Merzkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Merzkirchen
Merzkirchen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Merzkirchen hervorgehoben
49.579046.47676395Koordinaten: 49° 35′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg
Höhe: 395 m ü. NHN
Fläche: 18,46 km²
Einwohner: 719 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54439
Vorwahlen: 06581
06582 OT Kelsen
06583 OT Dittlingen
06583 OT Rommelfangen
06583 OT SüdlingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 154
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßberg 6
54439 Saarburg
Webpräsenz: www.merzkirchen.de
Ortsbürgermeister: Martin Lutz (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Merzkirchen im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Dorfkirche St. Martin

Merzkirchen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Merzkirchen liegt auf dem Saargau, etwa sieben Kilometer östlich der Landesgrenze zu Luxemburg und sechs Kilometer südwestlich von Saarburg am Treffpunkt der Landesstraße 132 (nach Saarburg) und Landesstraße 134 (nach Wincheringen/Bundesstraße 419).

Die höchste Erhebung in der Nähe des Ortes ist mit 410 m Höhe ü. NN der Zöllenter Berg.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Merzkirchen gehören die Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Am 18. Juli 1946 wurden von der französischen Militärregierung insgesamt 81 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem Saarland zugeordnet, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Hierzu zählten auch die sechs seinerzeit eigenständigen Gemeinden auf dem heutigen Gemeindegebiet vom Merzkirchen. Am 8. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 20 Gemeinden wieder zurückgenommen, somit kam das gesamte heutige Gemeindegebiet an das im Jahr 1946 neu gebildete Land Rheinland-Pfalz.

Die heutige Ortsgemeinde wurde am 16. März 1974 aus den zuvor eigenständigen und aufgelösten Gemeinden Dittlingen, Kelsen, Körrig, Portz, Rommelfangen und Südlingen unter dem Namen Merzkirchen neu gebildet.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Merzkirchen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 768
1835 869
1871 815
1905 935
1939 912
Jahr Einwohner
1950 916
1961 776
1970 713
1987 624
2005 669

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Merzkirchen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU WG 1 WG 2 Gesamt
2009 2 5 1 4 12 Sitze
2004 3 8 1 12 Sitze

Ortsvorsteher von Merzkirchen ist Peter Hemmerling.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung

Im blauen Schild eine silberne Kirche, im rechten Obereck in Silber das rote kurtrierische Kreuz, im linken Obereck neunmal von Silber und Blau geteilt.

Begründung

Merzkirchen ist als Gemeinde durch Landesgesetz mit dem 17. März 1974 neu gebildet worden aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Dittlingen, Kelsen, Körrig, Portz, Rommelfangen und Südlingen.

Martinskirchen, Merteskirchen, Merzkirchen bildet bereits seit Jahrhunderten den Mittelpunkt des jetzigen Gemeindegebietes. Die alte kirchliche Gliederung ist jetzt auch kommunale. 1803 zählten alle genannten Orte zur Pfarrei Merzkirchen, außer Kelsen, das zu Kirf gehörte; es kam 1859 von Kirf zu Merzkirchen.

Der Ortsname ist Hinweis auf die Martinus-Kirche und aus dieser Bezeichnung gebildet. In der Form des redenden Wappens steht die Martinuskirche für den Gemeindenamen Merzkirchen im Wappen.

Die früheren Gemeinden Kelsen, Portz, Rommelfangen, Südlingen und ein Teil von Körrig gehörten bis um 1800 zu Kurtrier. Für sie steht im rechten Obereck des Wappens das kurtrierische Kreuz. Dittlingen und der andere Teil von Körrig unterstanden der luxemburgischen Landeshoheit. Für sie steht im linken Obereck der Luxemburger Schild.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hinweisschild zur Viezstraße

Die neu eingerichtete Viezstraße berührt in ihrem Verlauf alle Ortsteile der Ortsgemeinde Merzkirchen.

Dorfkirche St. Martin[Bearbeiten]

Die Martinskirche hat dem Dorf ihren Namen gegeben. Andere historische Bezeichnungen des Ortes waren Martinskirchen und Merteskirchen. Die Kirche wurde 1848/49 in Ost-West-Richtung errichtet, der Turm steht vor der westlichen Giebelwand der Kirche, der Chorraum mit dem Kreuzrippengewölbe bildet den östlichen Abschluss, die Kirche ist „geostet“. Sie wurde anstelle eines romanischen Vorgängerbaus erbaut. Das Kirchenschiff mit den Maßen 31,8x16,6 m wird betreten durch ein Portal an der Südseite unter dem ersten Fenster. Insgesamt wird das Innere des Schiffes durch je vier zweibahnige Fenster auf der Nord- und Südseite erhellt. Zu beiden Seiten des spitzbogigen Durchgangs vom Schiff zum Chor stehen in spitzbogigen Blendnischen Seitenaltäre. Der eingezogene, dreiseitig schließende Chor hat drei spitzbogige, zweibahnige Fenster. Die Glasgestaltung datiert von 1958/59. Die Untergliederung von Chor und Langhaus erfolgt durch eingestufte Strebepfeiler. Dem Turm ist ein achteckiges Glockengeschoss aufgesetzt, das in alle vier Himmelsrichtungen rundbogige Schallarkaden zeigt, die durch Holzjalousien verschlossen sind. Darüber ist ein hoher, achtseitig verschieferter Spitzhelm weithin zu sehen.

Auch die Martinskirche liegt am Jakobsweg, Sektion Trier - Perl. Ein Wegestein mit dem Symbol der Jakobsmuschel weist darauf hin.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Alter Baumbestand auf dem Friedhof
  • Durch den nördlichen und westlichen Teil des Gemeindegebiets von Merzkirchen verläuft die alte Römerstraße, Abschnitt Tawern-Palzem, die heute teilweise von der K 111 überbaut ist, aber an anderen Streckenabschnitten als Wander-, Rad- oder Feldweg dient. Ein Teil des Römerstraßenverlaufs, jedoch außerhalb der Gemeinde Merzkirchen, bildet den Kulturhistorischen Lehrpfad „Palzem-Wincheringen“.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die folgenden Firmen haben ihren Sitz in Merzkirchen:

  • Schreinerei Hoffmann
  • Marys Destille (Edelbrände)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Merzkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 187 (PDF; 2,1 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen