Ostenfeld (Rendsburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ostenfeld (Rendsburg)
Ostenfeld (Rendsburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostenfeld (Rendsburg) hervorgehoben
54.3155555555569.786944444444415Koordinaten: 54° 19′ N, 9° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Eiderkanal
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 7,27 km²
Einwohner: 545 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24790
Vorwahl: 04331
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 122
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 36
24783 Osterrönfeld
Webpräsenz: www.amt-eiderkanal.de
Bürgermeister: Arnold Schumacher (KWG)
Lage der Gemeinde Ostenfeld (Rendsburg) im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Ostenfeld (Rendsburg) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Ostenfeld liegt auf einer kleinen, von Sander- und ehemaligen Moor-Flächen umgebenen, Altmoränenkuppe der Saaleeiszeit, direkt an der Grenze zur weichseleiszeitlichen Jungmoränenlandschaft, die sich östlich ab Bovenau anschließt.

Die Böden der umgebenden Äcker sind, wie die gesamte niedere und hohe Geest Schleswig-Holsteins, aufgrund periglazialer Prozesse sehr viel stärker ausgelaugt (verbraunt, entkalkt und/oder podsoliert) als die fruchtbaren, zwischen Ostenfeld und Bovenau beginnenden Grundmoränenflächen. Diese Lage an der scharfen Grenze zwischen leichteren Geest-Böden im Westen und den schwereren und fruchtbareren Grundmoränen-Flächen im Osten Schleswig-Holsteins bestimmte den Hintergrund der Siedlungsgeschichte Ostenfelds über lange Zeit.

Ostenfeld liegt jeweils nur wenige Kilometer entfernt von dem historischen Ochsenweg, dem ehemaligen Verlauf der Eider als historischer Grenze zwischen Holstein und Schleswig, dem Nord-Ostsee-Kanal und dessen Vorläufer, dem alten Eider-Kanal, der Bundesautobahn 7, dem Autobahnkreuz Rendsburg und der Bahnlinie Hamburg-Flensburg-Aarhus. Seit 1905 führt die Bahnlinie von Rendsburg nach Kiel durch den Ort, die dort auch zwischenzeitlich eine Haltestelle hatte. Auch die Bundesautobahn 210, ebenfalls von Rendsburg nach Kiel, führt über die Fläche der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname taucht erstmals schriftlich erwähnt im Kieler Stadtbuch auf.[2] in den Jahren 1264 oder 1265 als Herkunftsbezeichnung de Ostenvelde[3]. Ursprünglich bedeutet der Name wohl eine Lagebezeichnung im Sinne von „östlicher Teil des Feldes“.[4]

Das knapp 60 km weiter nordwestlich gelegene Ostenfeld (Husum) wurde abweichend in alten Urkunden dänisch-mundartlich in Ostenfiold beschrieben und kann so eindeutig vom Rendsburger Ostenfeld unterschieden werden.[5]

Auf dem Gebiet der Ostenfelder Gemeinde sind ansonsten bisher vor allem Funde der Steinzeit[6] und der Bronzezeit[7] gemacht worden.

Am 1. November 1970 wurde der Name der Gemeinde Ostenfeld (Kreis Rendsburg) amtlich in Ostenfeld (Rendsburg) geändert.[8]

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2008 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft ABWU vier.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt. Oben in Rot eine oberhalbe, strahlende goldene Sonne an der Teilungslinie, unten von Grün und Gold sechsmal gestürzt-fächerförmig gespalten.“[9]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, wobei die Milchwirtschaft vorherrschend ist. Außerdem wird im Gemeindegebiet Kies abgebaut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ostenfeld (Rendsburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Johannes Friedrich Lucht (Hrsg.): Kieler Stadtbuch von dem Jahre 1264 bis zum Jahre 1289, Kiel 1842, S. 39.
  3. Ego Petrus de Flindbeke resigno Johanni de Herce domum et aream sitam juxta domum Marquardi de Ostenvelde in platea Kediggorum jure hereditario perpetualiter possidendam, Kieler Stadtbuch 1264-1289, Folio 2, Vorderseite, zit. n.: Johannes Friedrich Lucht (Hrsg.): Kieler Stadtbuch von dem Jahre 1264 bis zum Jahre 1289, Kiel 1842, S. 39.
  4. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2., völlig veränderte und erweiterte Auflage (Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs, Bd. 28), Neumünster 1992; S. 505. ISBN 3-529-02726-X
  5. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2., völlig veränderte und erweiterte Auflage (Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs, Bd. 28), Neumünster 1992; S. 504.
  6. E. Aner: Die Steinkammern von Ostenfeld, Kreis Rendsburg, in: Festschrift für Gustav Schwantes. Wachholtz, Neumünster, Schleswig-Holstein, 1951, S. 116-128.
  7. Christoph Sommerfeld: Gerätegeld Sichel. Studien zur monetären Struktur bronzezeitlicher Horte im nördlichen Mitteleuropa (Vorgeschichtliche Forschungen Bd. 19), Berlin/New York 1994, S. 48. ISBN 3-11-012928-0
  8.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 184.
  9. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein