Rettershain

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rettershain
Rettershain
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rettershain hervorgehoben
50.1452777777787.8330555555556420Koordinaten: 50° 9′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nastätten
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 4,81 km²
Einwohner: 341 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56357
Vorwahl: 06775
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 116
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
Webpräsenz: www.rettershain.de
Ortsbürgermeister: Gerhard Zimmermann
Lage der Ortsgemeinde Rettershain im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Rettershain ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nastätten an.

Geographie[Bearbeiten]

Rettershain liegt im Taunus auf dem Einrich. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Birkenhof, Fichtenhof, Forsthof und Hof Heidert.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung findet Rettershain um 1160. Rettershain gehörte ab dem 14. Jahrhundert zum „Vierherrischen“ Gebiet. 1775 kam das Kirchspiel Oberwallmenach mit Lautert und Rettershain zur Landgrafschaft Hessen. Vorübergehend von französischen Truppen besetzt („pays reserves"), kam der Ort 1816 zum Herzogtum Nassau. Seit 1866 Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau, kam der Ort 1946 zum Land Rheinland-Pfalz. Seit 1972 gehört Rettershain der Verbandsgemeinde Nastätten an.

1921 wurde im Forst bei Rettershain ein vorgeschichtliches Hügelgrab mit drei Grabkammern ausgegraben.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rettershain, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 162
1835 240
1871 264
1905 290
1939 516
1950 346
Jahr Einwohner
1961 292
1970 304
1987 316
1997 358
2005 348
2012 341

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rettershain besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Blau und Gold geteilt durch einen schräglinks steigenden, silber-blau geteilten Wellenkeil, oben ein wachsender, goldbewehrter und fünfmal silber-rot geteilter Löwe, einen goldenen Reichsapfel haltend, unten ein grüner dreiblättriger Buchenzweig“.

Erläuterung: Im Ortswappen erinnert der Löwe in den hessischen Farben mit dem goldenen Reichsapfel sowie die Farben Blau und Gold an die ehemaligen territorialen Landesherren von Nassau. Der goldene Reichsapfel, der bereits 1621 im Schild des Oberwallmenacher Gerichtssiegels vorkommt, steht für die lange Zugehörigkeit Rettershains zum „Vierherrengericht“ bzw. „Hubengericht“ Oberwallmenach, er verbindet somit Rettershain eng mit den Nachbarorten Lautert und Oberwallmenach, die ebenfalls das alte Gerichtssiegelsymbol in ihrem Ortswappen führen. Der Buchenzweig weist auf die Lage des Ortes in einem Buchenwald (-hain) hin. Das Blau symbolisiert auch die Zugehörigkeit zum „Blauen Ländchen“, das seinen Namen den Blaufärbern verdankt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rettershain – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 45 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen