fläche 4,02 km2
Einwohner 449 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 112 Einw./km2
Postleitzahl 76270
INSEE-Code

Quièvrecourt ist eine französische Gemeinde mit 449 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie (vor 2016 Haute-Normandie). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Dieppe und zum Gemeindeverband Bray-Eawy. Die Bewohner nennen sich Les Capricourtiens.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quièvrecourt liegt in der Landschaft Pays de Bray am Fluss Béthune, etwa 35 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Dieppe und etwa 40 Kilometer nordöstlich der Großstadt Rouen. Das 402 ha große waldarme Gemeindegebiet zeigt eine Mischung aus Äckern und Wiesen, unterbrochen von Hecken und Obstbaumalleen. Zu Quièvrecourt gehören die Weiler Sainte-Claire, Caron, Les Cramillons, Les Viviers Canger, Bois de la Justice und La Ceriseraie. Umgeben wird Quièvrecourt von den Nachbargemeinden Neufchâtel-en-Bray im Nordosten und Osten, Neuville-Ferrières im Südosten, Esclavelles im Südwesten, Bully im Westen sowie Saint-Martin-l’Hortier im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname ist abgeleitet vom französischen chévre für Ziege, was durch zwei Ziegen im Wappen symbolisiert wird; court steht für Ort oder Platz. Lateinisch hieß der Ort capricurtis.
Die wuchtig wirkende Kirche von Quièvrecourt stammt aus der Zeit zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert. Sie ist dem Heiligen Ribert (Robert of Newminster) gewidmet.
Im Juli 1944 zerstörte eine Bombe das Kirchenschiff. Es wurde nach Kriegsende wieder aufgebaut.
Im Glockenturm läuten drei Glocken. Rechts des Altars befindet sich die kleine Kapelle Saint-Apolline. Hier kamen früher zahlreiche Pilger, die Linderung von Zahnschmerzen erbaten.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015
Einwohner 213 222 296 374 469 419 424 451
Quelle: Cassini[2] und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Ribert[3]
  • Château de la Nobraie[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quièvrecourt war bis ins 20. Jahrhundert eher ländlich geprägt. In der Gemeinde gibt es noch zehn Landwirtschaftsbetriebe (vorwiegend Viehzucht und Produktion von Fleisch, Eiern, Wolle, Milch und Käse - hier hauptsächlich die Sorte Neufchâtel).[5] Wegen zu geringer Anzahl von Kindern musste die Grundschule im Ort geschlossen werden. Auch gibt es kein Café/Tabak-Geschäft mehr. Durch die direkte Nachbarschaft zur Kleinstadt Neufchâtel-en-Bray konnten diese Verluste kompensiert werden. Geblieben sind eine Tischlerei, ein Malerbetrieb, ein Fliesenhandelsgeschäft und ein Saatgutbetrieb.

Durch den Süden des Gemeindeareals führt die Autoroute A28 mit einem eigenen Anschluss. Der nächste Bahnhof befindet sich im 23 Kilometer entfernten Aumale mit Anschlüssen nach Mers-les-Bains und Rouen. .

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quièvrecourt auf brayeawy.fr (französisch)
  2. Quièvrecourt auf cassini.ehess.fr (französisch)
  3. Fotos der Kirche Saint-Ribert
  4. Historische Aufnahme des Châteaus de la Nobraie
  5. Landwirtschaftsbetriebe in Quièvrecourt auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Quièvrecourt – Sammlung von Bildern