Niederneisen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederneisen
Niederneisen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederneisen hervorgehoben
50.3388888888898.0558333333333130Koordinaten: 50° 20′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Hahnstätten
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 7,95 km²
Einwohner: 1432 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65629
Vorwahl: 06432
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 095
Adresse der Verbandsverwaltung: Austraße 4
65623 Hahnstätten
Webpräsenz: www.vg-hahnstaetten.de
Ortsbürgermeister: Karl-Werner Jüngst (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Niederneisen im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Niederneisen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hahnstätten an

Geographie[Bearbeiten]

170m über Niederneisen

Niederneisen liegt im Taunus am Fluss Aar sechs Kilometer südlich von Limburg an der Lahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Grabfunde in der Schönborner Straße aus fränkischer Zeit belegen bereits eine frühe Besiedlung um 600. Diese Funde befinden sich heute im Heimatmuseum Diez.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 790. Diese Urkunde beinhaltet die Schenkung Niederneisens sowie einiger umliegender Dörfer von Karl des Großen an die Abtei Prüm.

Der Ort gehörte ab 1815 zum Amt Diez des Herzogtums Nassau, nachdem das Amt Flacht aufgelöst wurde. Nach der Angliederung an Preußen im Jahre 1866 wurde der Unterlahnkreis mit Diez als Kreisstadt eingerichtet. Seit dessen Auflösung gehört Niederneisen zum Rhein-Lahn-Kreis.

1859 wurde ein Gemeinde-Backhaus errichtet, das auch die Funktionen eines Rathauses übernahm und über einen Glockenturm verfügte. Heute wird das gesamte Gebäude als Rathaus genutzt.

1818 wurde in Niederneisen erstmals Schulunterricht erteilt, zunächst in Privathäusern. 1823 wurde das heute nicht mehr vorhandene Schulhaus fertiggestellt. 1925 entstand ein neues Schulgebäude, das bis 1975 für diesen Zweck genutzt wurde, zuletzt nur als Grundschule. 1926 wurde die Turnhalle errichtet, 1928 der Sportplatz eingeweiht. 1934 nahm der erste Niederneisener Kindergarten seinen Betrieb auf. 1967 entstand die heutige Sporthalle. Von 1898 bis 1977 gab es eine Molkerei im Ort.

Seit 1945 hat sich die Einwohnerzahl von etwa 1000 auf heute knapp 1500 erhöht.

Religion[Bearbeiten]

In Flacht ist bereits für das Jahr 881 eine Kirche beurkundet, der Ort dürfte somit recht früh kirchlicher Mittelpunkt für die umliegenden Orte gewesen sein und war bis 1815 auch Hauptort des Amtes Flacht, zu dem Niederneisen gehörte. 1815 wurde das Amt Flacht aufgelöst, das Kirchspiel Flacht, zu dem Niederneisen gehört, besteht bis heute.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederneisen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[2]

Wahl SPD CDU GRÜNE FWG Gesamt
2014 5 7 2 2 16 Sitze
2009 5 7 4 16 Sitze
2004 5 8 3 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Niederneisen e.V.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Durch Niederneisen führen der Wanderweg Aar-Höhenweg und der Rad- und Wanderweg Aartal-Radweg.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederneisen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die B 54 verläuft in Nord-Süd-Richtung durch Niederneisen. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind bei Limburg an der Lahn an der A 3.

Die derzeit nur mit Draisinen betriebene Aartalbahn verläuft durch das Gebiet der Ortsgemeinde Niederneisen, jedoch hat der Ort keinen Bahnhof. Im Dezember 2014 soll die Aartalbahn auf dem Streckenabschnitt von Limburg nach Zollhaus für den ÖPNV mit einem Stundentakt reaktiviert werden.[3] Niederneisen erhält dann voraussichtlich einen Haltepunkt. Der nächstgelegene Fernbahnhof ist der Bahnhof Limburg Süd in Limburg an der Lahn.

Bildung[Bearbeiten]

Niederneisen ist heute Standort einer Grundschule und einer Kindertagesstätte. Bis 1818 war Niederneisen Einzugsgebiet der Schule in Flacht, als in Niederneisen eine Elementarschule, zunächst in Privathäusern, eingerichtet wurde. 1823 wurde eine Schule gegenüber dem Rathaus eingeweiht. Dieses Schulgebäude wurde bis zum Neubau einer Schule im Jahre 1925 genutzt, welche in der Schulstraße gebaut wurde und seit 1975 als reine Grundschule gedient hatte. 1995 wurde in Niederneisen die heutige Grundschule Flacht/Niederneisen in der Mühlgasse errichtet. Der erste Kindergarten wurde 1934 eingerichtet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Karl Mohr (1820-1885), Reichs- und Landtagsabgeordneter

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederneisen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Beschluss vom 5. Dezember 2008: Reaktivierung Aartalbahn (PDF; 149 kB), abgerufen am 6. Juli 2011