Erftstadt
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Erft-Kreis | |
| Höhe: | 81 - 151 m ü. NN | |
| Fläche: | 119,89 km² | |
| Einwohner: |
50.502 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 421 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 50374 | |
| Vorwahl: | 02235 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BM | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 62 020 | |
| LOCODE: | DE ERT | |
| NUTS: | DEA27 | |
| Stadtgliederung: | 18 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Holzdamm 10 Liblar 50374 Erftstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | NN, Vertretung Volker Erner (CDU) | |
| Lage der Stadt Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis | ||
Erftstadt ist eine 1969 durch Zusammenschluss ihrer Ortsteile gebildete Stadt im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Da keiner der Orte den Rang eines Hauptortes beanspruchen kann, wurde der Name nach dem die Region prägenden Fluss Erft gewählt. Die Stadtverwaltung befindet sich im Stadtteil Liblar.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Lage [Bearbeiten]
Erftstadt liegt 20 Kilometer südwestlich von Köln und 25 Kilometer nordwestlich von Bonn in der Jülich-Zülpicher Börde
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
An Erftstadt grenzen die Städte und Gemeinden Kerpen, Hürth, Brühl (Rhein-Erft-Kreis), Weilerswist, Zülpich (Kreis Euskirchen), Vettweiß und Nörvenich (Kreis Düren).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Nach § 1 Absatz 2 der Hauptsatzung[2] wird die Stadt Erftstadt in folgende Stadtbezirke und Stadtteile eingeteilt:
| Stadtbezirk | Stadtteile gem. Anlage I der Hauptsatzung |
Einwohner am 31. Dez. 2011 [3] gesamt 51.568 |
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|---|---|---|---|
| Ahrem | Ahrem | 1089 | |
| Blessem/Frauenthal | Blessem und Frauenthal | 1817 | |
| Bliesheim | Bliesheim | 3423 | |
| Borr | Borr und Scheuren | 409 | |
| Dirmerzheim | Dirmerzheim | 2173 | |
| Erp | Erp | 2561 | |
| Friesheim | Friesheim | 2952 | |
| Gymnich | Gymnich und Mellerhöfe | 4352 | |
| Herrig | Herrig | 538 | |
| Kierdorf | Kierdorf | 3283 | |
| Köttingen | Köttingen | 3819 | |
| Lechenich/Konradsheim | Lechenich und Konradsheim | 11.712 | |
| Liblar | Liblar | 12.850 | |
| Niederberg | Niederberg | 590 |
Verwaltungsgeschichte [Bearbeiten]
Erftstadt wurde 1969 im Zuge der Kommunalreform aus den oben stehenden Stadtteilen gegründet.
Aufgrund des § 2 des Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Euskirchen vom 10. Juni 1969 wurden zum 1. Juli 1969 die Stadt Lechenich, die Gemeinden Dorweiler, Erp und Pingsheim (Amt Lechenich), die Gemeinden Bliesheim, Kierdorf und Liblar (Amt Liblar), die Gemeinden Dirmerzheim und Gymnich (Amt Gymnich), die Gemeinden Borr, Friesheim und Niederberg (Amt Friesheim) sowie die Gemeinde Wissersheim (Amt Nörvenich, Landkreis Düren) zu einer neuen Gemeinde zusammengeschlossen. Die Gemeinde erhielt den Namen Erftstadt und führt die Bezeichnung „Stadt“. Die Ämter Lechenich, Liblar, Gymnich und Friesheim wurden aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Stadt Erftstadt. Das Amt Nörvenich wurde aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Gemeinde Nörvenich.
Am 1. Januar 1975 musste Erftstadt die ehemaligen Gemeinden Dorweiler und Pingsheim sowie den Hauptteil von Wissersheim an die Gemeinde Nörvenich abtreten. Die Stadt wechselte in den Erftkreis (heute Rhein-Erft-Kreis).[4]
Vorgeschichte [Bearbeiten]
Da Erftstadt erst seit 1969 existiert, handelt der folgende historische Rückblick von der Geschichte der einzelnen Ortsteile.
Lechenich wurde erstmals um 200 nach Christus auf einem Matronenstein der Matronae Lanechiae (bzw. Matronae Lanehiae) erwähnt. Bei Erp wurden Gräber mit Grabbeigaben, Fragmente eines Kultsteines sowie Ziegel, Nägel und Eisenschlacken aus römischer Zeit gefunden. Friesheim existierte bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. unter dem Namen „Fribodesheim“ (Heim des Frigbodo, Frigbodo = Freier bzw. unabhängiger Gebieter). Um 833 vermacht Graf Emundus (Kaiserlicher Sendbote Kaiser Ludwig I.) den Ort Frisheim dem Hohen Dom zu Köln. Erstmals erwähnt wurde Bliesheim im Jahre 1059 oder 1063 in einer Schenkungsurkunde des Papstes. Gymnich wird 1121 als Gimnich erwähnt. Erp wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1140 schriftlich erwähnt. Die Pfarre Liblar taucht erstmals in Urkunden um 1155 auf, der Ort Liblar erst 1197. 1279 verlieh der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg Lechenich die Stadtrechte.
In Napoléonischer Zeit wurden 1800 die Orte Erp, Friesheim, Gymnich, Lechenich und Liblar Hauptorte einer Mairie des ab dem Jahr 1798 entstandenen Kantons Lechenich, der bis zum Jahr 1814 bestand. Nach dem Abzug der Franzosen wurde das Gebiet vorerst von den alliierten Mächten als Generalgouvernement durch den Generalgouverneur Johann August Sack verwaltet.[5] Mit der Auflösung des Generalgouvernements am 22. April 1816 nahmen am 10. Mai 1816 die neuen Kreisverwaltungen ihre Tätigkeit auf. Von 1816–1827 bildeten die ehemaligen Kantone Lechenich und Zülpich den Kreis Lechenich. 1827 veranlasste Landrat Bilefeldt, dass das Landratsamt des Kreises von Lechenich nach Euskirchen verlegt wurde.
Geprägt wurden Kierdorf, Köttingen, Liblar und Bliesheim in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten des 20. Jahrhunderts durch den Braunkohleabbau des südlichen Rheinischen Braunkohlereviers. Am 1. Juli 1958 wurde die Brikettfabrik Concordia, am 1. Juli 1959 die Grube Donatus geschlossen.
Die junge Stadt in den Medien [Bearbeiten]
1977 wurde im Liblarer Hochhaus "Zum Renngraben 8" Hanns Martin Schleyer von der Rote Armee Fraktion als Geisel gefangen gehalten. Bei der Fahndung anlässlich seiner Entführung wurden Hinweise auf dieses mögliche Versteck nicht verfolgt. Die Verfolgung dieser Spur hätte möglicher Weise seine Ermordung verhindern können.
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 30. August 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,73 % (- 2,32) zu folgendem Ergebnis:[6]
| Partei / Liste | CDU | SPD | Grüne | FDP |
|---|---|---|---|---|
| Stimmenanteil | 37,02 % | 35,01 % | 10,96 % | 17,01 % |
| Gewinn/Verlust | - 3,53 | - 5,08 | + 2,38 | + 6,23 |
| Sitze | 19 | 17 | 5 | 9 |
Bürgermeister [Bearbeiten]
Am 30. August 2009 wurde das SPD-Mitglied Franz-Georg Rips mit einer knappen Mehrheit gegenüber Volker Erner (CDU) Bürgermeister der Stadt Erftstadt. Er folgte damit Ernst-Dieter Bösche, ebenfalls SPD, als Bürgermeister der Stadt. Am 20. Dezember 2012 erklärte Rips aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt als Bürgermeister zum Jahresende, die Geschäfte werden von Volker Erner (CDU) bis zur Neuwahl geführt.[7][8]
| Bürgermeister | von | bis |
|---|---|---|
| Jürgen Mittelbach | 24. November 1969 | 1. Dezember 1969 |
| Werner Tiemann | 15. Dezember 1969 | 15. Mai 1974 |
| Kurt Bröhl | 24. Mai 1974 | 22. Mai 1975 |
| Erich Schramm | 23. Mai 1975 | 23. April 1976 |
| Adolf Kappes | 21. Mai 1976 | 16. Oktober 1979 |
| Heinz Cremer | 17. Oktober 1979 | 26. Oktober 1992 |
| Franz-Georg Rips | 27. Oktober 1992 | 1. November 1994 |
| Hermann Josef Hanisch | 2. November 1994 | 30. September 1999 |
| Ernst-Dieter Bösche | 1. Oktober 1999 | 20. Oktober 2009 |
| Franz-Georg Rips | 21. Oktober 2009 | 31. Dezember 2012 |
Zweitwohnsitzsteuer [Bearbeiten]
Erftstadt erhebt seit dem 1. Januar 1998 eine Zweitwohnsitzsteuer, die 10 % der Jahresrohmiete entspricht. Ziel der Stadt ist es hierbei, dass die Bewohner sich an den Kosten der städtischen Infrastruktur beteiligen und auch einen Anreiz erhalten, den Nebenwohnsitz in einen Hauptwohnsitz umzuwandeln. In Erftstadt gilt auch für alle Mobilheime, Wohnmobile, Wohn- und Campingwagen, die zu Wohnzwecken auf einem eigenen oder fremden Grundstück für einen nicht nur vorübergehenden Zeitraum abgestellt werden, die Zweitwohnsitzsteuer.
Wappen, Siegel und Flagge [Bearbeiten]
Erftstadt erhielt mit der Eingliederung in den Erftkreis und auf Grund der Genehmigung durch den Regierungspräsidenten am 15. März 1974 ein eigenes Wappen, das von dem Grafiker Josef Günterberg geschaffen wurde. Es handelte sich um den zweiten Wappenentwurf, da sein erster Entwurf vom Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf beanstandet worden war. Der erste Wappenentwurf enthielt bereits die im heutigen Wappen enthaltenen Elemente, wobei allerdings die heute durch ein weißes Band signalisierte Erft dort in blau gehalten war und die beiden gelben Rechtecke als rote Kreise existierten.[9]
Heute führt die Stadt ein Wappen, Siegel und eine Flagge (Banner und Hissflagge) mit folgender Beschreibung:[2]
- Wappen
- „In grün eine silberne (weiße) rechte Flankenleiste und zwei am linken Schildrand anliegende goldene (gelbe) Quadrate.“
Der grüne Schildgrund steht für Natur und Gesundheit, mit einem silbernen (weißen) Flussband als rechte Flankenleiste, die Erft symbolisierend, die der Stadt den Namen gegeben hat. Am linken Schildrand zwei anliegende goldene (gelbe) Quadrate, deren Anordnung ein „E“ hervorbringt, als deutlich hervortretendes „Gemerk“ für Erftstadt. Oder die beiden goldenen (gelben) Quadrate stehen für die zwei größten Stadtteile Lechenich und Liblar.[10]
- Siegel
- „Umschrift oben: Stadt, unten: Erftstadt
- Siegelbild: Das Stadtwappen im Schild mit folgender Tingierung: in schwarz eine weiße rechte Flankenleiste und zwei am linken Schildrand anliegende weiße Quadrate.“
- Flagge
- „Als Banner: Grün/gelb/grün im Verhältnis 1 : 4 : 1, längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt etwas oberhalb der Mitte.
- Als Hissflagge: Grün/gelb/grün im Verhältnis 1 : 4 : 1, längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt in der Mitte der vorderen Hälfte.“
Das Wappen ist bewusst modern gehalten und verzichtet dabei auf Rückgriffe zu älteren Wappen der Ortsteile.[9]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Wokingham, Großbritannien, seit 1977
Viry-Châtillon, Frankreich, seit 1980
Jelenia Góra, Polen, seit 1995
Panketal, Brandenburg, seit 1990 (Zusammenarbeit der Kommunen)
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Erftstadt bietet seinen Bürgern ein umfangreiches kulturelles Angebot. Auch die mit der Unterstützung eines in der Region ansässigen Unternehmens gegründeten Stiftungen für Kultur, Familie, Jugend und Beruf sowie die für Wissenschaft bieten den Bürgern viele Möglichkeiten. Private Initiativen wie das Engagement von Kultur- und Förderkreisen ergänzen die Vielfalt des kulturellen Lebens in der Stadt Erftstadt.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Mehrere Schlösser und Kirchen:
- Schloss Gracht in Liblar. Der offene Park in der unmittelbaren Umgebung wurde bereits vor 1700 angelegt und 1780 von Graf Johann Ignaz umgestaltet. Er ist heute Campus der esmt.
- Schloss Gymnich. Früher wohnten hier Gäste der Bundesregierung. Danach war es bis 2002 Wohnsitz der Kelly-Family und blieb im Besitz der Familie, bis 2012 im Wege der Zwangsversteigerung der Eigentümer wechselte.
- Weiße Burg im Süden von Friesheim, erbaut im 14. Jahrhundert.
- Wasserburg Redinghoven im Norden von Friesheim, erbaut im 15. Jahrhundert.
- Kirche St. Martin in Friesheim. Neugotische Kirche mit fast vollständigem Holzinventar (Altäre, Chorgestühl, Kanzel und Bänke): Entwurf Gebäude und Inventar August Lange. Besonders sehenswert ist ein Triumphkreuz vom Anfang des 14. Jahrhunderts, sowie ein Glasgemälde Maria und Johannes unter dem Kreuz (1948), das erste Werk dieser Art von Walter Benner.
- Burg Konradsheim
- Haus Buschfeld in Liblar
- Landesburg Lechenich
- Torbauten der Stadtbefestigung Lechenich
- Historisches Rathaus Lechenich, ein repräsentativer neugotischer Bau
- Kirche St. Kilian (Lechenich)
- Kirche St. Alban (Liblar)
- Marienkapelle (Frauenthal) mit neugotischer Ausstattung
- Das Husarenquartier in Lechenich
- die jüdischen Friedhöfe:
→ Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Erftstadt
Natur [Bearbeiten]
Erftstadt liegt direkt am 880 km² großen Naturpark Rheinland (bis 2005 „Kottenforst-Ville“), dessen viele große und kleine Seen in der Ville ihre Entstehung dem Braunkohleabbau im Rheinischen Braunkohlerevier verdanken. 1920 wurde mit der Aufforstung von Buchen, Kiefern, Roteichen und Lärchen die Rekultivierung begonnen. Von den etwa 40 Seen gehören der Köttinger See, der Concordiasee und der Liblarer See, mit etwa 54 Hektar einer der größten Seen, zu Erftstadt. In der Erholungslandschaft ist der Liblarer See als Badesee freigegeben.
Zu einer besonderen überregionalen Sehenswürdigkeit entwickelt sich der Frauenthaler Gesundheitsgarten für das Marienhospital, das Alten- und Pflegezentrum und das Hospiz Erftaue. Alle drei Einrichtungen und die Öffentlichkeit können diesen Garten nutzen. Attraktionen sind ein künstlicher Brunnen mit Bachlauf, Findlingssteinsetzungen, Skulpturen und ein Buchsbaum-Labyrinth. Dies soll zur Erholung, Meditation aber auch zur Unterhaltung anregen. Getragen wird der Garten von einem Förderverein, die Einrichtungen und Anpflanzungen wurden von Erftstädter Firmen und Privatpersonen gesponsert.[11]
In Konradsheim steht eine über 650 Jahre alte Eiche.
Touristische Routen [Bearbeiten]
Durch Erftstadt und seine Stadtteile führen eine Reihe von touristisch erschlossenen und gekennzeichneten Routen, die auch untereinander verbunden und zu Kurz- und Rundtouren innerhalb Erftstadts genutzt werden können:
- Die Wasserburgen-Route der Rheinischen Bucht berührt sechs Wasserburgen im Stadtgebiet: Schloss Gracht, Haus Buschfeld, Burg Blessem, die Landesburg Lechenich, Burg Konradsheim und das Schloss Gymnich.
- Der Erft-Radweg kann dabei von Gymnich nach Blessem an der Erft entlang zur Rückfahrt benutzt werden.
- Die Mühlenroute 2 des Erft-Mühlenkreises verbindet die Bliesheimer Mühle, Buschfelder Mühle, Dirmerzheimer Mühle, die Heddinghover Mühle, die Heinensmühle und die Oebelsmühle sowie die Ahremer Mühle, davon vier am Lechenicher Mühlengraben.
- Die alte Römerstraße, die Agrippa-Straße Köln-Trier, kann im Stadtgebiet ab Liblar über das Gestüt Römerhof an Lechenich und Erp vorbei in Richtung Zülpich erwandert werden.
- Die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas ist mit dem Park von Schloss Gracht in Erftstadt vertreten.
- Auch die Kaiser-Route berührt Erftstadt.
Brauchtum [Bearbeiten]
Die geschichtliche Vergangenheit der einzelnen teilweise sehr alten Stadtteile der Stadt Erftstadt zeigt sich auch in der Pflege alter Traditionen. Zu diesen gehören eine Anzahl auch überregional bekannterer Feste und Feiern, deren Ursprung weit in die Frühzeit der Region zurück reicht. Ein weiterer Aspekt, Vergangenes zu erhalten, sind die Bemühungen der Stadtverwaltung durch denkmalpflegerische Maßnahmen die Erhaltung reicher historischer Bausubstanz sicherzustellen.
Viele der überkommenen Bräuche verloren durch den Wandel der Zeit an Bedeutung, andere blieben aber in einigen, jährlich wiederkehrenden Festen und Feiern erhalten oder erleben eine Renaissance. So finden die aus den Patronatsfesten hervorgegangenen Feiern einer Kirmes oder die traditionellen, mit Umzügen verbundenen Schützenfeste in vielen Stadtteilen statt. Das Errichten der Maibäume auf den zentralen Plätzen der Stadtteile ist ebenso Brauch wie die Umzüge zum Fest des heiligen Martin.
Wie in früherer Zeit ist der Wallfahrtsort Trier seit 1986 wieder regelmäßiger Zielort einer sich in Lechenich aus dem Umkreis sammelnden und dann gemeinsam aufbrechenden Pilgerschar. Noch beliebter ist aber das Pilgerziel Kevelaer, zu dem seit 1785 [12] noch heute die Pilger von der Stadt Erftstadt aus aufbrechen. Startpunkte der teilweise zu Fuß bewältigten Strecke, sind sowohl Lechenich als auch der Stadtteil Kierdorf. Dort wird diese Tradition der ehemaligen Kirchengemeinde Kierdorf/Brüggen, die 1740 erstmals erwähnt wurde, wieder als Kevelaerwallfahrt durchgeführt.[13] Das sehenswerteste Ereignis in der Stadt Erftstadt ist die jährliche zum Fest Christi Himmelfahrt veranstaltete Reiterprozession des Gymnicher Rittes, dessen mittelalterlicher Ursprung jedoch nicht geklärt ist.
Auch das heutige Vereinsleben der Erftstädter hat Tradition. In vielen Stadtteilen gibt es einen Sport- Gesangs- oder Schützenverein, aber auch eine große Anzahl diverser Karnevalsgesellschaften sind vorhanden, von denen die namhaftesten in der entsprechenden fünften Jahreszeit eigene Festumzüge veranstalten.
Sport [Bearbeiten]
Mit dem WSF Liblar verfügt Erftstadt über eine Bundesligamannschaft im Kanupolo, die sieben Mal, zuletzt 2011, deutscher Meister wurde und deren Teammitglieder häufig in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurden. Die vier im Jahre 2006 für die deutsche Meisterschaft in Essen aufgestellten Mannschaften erreichten alle das Finale und wurden bis auf eine Ausnahme alle deutscher Meister.
Für seine hervorragende Jugendarbeit wurde der Schachverein Erftstadt 2012[14] zum fünften Mal seit 2000 mit dem Qualitätssiegel „Deutscher Top-Schachverein“ ausgezeichnet und ist damit bundesweit der bislang einzige Schachverein mit einer fünfmaligen Auszeichnung. Die größten Erfolge des Vereins liegen in mehreren Qualifikationen zu Deutschen Vereinsmeisterschaften in verschiedenen Altersklassen sowie im Jahr 2008 im Aufstieg der Frauenmannschaft in die 2. Bundesliga. Ebenfalls bereits zweitligaerfahren ist die Fernschachmannschaft des Vereins, die am Spitzenbrett mit Maximilian Voß sogar über einen Fernschachgroßmeister verfügt.
Ausgezeichnete Jugendarbeit leisten auch diverse Tennisvereine, zum Beispiel der Tennis Sport Erftstadt e. V.
Seit 1970 besteht die Sportgemeinschaft Erftstadt eV (SGE) mit mittlerweile 15 Sportabteilungen.
Ein wichtiges sportliches Ereignis ist auch der alljährlich in Bliesheim ausgetragene „Wanderpokal der Ortsvereine“.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
- Die Wirtschaftshochschule ESMT unterhält in Liblar (Schloss Gracht) ihren Cologne Campus.
- Die May Werke in Köttingen sind ein bedeutendes Unternehmen der Lebensmittelbranche.
Aktionsgemeinschaft Handel und Gewerbe [Bearbeiten]
Die AHAG (Aktionsgemeinschaft Handel und Gewerbe (AHAG) Lechenich e. V.) wurde im Herbst 1979 nach einer Ausstellung zur 700-Jahr-Feier der Stadt Lechenich von 13 Teilnehmern als Werbe- und Interessengemeinschaft gegründet. Ihre Ziele sind Werbeaktionen, die Steigerung der Attraktivität der Stadt, bessere Kommunikation unter den Mitgliedern, die Vertretung ihrer Interessen in der Politik sowie das Bemühen, den Wirtschaftsstandort Lechenich zu stärken und auszubauen.
Medizinische Versorgung [Bearbeiten]
Das zentral gelegene Marien-Hospital in Erftstadt-Frauenthal ist ein Krankenhaus der Grundversorgung, Notaufnahmekrankenhaus und stellt auch den Notarzt für den Rettungsdienst der Stadt. Die Konzeption des Hauses, getragen von der Stiftung Münch mit mehreren modernen Fachabteilungen ist eine wichtige Einrichtung für die medizinische Grundversorgung Erftstadts. Ebenfalls von der Stiftung getragen wird das Altenpflegezentrum Münch-Stift und - mit den Hospizvereinen des Kreises - das Hospiz Haus Erftaue. Alle drei Einrichtungen bilden ein Ensemble, das mit seinem allen Institutionen dienenden Gesundheitsgarten einen Anziehungspunkt für die Stadt bildet.
Verkehr [Bearbeiten]
- Schienen- und Busverkehr
Der Bahnhof Erftstadt liegt im Stadtteil Liblar an der Eifelstrecke (Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier), auf der im Schienenpersonennahverkehr
- der Eifel-Mosel-Express (RE 12) Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier
- der Eifel-Express (RE 22) Köln–Euskirchen–Gerolstein mit Durchbindung nach Trier (RB 83) und
- die Eifel-Bahn (RB 24) Köln–Euskirchen–Kall, in der HVZ bis Gerolstein
verkehren.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr
- von der DB Regio Südwest, die für den Eifel-Mosel-Express Diesel-Triebwagen der Baureihe 628.4 in Dreifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt und
- von der DB Regio NRW, die für den Eifel-Express und die Eifel-Bahn Diesel-Triebwagen der Baureihe 644 in Ein- bis Dreifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.
Der Straßenpersonennahverkehr innerhalb Erftstadts wird durch Buslinien bedient, die durch ein Anrufsammeltaxisystem ergänzt werden. Die Buslinien der Gesellschaften Regionalverkehr Köln (RVK) und Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) verbinden Erftstadt mit allen umliegenden Orten.[15] Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
- Straßen
Erftstadt hat vier günstige Autobahn-Anschlussstellen an die A 1 und die A 61. Die beiden Autobahnen vereinigen sich südlich im Autobahnkreuz Bliesheim und gabeln sich nordöstlich von Blessem wieder im Autobahndreieck Erfttal. Köln ist mit dem Auto direkt über die B 265 an Brühl vorbei und durch Hürth zu erreichen.[16]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
- Schulen
- Sieben städtische Grundschulen: Donatus-Schule Liblar, Erich-Kästner-Schule Bliesheim, Nordschule Lechenich, Südschule Lechenich, Grundschule Gymnich, St. Barbara-Concordia-Schule Kierdorf und Janusz-Korczak-Schule Erp
- Eine städtische Förderschule, die Don-Bosco-Schule Friesheim für Lernbehinderte
- Eine städtische Hauptschule: Theodor-Heuss-Schule in Lechenich
- Zwei städtische Realschulen: Gottfried-Kinkel-Schule in Liblar, Realschule Lechenich in Lechenich
- Zwei städtische Gymnasien: Ville-Gymnasium in Liblar, Gymnasium Lechenich in Lechenich
- Freie Waldorfschule Erftstadt in Liblar
- Feuerwehrwesen
Die Feuerwehr der Stadt Erftstadt besteht aus der hauptamtlichen Wache (Feuerwehr und Rettungsdienst) in Liblar und 14 ehrenamtlichen Löschgruppen in den Ortsteilen. Je nach Größe bilden zwei oder drei Löschgruppen einen Löschzug, je zwei Löschzüge bilden einen Verband. Durch diese Gliederung kann je nach Einsatzstichwort zusätzlich zu den hauptamtlichen Kräften eine entsprechende Zahl Ehrenamtlicher alarmiert werden.
Viele Löschgruppen besitzen eine Jugendfeuerwehr, in der Jugendliche zwischen zehn und achtzehn Jahren an die feuerwehrtechnischen Grundlagen herangeführt werden.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Johann Adolf Wolff Metternich zur Gracht (1592–1669), hoher Amtsträger an mehreren deutschen Fürstenhöfen, Freiherr, Herr zu Liblar, Odenthal und Flehingen, Ausbau des Stammsitzes Gracht zum Barockschloss
- Hermann Werner Wolff Metternich zur Gracht (1625-1704), Fürstbischof von Paderborn. Maßgebliche Beteiligung an der Finanzierung und Ausstattung der Pfarrkirche St. Alban in Liblar.
- Franz Arnold Wolff-Metternich zur Gracht (1658–1718) geboren in Liblar, später Fürstbischof von Paderborn und Münster
- Carl Otto Ludwig Theodat von und zu Gymnich (1715–1785), Hofratspräsident und Erster Staatsminister am Kurfürstlichen Hof zu Bonn. Er ließ den 1722 errichteten Nordflügel des Schlosses im Rokokostil ausbauen.
- Adolf Münch (1804–1877) und Ehefrau Helene Münch geborene Offermann (1802–1877), Stifter des Marienhospitals in Frauenthal (1867), heute Nahversorgungskrankenhaus für die Stadt, Altenpflegezentrum Münch-Stift und Hospiz Haus Erftaue.
- Carl Schurz (1829–1906), Politiker und erster deutschstämmiger Minister (Minister des Innern 1877–1881) in den USA
- Carl Brendgen (1841–1916) Besitzer von drei Brikettfabriken (im Bereich Erftstadt) und ein Pionier der industriellen Nutzung der Braunkohle im Rheinland
- Jean Bungartz (1854–1934), Tiermaler, Fachbuchautor, Fotograf, Züchter, lebte von 1886–1913 in Lechenich
- Peter Hecker (1884–1971), Maler, aufgewachsen in Gymnich
- Josef Kentenich (1885–1968), Gründer der Schönstatt-Bewegung
- Otto Graff (1915–1997), Maler, lebte und arbeitete von 1945 bis zu seinem Tode in Liblar
- Bernd Alois Zimmermann (1918–1970), Komponist, geboren in Bliesheim
- Hennes Weisweiler (1919–1983), Fußballtrainer, geboren in Lechenich
- Jakob Riffeler (1920-2003), Metallbildhauer
- Karl Stommel (1922–1989), Lehrer und Historiker
- Manfred Donike (1933–1995), Radrennfahrer, Chemiker und bekannter Dopingfahnder
- Manfred Donike (1960–2003), Radrennfahrer und -funktionär
- Heinz Küpper (* 1935), Erster Beigeordneter und Kulturdezernent der Stadt Erftstadt von 1982-1999.
- Cornelius Bormann (* 1939), WDR-Rundfunk- und Fernsehjournalist und Buchautor, lebt in Lechenich
- Michael Breuer (* 1965), Staatsminister a. D., Präsident des Rheinischen Sparkassenverbandes, Aufsichtsratsvorsitzender WestLB
Personen oder Vereine, die sich ehrenamtlich im sozialen oder kulturellen Bereich der Stadt Erftstadt besonders engagieren, können mit der Carl-Schurz-Medaille ausgezeichnet werden.
Literatur [Bearbeiten]
- alle/mehrere Ortsteile:
- Frank Bartsch, Dieter Hoffsümmer, Hanna Stommel: Denkmäler in Erftstadt, AHAG, Lechenich 1998 ff. (Loseblatt-Sammlung)
- Heidi und Cornelius Bormann: Heimat an der Erft. Die Landjuden in den Synagogengemeinden Gymnich, Friesheim und Lechenich, Kulturamt Erftstadt 1994, ISBN 3-9802650-3-X
- Bernhard P. Schreiber: Archäologische Funde und Denkmäler des erftstädtischen Raumes, Kulturamt Erftstadt 1999, ISBN 3-9805019-4-9
- Karl Stommel: Die französischen Einwohnerlisten aus Erftstadt 1798–1801, Kulturamt Erftstadt 1992
- Karl und Hanna Stommel: Quellen zur Geschichte der Stadt Erftstadt, Stadtverwaltung Erftstadt
- Jahrbuch der Stadt Erftstadt, Kulturamt Erftstadt, 1991 ff.
- Martin H. W. Möllers: "Neue Mittelstädte im suburbanen Raum. Kommunale Neugliederung, wirtschaftlicher Wandel und politisch-administrative Stadtentwicklungssteuerung – untersucht am Beispiel von Erftstadt und Sankt Augustin, Dortmund 1996
- 1.- 651–1400, 1991, ISBN 3-9802650-0-5
- 2.- 1400–1500, 1994, ISBN 3-9802650-1-3
- 3.- 1500–1580, 1995, ISBN 3-9802650-5-6
- 4.- Um 1500–1670, 1996, ISBN 3-9802650-9-9
- 5.- 1670–1789, 1998, ISBN 3-9805019-2-2
- Friesheim:
- Olaf Kalscheuer: Elemente einer kirchlichen Ortsgeschichte von Friesheim bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, 1998
- Gymnich
- Matthias Weber: Erftstadt-Gymnich. Heimatbuch, Bachem, Köln, 1984, ISBN 3-7616-0757-1
- Kierdorf:
- Bert Rombach: Kierdorf die Wiege des Rheinischen Braunkohlebergbaus, Kierdorf 2008, ISBN 978-3-8334-9711-7
- Lechenich:
- Frank Bartsch, Hanna Stommel: Lechenich von der Römerzeit bis heute, Bürgergesellschaft Lechenich, 2004, ISBN 3-924576-07-6
- Karl Stommel: Geschichte der kurkölnischen Stadt Lechenich., Euskirchen, 1960, (= Veröffentlichungen des Vereins der Geschichts- und Heimatfreunde des Kreises Euskirchen e. V.; A-5)
- Liblar:
- Sabine Boebé: Carl Schurz ganz kurz. Lebenserinnerungen von Carl Schurz von 1829–1869 Pier, Erftstadt 1984, ISBN 3-924576-01-7
- Manfred Faust (Hrsg.): Liblar in alten Ansichten, Europäische Bibliothek, Zaltbommel (NL), 2000, ISBN 90-288-6630-2
- Karl Stommel: Johann Adolf Freiherr Wolff genannt Metternich zur Gracht, Rheinland-Verlag Köln, 1986, ISBN 3-7927-0919-8
- Walter Keßler: Carl Schurz, Köln 2006, ISBN 3-7743-0383-5
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Stadt Erftstadt
- umfangreiche Stoffsammlung „Historisches Geschehen in Erftstadt“
- Facebookgruppe mit vielen aktuellen und geschichtlichen Dokumenten über den Stadtteil ,,Liblar"
- Ralf Othengrafen: „Geheimnisvolle Pläne“ zu Neugliederungen im Gebiet der heutigen Stadt Erftstadt zwischen 1927 und 1939 (abgerufen am 22. März 2013)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 4. Juli 2012. (Hilfe dazu)
- ↑ a b Hauptsatzung der Stadt Erftstadt vom 30. April 2008
- ↑ http://www.erftstadt.de/cms-neu/stadtinfo/die-stadt-in-zahlen.html (abgerufen am 19. Januar 2012)
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Das Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf und seine Bestände. Band 3 Teil 1. 1987. Seite 472-473
- ↑ Kommunalwahlen 2009: Erftstadt
- ↑ Bürgermeister Dr. Franz-Georg Rips tritt zurück. erftstadt.de, 20. Dezember 2012.
- ↑ Erftstädter Bürgermeister tritt zurück. Kölner Stadtanzeiger, 20. Dezember 2012.
- ↑ a b Ralf Othengrafen: In den besten Jahren – 40 Jahre Erftstadt. Erftstadt Jahrbuch 2010, Stadt Erftstadt 2009; S. 5–18.
- ↑ Stadt Erftstadt | Wappenbegründung
- ↑ Kölner Stadtanzeiger, Rhein-Erft, 14. März 2008
- ↑ Karl Stommel: Die Fußwallfahrt nach Kevelaer, zusammengestellt nach dem Lechenicher Bruderschaftsbuch von 1818 in: St. Kilian informiert Nr. 3. Erftstadt Lechenich 1982
- ↑ 250 Jahre Kevelaer – Bruderschaft Kierdorf – Brüggen. Hrg. Kevelaer Bruderschaft Kierdorf Brüggen. Festschrift 1990
- ↑ Homepage des Schachvereins Erftstadt (abgerufen am 29. Dezember 2012)
- ↑ Busnetz Rhein-Erft-Kreis 2012 (PDF; 784 kB), abgerufen am 4. September 2012
- ↑ Erftstadt mit A 1, A 61 und B 265 auf OpenStreetMap abgerufen am 15. Mai 2010
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