Weinähr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Weinähr
Weinähr
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Weinähr hervorgehoben
50.31949167.8442328110Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Nassau
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 3,41 km²
Einwohner: 448 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56379
Vorwahl: 02604
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 135
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Adelsheimer Hof 1
56377 Nassau
Webpräsenz: www.vgnassau.info
Ortsbürgermeister: Mathias Schliemann
Lage der Ortsgemeinde Weinähr im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Weinähr ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nassau an. Weinähr ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Ort ist circa 30 Kilometer südlich von Koblenz und Montabaur, etwa 80 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main entfernt. Er liegt somit im Norden von Rheinland-Pfalz und im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland.

Weinähr liegt östlich der Orte Scheuern und Nassau, südlich von Winden, westlich von Dörnberg, nordwestlich von Selbach und Altenhausen und nördlich von Hollerich und Obernhof.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Weinähr gehört der Ortsteil Eschenau.

Geschichte[Bearbeiten]

Weinähr wurde erstmals im Jahr 1267 in einer Schenkungsurkunde als Anre erwähnt. Zur Gründung trugen die Weinstöcke bei, die als Wein auch noch im Namen erhalten geblieben sind. Schon im 11. Jahrhundert wurde das Kloster Arnstein urkundlich erwähnt, was die erste Ansiedlung im Gebiet gewesen ist. Im 14. Jahrhundert werden urkundlich Mühlen erwähnt, die vom Gelbach durch fünf Mühlräder betrieben worden sind. Weinähr gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum Herrschaftsbereich der reichsunmittelbaren Prämonstratenser-Abtei Arnstein. Ab 1806 war der Ort Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde.

Am 13. Februar 1945 wurde eine P-47 der US-Streitkräfte über dem Ort abgeschossen. Lieutenant Swope konnte sich mit dem Fallschirm retten. Weinährer Bürger versorgten den Soldaten und retteten ihn vor der Lynchjustiz durch den Ortsgruppenleiter der NSDAP.[3]

Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Weinähr besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD FWG Gesamt
2009 2 6 8 Sitze
2004 3 5 8 Sitze

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis in die 1950er Jahre spielte der Bergbau eine wichtige Rolle. Der Weinbau wurde bereits 1267 erstmals erwähnt. Seit 1971 sind die Lagen unter dem Namen Giebelhöll (1302 „Gyvelhelde“) zu einer Lage zusammengefasst. Die Lahnweine zählen zum Anbaugebiet Mittelrhein. Seit etwa 1920 wurde in großem Stil Erdbeeranbau im „Wein- und Erdbeerdorf" betrieben. Heute ist auch der Fremdenverkehr ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weinähr – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Oliver Greifendorf: Kriegsschauplatz Westerwald; ISBN 3-938208-05-8