Tawern

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Tawern
Tawern
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Tawern hervorgehoben
49.6722222222226.5169444444444210Koordinaten: 49° 40′ N, 6° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Konz
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 10,12 km²
Einwohner: 2606 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 258 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54456
Vorwahl: 06501
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 132
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 11
54329 Konz
Webpräsenz: www.tawern.de
Ortsbürgermeister: Thomas Müller (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Tawern im Landkreis Trier-Saarburg
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Tawern ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Konz an. Tawern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rand des Naturparks Saar-Hunsrück. Am Abhang vom Albachtal liegt in westlicher Richtung der Ortsteil Fellerich. Zum Ortsteil Tawern gehören auch die Wohnplätze Mertenmühle, Oberste Mausmühle und Unterste Mausmühle, zum Ortsteil Fellerich die Fellericher Mühle.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname Tawern kommt vom lateinischen Wort taberna (Geschäft, Laden). Die erste Siedlung wurde vor rund 2000 Jahren von den Römern gegründet, fast zeitgleich mit der römischen Besiedlung in Trier.

Der Ortsname verweist auf die Entstehung des Ortes in römischer Zeit und seine ursprüngliche Aufgabe. Wohl gleichzeitig mit dem römischen Tempelbezirk auf dem Metzenberg, dürfte im 1. Jahrhundert n.Chr. am Fuße des Berges, über den eine bedeutende Handelsstraße nach Metz führte, eine "taberna", eine Raststätte mit Vor- und Umspannstation für Zugtiere, entstanden sein. Die lateinische Betonung des Ortsnamens auf der zweiten Silbe lässt eine kontinuierliche Besiedlung seit der Römerzeit vermuten. Heute hat sich Tawern zur beliebten Wohnsiedlung entwickelt und ist eine anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde im Erholungsgebiet Obermosel-Saar und im Naturpark Saar-Hunsrück.

Es gibt eine teilweise rekonstruierte Tempelanlage im Wald auf dem Metzenberg über Tawern.

Am 18. Juli 1946 wurde Tawern gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Tawern an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.

Im Oktober 2004 erhielt Tawern ein "neues" Amphitheater, das von motivierten Jugendlichen der Jugendgruppe Tawern im Rahmen einer SWR3-Aktion 72 Stunden erbaut wurde. Es befindet sich im Ortsteil Im Brühl. Mitte 2005 wurde in Tawern ein neues Baugebiet "In der Acht" erschlossen, wo sich knapp 100 neue Wohngrundstücke befinden. Das nächste Baugebiet ist bereits in Planung.

Am 17. März 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Fellerich eingemeindet.[4]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Tawern besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 16 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 9 11 20 Sitze
2009 8 12 20 Sitze
2004 6 10 16 Sitze

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tawern – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 76 (PDF; 2,3 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 197 (PDF; 2,6 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen