Jevenstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Jevenstedt
Jevenstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jevenstedt hervorgehoben
54.2316666666679.67166666666676Koordinaten: 54° 14′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Jevenstedt
Höhe: 6 m ü. NHN
Fläche: 45,48 km²
Einwohner: 3264 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24808
Vorwahl: 04337
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 086
Adresse der Amtsverwaltung: Meiereistraße 5
24808 Jevenstedt
Webpräsenz: www.amt-jevenstedt.de
Bürgermeister: Dieter Backhaus (SPD)
Lage der Gemeinde Jevenstedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Jevenstedt ist eine Gemeinde in der Nähe von Rendsburg am Ochsenweg im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz des Amtes Jevenstedt. Altenkattbek, Barkhorn, Bramkamp, Dammstedt, Jevenstedterteich, Kolshorn, Kreuzkoppel, Nienkattbek, Pollhorn, Schwabe und Spannan liegen im Gemeindegebiet.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der B 77 am Rande des 380 km² großen Naturparks Aukrug mit Wiesen und Feldern, Heide, Mooren, Teichen und kleinen Flussläufen. Durch Jevenstedt fließt die Jevenau. Die Jevenstedter Teiche liegen im Gemeindegebiet. Von 1901 bis 1957 war in Jevenstedt eine Bahnstation der Rendsburger Kreisbahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine eisenzeitliche Besiedlung des Gemeindegebiets kann durch Urnengräber belegt werden.

Der Ort wurde 1190 erstmals als Gjievenstedt (Stätte an der Gjieve) erwähnt. Gjieve ist der alte Name der Jevenau, von der sich auch heute der Ortsname ableitet. Der Ort lag ursprünglich in einer waldreichen Gegend. Der Wald wurde jedoch bei einer Stadterweiterung Rendsburgs im 17. Jahrhundert weitgehend abgeholzt.

Die Kirche war ursprünglich ein Saalbau, der durch die beiden Seitenbauten von 1605 (Nordquerarm) und 1765 (Südquerarm) zur Kreuzform wurde. Die Kreuzform ist aber nicht mehr erkennbar, weil im Osten hinter dem Altar eine Orgel eingebaut wurde. In der Kirche befindet sich ein Taufengel.

1559 besuchte der dänische König Christian II. den Ort zu einer Beratung über die Eroberung Dithmarschens.

Im Dreißigjährigen Krieg war Jevenau einer der Punkte, von denen aus die Festung Rendsburg belagert wurde. Als Wallenstein auf dem Ochsenweg durch den Ort zog kam es zu Scharmützeln mit den Einwohnern, bei denen alle Gebäude des Dorfes durch Feuer zerstört wurden.

Am 31. Januar 1864 hatte Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III., hier sein erstes Hauptquartier im Deutsch-Dänischen Krieg, in einem Bauernhaus. Am Abend schrieb er - aus Hamburg kommend - in sein Tagebuch: „So stehen wir denn am Vorabend der Entscheidung, und Gott wolle mit seinem Segen unsere Waffen geleiten, dass wir gleich von Hause aus Erfolge haben und somit einen Bundesgenossen im Glück finden, der von hoher Bedeutung für uns ist.“[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden die Gemeinden Altenkattbek, Nienkattbek und Schwabe eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze, die CDU sechs und die Wählergemeinschaft AWJ hat vier Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Rot im Wellenschnitt geteilt. Oben ein mit einem goldenen Schwert überdeckter, widersehender Lindwurm, unten ein Göpel in verwechselten Farben.“[4] Das Wappen ist dem Kirchensiegel von 1528 nachempfunden, das den heiligen Georg auf dem Drachen zeigt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Durch die Nähe zu Rendsburg gibt es viele Wohngebiete, weiterhin ein eigenes Gewerbegebiet. Neben Handwerksbetrieben, Taxiunternehmen und Dienstleistungsunternehmen sind insbesondere Reitanlagen und Reitschulen in Jevenstedt angesiedelt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die ehemalige Kirchspielvogtei

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jevenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kaiser Friedrich III., Tagebücher 1848-1866, Leipzig 1929, S.239
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 184.
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein