Marienfels

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Marienfels im Taunus. Für das gleichnamige Schloss bei Remagen siehe Schloss Marienfels, für den gleichnamigen Berg in der Böhmischen Schweiz siehe Mariina skála
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Marienfels
Marienfels
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Marienfels hervorgehoben
50.2413888888897.8138888888889210Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 3,84 km²
Einwohner: 316 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06772
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 084
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.marienfels.de
Ortsbürgermeister: Axel Harlos
Lage der Ortsgemeinde Marienfels im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Marienfels ist eine Ortsgemeinde im Taunus im (Rhein-Lahn-Kreis) in Rheinland-Pfalz am früheren Obergermanischen Limes gelegen. Hier befand sich ein römisches Kleinkastell mit Badeanlagen. Marienfels gehört der Verbandsgemeinde Nastätten an.

Zu Marienfels gehören auch die Wohnplätze Fasanenhof, Haus im Seien, Käsmühle und Kaltenbornermühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde bereits im Jahr 915 erstmals urkundlich als comitatus Marvels (Grafschaft Marienfels) erwähnt und gehörte zum Vierherrengebiet auf dem Einrich, dessen Richtstätte er auch war.[3] Marienfels kam im 2. Nastätter Rezeß vom 9. Dezember 1775 zum „Dreiherrischen“, also zu Nassau. Marienfels wurde im Zuge der napoleonischen Neuordnung durch die Rheinbundakte im Jahre 1806 vom Herzogtum Nassau übernommen. Nach der Annexion durch Preußen war der Ort von 1866 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau und kam 1946 zum Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Marienfels, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 263
1835 287
1871 311
1905 304
1939 304
1950 325
Jahr Einwohner
1961 310
1970 294
1987 304
1997 368
2005 352
2012 316

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Marienfels besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Dorfkirche steht auf einem Felsen, der neben dem Mühlbach empor ragt. In der kleinen ehemals katholischen und heute evangelischen Kirche befinden sich zahlreiche mittelalterliche Holztafelgemälde und die bekannte Maria mit dem Steinpilz, den sie in der Hand trägt und der als Symbol der Fruchtbarkeit galt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Marienfels

Infrastruktur[Bearbeiten]

Marienfels liegt an der L 335 Lahnstein - Nastätten - Hessen.

Der Rhein- Lahn Kreis ist Mitglied im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM), dessen ÖPNV-Tarifgebiet einen großen Teil des nördlichen Rheinland-Pfalz umfasst.

Durch Marienfels führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Sonstiges[Bearbeiten]

In Marienfels stand ein 1971 errichtetes und 2004 von Unbekannten zerstörtes Denkmal für die Waffen-SS, das seit 2003 Zielort mehrerer rechtsextremer Kundgebungen und Aufmärsche ist. Anfang 2006 geriet das eingelagerte Denkmal erneut in die Schlagzeilen, als ein geplanter Wiederaufbau auf dem Privatgrundstück des Neonazis Thorsten Heise in Fretterode bekannt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heimann, Richard (2006): Marienfels - der Mythos eines Ortes: vom Altertum bis in unsere Tage. Marienfels. 140 S.
  • Heimann, Richard (2005): Marienfels, der Römerort hinter dem Limes. In: Rhein-Lahn-Kreis (Hrsg.): Heimatjahrbuch 2005. Rhein-Lahn-Kreis, Bad Ems, S. 56ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marienfels – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 44 (PDF; 2,3 MB)
  3. Johann Martin Cremer: Origines Nassoicae. II, Schirmer, Wiesbaden 1779, S. 56.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen