Kering (Unternehmen)

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Kering
PPR SA.svg
Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000121485
Gründung 1963
Sitz Paris, Frankreich
Leitung François-Henri Pinault
Mitarbeiter 60.066 (2010) [1]
Umsatz 14,60 Mrd. Euro (2010) [2]
Branche Luxus- und Konsumgüter
Website www.ppr.com

Kering (ehemals PPR) ist eine auf Handel und Luxusgüter spezialisierte französische Holdinggesellschaft mit Sitz in Paris, die der französische Unternehmer François Pinault 1963 gründete und bis 2005 führte. Seit dem 21. März 2005 wird PPR von dessen Sohn, François-Henri Pinault, geleitet. Zum Konzern gehören heute unter anderem zahlreiche international bekannte Mode-, Sport- und Accessoiresmarken sowie renommierte Schmuckhersteller und Uhrenmanufakturen des gehobenen Segments.

Das Unternehmen änderte über die Jahre mehrmals den Firmennamen. Aus den Établissements Pinault wurde 1988 nach einem Börsengang die Pinault SA, durch den Erwerb der Warenhauskette Printemps 1992 wurde der Name in Pinault-Printemps geändert und nach dem Aufkauf der Modekette La Redoute ab 1994 hieß das Unternehmen Pinault-Printemps-Redoute, was ab 2005 schließlich zu PPR verkürzt wurde. Am 22. März 2013 gab PPR bekannt, bei der jährlichen Vollversammlung der Teilhaber am 18. Juni 2013 eine Umbenennung in Kering bestätigen zu lassen, unter anderem weil das Unternehmen Printemps als Teil des Firmennamens seit 2006 nicht mehr zum Konzern gehört.[3][4]

Inhaltsverzeichnis

Tochtergesellschaften [Bearbeiten]

Zu PPR gehören mit Stand Juli 2012 folgende Marken bzw. Tochterunternehmen:

Im Sommer 2006 verkaufte PPR die Kaufhauskette Magasins du Printemps an ein Konsortium aus RREEF (Immobilientochter der Deutschen Bank) und der italienischen Borletti-Gruppe. Mit dem Verkauf wollte sich PPR mehr auf das gewinnbringendere Luxuswarengeschäft konzentrieren, so ein Unternehmenssprecher.[5]

Laut einer Medienmitteilung vom 10. April 2007 habe PPR versucht, das deutsche Sportbekleidungsunternehmen Puma zu kaufen. Etwa 27,14 Prozent aller Aktien waren bis dato von der Tchibo-Erbengemeinschaft aufgekauft worden. Für eine Aktie wurden seinerzeit 330 Euro verlangt, insgesamt wurde eine Summe von 1,4 Milliarden Euro bezahlt. Man spekulierte danach, dass PPR wahrscheinlich eine Summe von insgesamt 5,3 Milliarden Euro bezahlen müsse, um Puma zu übernehmen.[6] Am 15. Juni 2007 erklärte Puma die Zustimmung der Kartellbehörden zu der freundlichen Übernahme und den damit verbundenen Wechsel im Aufsichtsrat[7] und am 17. Juli 2007 vermeldete die Nachrichtenseite Spiegel Online, dass sich inzwischen rund 62,1 Prozent der Puma-Aktien im Besitz von PPR befinden und dass PPR damit faktisch die Firma Puma übernommen habe.[8]

Am 4. Juli 2011 gab PPR die Übernahme eines Mehrheitsanteils von 50,1 % an der Sowind Group bekannt, einem schweizerischen Uhrenhersteller, zu dem die Uhrenmanufaktur Girard-Perregaux und Daniel Jean Richard gehören.[9]

Im Februar 2011 hat die Steinhoff International Holdings Ltd. sich mit PPR auf eine Übernahme der Möbelkette Conforama geeinigt. Der Kaufpreis beträgt 1,2 Mrd. Euro. Nach Abschluss der Übernahme wird Conforama zu 99,98 % im Besitz der Steinhoff International Holdings sein. Die übrigen 0,02 % der Anteile werden von Drittinvestoren gehalten.

Im November 2011 wurde bekannt gegeben, dass die italienische Luxusmodemarke Brioni (Modeunternehmen) an PPR verkauft wurde.[10]

Eigentumsverhältnisse [Bearbeiten]

1992 gründete François Pinault die Holdinggesellschaft Artémis, zu welcher zum Stand 2013 neben 40,7 % der Anteile (55,52 % der Stimmrechte) an PPR auch zu 100 % das Auktionshaus Christie’s (seit 1998), zu 94,19 % das Weingut Château Latour (seit 1993), zu 100% die Zeitschrift Le Point (seit 1997) und weitere Publikationen, der US-amerikanische Versicherer Northern Capital Life & Health und der britische Versicherer Tawa PLC (seit 2002), zu 100 % der Fußballverein Stade Rennes, zu 100 % das Pariser Theater Théâtre Marigny (seit 2000) sowie zu 80% der Palazzo Grassi in Venedig (seit 2006)[11] und andere Investitionen gehören.[12] Von 1992 bis 2002 gehörte auch eine Beteiligung an Samsonite zu Artémis. Artémis wurde von 2003 bis 2005 von François-Henri Pinault in der Nachfolge seines Vaters geleitet; seither fungiert Patricia Barbizet als CEO. Der Konzernumsatz der Artémis-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf ca. 15,584 Milliarden Euro.[13]

Sponsoring [Bearbeiten]

Für den Dokumentarfilm Home von Yann Arthus-Bertrand tritt das Unternehmen als Hauptsponsor auf.[14]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.ppr.com/sites/default/files/fckfile/PPR2010DRFENBD(1).pdf S.58
  2. http://www.ppr.com/sites/default/files/fckfile/PPR2010DRFENBD(1).pdf S.6
  3. Aus PPR wird Kering - Puma-Mutter gibt sich neuen Namen, manager-magazin.de, 22. März 2013
  4. PPR becomes Kering. In: kering.com. 22. März 2013, abgerufen am 6. April 2013 (englisch).
  5. FAZ vom 22. Juni 2006
  6. Medienmittelung von PPR (PDF; 165 kB) vom 10. April 2007
  7. PUMA Erklärung
  8. Artikel bei Spiegel-Online
  9. http://www.reuters.com/article/2011/07/04/ppr-sowind-idUKWEB833620110704?type=companyNews abgerufen am 30. Dezember 2011
  10. Puma-Konzern kauft italienische Modemarke Brioni
  11. Bunter Hund am Canal Grande, spiegel.de, 24. April 2006
  12. Groupe Artemis > Organisation, groupeartemis.com, abgerufen: 27. April 2013
  13. Groupe Artemis > Key Figures, groupeartemis.com, abgerufen: 27. April 2013
  14. François-Henri Pinault am 5. Juni 2009 an der Pressekonferenz (4 Min. Video) anlässlich der Vorstellung des Dokumentarfilms Home von Yann Arthus-Bertrand.