Lohrheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lohrheim
Lohrheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lohrheim hervorgehoben
50.3191666666678.0491666666667175Koordinaten: 50° 19′ N, 8° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Hahnstätten
Höhe: 175 m ü. NHN
Fläche: 4,13 km²
Einwohner: 551 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06430
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 081
Adresse der Verbandsverwaltung: Austraße 4
65623 Hahnstätten
Webpräsenz: www.lohrheim.de
Ortsbürgermeister: Rudolf Kubitza
Lage der Ortsgemeinde Lohrheim im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Lohrheim ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hahnstätten an.

Geographie[Bearbeiten]

Lohrheim liegt im Aartal, etwa sieben Kilometer südwestlich von Limburg an der Lahn und sechs Kilometer südlich von Diez. Die höchsten Erhebungen in der Gemarkung im Taunus sind der Eichelsberg (312 Meter) und der Ergenstein (420 Meter).

Zu Lohrheim gehört auch der Wohnplatz Kaolinwerk.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 790 in einer Schenkungsurkunde Karls des Großen als Larheim erstmals urkundlich erwähnt.

Die Namensendung „-heim“ deutet auf eine Gründung zu fränkischer Zeit hin.

In der Nähe des Ortes im Oberneiser Wald sind keltische Hügelgräber zu finden. Bei Bauarbeiten wurden weitere keltische Überreste entdeckt.

Erstmals 1276 sind die beiden Adelsfamilien „von Larheim“ und „Donner von Larheim“ verbürgt. Sie starben 1543 und 1571 aus.

Aufgrund der Reformation gehören Lohrheim, Oberneisen und Netzbach seit 1564 demselben Kirchspiel an.

Lohrheim gehörte von 1806 bis 1866 zum Herzogtum Nassau, das im Zusammenhang mit der Rheinbundakte gebildet wurde. 1868 kam Lohrheim zur preußischen Provinz Hessen-Nassau und war nach dem Zweiten Weltkrieg Teil der französischen Besatzungszone. 1946 wurde der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Anfang des Jahres 1914 wurde die Gemeinde an die öffentliche Wasserversorgung und an das Stromnetz angeschlossen. Ebenfalls im Jahre 1914 fanden Probebohrungen zur Erkundung von Tonvorkommen statt, bei der recht mächtige Kaolinvorkommen entdeckt wurden. Diese werden bis heute abgebaut, wohingegen der Abbau von Eisenstein und Pyrit eingestellt wurde. Der Abbau von Baryt in der Grube „Amalie“ wurde im Mai 1924 eingestellt.

1930 wurde der Friedhof in Lohrheim eröffnet. Zuvor wurden die Lohrheimer in Oberneisen begraben. Bei den Bauarbeiten wurden mehrere Scherbenfunde gemacht, die später auf die fränkische Zeit datiert wurden.

1967 wurde die Mehrzweckhalle mit angrenzendem Sportplatz fertiggestellt.

Für 1526 sind 30 Haushalte überliefert, 1588 gab es 112 Einwohner, 1643 gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges nur noch 29, 1716 wieder 114.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lohrheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Östlich von Lohrheim verläuft in Nord-Süd-Richtung die B 54. In südlicher Richtung führt sie nach Wiesbaden und in nördlicher nach Diez und Limburg, wo eine Anbindung an die A 3 besteht. Nächstgelegener Fernbahnhof ist der Bahnhof Limburg Süd.

Bildung[Bearbeiten]

Um 1770 fand in Lohrheim erstmals Schulunterricht statt. Anfangs wurde dafür das Privathaus des Lehrers genutzt. Als 1781 der Lehrer starb, wurde Lohrheim Einzugsgebiet der Schule in Oberneisen. 1836 wurde an der Stelle des heutigen Feuerwehrhauses eine Schule mit Lehrerwohnung gebaut.

Die nächstgelegenen Grundschulen befinden sich heute in Niederneisen und Hahnstätten. Eine Realschule plus befindet sich ebenfalls in Hahnstätten.

In Lohrheim besteht eine evangelische Kindertagesstätte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lohrheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 42 (PDF; 2,3 MB)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen