Serrig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Serrig
Serrig
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Serrig hervorgehoben
49.5747222222226.5733333333333160Koordinaten: 49° 34′ N, 6° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg
Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 17,63 km²
Einwohner: 1631 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54455
Vorwahl: 06581
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 126
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßberg 6
54439 Saarburg
Webpräsenz: www.serrig.de
Ortsbürgermeister: Egbert Adam (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Serrig im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Serrig ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg an. Serrig ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Winzerdorf liegt bei Saarburg an der Saar. Gemeindeteile sind Domäne, Haus Heiligenborn, Hofgut Serrig, Jagdhaus Neunhäuser (PLZ 54314), Schloss Saarfels, Serriger Tal, Weingut Saarstein und Weingut Würzberg.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Ortschaft war wohl schon in keltischer Zeit besiedelt, worauf der älteste überlieferte Ortsname "Serviacum" aus dem Jahr 949 hindeutet. Diese Bebauung ist in Zusammenhang mit der auf der gegenüberliegenden Saarseite liegenden befestigten Bergsiedlung (heute: Kastel-Staadt) zu sehen. Auch römische Spuren wurden in Serrig gefunden. Am Ortsende saaraufwärts befindet sich das sogenannte Widderthäuschen, ein römisches Grabmal aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr.[4] Zu dieser Zeit gab es dort einige römische Landgüter.

Am 18. Juli 1946 wurde Serrig gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Serrig an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Serrig besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FBL Gesamt
2014 4 6 6 16 Sitze
2009 3 6 7 16 Sitze
2004 3 5 8 16 Sitze
  • FBL = Freie Bürgerliste Serrig e.V.

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Nach dem Rücktritt des Ortsbürgermeisters Franz-Josef Neises nach 18 Jahren Amtszeit, wählte Serrig am 1. April 2012 einen neuen Ortsbürgermeister. Zur Wahl standen Egbert Adam (CDU) und Ulf Milanese (SPD). Mit 51,14 % der Stimmen wurde Egbert Adam gewählt und am 20. April zum Ortsbürgermeister ernannt. Egbert Adam wurde am 25. Mai 2014 wiedergewählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Serrig befinden sich die südlichsten Weinberge an der Saar, daher wird es als das „Tor zum Saarwein“ bezeichnet. Auf über 90 Prozent der Rebanbaufläche wird die Sorte Riesling angebaut.

Geprägt wird das Ortsbild durch die katholische Pfarrkirche St. Martin (1895), das hoch über dem Ort gelegene Schloss Saarfels (ehemalige Sektkellerei), Schloss Saarstein und die ehemalige staatliche Weinbaudomäne, die sich über der Gemeinde inmitten von Weinbergen befindet. Die Anbauflächen wurde bis in die 1980er Jahre mit einer Feldbahn (Feuriger Elias) bewirtschaftet. Sie ist heute am Ortseingang, von Saarburg kommend, ausgestellt.

In Serrig befindet sich das Hofgut, eine Außenstelle der Lebenshilfe-Werke Trier GmbH. Es umfasst Wohn- und Arbeitsstätten für mehr als 165 Menschen mit und ohne Behinderung. Das Hofgut Serrig produziert nach ökologischen Gesichtspunkten Fleisch (Schweine, Rinder, Gänse, Hühner), Obst und Beeren, Gemüse (Kartoffeln, Spargel, Salat, ...) und verfügt über eine Schreinerei, Korbflechterei, Töpferei, Berufsbildungsbereich, und mehrere Montagen. In einem Hofgutladen können die Produkte erworben werden. Ebenso gibt es die Weinbergsfeldbahn, die mit Unterstützung der Feldbahnfreunde Serrig e.V. betrieben wird. Das Hofgut bietet außerdem Stellen für das "Freiwillige Soziale Jahr" (FSJ), "Freiwillige ökologische Jahr" (FöJ) und auch für den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) an.

Serrig besitzt in der Verbandsgemeinde Saarburg eine der größten Waldflächen. Neben der forstwirtschaftlichen Verwendung dient der Serriger Wald auch der Erholung und für sportliche Aktivitäten (Walking, Mountainbiking).

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Serrig

Vereine[Bearbeiten]

Musikverein, Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, Männergesangverein, Kirchen- und Kinderchor, Turn- und Sportverein (mit 6 Unterabteilungen), Radfahrverein, Skisportverein, Angelsportverein, Tennisverein, Jugendclub, Deutsches Rotes Kreuz, Jugendrotkreuz, Karnevalsverein.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Serrig gehört zum „Weinbaubereich Saar“ im Anbaugebiet Mosel. Im Ort sind elf Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 66 ha. Etwa 97 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007).[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Serrig liegt an der Bundesstraße 51 MettlachTrier, die in den 1970er Jahren im Zuge der Saarkanalisierung verbreitert und ausgebaut wurde. Zudem ist Serrig Regionalbahn-Station an der Eisenbahnlinie Saarbrücken – Trier.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 12.1 Krs. Trier-Saarburg (Wernersche Verlags-Gesellschaft, Worms)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Serrig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Infothek
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile (PDF; 2,3 MB)
  4. Sabine Faust: Serrig, „Widderthäuschen“: Römischer Grabbau. In: Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Führer zu archäologischen Denkmälern des Trierer Landes. Trier 2008, ISBN 978-3-923319-73-2 (Schriftenreihe des Rheinischen Landesmuseums Trier 35), S 170f.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen