Steinsberg (Rheinland-Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Steinsberg
Steinsberg (Rheinland-Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Steinsberg hervorgehoben
50.3244444444447.9438888888889234Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 234 m ü. NHN
Fläche: 2,9 km²
Einwohner: 240 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 130
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Webpräsenz: www.vgdiez.de
Ortsbürgermeister: Timo Reinhardt
Lage der Ortsgemeinde Steinsberg im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Steinsberg ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Steinsberg gehört der Verbandsgemeinde Diez an.

Geographie[Bearbeiten]

Steinsberg liegt an einem Ausläufer des Taunus und grenzt an das Rupbachtal und das Naturschutzgebiet Gabelstein. Zu Steinsberg gehört der Ortsteil Rupbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Steinsberg wurde erstmals am 13. November 1328 urkundlich erwähnt. König Ludwig der Bayer belehnte Johann und Reinhard von Westerburg mit dem Freiheimgericht Habenscheid mit den Dörfern Habenscheid, Cramberg, Steinsberg, Biebrich, Wasenbach. Steinsberg gehörte zur Herrschaft Schaumburg und war ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Haupterwerbsquelle der Steinsberger Bewohner die Landwirtschaft. Immer wieder kam es zu heftigen Unwettern (so z.B. am 25. Mai 1831 oder am 2. Juni 1903), welche dazu führten, dass die angebauten Getreidesorten auf den Feldern vernichtet wurden. Dies führte immer wieder zur Vergrößerung der Armut. Um die Armut zu bekämpfen, bestanden sogenannte Armenfonds, an die die betroffenen Bauern sich über Bittgesuche wenden konnten.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es nach und nach immer mehr zur Abkehr von der Landwirtschaft, da immer mehr Arbeitsplätze in den Steinbrüchen und Schieferbrüchen im sog. Rupbachtal entstanden waren. Zu einer vollständigen Abkehr von der Landwirtschaft kam es allerdings nie: Die Landwirtschaft blieb zunächst die Haupterwerbsquelle der Steinsberger. Auch heute noch gibt es einige Bauernhöfe in Steinsberg sowie Anbau von Getreide auf den Feldern. Die meisten Bürger jedoch arbeiten heute außerhalb des Dorfes im Raum Diez/Limburg an der Lahn bzw. pendeln ins Rhein-Main-Gebiet.

Religion[Bearbeiten]

Steinsberg ist der römisch-katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus in Balduinstein zugeordnet und gehört mit dieser zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Auf evangelischer Seite ist der Ort der Kirchengemeinde Cramberg-Habenscheid im Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus Steinsberg

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Steinsberg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Liste der Bürgermeister von Steinsberg (teilweise unvollständig)

  • 1726–1741: Georg Wilhelm Müller
  • 00um 1794: Jakob Meffert /Georg Philipp Schwarz
  • 1802–1820: Georg Philipp Scheurer
  • 1822–1840: Johann Peter Schwarz
  • 1841–1847: Georg Philipp Schwarz
  • 1851–1865: Philipp Schwarz
  • 1873–1886: Carl Vogt
  • 1891–1901: Philipp Heinrich Scheurer
  • 1916–1925: Karl Wilhelm Schwarz
  • 0000–1933: Heinrich Jakob Best
  • 1933–1943: Heinrich Meffert
  • 1943–1945: Karl Wilhelm Meffert (unbestätigt)
  • 1945–1956: Adolf Kalkofen
  • 1956–1973: Albert Mäurer
  • 1973–2000: Emil Schneider
  • 2000–2001: Brigitte Koschara
  • 0 seit 2001: Timo Reinhardt

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Hohe Ley mit Blick auf die Lahn
Das Buswartehaus mit Spielplatz

Am 1. Wochenende im August findet in der Gemeinde das traditionelle „Küppelfest“ statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Steinsberg ist eine ländliche Wohngemeinde. In Steinsberg existiert eine Schlosserei, ein kleiner Lebensmittelladen sowie zwei Hundeschulen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Steinsberg 1305-1997 - Beiträge zur Geschichte des Dorfes. hrsg. von der Ortsgemeinde Steinsberg. Steinsberg 1998

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Steinsberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen