Isselbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Isselbach
Isselbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Isselbach hervorgehoben
50.3897222222227.8916666666667165Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 7,19 km²
Einwohner: 385 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 064
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz: www.vgdiez.de
Ortsbürgermeister: Ulrich Jürgens
Lage der Ortsgemeinde Isselbach im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Isselbach ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis. Sie gehört der Verbandsgemeinde Diez an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Isselbach gehört zum Naturpark Nassau im Westerwald und zur Esterau. Durch Isselbach fließt die Gelbach das Gemeindegebiet wird vom gleichnamigen Bach Isselbach durchflossen. Die Ortsgemeinde liegt 9 km westlich von Diez, 11 km westlich von Limburg an der Lahn und 6 km südöstlich von Montabaur.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Isselbach besteht aus den Ortsteilen Isselbach, Giershausen und Ruppenrod.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Vogtei Isselbach wurde 1355 erwähnt. Der Name Isselbach geht auf die ortsansässige Adelsfamilie Usselbach zurück.

Die Kapelle im spätgotisch-frühbarocken Stil wurde wahrscheinlich in der Zeit um 1500 erbaut. Derselben Zeit entstammte eine der Glocken. Diese wurde während des Ersten Weltkriegs für die Waffenproduktion eingeschmolzen.

Nordöstlich des heutigen Isselbachs lag das vermutlich infolge von Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallene Oberisselbach, das um 1573 nachweislich noch existierte. Das heutige Isselbach geht auf die damalige Ortschaft Unterisselbach zurück.

Im Jahre 1643 kam Isselbach durch einen Kauf des Grafen Peter Melander von Holzappel zum Herrschaftsbereich von Esten (heute Holzappel), aus der 1656 die Grafschaft Holzappel-Schaumburg wurde. Durch diesen Wechsel der Herrschaft wurde die Bevölkerung Isselbachs protestantisch. 1795 vorübergehend französisch besetzt, war der Ort ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Nachweislich seit 1718 gab es eine Schule in Isselbach. 1824 wurde ein neues Schulgebäude im nassauischen klassizistischen Stil errichtet, in der bis 1969 unterrichtet wurde. Zum Einzugsgebiet dieser sogenannten „Neuen Volksschule“ gehörten auch die Ortschaften Giershausen und Ruppenrod. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Seit 1969 gehört Isselbach zum Einzugsgebiet der Grund- und Hauptschule Esterauschule in Holzappel.

Religion[Bearbeiten]

Isselbach ist der römisch-katholischen Gemeinde St. Bonifatius in Holzappel zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Eppenrod im Dekanat Diez in der Propstei Süd-Nassau der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1972 schlossen sich die Gemeinden Isselbach, Giershausen und Ruppenrod zusammen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1910 hatte Isselbach 199 Einwohner, 1933 waren es 179 Einwohner und 1939 waren es 149 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Isselbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen wurde 1973 amtlich eingeführt. Das Wappen geht auf das Familienwappen der Adelsfamilie Usselbach zurück. Das erste nachgewiesene Siegel Isselbachs stammt aus der Zeit um 1800. Das Wappen zeigt drei Fische in einem blauen Band auf gelb-orangem Grund. Die Farben Gelb-Orange und Blau sind die Farben Nassaus.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Isselbach liegt an den Landesstraßen L 313 und L 325 sowie an der Kreisstraße K 163 Nentershausen - Isselbach. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3.

Isselbach ist mit der Buslinie 540 des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel an den ÖPNV angebunden.

Die nächstgelegenen ICE-Fernbahnhöfe sind der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Isselbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 181 (PDF; 2,6 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen