Čajniče

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Čajniče
Чајниче

Wappen von Čajniče

Čajniče (Bosnien und Herzegowina)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Republika Srpska
Koordinaten: 43° 33′ N, 19° 4′ O43.5519.066666666667816Koordinaten: 43° 33′ 0″ N, 19° 4′ 0″ O
Höhe: 816 m. i. J.
Fläche: 274 km²
Einwohner: 5.449 (2013)
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 58
Postleitzahl: 73280
Struktur und Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Goran Karadžić (SDS)
Webpräsenz:
Blick auf Čajniče
Die orthodoxe Kirche im Stadtzentrum

Čajniče (serbisch-kyrillisch Чајниче) ist ein Ort im Osten der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina und Sitz der gleichnamigen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde 1477 erstmals erwähnt. Čajniče war damals der einzige Ort im Sandschak Herzegowina, wo Eisenerz abgebaut wurde. Die Erzvorkommen und die Handelsstraße zwischen Dubrovnik und Istanbul sorgten in dieser Zeit für die Entwicklung der Region.

Während des Bosnienkriegs wurde ein großer Teil der nichtserbischen Einwohner vertrieben. Die Sinan-Beg-Moschee aus dem Jahr 1570 und vier weitere Moscheen wurden zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Geographie[Bearbeiten]

Čajniče liegt im äußersten Osten Bosniens nahe der Grenze zu Montenegro auf etwa 800 m Höhe. Das Gemeindegebiet wird durch Höhenzüge geprägt, die bis 1500 m ansteigen.

Benachbarte Gemeinden sind Foča, Novo Goražde und Rudo, sowie Pljevlja in Montenegro und Priboj in Serbien.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 1991 hatte die Gemeinde Čajniče 8.956 Einwohner, darunter

Im Hauptort Čajniče lebten 3.152 Menschen.

Die Serben stellen auch heute die absolute Mehrheit der Einwohner. Bereits vor dem Krieg war die Gemeinde von starker Abwanderung gekennzeichnet. Im Jahre 1971 hatte die Einwohnerzahl noch 11.602 betragen.

Die Gemeinde umfasst insgesamt 36 Orte: Avlija, Batkovići, Batovo, Batotići, Bezujno, Borajno, Brezovice, Bučkovići na Bezujanci, Glamočevići, Gložin, Đakovići, Zaborak, Ifsar, Kamen, Kapov Han, Karovići, Krstac, Lađevci, Luke, Međurječje, Metaljka, Milatkovići, Miljeno, Mištar, Podavrelo, Ponikve, Prvanj, Slatina, Staronići, Stopići, Sudići, Todorovići, Trpinje, Tubrojevići, Hunkovići und Čajniče.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Vor dem Krieg war Čajniče von Holzverarbeitung und Textilindustrie geprägt. Die größten Unternehmen in beiden Sektoren (Stakorina bzw. Vrelo) befinden sich jedoch im Konkursverfahren.[1]

Verkehr[Bearbeiten]

Čajniče liegt an der Straßenverbindung von Goražde über den Grenzübergang Metaljka nach Pljevlja.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.bhtraders.biz/content/view/2103/95/