Freudenburg

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Freudenburg. Für die gleichnamige Burg siehe Burgruine Freudenburg. Für die gleichnamige deutsche Bezeichnung der Burg Radosno siehe dort.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Freudenburg
Freudenburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Freudenburg hervorgehoben
49.5430616.532551360Koordinaten: 49° 33′ N, 6° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 11,04 km²
Einwohner: 1651 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 150 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54450
Vorwahl: 06582
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 028
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßberg 6
54439 Saarburg
Webpräsenz: www.freudenburg.de
Ortsbürgermeister: Bernd Gödert (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Freudenburg im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Freudenburg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Fuße des Eiderbergs, einer 439 Meter hohen Erhebung. Südlich des Hauptortes verläuft die Landesgrenze zum Saarland, etwa 1,5 Kilometer westlich befindet sich der Ortsteil Kollesleuken. Saarburg, der Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung, liegt etwa sieben Kilometer nord-nordöstlich, nach Südosten sind es etwa acht Kilometer bis zum saarländischen Mettlach. Die Umgebung verfügt über eine große Anzahl von Wanderwegen.

Geschichte[Bearbeiten]

1337 erbaute König Johann von Böhmen, Graf von Luxemburg, am Fuße des Eiderberges die „Freudenburg“, zu dieser Zeit „Freyding“ genannt. Als Teil eines Burgenschutzsystems zwischen Trier und Luxemburg diente sie der Sicherung der Heerstraße Trier-Metz. Schon 1346 wird Freudenburg im Rahmen eines kurtrierischen Sammelprivilegs als „Stadt“ bezeichnet. Als kleine Ackerbürgerstadt übernahm Freudenburg zentralörtliche Funktionen für die umliegenden Dörfer. Mit dem Kauf der Burggrafschaft Freyding durch die Reichsabtei St. Maximin wurde die Burg wiedererrichtet. Im Streit zwischen der Abtei und Kurfürst Philipp Christoph von Sötern wurde die Burg 1646 durch kurtrierische Truppen besetzt, zerstört und nicht wieder aufgebaut. Mit dem ehemaligen geistlichen Grundbesitz bekamen die Vereinigten Hospitien im Zuge der Säkularisation auch die Ruine zugewiesen, die sie 1861 der Gemeinde verkauften, die 1908 und 1980 Sicherungsarbeiten durchführen ließ.

Am 20. Juli 1946 wurde Freudenburg gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem am 16. Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saarland, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand, angegliedert. Am 8. Juni 1947 wurde diese französische Gebietserweiterung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Freudenburg an das 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz.

Am 7. Juni 1969 wurde ein Teil der Gemeinde Kirf mit 101 Einwohnern nach Freudenburg umgemeindet.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Freudenburg bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 676
1835 906
1871 941
1905 1.154
1939 1.358
Jahr Einwohner
1950 1.396
1961 1.533
1970 1.626
1987 1.488
2005 1.496

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Freudenburg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Burgruine Freudenburg aus dem 14. Jahrhundert
  • In einem Privathaus existiert eine private Mikwe der früheren jüdischen Gemeinde
  • Im Neubaugebiet oberhalb des Ortskerns (ausgeschildert) ein erstmals für 1694 nachgewiesener jüdischer Friedhof
  • Im Ortsteil Kollesleuken steht am Leukbach die Herrenmühle, ein Nachfolgebau der ehemaligen Maximiner Mühle, die 1944 zerstört wurde. Die Mühle ist in Privatbesitz und seit Ende der siebziger Jahre nicht mehr in Betrieb.
  • Das Naturschutzgebiet Eiderberg mit zahlreichen Orchideenarten
  • Felsformationen im Leuktal (Kollesleuker Schweiz) oberhalb der Herrenmühle

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Freudenburg

Öffentliche Einrichtungen und Sportstätten[Bearbeiten]

Freudenburg verfügt über eine Grundschule, ein Jugend- und Bürgerhaus sowie Kindergarten und Kinderspielplätze. Für die Freizeitgestaltung existieren zwei Tennisplätze, eine Turnhalle und ein Sportplatz.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bauunternehmungen und Kleingewerbe sowie Dienstleistungsbetriebe prägen das örtliche Erwerbsleben. Freudenburg ist anerkannter Fremdenverkehrsort und bietet diverse Gast- und Übernachtungsbetriebe.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freudenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 176 (PDF; 2,50 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen