Büdelsdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Büdelsdorf
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Büdelsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 54° 19′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Höhe: 9 m ü. NN
Fläche: 6,24 km²
Einwohner: 10.162 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1629 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24782
Vorwahl: 04331
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 034
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 1
24782 Büdelsdorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jürgen Hein (parteilos)
Lage der Stadt Büdelsdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Büdelsdorf (dänisch: Bydelstorp) ist eine Stadt in Schleswig-Holstein (Deutschland) am Nord-Ostsee-Kanal, direkt nördlich von Rendsburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Büdelsdorf liegt an der nördlichen Seite der Eider und des Nord-Ostsee-Kanals inmitten Schleswig-Holsteins und grenzt direkt an die Kreisstadt Rendsburg. In Büdelsdorf gibt es einen Hafen mit Eisenbahnanschluss und die Bundesautobahn 7 (Richtung Hamburg/Flensburg) sowie die 210 (Richtung Kiel) sind nur wenige Minuten entfernt. Diese geografische Lage führt zu einem stetigen Wachstum der jungen Stadt.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste Besiedlung in der Umgebung von Büdelsdorf war ein Erdwerk der Trichterbecherkultur, welches vor 3.400 v. Chr. datiert wird (siehe auch Erdwerk von Büdelsdorf). Aus der Bronzezeit wurde eine etwa um 1500 v. Chr. hergestellte Bronzeschwertklinge gefunden. Es wurden außerdem Siedlungsspuren aus der vorrömischen Eisenzeit um 500 v. Chr. nachgewiesen.

Die Siedlungsursprünge des heutigen Büdelsdorfs werden etwa auf 1200 n. Chr. datiert. Verwaltungstechnisch gehörte Büdelsdorf Fræzlæt (Unterverwaltungsgebiet: Kamp), später dem Kreis Eckernförde (1867–1878), dem Kreis Rendsburg (1878–1970) und seit 1970 gehört Büdelsdorf dem Kreis Rendsburg-Eckernförde an. 1779 erhielt Büdelsdorf genaue Ortsgrenzen. Zu dieser Zeit lebten etwa 200 Menschen in Büdelsdorf. Der neue Eiderkanal, der 1784 fertiggestellt wurde, begünstigte die wirtschaftliche Situation Büdelsdorfs.

Die Carlshütte wurde 1827 gegründet. Diese Eisengießerei war damals der erste Industriebetrieb auf der jütischen Halbinsel und hatte um 1850 fast 500, um 1900 schon 1.100 und 1965 noch über 2.500 Beschäftigte. Die Carlshütte dominierte das wirtschaftliche Geschehen des Ortes über eine sehr lange Zeit.

1895 wurde der Nord-Ostsee-Kanal eröffnet. Um 1900 lebten knapp 3.000 Einwohner in Büdelsdorf. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich bis 1940 auf 6.000 Einwohner. Durch den Zustrom von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl 1945 auf 9.000.

Die Ahlmann-Carlshütte meldete 1974 ihren ersten Konkurs an. Zehn Jahre darauf, 1984, wurde ein neues Ortszentrum mit Rathaus, Bürgerhaus und Marktplatz gebaut. Im Jahr 1988 erfolgte die Umgemeindung von 1 km² Fläche aus der Nachbargemeinde Borgstedt für ein neues Industrie- und Gewerbegebiet. Die Ahlmann-Carlshütte meldete 1997 ihren zweiten Konkurs an und schloss. 1998 siedelte sich das Telekommunikationsunternehmen mobilcom (heute freenet) an.

Büdelsdorf erhielt am 1. Januar 2000 das Stadtrecht.

[Bearbeiten] Religionen

Der überwiegende Teil der Bevölkerung von Büdelsdorf ist evangelischer Konfession. In der Stadt gibt es zwei evangelische Kirchen, die Kreuzkirche und die Auferstehungskirche.

[Bearbeiten] Politik

Die Stadtvertretung von Büdelsdorf besteht aus 23 Mitgliedern. Sie setzt sich aus zehn sozialdemokratischen (SPD) und zehn christdemokratischen (CDU) Mitgliedern sowie drei Mitgliedern der Wählervereinigung (BWG) zusammen.

[Bearbeiten] Wappen

Die Blasonierung des Stadtwappens lautet: „Von Rot und Silber geteilt. Oben miteinander gekreuzt eine Sense und ein Dreschflegel mit goldenen Holz- und silbernen Metallteilen, unten an der Teilungslinie ein unterhalbes schwarzes Zahnrad.“ [1]

Das Wappen symbolisiert Landwirtschaft und Industrie. Bis 1827 lebte die Bevölkerung des Orts fast ausschließlich von der Landwirtschaft, die sich in der oberen Hälfte des Wappens widerspiegelt. 1827 wurde die Carlshütte erbaut, die in Büdelsdorf das Industriezeitalter einläutete und in der unteren Hälfte des Wappens symbolisch wiedergegeben wird.

[Bearbeiten] Wirtschaft

In Büdelsdorf gibt es zwei Gewerbegebiete, Büdelsdorf-Mitte (bezeichnet als „Gewerbepark Carlshütte“) und Büdelsdorf-Ost. Ein industrieorientierter Technologiepark mit Schwerpunkt Multimedia befindet sich in Planung.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Straßenanbindung

Büdelsdorf ist durch zwei Bundesautobahnen überregional angebunden, einerseits durch die A 7 von Hamburg nach Flensburg (E 45), Abfahrt Rendsburg/Büdelsdorf, andererseits durch die A 210 von Rendsburg nach Kiel.

Weiterhin kann der Ort über die B 202 von Kiel nach Sankt Peter-Ording, die B 203 von Eckernförde nach Büsum und die B 77 von Itzehoe nach Schleswig erreicht werden.

[Bearbeiten] Bahnverbindung

Durch Büdelsdorf führen die Bahnverbindungen von Kiel über Rendsburg nach Husum und von Hamburg über Rendsburg nach Flensburg.

[Bearbeiten] Buslinien

Mit dem Bus-Überlandverkehr erreicht man über Rendsburg entweder Kiel oder Eckernförde. Der Stadtverkehr bedient mit den Linien 10, 11, 12 und 19 Rendsburg und Umgebung.

[Bearbeiten] Wasserwege und Häfen

Büdelsdorf ist über die Obereider zu erreichen, ein Sportyachthafen und das Ahlmannkai finden sich in der Stadt, der Obereiderhafen Rendsburg ist für Schiffe bis 4,5 m Tiefgang befahrbar. Der Nord-Ostsee-Kanal mit dem Kreishafen in Rendsburg für Schiffe bis 9,5 m Tiefgang bietet eine Containerverladung bis 20 t.

[Bearbeiten] Flughäfen

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Hamburg-Fuhlsbüttel. Zwei Regionalflughäfen existieren in der Nähe von Büdelsdorf, Kiel-Holtenau und Flughafen Lübeck-Blankensee. Ein Verkehrslandeplatz befindet sich in Rendsburg-Schachtholm.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

In Büdelsdorf gab es im Jahr 2003 rund 660 Gewerbebetriebe. Zu den bekannteren Firmen zählt neben der Ahlmann Baumaschinen GmbH und der ACO Severin Ahlmann GmbH & Co. KG noch die freenet AG. Weiterhin hat der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag noch ein Druckzentrum in der Stadt angesiedelt. Ebenso zu den größeren Betrieben am Ort gehhören die Vereinigten Asphaltmischwerke, die Baugenossenschaft Mittelholstein eG sowie die Firma Werner Vollert Tiefbau, Kanalsanierung und Entsorgung GmbH & Co. KG.

[Bearbeiten] Bildung

In Büdelsdorf gibt es insgesamt fünf Schulen, dazu zählt neben den beiden Grundschulen, der Emil-Nolde-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule, noch die Friedrich-Fröbel-Förderschule. Die Bertolt-Brecht-Schule (Realschule) und die Klaus-Groth-Schule (Hauptschule) wurden zu einer Gemeinschaftsschule fusioniert.

Weiterhin gibt es in der Stadt vier Kindergärten, den Kindergarten I Lummerland und den Kindergarten II sowie den Kirchlichen Kindergarten Kinderarche und den Dänischen Kindergarten

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Büdelsdorf hat ein Eisenkunstguss-Museum eingerichtet. Die Bestände gehen aus der Sammlung und anschließenden Stiftung durch Käte Ahlmann hervor.

[Bearbeiten] Sonstiges

In der Stadt findet jeweils donnerstags im Zentrum vor dem Rathaus ein Wochenmarkt statt.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

[Bearbeiten] Weblinks

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