Netzbach

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Dieser Artikel befasst sich mit der Ortsgemeinde Netzbach, für das gleichnamige Gewässer siehe Netzbach (Gewässer)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Netzbach
Netzbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Netzbach hervorgehoben
50.3177777777788.0955555555556178Koordinaten: 50° 19′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Hahnstätten
Höhe: 178 m ü. NHN
Fläche: 3,4 km²
Einwohner: 374 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65623
Vorwahl: 06430
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 093
Adresse der Verbandsverwaltung: Austraße 4
65623 Hahnstätten
Webpräsenz: www.netzbach.de
Ortsbürgermeister: Horst Ackermann
Lage der Ortsgemeinde Netzbach im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Netzbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hahnstätten an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort Netzbach liegt im Taunus acht Kilometer südlich von Limburg an der Lahn unmittelbar an der Grenze zu Hessen. Ein Kilometer Luftlinie südöstlich von Netzbach entspringt der Kaltenbach, dieser fließt nach drei Kilometern durch den Ort in Richtung Westen und mündet weitere drei Kilometer flussabwärts bei Oberneisen in die Aar. Ein Teilstück des Aar-Höhenwegs führt durch das Kaltenbachtal.

Zu Netzbach gehören auch die Wohnplätze Karlshof und Talblick.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste bekannte urkundliche Erwähnung von Netzbach als Nezebach datiert auf das Jahr 1092.

1511 wurde eine Mühle gebaut. Die Mühle wurde mit Wasser des Kaltenbachs betrieben, das Wehr wurde auch zur Bewässerung von Grünland benutzt. Die Mühle ist seit einigen Jahrzehnten jedoch nicht mehr in Betrieb. Das Gebäude in der Mühlengasse wird heute als Wohnhaus genutzt.

Durch Netzbach führte die mittelalterliche Fernhandelsstraße Hessenstraße, die einst Katzenelnbogen, St. Goarshausen, St. Goar, Wetzlar, Gießen und Marburg verband.

Die frühere Bedeutung des Bergbaus lässt sich an Flurnamen wie Eisengruben noch erkennen. Das Eisenerz wurde im Mittelalter von den Bauern abgebaut und verhüttet. Im 19. Jahrhundert wurde in der Zeche Phönix, Grube Liefeld und der Zeche am Lückerberg durch eine Bergbaugesellschaft Eisen abgebaut. 1870 wurde der Eisenerzbergbau eingestellt. Außerdem wurde im 19. Jahrhundert in Netzbach Kalk abgebaut.

1869 entstand das erste Schulgebäude in Netzbach. Heute befindet sich dort das Rathaus. 1961 wurde das neue Schulgebäude fertiggestellt, das 1965 zu einer Mehrzweckhalle umgestaltet wurde.

Netzbach gehörte von 1806 bis 1866 zum Herzogtum Nassau, das im Zusammenhang mit der Rheinbundakte gebildet wurde. 1866 kam Netzbach zur preußischen Provinz Hessen-Nassau und war nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der französischen Besatzungszone. 1946 wurde der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Für 1526 sind neun Hausgemeinschaften im Ort verbürgt, für 1643 17 Männer und für 1800 116 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Netzbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Westlich von Netzbach verläuft in Nord-Süd-Richtung die B 54. Der Ort selbst ist über Kreisstraßen an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind in Limburg an der A 3. Nächstgelegener ICE-Fernbahnhof ist der Bahnhof Limburg Süd.

Bildung[Bearbeiten]

1869 wurde in Netzbach eine Volksschule gebaut. Der Schulbetrieb fand ab 1870 statt. Zuvor war Netzbach Einzugsgebiet der 1839 errichteten Schule in Oberneisen. Von 1959 bis 1961 wurde eine neues Schulgebäude errichtet, das jedoch nur bis 1965 als Schule genutzt wurde. Seitdem ist Netzbach Einzugsgebiet der Grundschule und Regionalen Schule in Hahnstätten. Das Schulgebäude dient heute als Mehrzweckhalle.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Netzbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 41 (PDF; 2,3 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen