Osburg

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Dieser Artikel befasst sich mit der Ortsgemeinde Osburg. Für weitere Bedeutungen siehe Osburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Osburg
Osburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Osburg hervorgehoben
49.7152777777786.7908333333333460Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Ruwer
Höhe: 460 m ü. NN
Fläche: 32,92 km²
Einwohner:

2.391 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54317
Vorwahl: 06500
Kfz-Kennzeichen: TR
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 103
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Kirchstraße 1
54320 Waldrach
Ortsbürgermeister: Hubert Rommelfanger (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Osburg im Landkreis Trier-Saarburg
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tpypisch moselfränkisches Gehöft in der Ortsmitte

Osburg (moselfränkisch: Öhsborsch [øːsboʁʃ, øːsborʃ]) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ruwer an.

Die anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde liegt im Erholungsgebiet Osburger Hochwald und im Naturpark Saar-Hunsrück nahe dem Riveristal (und der Riveristalsperre) zwischen Trier und Hermeskeil im moselfränkischen Sprachraum. Der mittelalterliche Rundturm dient der Kirche als Glockenturm. Bei Osburg befindet sich an der Bundesstraße 52 das Gewerbe- und Industriegebiet im Ortsteil Osburg-Neuhaus. Der Ortsteil Osburg-Sternfeld befindet sich ebenfalls an der B52.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Gegend um Osburg war vermutlich schon vor mehr als 2000 Jahren besiedelt, was Funde von Gegenständen und Bodendenkmalen, sowohl römischen als auch vor-/keltischen Ursprungs belegen.

Zwischen 1190 und 1200 wurde der Ort erstmals als Oysperg überliefert bei einer königlichen Schenkung des Hochwaldes an den Trierer Erzbischof.

Im Liber annalium iurium um 1212 wurden für den Ort die dem Erzbischof gehörenden Hufen, eine Mühle und eine Pfarrkirche erwähnt. Im 13. Jh. erschien der Ort als Ozburc, Ozburch oder Hozburch und gehörte zur Pflege Waldrach im Amt Pfalzel des Kurfürstentums Trier. Eine erzbischöfliche Hofstatt und der Bau eines Gebäudes für einen Hofmann wurden 1317 erwähnt.

Der Zusammenhang der Personen Peter von Osburg und des Obristen Jakob von Osburg mit dem Ort ist ungeklärt. Ein weiterer Peter von Osburg, auch Johann Peter von Bernkastel genannt, war 1461–1464 Geistlicher in St. Wendel.[2]

Ende des 18. Jh. kam Osburg zur Mairie und späteren Bürgermeisterei Farschweiler und später zum Amt Waldrach.

Die Waldhüttensiedlungen rund um den Ort wurden Mitte des 19. Jh. aufgelöst.

Im Jahre 1893 wurde die Straße zwischen Waldrach und Hermeskeil über Hinkelhaus und Neuhaus fertiggestellt, 1913 erhielt Osburg Wasserleitungen und elektrischen Strom.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort zu etwa 60 % zerstört. Südöstlich von Osburg befindet sich in der Nähe der Bundesstraße 52 an der Grünbrücherschneise ein Bunker als Teil des ehemaligen Westwalls.

Ende des 20. Jh. entstanden mehrere Neubaugebiete und das Gewerbe- und Industriegebiet Osburg-Neuhaus. Das Osburger Dorf- und Heimatfest erlangte durch den Auftritt international bekannter Interpreten überregionale Bedeutung.

Erstmals in seiner Geschichte stellte Osburg als „Nichtweinort“ mit Julia Bonert die Ruwerweinkönigin 2004/2006.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Ortsgemeinderat in Osburg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Ortsgemeinderat:[3]

  SPD CDU WGR Gesamt
2009 5 3 8 16 Sitze
2004 4 3 9 16 Sitze

[Bearbeiten] Ortsbürgermeister

  • Hans Rausch, CDU, bis 1984
  • Werner Mergens, FWG, 1984 bis 2011
  • Hubert Rommelfanger, FWG, ab 2012

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „Der Schild ist geteilt und in der oberen Hälfte gespalten. Rechts oben in Silber ein rotes Balkenkreuz. Links oben in Blau eine silberne Burg mit einem Turm. Unten in Gold ein grüner Dreiberg mit drei grünen Tannen“.

Das rote Kreuz in Silber ist das heraldische Wahrzeichen des Erzbistums und Kurstaates Trier, zu dem Osburg vom Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte. Die Burg erinnert an die ehemalige Burg Osburg, deren Turm in dieser Form heute als Turm der modernen Pfarrkirche erhalten ist. Der Dreiberg mit den Tannen weist auf die landschaftliche Lage von Osburg im Trierer Hochwald hin.

[Bearbeiten] Partnergemeinde

[Bearbeiten] Vereine

Mehr als 20 Vereine sind in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Osburg ist Sitz der Gewerbevereinigung Osburger Hochwald e. V., die am 4. Juni 2002 gegründet wurde und etwa 55 Mitglieder aus den Orten Farschweiler, Herl, Lorscheid, Osburg und Thomm hat. Die Vereinigung veranstaltet regelmäßig Gewerbeschauen im Gewerbe- und Industriegebiet Osburg-Neuhaus.

[Bearbeiten] Medien

Örtliche Medien sind der Trierische Volksfreund, der Mosel-Ruwertaler Wochenspiegel und das Amtsblatt der Verbandsgemeinde Ruwer.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Osburg – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Kath. Pfarrgemeinde St. Wendelin
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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