Kakanj

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Blick auf Kakanj
Kakanj
Какањ

Wappen von Kakanj

Kakanj (Bosnien und Herzegowina)
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Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Föderation
Kanton: Zenica-Doboj
Koordinaten: 44° 7′ N, 18° 7′ O44.12472222222218.115277777778Koordinaten: 44° 7′ 29″ N, 18° 6′ 55″ O
Fläche: 377 km²
Einwohner: 38.937 (2013)
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Nermin Mandra (SDA)
Webpräsenz:

Kakanj (deutsch veraltet Kachanitz) ist eine Stadt im Kanton Zenica-Doboj in Bosnien-Herzegowina. Sie liegt an der Mündung des Flusses Zgošća in die Bosna ungefähr 50 Kilometer nördlich von Sarajevo.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kakanj hatte zur Volkszählung 2013 38.937 Einwohner. Bei der letzten Volkszählung 1991 waren es 55.857 Einwohner, von denen 54.51 % Muslime, 29.76 % Kroaten, 8.84 % Serben, 4.53 % Jugoslawen und 2.36 % andere waren. Der Stadtkern hatte damals 12.016 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Kakanj wurde 1900 gegründet, als die österreichisch-ungarische Monarchie in Bosnien die Förderung von Rohstoffen vorantrieb. Das heutige Stadtzentrum war zu dieser Zeit noch weitgehend unbewohnt. Erst 1902 als das Bergwerk öffnete, begann sich langsam eine Stadt zu bilden. Zunächst wurden nur Baracken für die Arbeiter und ein paar administrative Gebäude errichtet. Dazu kam noch ein Krankenhaus und eine Schule. 1925 wurde die serbisch-orthodoxe Kirche Hl. Aposteln Peter und Paul erbaut. Zur gleichen Zeit wurde auch eine katholische Kirche errichtet.

Die Serbisch-orthodoxe Kirche Hl. Aposteln Peter und Paul in Kakanj

In der Phase der Industrialisierung Jugoslawien nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Kakanj mit seinen großen Kohlevorkommen eine wichtige Rolle. In dieser Zeit kamen die meisten Bürger nach Kakanj. Man begann mit dem Bau von größeren Häusern und auch die Industrieanlagen wurden vergrößert. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Bau eines Elektrizitätswerks (Termoelektrana Kakanj) und in den 1970er Jahren erfolgte der Bau einer Zementfabrik. Diese beiden Industriewerke, zusammen mit dem Bergbau, bilden den Lebenskern der Stadt Kakanj. Noch während des Bosnienkrieges wurde 1994 mit dem Bau einer Moschee begonnen, der im Jahr 2000 beendet wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kakanj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien