Kerpen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kerpen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kerpen
Kerpen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kerpen hervorgehoben
50.8719444444446.696111111111195Koordinaten: 50° 52′ N, 6° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Höhe: 95 m ü. NHN
Fläche: 113,92 km²
Einwohner: 63.784 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 560 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 50169, 50170, 50171
Vorwahlen: 02237, 02273, 02275
Kfz-Kennzeichen: BM
Gemeindeschlüssel: 05 3 62 032
Stadtgliederung: 12 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Jahnplatz 1
50171 Kerpen
Webpräsenz: www.stadt-kerpen.de
Bürgermeisterin: Marlies Sieburg (SPD)
Lage der Stadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis
Köln Kreis Düren Kreis Euskirchen Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Leverkusen Rhein-Kreis Neuss Rhein-Sieg-Kreis Bedburg Bergheim Brühl (Rheinland) Elsdorf (Rheinland) Erftstadt Frechen Hürth Kerpen Pulheim WesselingKarte
Über dieses Bild

Kerpen ist eine Große kreisangehörige Stadt im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die Stadt liegt im rheinischen Braunkohlerevier und in der Kölner Bucht nur wenige Kilometer westlich von Köln. Seit dem 19. März 2012 führt Kerpen den offiziellen Zusatz Kolpingstadt.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Östlich des Stadtzentrums Kerpen verläuft die Erft (aus der Eifel kommend) mit den Erftauen und teilt die Gemeinde, weiter östlich befindet sich die Ville. Der Neffelbach verläuft von Nörvenich kommend in nordöstliche Richtung und verbindet sich noch auf Kerpener Gemeindegebiet mit der Erft. Südlich von Kerpen ragen noch vereinzelte Ausläufer der Nordeifel in das Flachland. Kerpen liegt ebenfalls in der Zülpicher Börde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden grenzt Kerpen an die Kreisstadt Bergheim, im Nordwesten an die Stadt Elsdorf, im Westen an die Gemeinde Merzenich und im Südwesten an Nörvenich (beide im Kreis Düren). Im Süden grenzt Kerpen an Erftstadt, im Südosten an Hürth und im Osten an Frechen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Hier sind die Stadtteile aufgelistet. Die Einwohnerzahlen sind vom 31. Dezember 2012. Zu den Stadtteilen kommen teilweise noch vereinzelt Weiler hinzu.

Ortsteil Einwohner
Balkhausen 2.572
Blatzheim (mit Bergerhausen, Niederbolheim und Gehöften) 3.365
Brüggen 4.632
Buir 3.888
Horrem (mit Götzenkirchen) 12.253
Kerpen (Stadtkern) 14.260
Manheim 1.454
Manheim-neu 100 (1. Januar 2014)
Mödrath 1.230
Neu-Bottenbroich 937
Sindorf 16.980
Türnich 3.418
Gesamt 64.991

Geschichte[Bearbeiten]

Kerpen wurde erstmals im Jahre 871 unter den Namen „Kerpinna“ urkundlich erwähnt. Nach der Schlacht bei Worringen 1288 wurde Kerpen brabantische Enklave mitten im vom Kurfürstentum Köln und der Grafschaft Jülich beherrschten Gebiet, was Kerpen zu einer tatsächlichen Eigenständigkeit verhalf. Das Herzogtum Burgund übernahm das brabantische Erbe, das nach dem Tod Karls des Kühnen 1477 an das Haus Habsburg überging. Als König Karl V. 1522 das Reich unter seinen Söhnen aufteilte, fiel Kerpen mit den Niederlanden an den König von Spanien. Bis zum Frieden von Utrecht 1712 blieb Kerpen spanisch – noch in den 1970er Jahren erinnerte die heute nicht mehr existierende Gastwirtschaft „König von Spanien“ in der heutigen Stiftsstraße daran.

Anschließend wurde Kerpen mit dem ihm herrschaftlich verbundenen Lommersum eigenständige Reichsgrafschaft unter dem Grafen von Schaesberg. Mit der Besitzergreifung des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen verlor Kerpen 1794 seine Unabhängigkeit, wurde aber 1798 Kantonssitz (chef-lieu). Zu diesem Kanton gehörten die Mairien Blatzheim, Buir, Kerpen, Sindorf und Türnich. Der Kanton Kerpen war dem Arrondissement Köln im Rur-Departement zugeteilt. 1815 wurde Kerpen nach dem Wiener Kongress Bestandteil der preußischen Rheinprovinz im Kreis Bergheim (Erft). Kerpen erhielt 1941 die Stadtrechte.

Die heutige Stadt Kerpen ist am 1. Januar 1975 aus der damaligen Stadt Kerpen und sieben bis dahin eigenständigen Gemeinden im Rahmen einer Gemeindereform durch das Köln-Gesetz von 1974 entstanden.[3] Die Stadtteile sind überwiegend noch immer durch große freie Flächen voneinander getrennt und haben sich daher eine gewisse Eigenständigkeit erhalten.

Die Stadtteile Mödrath und Bottenbroich wurden aufgrund des Braunkohletagebaus Frechen in den 1950er Jahren umgesiedelt. Die Einwohner des alten Mödrath bekamen ein Baugebiet im Nordosten Kerpens zugewiesen, die Einwohner Bottenbroichs ein Baugebiet im Osten Horrems. Ein Überbleibsel der Umsiedlung ist das Präfix „Neu-“ im Namen Neu-Bottenbroich.

Der Ortsteil Manheim wird etwa bis 2022 dem Tagebau Hambach weichen. Die Einwohner bestimmten in einer Abstimmung Kerpen-Dickbusch als Umsiedlungsstandort. Der neue Standort Dickbusch wird seit dem Frühjahr 2012 bebaut. Es ist noch nicht geklärt, ob auch „Fremde“ ein Grundstück am neuen Standort erwerben können.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 30. August 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 54,3 % (- 0,3) zu folgendem Ergebnis:[4]

Partei/Liste CDU SPD Grüne FDP Linke BBK* UWG**
Sitze 18 15 5 4 2 1 1
Stimmenanteil 38,8 % 33,3 % 10,5 % 8,9 % 4,2 % 4,2 %
Gewinn/Verlust - 4,2 - 2,6 + 0,5 + 1,6 + 4,2 + 0,5

* Bürger Bündnis Kerpen     ** UWG Bürgerliste Kerpen
Der Stimmenanteil dieser beiden Gruppierungen wird in der Wahlstatistik zusammengefasst. Sie bilden im Stadtrat zusammen eine Fraktion.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Um die Beziehungen durch Vereine, Schulen und Politik kümmert sich der Partnerschaftsverein. Die Partnerschaft mit St. Vith ist aus den Beziehungen der nach dem Versailler Vertrag aus dem Eisenbahnknoten St. Vith zum neuen Knoten Mödrath (an der Bahntrasse zur Ahr) umgesiedelten Bediensteten der Reichsbahn entstanden. Seit 1975 wird die Partnerschaft von der Stadt gepflegt.
Die Partnerschaft mit Oświęcim/Auschwitz ging 1993 aus den Beziehungen der jeweiligen Sekundarschulen hervor, die nach der Öffnung Polens zum Westen 1991 aufgenommen wurden.

Wappen, Banner und Flagge[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten und vorn geteilt, vorn oben in schwarz ein rotbezungter und bewehrter goldener Löwe; unten in silber ein rotbezungter, golden gekrönter und bewehrter, doppelschwänziger roter Löwe, hinten in Gold ein roter Turm mit Walmdach und offenem, schwarzen Fallgatter.“

Der Stadt Kerpen ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 10. September 1976 das Recht zur Führung eines Wappens, einer Flagge und eines Banners verliehen worden. Der Limburger und der Brabanter Löwe sind dem Kerpener Schöffensiegel von 1306 entnommen, sie weisen auf die Kerpener Territorialgeschichte hin: da Kerpen seit Ende des 13. Jahrhunderts zusammen mit dem ehemals Limburgischen Lommersum zu Brabant gehörte, ist neben dem Brabantischen auch der Limburger Löwe zu sehen. Hinten ist in Gold als Symbol für die Kerpener Burg ein roter Torturm mit offenem Fallgitter abgebildet.[5]

Flagge[Bearbeiten]

Als Banner: „Gold (Gelb)-Rot-Gold (Gelb) im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem über die Mitte nach oben verschobenen Wappenschild der Stadt.“ Als Hissflagge: „Gold (Gelb)-Rot-Gold (Gelb) im Verhältnis 1:4:1, längsgestreift mit dem zur Stange verschobenen Wappenschild.“[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Geburtshaus Kolpings in Kerpen
Stiftskirche St. Martin im Ortskern von Kerpen

Museen[Bearbeiten]

  • Das Adolph-Kolping-Museum in Kerpen wurde in einem Nebengebäude des Hauses eingerichtet, das Adolf Kolpings Bruder an der Stelle von Kolpings Geburtshaus neu erbaut hatte. Haus und Ausstellung wurden zum 200sten gründlich renoviert und neu geordnet.[7][8]
  • Haus für Kunst und Geschichte[9]
  • Museum H. J. Baum[10]
  • Das Museum für Rennsportgeschichte in der Villa Trips in Kerpen-Horrem ist vor allem der Erinnerung an den verunglückten Rennfahrer Graf Berghe von Trips gewidmet.[11]
  • Die Welt der Schumachers, Rennsportmuseum[12]
  • Schreibmaschinenmuseum QWERTZUIOPÜ in Kerpen-Sindorf[13]
  • Traktorenmuseum der Gebrüder Stollenwerk auf der Wasserburg Bergerhausen[14]
  • Naturkundemuseum „Martin Reimer“ der Stadt Kerpen in Kerpen-Brüggen[15]

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Loersfeld

Parks[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Kerpen liegt mit den Naturschutzgebieten Kerpener Bruch/Parrig und Dickbusch, Lörsfelder Busch, Steinheide im Naturpark Rheinland. Das neue Informationszentrum für den nördlichen Teil des Naturparks, die Gymnicher Mühle an der Erft, liegt jenseits der Grenze zu Gymnich. Seit wenigen Jahren ist auch das Rekultivierungsgebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus Frechen zu einer herrlichen Naturlandschaft mit mehreren Seen etc. geworden; es ist seit dem Papstbesuch zum XX. Weltjugendtag im Jahre 2005 unter dem Namen Marienfeld bekannt. Der größte See hier ist der Boisdorfer See.

Sport[Bearbeiten]

Die Kartbahn Erftlandring in Manheim ist als Michael Schumachers Hausbahn über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Für junge Rennsportler gibt es seit 1977 den Seifenkistenverein Flinke Flitzer. Seit seiner Gründung 1977 bis 2008 hat der Verein bereits einen zweiten und einen dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften gewonnen. Das Vierjahreszeitenbad Erftlagune in Sindorf sowie das Türnicher Freibad sind Stätten für Wassersport. In Brüggen wird eine Minigolfanlage betrieben.

Seit 2012 darf sich Kerpen Fahrradfreundliche Stadt nennen [17]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Kerpen und seine Stadtteile sind immer noch geprägt von der im Umkreis liegenden Braunkohleindustrie des Rheinischen Braunkohlereviers mit Tagebauen und Brikett-Fabriken. Der Tagebau Frechen im Osten ist ausgekohlt – dort befindet sich ein Rekultivierungsgebiet mit dem vom Weltjugendtag 2005 bekannten Marienfeld – (kleinere Felder wie das der Grube Louise bei Brüggen/Türnich mit Brikettfabriken I und II waren schon 1952 erschöpft), der neue Tief-Tagebau Hambach rückt an den Ortsteil Manheim heran. An die Sindorfer Glashütte 1911 bis 1978 erinnert nur noch die Hüttenstraße mit den ehemaligen Werkswohnungen. Die Braunkohlekraftwerke auf dem Villerücken sind nicht weit und bieten auch Kerpenern Arbeit. Die Autozubehörfirma Visteon hat ihre Europazentrale in Sindorf. Europäische Bedeutung hat auch der NATO-Militärflugplatz Nörvenich. Die dort stationierten Luftwaffensoldaten sind in der Kerpener Boelcke-Kaserne und in der Nörvenicher Kaserne Haus Hardt untergebracht. Die Boelcke-Kaserne in Kerpen wird, wie am 26. Oktober 2011 bekannt gegeben wurde, bis 2015 geschlossen[18]. Bis zum Jahre 2017 soll die Zahl der auf dem Fliegerhorst beschäftigten Soldaten von 980 in 2011 auf 1.110 angehoben werden.[19] Außerdem hat der Kabelnetzbetreiber Unitymedia seine technische Zentrale in Sindorf.

Verkehr[Bearbeiten]

Der umgebaute S-Bahnhof Sindorf an der Strecke Köln-Aachen
Bahnhof Horrem: altes Bahnhofsgebäude und alter Busbahnhof

Kerpen liegt am Autobahnkreuz (Kreuz Kerpen) der Bundesautobahnen 4 und 61.

In Blatzheim kreuzen sich die Bundesstraßen 264 und 477. Innerörtlich und mit den Nachbargemeinden werden die Ortsteile durch Buslinien der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erschlossen, die durch ein Anrufsammeltaxisystem ergänzt werden. Es gibt insgesamt drei Autobahnausfahrten auf dem Stadtgebiet sowie drei in sehr naher Entfernung in direkter Nähe. Die Aachener Straße aus Köln endet direkt zwischen Kerpen-Sindorf und Bergheim-Ahe.

Im Bahnhof Horrem, dem größten Bahnhof im Stadtgebiet, am Bahnknoten der Bahnstrecke Köln–Aachen–Brüssel zweigt die Erftbahn nach Bedburg über Bergheim ab. Dort verkehrt neben Regionalzügen auch eine S-Bahn, die den Abschnitt Köln–Düren befährt.

Insgesamt hat die heutige Stadt Kerpen drei Bahnhöfe; Buir, Horrem und Sindorf. Der Stadtkern von Kerpen hat keinen Bahnanschluss mehr. 1913 wurde die Bergheimer Kreisbahn verstaatlicht. In den 1950ern mussten Teile der Strecke (insbesondere der Bahnhof Mödrath) einem Tagebau weichen. Der Abbau der Strecke erfolgte nach und nach in den 1960ern.

Die Stadt ist an mehrere Radwanderwege angeschlossen:

  • Die 524 km lange Wasserburgen-Route verbindet mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht.
  • Die 480 km lange Kaiser-Route verläuft von Aachen nach Paderborn und ist nach Kaiser Karl dem Großen benannt, der in Aachen residierte. Der Routenverlauf orientiert sich an der mutmaßlichen Route, die das kaiserliche Heer in Jahr 775 auf seinem Kreuzzug in das Gebiet der Sachsen nahm.
  • Der Erft-Radweg führt über rund 110 Kilometer an der Erft entlang. Von der Quelle in Nettersheim-Holzmülheim bis zur Mündung in den Rhein in Neuss.
  • Die Deutsche Fußballroute NRW führt 800 Kilometer quer durch Nordrhein-Westfalen. Sie ist der bislang einzige unter einem populären und landesübergreifenden Thema angelegte Erlebnisradweg in NRW. Die „Sagenroute des Deutschen Fußballs“ erschließt neben fußballerischen Kultorten wie Veltins-Arena in Gelsenkirchen oder Borusseum in Dortmund auch die touristischen Highlights in NRW.
  • Das 265  km lange Radwegenetz der Tälerroute erschließt touristisch interessante Orte in Nordrhein-Westfalen auf familienfreundlicher Strecke.
  • Auf Initiative von Schülern des Gymnasiums der Stadt Kerpen und mit Unterstützung der Fahrradfreundlichen Stadt Kerpen (seit 2012)[20] und Sponsoren wurde im Jubiläumsjahr 200 Jahre Adolf Kolping ein 20 km (mit Erweiterung 30 km) langer Rundweg ausgeschildert, der zu zahlreichen Erinnerungsstationen aus dem Leben Kolpings führt, die zugleich Sehenswürdigkeiten der Stadt sind.[21]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Höhere Schule, 1898
  • Das Amtsgericht Kerpen, zuständig für Kerpen und Frechen, befindet sich in der Stadt.
  • Die Stadt Kerpen unterhält ein eigenes Archiv, das allgemein zugänglich ist.
  • Die Stadt Kerpen hat die Aufgaben der öffentlichen Büchereiversorgung der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus übertragen, die für die Stadt Kerpen die Aufgaben einer Stadtbücherei wahrnimmt. Darüber hinaus ist die Bibliothek des Kerpener Gymnasiums mit 32.000 Bänden öffentlich zugänglich.

Sonstige kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten]

Kerpen hat zwei Kinos, die auch für kulturelle Veranstaltungen und Veranstaltungen der Vereine genutzt werden: das traditionelle Capitol aus den 1950er Jahren, modernisiert, mit zwei Sälen und das Euromax mit fünf Sälen.

Bildung[Bearbeiten]

In Kerpen existieren zwölf Grundschulen, die sich auf alle Stadtteile verteilen, das Gymnasium der Stadt Kerpen, zwei Realschulen, zwei Berufsschulen, zwei Hauptschulen, eine Gesamtschule sowie eine Sonderschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kolpingdenkmal in Kerpen

In Kerpen geboren[Bearbeiten]

Mit Kerpen verbunden[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Telefonvorwahlen[Bearbeiten]

In Kerpen gibt es mehrere Telefonvorwahlen:

  • 02237 für Balkhausen, Brüggen, Kerpen, Langenich und Türnich;
  • 02273 für Horrem und Sindorf;
  • 02275 für Blatzheim, Buir und Manheim.

Postleitzahlen[Bearbeiten]

Kerpen ist in mehrere Postleitzahlenbereiche unterteilt:

  • 50169 für Horrem, Türnich, Brüggen und Balkhausen;
  • 50170 für Sindorf, Buir und Manheim;
  • 50171 für Kerpen-Mitte, Langenich, Mödrath, Blatzheim, Bergerhausen und Niederbolheim.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Gondorf: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“. Bachem, Köln 1984, ISBN 3-7616-0723-7
    • Buir (Anstelburg, Voigtburg),
    • Brüggen (Torhaus),
    • Gymnich (Schloss),
    • Horrem (Motte Hemmersbach, Burg Hemmersbach),
    • Mödrath (sog. Burg),
    • Niederbohlheim (Schloss Onnau),
    • Türnich (Motte im Schlosspark).
  • Harald Herzog: Rheinische Schloßbauten im 19. Jahrhundert. Rheinland-Verlag, Köln 1981, ISBN 3-7927-0585-0 (Landeskonservator Rheinland. Arbeitsheft 37), (Zugleich: Köln, Univ., Diss., 1979: Künstlerische Vorgänge im rheinischen Schloßausbau des 19. Jahrhunderts.)
    • Horrem: Schloß Hemmersbach. S. 25, Abb. 119–128
    • Kerpen: Burg Lörsfeld. S. 42, Abb. 111
    • Türnich. S. 29, S. 44, Abb 130–146.
  • Hermann Hinz: Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes. Band 2: Kreis Bergheim. Rheinland-Verlag, Köln 1969
    • Blatzheim. S. 208–218, Tafel 61/1, Dorfplan 1767: Tafel 79
    • Buir. S. 219–224
    • Horrem. S. 252–256, Tafel 70, Burg Hemmersbach: Tafel 76/2
    • Kerpen. S. 276–283, Tafel 67/1,2, ehem. Burg: Tafel 77
    • Manheim. S. 290–295
    • (Alt-) Mödrath. S. 296f.
    • Sindorf. S. 339–342, Tafel 61/2
    • Türnich. S. 343–346.
  • Stadt Kerpen (Hrsg.): Kerpen in Geschichte und Gegenwart. Festbuch aus Anlaß der ersten urkundlichen Erwähnung vor elfhundert Jahren. Rey, Kerpen 1971.
  • Richard Klapheck: Die Baukunst am Nieder-Rhein. Band 2: Von Jan Wellem und der Baukunst des Jahrhunderts Karl Theodors von der Pfalz. Kunst-Verein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1916, S. 149–145 sowie Abb.161–164 (Unveränderter Nachdruck. Weidlich, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-8128-0020-9)
    • Kerpen. S. 119 und Abb. 120
    • Bergerhausen. S. 133–136 und Abb. 138 sowie 140.
  • Frank Kretzschmar: Kirchen Klöster und Kapellen im Erftkreis. Rheinland-Verlag Köln 1984, ISBN 3-7927-0821-3 (Erftkreisveröffentlichung 94)
    • Horrem: St. Clemens. S. 18–21, S. 199
    • Horrem (Götzenkirchen): St. Cyriakus. S. 106f.
    • Kerpen: St. Martinus. S. 178–180
    • Kerpen: evangelische Kirche. S. 144f.
    • Sindorf: St. Ulrich. S. 52f.
    • Türnich: Schloßkapelle St. Elisabeth von Thüringen. S. 134–137.
  • Henriette Meynen: Wasserburgen Schösser und Landsitze im Erftkreis. Rheinland-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-7927-0521-4
    • Bergerhausen: Burg. S. 96–99
    • Blatzheim: Kommandeursburg. S. 100f.
    • Horrem: Schloß Hemmersbach. S. 88–91
    • Kerpen: Burg Lörsfeld. S. 92f.
    • Kerpen: Haus Hahn. S. 94f.
    • Niederbolheim: Herrenhaus (sog. Burg). S. 102f.
    • Türnich: Schloß. S. 104–108.
  • Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Kreis Bergheim. Band 1: Angelsdorf – Glesch. Schwann, Düsseldorf 1970 (Die Denkmäler des Rheinlandes 15)
    • Bergerhausen. S. 73–79
      • inkl. Dorsfeld, Geilrath, Giffelsberg, Niederbolheim, Onnau, Seelrath
    • Blatzheim. S. 68–72
    • Buir. S. 79–84.
  • Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Kreis Bergheim. Band 2: Heppendorf – Kerpen. Schwann, Düsseldorf 1971 (Die Denkmäler des Rheinlandes 16)
    • Horrem inkl. Götzenkirchen. S. 27–44
    • Kerpen (Stadtkern). S. 88–106
      • inkl. Haus Hahn, Langenich, Lörsfeld.
  • Annaliese Ohm, Albert Verbeek: Kreis Bergheim. Band 3: Königshoven – Türnich. Schwann, Düsseldorf 1971, ISBN 3-508-00186-5 (Die Denkmäler des Rheinlandes 17)
    • Balkhausen. S. 99f.
    • (Alt-) Bottenbroich. S. 100
    • Brüggen. S. 100f.
    • Manheim. S. 17–20
    • (Alt- und Neu-) Mödrath S. 20–23
    • Sindorf. S. 89–94
    • Türnich. S. 95–99.
  • Helmut Weingarten: Die Eisenbahn zwischen Rhein und Erft. Ein Lesebuch für Eisenbahnfreunde. Rheinland-Verlag, Köln 1987, ISBN 3-7927-0973-2, S. 36–47 (Beiträge zur Geschichte des Erftkreises 5).
  • Gemeinde Türnich (Hrsg.): Türnich im Wandel der Zeit. Gemeinde Türnich, Türnich 1974
    • Balkhausen. S. 179–181
    • (Alt-) Bottenbroich. S. 185–189
    • Brüggen. S. 182–185
    • Türnich. S. 161–179.
  • Helmut Weingarten (Red.): Klöster und Stifte im Erftkreis. Herausgegeben vom Erftkreis. Rheinland-Verlag, Pulheim-Brauweiler 1988, ISBN 3-7927-1044-7 (Beiträge zur Geschichte des Erftkreises 6 = Erftkreisveröffentlichung 128)
    • Blatzheim: Hans Elmar Onnau: Das Cistercienserinnenkloster Blatzheim. S. 65–84
    • (Alt-) Bottenbroich: Hans Elmar Onnau: Kloster Bottenbroich. S. 85–102
    • Kerpen: Fritz Hemmersbach: Das Kollegiatsstift St. Matinus Kerpen. S. 209–225
    • Helmuth Weingarten: Die Ordensniederlassungen des 19. und 20. Jahrhunderts.
      • Brüggen. S. 293
      • Buir. S. 285
      • Horrem. S. 283, S. 295
      • Kerpen. S. 293
      • Sindorf. S. 290
      • Türnich. S. 292.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. http://www.nrw.de/landesregierung/kommunalminister-jaeger-genehmigt-die-ersten-zusatzbezeichnungen-bei-staedten-und-gemeinden-12669/ PM Innenministerium
  3.  Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. Kommunalwahlen 2009: Stadt Kerpen & Stadt Kerpen: Sitzverteilung
  5. Wappen der Stadt Kerpen. Abgerufen am 29. Dezember 2012.
  6. Hauptsatzung der Stadt Kerpen, § 2. Abgerufen am 29. Dezember 2012.
  7. Geburtshaus bei kolping-koeln.de
  8. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 30f
  9. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 32f
  10. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 34f
  11. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 36f
  12. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 38f
  13. Bernd Imgrund, Nina Osmers: 111 Orte im Kölner Umland, die man gesehen haben muss, Verlag Emons, Köln, 2010, ISBN 978-3-89705-777-7, Ort 53
  14. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 42
  15. Rhein-Erft-Kreis (Hrsg.):Museen und Privatsammlungen an Rhein und Erft, 2.Aufl. 2009, Seite 53
  16. Aus „Die Denkmäler des Rheinlandes“ von Anneliese Ohm und Albert Verbeek. Seite 88 ff.
  17. auf den Seiten der Stadt
  18. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren-detail-az/2422462?_link=&skip=&_g=Boelcke-Geschwader-erstmals-auf-zwei-Flugplaetzen.html
  19. <http://www.welt.de/politik/deutschland/article13681541/Diese-Bundeswehr-Standorte-werden-geschlossen.html „In Nordrhein-Westfalen sind es 9200 [Dienstposten] und die Standorte Kerpen und Königswinter.“ in: Welt online> abgerufen am: 26. Oktober 2011
  20. auf den Seiten der Stadt
  21. Kolping-Radwanderweg (PDF; 5,6 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kerpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien