Niederwallmenach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederwallmenach
Niederwallmenach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederwallmenach hervorgehoben
50.1658333333337.8130555555556332Koordinaten: 50° 10′ N, 7° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 332 m ü. NHN
Fläche: 6,86 km²
Einwohner: 420 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06772
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 097
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.niederwallmenach.de
Ortsbürgermeister: Hartmut Stricker
Lage der Gemeinde Niederwallmenach im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Niederwallmenach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie liegt im Taunus wenige Kilometer von der Loreley entfernt und gehört der Verbandsgemeinde Nastätten an.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1138 wird Niederwallmenach erstmals urkundlich erwähnt. In alten Urkunden findet man den Namen Walmelach. Vielleicht stammt dieser Name von Valiniacum und bedeutet Landgut des Valinius. Daraus darf man wohl folgern, dass hier einmal eine römische Siedlung vorhanden war. Die älteste erhaltene Urkunde ist am 21. Oktober 1138 unter der Regierung des damaligen römischen Kaisers und deutschen Königs Konrad III. von Hohenstaufen ausgestellt. In dieser Urkunde wird auch der Zehnte von Walmelach erwähnt, der dem Kloster St. Goar gegeben wurde.

Die Gemeinde Niederwallmenach gehörte zum „Einrich-Gau“. Der Gau umfasste ungefähr das Gebiet zwischen Rhein, Lahn, Aar und Wisper. Die Chronik berichtet:

Dieser Gau unterstand dem Grafen von Arnstein (1048). Der letzte Arnsteiner Ludwig III. wurde 1139 Mönch und verwandelte seine gleichnamige Burg im Dörsbachtal an der Lahn in ein Kloster. Er starb 1185, und in den Besitz von Niederwallmenach gelangten nun die Herren von Isenburg.

Philipp von Isenburg und Grenzau verkaufte anno 1414 seine Dörfer Niederwallmenach und Reitzenhain für 1100 Gulden an den Grafen Philipp von Nassau-Saarbrücken. Dieser verkaufte dieselben aber schon 1416 für 1200 Gulden an den Grafen Johann III. von Katzenelnbogen.

Niederwallmenach gehörte also damit zur Niedergrafschaft Katzenelnbogen, zum Amt Reichenberg und bildete mit Reitzenhain, dem Hof Schwall bei Nastätten, der Burg Heppenheft, späterem Heppenhof, das Gericht Niederwallmenach. Als im Jahre 1479 der letzte Graf von Katzenelnbogen Philipp starb, fiel sein Land an den Gatten seiner Tochter Anna, den Landgrafen Heinrich III. von Hessen. Damit kam man zu Hessen und gehörte zu diesem bis zum Jahre 1806. Von 1806 bis 1813 stand die Niedergrafschaft unter französischer Verwaltung. Durch die Befreiungskriege verlor Frankreich die deutschen Länder wieder.

Die Niedergrafschaft Katzenelnbogen kam 1813 an Hessen-Kassel zurück. 1815 an Preußen und 1816 an Nassau, wurde also nassauisch. Im Kriege 1866 wurde das Nassau wieder von Preußen in Besitz genommen. Das Herzogtum Nassau war kein selbständiger Staat mehr und der „Nassauische Löwe“ hat somit nur 50 Jahre über das Dorf Niederwallmenach geherrscht.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederwallmenach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Partnerstadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederwallmenach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)