UEFA Best Player in Europe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Franck Ribéry ist der Preisträger 2013
Preisträgerin 2013: Nadine Angerer

Der UEFA Best Player in Europe Award (deutsch Bester Spieler in Europa der UEFA) ist eine jährliche Auszeichnung für den besten Fußballspieler eines europäischen Vereins. Sie wird seit 2011 von der UEFA in Zusammenarbeit mit European Sports Media verliehen. 2013 wurde auch erstmals der Preis UEFA Best Women's Player in Europe Award für die beste Spielerin verliehen.

Die Preisverleihung der Männer findet Ende August jeden Jahres im Rahmen der Auslosung der Gruppenphase der UEFA Champions League im Grimaldi Forum in Monaco statt, die Preisverleihung der Frauen folgt Anfang September. Bewertet werden die Leistungen der Spieler in der jeweiligen Vorsaison in allen nationalen und kontinentalen Wettbewerben. Preisträger im Jahr 2013 sind der Franzose Franck Ribéry und die Deutsche Nadine Angerer.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Auszeichnung entstand auf Anregung von UEFA-Präsident Michel Platini, der die Tradition zur Wahl von Europas Fußballer des Jahres wiederbeleben wollte, die seit 1956 unter der offiziellen Bezeichnung Ballon d’Or von der französischen Fußballzeitschrift France Football durchgeführt wurde. Nachdem bereits ab 2007 auch Spieler von Vereinen außerhalb Europas zur Wahl standen und die Auszeichnung 2010 mit der Wahl zum Weltfußballer des Jahres der FIFA zum FIFA Ballon d’Or verschmolz, hatte es keine Wahl mehr gegeben, die ausschließlich in Europa spielende Fußballer berücksichtigt. Die Nationalität der Spieler spielt aber auch bei dieser Auszeichnung keine Rolle. Am 25. August 2011 wurde der Preis im Rahmen der Gruppenauslosung der UEFA Champions League 2011/12 erstmals verliehen. Damit ersetzt diese neue Auszeichnung zugleich die bisherigen UEFA Club Football Awards, die neben dem besten Spieler auch die besten Torhüter, Abwehrspieler, Mittelfeldspieler, Stürmer und Trainer (bis 2006) der vergangenen Champions-League-Saison ehrten.[1] Seit 2013 wird zusätzlich die beste Spielerin geehrt.[2]

Vergabemodus[Bearbeiten]

Der Sieger wird von einer Jury aus 53 Sportjournalisten gewählt, die jeweils einen der UEFA-Mitgliedsstaaten repräsentieren.[3] Jeder Journalist reicht zunächst eine Liste von drei Spielern ein. Der Erstgenannte erhält fünf Punkte, der Zweite drei Punkte und der Dritte einen Punkt. Die drei Spieler mit den meisten Punkten bilden die sogenannte „Shortlist“, aus der die Journalisten am Tag der Ehrung per Knopfdruck ihren Favoriten küren.[4] Die Spieler auf den Positionen vier bis zehn werden zusammen mit der „Shortlist“ kurz vor der Wahl bekanntgegeben.

Bei den Frauen wählten bei der ersten Ausgabe 2013 die Trainer der Nationalmannschaften, die an der EM 2013 teilgenommen haben, sowie die Trainer der Viertelfinalisten der letztjährigen UEFA Women’s Champions League ihre Favoriten. Dabei erstellten die 20 Trainer eine Liste ihrer fünf Favoriten, die dann absteigend mit fünf Punkten bis einem Punkt bewertet wurden. Aus dieser Wahl wurde die Shortlist aus den zehn besten Spielerinnen erstellt. Die Wahl läuft dann analog zu der der Männer. Von der Shortlist wählen 18 ausgewählte internationale Journalisten ihre drei Favoriten, aus der dann die Top 3 erstellt und schließlich in der Endabstimmung die Siegerin gewählt wird.[5]

Liste der Preisträger[Bearbeiten]

  • Jahr: das Jahr, für das die Auszeichnung gilt
  • Name: Name des ausgezeichneten Spielers bzw. der Spielerin
  • Nationalität: Nationalität des ausgezeichneten Spielers bzw. der Spielerin
  • Verein: Verein, für den der Spieler bzw. die Spielerin in dem Kalenderjahr aktiv war. Wenn ein Spieler bzw. eine Spielerin den Verein gewechselt hat, wird der abgebende Verein an erster Position genannt.
  • Zweite(r) und Dritte(r): Nationalität und Name der beiden Platzierten

Männer[Bearbeiten]

Jahr Name Nationalität Verein Stimmenanteil Zweiter Dritter
2011 Lionel Messi ArgentinienArgentinien Argentinien SpanienSpanien FC Barcelona 73,6 % SpanienSpanien Xavi PortugalPortugal Cristiano Ronaldo
2012 Andrés Iniesta SpanienSpanien Spanien SpanienSpanien FC Barcelona 35,8 % ArgentinienArgentinien Lionel Messi / PortugalPortugal Cristiano Ronaldo
2013 Franck Ribéry FrankreichFrankreich Frankreich DeutschlandDeutschland FC Bayern München 67,9 % ArgentinienArgentinien Lionel Messi PortugalPortugal Cristiano Ronaldo

Frauen[Bearbeiten]

Jahr Name Nationalität Verein Stimmenanteil Zweite Dritte
2013 Nadine Angerer DeutschlandDeutschland Deutschland DeutschlandDeutschland 1. FFC Frankfurt 55,6 % DeutschlandDeutschland Lena Goeßling SchwedenSchweden Lotta Schelin

Abstimmungsergebnisse und Nominierte[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Bei der ersten Wahl 2011 erhielt Lionel Messi (Argentinien, FC Barcelona) in der Endabstimmung 39 der 53 Stimmen; Xavi (Spanien, FC Barcelona) erhielt elf, Cristiano Ronaldo (Portugal, Real Madrid) drei Stimmen. Auf den Plätzen vier bis zehn folgten Andrés Iniesta (Spanien, FC Barcelona), Radamel Falcao (Kolumbien, FC Porto), Wayne Rooney (England, Manchester United), Nemanja Vidić (Serbien, Manchester United), Zlatan Ibrahimović (Schweden, AC Mailand), Gerard Piqué (Spanien, FC Barcelona) und Manuel Neuer (Deutschland, FC Schalke 04).

Bei der Wahl 2012 am 30. August 2012 erhielt Andrés Iniesta (Spanien, FC Barcelona), in der Endabstimmung 19 der 53 Stimmen; auf Lionel Messi (Argentinien, FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Portugal, Real Madrid) entfielen jeweils 17 Stimmen. In der Top 10 landeten außerdem Andrea Pirlo (Italien, Juventus Turin), Xavi (Spanien, FC Barcelona), Iker Casillas (Spanien, Real Madrid), Didier Drogba (Elfenbeinküste, FC Chelsea), Petr Čech (Tschechien, FC Chelsea), Radamel Falcao (Kolumbien, Atlético Madrid) und Mesut Özil (Deutschland, Real Madrid).

Bei der Wahl 2013 siegte Franck Ribéry (Frankreich, FC Bayern München) mit 36 Stimmen vor Lionel Messi (Argentinien, FC Barcelona) mit 14 und Cristiano Ronaldo (Portugal, Real Madrid) mit drei Stimmen. Auf den Plätzen folgten Arjen Robben (Niederlande, FC Bayern München), Robert Lewandowski (Polen, Borussia Dortmund), Thomas Müller (Deutschland, FC Bayern München), Bastian Schweinsteiger (Deutschland, FC Bayern München), Gareth Bale (Wales, Tottenham Hotspur), Zlatan Ibrahimović (Schweden, Paris Saint-Germain) und Robin van Persie (Niederlande, Manchester United).

Frauen[Bearbeiten]

2013 siegte bei der Frauenwahl Nadine Angerer (Deutschland, 1. FFC Frankfurt) mit 10 Stimmen; Lena Goeßling (Deutschland, VfL Wolfsburg) erhielt sechs, Lotta Schelin (Schweden, Olympique Lyon) zwei Stimmen. Die Plätze vier bis zehn belegten Nadine Keßler (Deutschland, VfL Wolfsburg), Verónica Boquete (Spanien, Tyresö FF), Caroline Seger (Schweden, Tyresö FF), Nilla Fischer (Schweden, Linköpings FC/VfL Wolfsburg), Célia Okoyino da Mbabi (Deutschland, SC 07 Bad Neuenahr/1. FFC Frankfurt), Wendie Renard (Frankreich, Olympique Lyon) und Louisa Nécib (Frankreich, Olympique Lyon).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Über die Auszeichnung. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 23. Juli 2013.
  2. Paul Saffer: Best Women's Player in Europe Award launched. In: uefa.com. UEFA, 9. Juli 2013, abgerufen am 9. Juli 2013 (englisch).
  3. Der Wahlausschuss. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 23. Juli 2013.
  4. Wie die Abstimmung funktioniert. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 23. Juli 2013.
  5. Angerer wins Best Women's Player award. In: uefa.com. UEFA, 5. September 2013, abgerufen am 5. September 2013 (englisch).