Achterwehr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Achterwehr
Achterwehr
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Achterwehr hervorgehoben
54.3130555555569.966666666666729Koordinaten: 54° 19′ N, 9° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Achterwehr
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 15,65 km²
Einwohner: 965 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24239
Vorwahl: 04340
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 001
Adresse der Amtsverwaltung: Inspektor-Weimar-Weg 17
24239 Achterwehr
Webpräsenz: www.achterwehr.de
Bürgermeisterin: Anne Katrin Kittmann (SPD)
Lage der Gemeinde Achterwehr im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Achterwehr ist eine Gemeinde in Schleswig-Holstein, westlich der Landeshauptstadt Kiel gelegen. Große Gebiete der Gemeinde gehören zum Naturpark Westensee. Am Rande des Ortskerns schlängelt sich der Fluss Eider vorbei.

Geografie[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Schönwohld und die Güter Marutendorf und Hohenschulen. Südlich von Achterwehr liegen der Ahrensee und der Poolsee. Der historische Achterwehrer Schifffahrtskanal verbindet den Nord-Ostsee-Kanal mit der Eider.

Geschichte[Bearbeiten]

Achterwehr wurde erstmals 1375 im Urkundenbuch der Stadt Lübeck erwähnt.).[2]. Der Ortsname ist plattdeutsch und bedeutet „Hinter dem Wehr“. Um 1900 zählte Achterwehr 229 Einwohner; im Ort gab es eine 1 Postagentur, 1 Dampfsägewerk, 1 Wirtshaus, 1 Kaufmann, 1 Schmiede sowie 5 Handwerker. Die Mehrheit der übrigen Bewohner arbeitete auf dem Gutshof.).[3].

Gut Hohenschulen[Bearbeiten]

Das Gut war ursprünglich ein Meierhof des Gutes Klein-Nordsee in Felde und wurde erst 1801 als eigenständige Einheit abgetrennt. Das heutige Gutshaus und die Meierei wurden um 1802 erbaut. Unter seinem ersten Besitzer O. J. D. Wulff wurde es offiziell in den Kreis der Adligen Güter Holsteins aufgenommen. Als Besitzer folgten auf den genannten Wulff (1801-1816) Georg v. d. Steenhof (1816-1822), Schreiber v. Cronstern (1823-1868) und - als prominentester Besitzer - der schleswig-holsteinische Oberpräsident Graf Karl von Scheel-Plessen (1868-1892).[4]. Seit 1948 wird es als Versuchsgut für das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität in Kiel genutzt.

Politik[Bearbeiten]

Die aus elf Mitgliedern bestehende Gemeindevertretung setzte sich von 2008 bis Mai 2013 aus sechs Mitgliedern der CDU und fünf Mitgliedern der SPD zusammen, Bürgermeister war Wilhelm Jürgens, CDU. Bei den Wahlen im Mai 2013 wurde fünf Mitglieder der CDU, drei Mitglieder der SPD und drei Mitglieder des Bürgervereins "Lebendige Gemeinde" in die Gemeindevertretung gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein goldener Pfahl, begleitet rechts von einer gesenkten, links von einer erhöhten silbernen Wellenleiste; über der rechten und unter der linken Wellenleiste jeweils eine silberne Blüte mit drei spatelförmigen, spitz auslaufenden Blütenblättern.“[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Achterwehr stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Es besteht eine Galerie für aktuelle Kunst, in der verschiedene Ausstellungen stattfinden.[6]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Achterwehr liegt an der Bahnstrecke Husum–Kiel. Es halten Regionalbahnen im Stundentakt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Achterwehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Urkundenbuch der Stadt Lübeck, Bd. IV, S. 260
  3. Henning Oldekop: Topographie des Herzogtums Holstein, 1. Bd., Kiel: 1908, S. 54
  4. Henning Oldekop: Topographie des Herzogtums Holstein, 1. Bd., Kiel: 1908, S. 53-54
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. Galerie für aktuelle Kunst. Abgerufen am 4. Mai 2015.