Strüth

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Strüth (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Strüth
Strüth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Strüth hervorgehoben
50.1397222222227.8891666666667380Koordinaten: 50° 8′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 4,65 km²
Einwohner: 305 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06775
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 131
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.strueth.de
Ortsbürgermeister: Heiko Koch
Lage der Gemeinde Strüth im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Strüth ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nastätten an.

Geographie[Bearbeiten]

Strüth liegt im Taunus und gehört mit den angrenzenden Ortschaften Welterod und Lipporn zur Vogtei.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1117 übertrug Dudo von Laurenburg sein gesamtes Gut dem Kloster Schaffhausen zur Gründung einer Niederungsburg in Lipporn. Wenig später entstand daraus das heute am Ortsrand von Strüth gelegene Kloster Schönau. 1541 bis 1544 erfolgte die Einführung der Reformation in Strüth, Welterod und Lipporn. Das Kloster Schönau blieb aber katholisch. 1606 wird der Frauenkonvent aufgelöst. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden Kloster und Ort mehrfach geplündert. Im Zuge der Säkularisation 1802 wurde auch der Männerkonvent aufgelöst, Kloster und Ort kamen in den Besitz des Herzogtums Nassau, das wiederum 1866 vom Königreich Preußen annektiert wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg befand sich der Ort während der alliierten Rheinlandbesetzung in einem schmalen Korridor zwischen den rechtsrheinischen Brückenköpfen der Amerikaner um Koblenz und der Franzosen um Mainz. Das Gebiet bestand bis zur militärischen Besetzung durch Frankreich im Jahr 1923 als Freistaat Flaschenhals. Vom 9. auf den 10. August 1942 fiel bei einem englischen Fliegerangriff eine Vielzahl von Brandbomben außerhalb von Strüth auf ein unbewohntes Gebiet. Im März 1945 wurde der Ort von amerikanischen Truppen erobert. Von 1947 bis 1974 besiedelten Prämonstratenser, Vertriebene des Stiftes Tepl in Böhmen, das Kloster Schönau. 1986 verließen auch die letzten Dernbacher Schwestern das Kloster.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Strüth besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an..[2]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Gold ein blauer Wellenfaden. Vorn ein dreiblättriger grüner Eichenzweig mit zwei roten Eicheln. Hinten ein blau bewehrter und blau gezungter Löwe, begleitet von roten Schindeln (oben zwei, unten eine), zwischen den Pranken ein gestürzter schwarzer Pfeil“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Strüth

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Strüth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen