Nastätten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nastätten
Nastätten
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nastätten hervorgehoben
50.1994444444447.8583333333333280Koordinaten: 50° 12′ N, 7° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 13,02 km²
Einwohner: 4112 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 316 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56355
Vorwahl: 06772
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 092
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.nastaetten.de
Stadtbürgermeister: Emil Werner (SPD)
Lage der Stadt Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Nastätten ist eine Stadt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz und Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Nastätten ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort, gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen und bildet das Zentrum des Blauen Ländchens.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Nastätten liegt im westlichen Hintertaunus und ist die größte Stadt des südlichen Rhein-Lahn-Kreises. Die Stadt liegt im Tal des Mühlbachs.

Zu Nastätten gehören auch die Wohnplätze Funkenmühle, Haus Pollmerstall, Heidehof, Heubachmühle, Hof Heubachtal, Hof Schwall, Sonnenhügel, Tannenhof und Thurnsmühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde urkundlich erstmals im Prümer Urbar im Jahre 893 als Nastede erwähnt. 1479 starben die Grafen von Katzenelnbogen aus, deren „Niedergrafschaft“ per Erbvertrag an den Landgrafen von Hessen fiel. Seit 1557 war das Gebiet im Besitz der Landgrafschaft Hessen-Rheinfels und kam 1583 durch Erbfolge an die Landgrafschaft Hessen-Kassel.

Bereits in (und vor) dem 16. Jahrhundert wurde um Nastätten intensive Schafzucht betrieben und die aus der Wolle gewebten Stoffe als besonders hochwertiges „Nastätter Tuch“ im In- und Ausland verkauft. Ab etwa 1590 war der Anbau von Flachs eine wichtige Erwerbsquelle. Aus dem Flachs wurde ebenfalls Tuch hergestellt, das oft auch blau gefärbt wurde. Dies ist der Ursprung der Bezeichnung Blaues Ländchen für das Gebiet um den Ort.

1806 kam der Ort unter französische Verwaltung. Seit 1816 gehörte der seither als Stadt bezeichnete Ort zum Herzogtum Nassau und wurde Sitz des Amtes Nastätten. Ab 1866 wurde Nastätten mit der Annexion des Herzogtums preußisch und war zunächst dem Unterlahnkreis in der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet. Ab 1. April 1886 gehörte Nastätten mit dem westlichen Teil des aufgelösten Amtes dem neu geschaffenen Kreis Sankt Goarshausen an.

Seit 1946 ist Nastätten Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Seit der Gebietsreform von 1969 gehört die Stadt zum Rhein-Lahn-Kreis und wurde 1972 Sitz der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Nastätten.

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat in Nastätten besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[4]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 8 6 1 5 20 Sitze
2009 8 6 2 4 20 Sitze
2004 7 8 1 4 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Nastätten e.V.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jährliche Veranstaltungen in Nastätten:

  • Blaufärbermarkt
  • Oktobermarkt
  • Weihnachtsmarkt
  • diverse Veranstaltungen des Gewerbevereins, z.B. Gewerbeausstellung oder Automobilschau

Kirchliche Zuordnung[Bearbeiten]

Die Stadt ist kirchlich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bzw. dem katholischen Bistum Limburg zugeordnet.

Krankenhaus[Bearbeiten]

In Nastätten befindet sich das Diakoniezentrum Paulinenstift Nastätten, das zum Verbundklinikum Stiftungsklinikum Mittelrhein gehört. Es wurde 1857 auf Anregung der Herzogin Pauline von Nassau gegründet.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Böckling: Im allgemeinen ist es ruhig. Der Beginn des Stellungskriegs an der Vogesenfront 1914 im Spiegel des Kriegs-Notizbuchs des Nastätter Amtsgerichtssekretärs Joseph Klemen. – In: Nassauische Annalen, Jahrbuch des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, 121 (2010), S. 277-313. ISSN 0077-2887
  • Nastätten - Geschichte und Gegenwart. Hrsg. v. d. Stadt Nastätten. Nastätten 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nastätten – Sammlung von Bildern
Panorama-Aufnahme von Nastätten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 44 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz: Ehemalige Minister und Staatssekretäre, abgerufen am 23. März 2012