Lohrheim
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Lahn-Kreis | |
| Verbandsgemeinde: | Hahnstätten | |
| Höhe: | 175 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,13 km² | |
| Einwohner: |
578 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 140 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65558 | |
| Vorwahl: | 06430 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EMS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 41 081 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Austraße 4 65623 Hahnstätten |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Bodo Schäfer | |
| Lage der Ortsgemeinde Lohrheim im Rhein-Lahn-Kreis | ||
Lohrheim ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hahnstätten an.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Lohrheim liegt in dem im Taunus gelegenen Aartal (Limburger Becken) etwa sieben Kilometer südwestlich von Limburg an der Lahn und sechs Kilometer südlich von Diez. Die höchsten Erhebungen in der Gemarkung sind der Eichelsberg (312 Meter) und der Ergenstein (420 Meter).
Zu Lohrheim gehört auch der Wohnplatz Kaolinwerk.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
Der Ort wurde 790 in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen als Larheim erstmals urkundlich erwähnt.
Die Namensendung „-heim“ deutet auf eine Gründung zu fränkischer Zeit hin.
In der Nähe des Ortes im Oberneiser Wald sind keltische Hügelgräber zu finden, bei Bauarbeiten wurden weitere keltische Überreste entdeckt.
Erstmals 1276 sind die beiden Adelsfamilien „von Larheim“ und „Donner von Larheim“ verbürgt. Sie starben 1543 und 1571 aus.
Seit 1564 bei Einführung der Reformation gehörten Lohrheim, Oberneisen und Netzbach im selben Kirchspiel zusammen.
Lohrheim gehörte von 1806 bis 1866 zum Herzogtum Nassau, das im Zusammenhang mit der Rheinbundakte gebildet wurde. 1868 kam Lohrheim zur preußischen Provinz Hessen-Nassau und war nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der französischen Besatzungszone. 1946 wurde der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Anfang des Jahres 1914 wurde die Gemeinde an die öffentliche Wasserversorgung und an das Stromnetz angeschlossen. Ebenfalls im Jahre 1914 fanden Probebohrungen zur Erkundung von Tonvorkommen statt, bei der recht mächtige Kaolinvorkommen entdeckt wurden. Diese werden bis heute abgebaut, wohingegen der Abbau von Eisenstein und Pyrit eingestellt wurden. Der Abbau von Baryt in der Grube „Amalie“ wurde im Mai 1924 eingestellt.
1930 wurde der Friedhof in Lohrheim eröffnet, zuvor wurden die Lohrheimer in Oberneisen begraben. Bei den Bauarbeiten zur Errichtung wurden mehrere Scherbenfunde gemacht, die später auf die fränkische Zeit datiert wurden.
1967 wurde die Mehrzweckhalle mit angrenzendem Sportplatz fertiggestellt.
Für 1526 sind 30 Haushalte überliefert, 1588 gab es 112 Einwohner, 1643 gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges nur noch 29, 1716 wieder 114.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat in Lohrheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Östlich von Lohrheim verläuft in Nord-Süd-Richtung die B 54, die in südlicher Richtung nach Wiesbaden führt und nach Norden nach Diez und auf die bei Limburg an der Lahn verlaufende A 3 führt.
Bildung [Bearbeiten]
Um 1770 fand in Lohrheim erstmals Schulunterricht statt. Anfangs wurde dafür das Privathaus des Lehrers genutzt. Als 1781 der Lehrer starb wurde Lohrheim Einzugsgebiet der Schule in Oberneisen, 1836 wurde an der Stelle des heutigen Feuerwehrhauses eine Schule mit Lehrerwohnung gebaut.
Die nächstgelegenen Grundschulen befindet sich heute in Niederneisen und Hahnstätten. Eine Realschule plus befindet sich ebenfalls in Hahnstätten.
In Lohrheim besteht eine evangelische Kindertagesstätte.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2011 (PDF; 755 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 42 (PDF; 2,3 MB)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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