Dausenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dausenau
Dausenau
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dausenau hervorgehoben
50.3352777777787.763888888888994Koordinaten: 50° 20′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems
Höhe: 94 m ü. NHN
Fläche: 9,83 km²
Einwohner: 1232 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56132
Vorwahl: 02603
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 025
Adresse der Verbandsverwaltung: Bleichstraße 1
56130 Bad Ems
Webpräsenz: www.dausenau.de
Ortsbürgermeister: Jochen Schneider
Lage der Ortsgemeinde Dausenau im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild
Blick über die Lahn auf den Ort
Colorierter Stahlstich: „Ansicht von Dausenau“ um 1844.
Stadtmauer vom Kirchendach
Lahnschleuse

Dausenau ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems an. Dausenau ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt direkt an der Lahn. Der alte Ortskern, von einer Stadtmauer umgeben, hat sich zu beiden Seiten eines kleinen Nebenbaches der Lahn, dem Unterbach, entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Dausenau wurde 1234 erstmals als „Duzenowe“ urkundlich erwähnt. Die Stadtrechte erhielt der Ort 1348, diese gingen jedoch später wieder verloren. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert wurde bei Dausenau Kupfer abgebaut. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde in Dausenau Wein angebaut. Der Weinbau wurde erst 1991 eingestellt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dausenau besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2014 6 3 7 16 Sitze
2009 7 3 6 16 Sitze
2004 7 5 4 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Das Gemeindewappen besteht in der heutigen Form seit 1937. Dieses zeigt den Löwen von Nassau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Anna Dogonadze (* 15. Februar 1973) Olympiasiegerin 2004 in Athen im Trampolinturnen, mehrfache Welt- und Europameisterin, vielfache Deutsche Meisterin im Trampolinturnen

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Karl Waldemar Schütz (* 9. Oktober 1913; † 9. September 1999 in Raubling), Politiker (DRP, NPD), Mitglied des Niedersächsischen Landtags, Verleger rechtsextremistischer Literatur.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist die St. Kastor-Kirche, deren romanischer Turm um 1179 errichtet wurde, die frühgotische dreischiffige Staffel-Emporen-Hallenkirche entstand im 2. Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts. In der Kirche befinden sich Wandmalereien aus dem 14. und 16. Jahrhundert, die 1902 rekonstruiert wurden, sowie ein Flügelaltar aus der Zeit um 1500 mit Figuren der Patrone und Tafelbildern aus dem Marienleben. Bei Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten wurden Anfang der 1990er Jahre verschiedene Gräber in der Kirche gefunden. Neben verschiedenen Schmuckteilen wurde auch das Fragment einer Jakobsmuschel gefunden. Auf dem Kirchenspeicher gibt es Hinweise auf eine Pilgerherberge.

Die mittelalterliche Ringmauer ist noch weitgehend erhalten. Von den Türmen der Stadtbefestigung stehen noch der Torturm und der Schiefe Turm, der Letztere neigte sich im 19. und 20. Jahrhundert und wurde 1950 um ca. 7,50 m abgebrochen. Stümpfe von 5 weiteren Türmen sind erhalten. Direkt neben dem Torturm befindet sich die 1100 Jahre alte Gerichtseiche.

Das im spätgotischen Stil erbaute „Alte Rathaus“ aus dem Jahre 1434 gilt als das zweitälteste Fachwerkrathaus Deutschlands.

Ein Fachwerkhaus von 1650 beherbergt Dausenaus historisch überliefertes Wirtshaus an der Lahn.


Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Dausenau

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dausenau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen