Denis Kudla (Tennisspieler)

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Denis Kudla Tennisspieler
Denis Kudla
Kudla 2016 in Wimbledon
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 17. August 1992
Größe: 180 cm
Gewicht: 75 kg
1. Profisaison: 2010
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Dustin Taylor
Preisgeld: 1.795.186 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 32:62
Höchste Platzierung: 53 (23. Mai 2016)
Aktuelle Platzierung: 117
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 7:19
Höchste Platzierung: 148 (30. April 2018)
Aktuelle Platzierung: 148
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
30. April 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Denis Kudla (* 17. August 1992 in Kiew) ist ein US-amerikanischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denis Kudla, Sohn eines Architekten und einer Hausfrau, fing im Alter von 7 Jahren mit dem Tennisspielen an. Er ging an eine Tennisakademie in Burke, wo er vom Tennistrainer Frank Salazar trainiert wurde. Im Alter von 13 Jahren zog er nach Arlington County, wo er noch heute lebt und trainiert. Aufgrund seines umfangreichen Tennistrainings blieb keine Zeit mehr für den Besuch einer High School. Daher wurde er ab der neunten Klasse von einem Privatlehrer Zuhause unterrichtet.[1] Mit 16 Jahren wollte er an die University of Southern California, entschied sich jedoch letztlich dagegen, um sich ganz auf den Tennissport zu konzentrieren. 2009 gewann er den Orange Bowl, eines der wichtigsten Juniorenturniere der Welt. 2010 stand er bei den Junioren-US-Open im Finale, musste sich jedoch seinem Landsmann Jack Sock geschlagen geben. Am Ende desselben Jahres stand er an dritter Position der Junioren-Weltrangliste. Außerdem war er 2010 Teil des Junioren-Davis-Cup-Teams, welches in der ersten Runde gegen den späteren Sieger Serbien mit 2:3 ausschied.

Das Jahr 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2011 nahm Kudla an 12 Challenger- und 7 Futures-Turnieren teil. Dabei gelang ihm ein Sieg bei einem Futureturnier im Finale gegen Dennis Lajola. Auf der ATP World Tour nahm er unter anderem an den Qualifikationen zu den US Open und dem Indian Wells Masters teil. Er schaffte es jedoch bei beiden Turnieren nicht in das Hauptfeld. Weitere Turniere bestritt er in Los Angeles, Atlanta, Newport, Eastbourne, London und in Houston (alles 250-Turniere). Daraus resultierte lediglich beim Turnier in Newport ein ansehnliches Resultat, wo er bis ins Viertelfinal vorrücken konnte und dort seinem Landsmann Michael Yani mit 3:6, 7:65, 5:7 unterlag. Am Ende des Jahres belegte er in der Weltrangliste den 276. Platz, was bis zu diesem Zeitpunkt seine beste Platzierung war.

Das Jahr 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saison 2012 begann er mit der ATP Auckland, wo er bereits in der ersten Qualifikationsrunde dem Lokalmatadoren Artem Sitak unterlag. Darauf folgten die Australian Open, wo er sich über drei Qualifikationsrunden fürs Hauptfeld qualifizieren konnte. In der ersten Runde war jedoch das Turnier zu Ende, nachdem er dem deutschen Tommy Haas in vier Sätzen mit 6:75, 6:3, 0:6, 5:7 unterlag. Weiter ging es mit einem Challenger Turnier in Honolulu, bei welchem er bis ins Viertelfinale vorstoßen konnte und sich dort dem Japaner Tatsuma Itō geschlagen geben musste. Auch beim nächsten Challenger Turnier in Dallas schaffte er es erneut bis ins Viertelfinale, wo für ihn Schluss war. Durch eine Wild Card konnte er am ATP-Turnier in San José teilnehmen und überstand dabei die erste Runde. Im Achtelfinale bekam er es mit seinem Landsmann Andy Roddick zu tun, mit welchem er über weite Strecken mithalten konnte. Letztendendes gelang ihm die Sensation nicht und er schied mit 7:65, 6:75, 4:6 aus. Beim ATP-Turnier in Memphis schied er bereits in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Robert Kendrick aus. Eine Woche später schied er wieder bereits in der ersten Hauptrunde beim ATP Delray Beach gegen Dudi Sela mit 4:6, 3:6 aus. Beim ATP-1000 Turnier in Indian Wells überstand er die erste Runde und traf in der zweiten Runde auf Roger Federer. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden auf der Profi-Tour. Roger Federer gewann das Spiel deutlich mit 6:4, 6:1. Für das Masters-Turnier in Miami erhielt er von der Turnierleitung eine Wildcard und traf in der ersten Runde auf Antonio Veić, der sich über die Qualifikationsrunden für das Turnier qualifizieren konnte. Er unterlag dem Kroaten in drei Sätzen und schied aus dem Turnier aus. Bei den vier darauffolgenden Challenger-Turniere war sein bestes Ergebnis eine Viertelfinalteilnahme bei den Sarasota Open, wo er in drei Sätzen seinen Landsmann James Blake unterlag. Die Qualifikation für die French Open verpasste er nach einer Zweisatz-Niederlage gegen Eduardo Schwank. Auch beim folgenden Challenger-Turnier in Nottingham schaffte er es nicht über die erste Runde hinaus. Er unterlag dem Australier Marinko Matosevic in zwei Sätzen mit 4:6 und 6:74. Im Juli gewann er das Turnier in Lexington gegen Érik Chvojka und feierte damit seinen ersten Titel auf der ATP Challenger Tour. Im Oktober kam dann ein zweiter Turniersieg dazu, als er das Challenger-Turnier in Charlottesville für sich entscheiden konnte. Am Ende des Jahres stand er auf Position 140 der Weltrangliste.

Das Jahr 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2013 schaffte er den Einzug ins Hauptfeld beim ATP-Turnier von Brisbane, scheiterte aber in der ersten Runde an Jürgen Melzer. In der Qualifikation für die Australian Open scheiterte er bereits in der ersten Qualifikationsrunde. Erst Mitte März konnte er wieder einen Erfolg feiern, als er das Finale beim Challenger-Turnier von Dallas erreichte, dieses allerdings gegen Jürgen Melzer in drei Sätzen verlor. Rund einen Monat später stand er beim Challenger-Turnier in Tallahassee im Finale und gewann in zwei Sätzen gegen Cedrik-Marcel Stebe. Bei den French Open qualifizierte er sich für das Hauptfeld, wo er jedoch ein weiteres Mal in der ersten Runde ausschied. In Wimbledon schaffte er es wie im Vorjahr in die zweite Runde, verlor dieses aber gegen Ivan Dodig. Am Ende des Jahres stand er auf Position 115 der Weltrangliste, womit er zum Vorjahr 25 Positionen gutmachen konnte.

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Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (13)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 29. Juli 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lexington Hartplatz KanadaKanada Érik Chvojka 5:7, 7:5, 6:1
2. 4. November 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charlottesville Hartplatz (i) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alex Kuznetsov 6:0, 6:3
3. 4. Mai 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tallahassee Sand DeutschlandDeutschland Cedrik-Marcel Stebe 6:3, 6:3
4. 5. Juli 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Winnetka Hartplatz UsbekistanUsbekistan Farrux Doʻstov 6:2, 6:2
5. 20. Juni 2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ilkley Rasen AustralienAustralien Matthew Ebden 6:3, 6:4
6. 18. März 2018 KanadaKanada Drummondville Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Benjamin Bonzi 6:0, 7:5

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 26. Januar 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maui Hartplatz JapanJapan Yasutaka Uchiyama Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Daniel Kosakowski
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nicolas Meister
6:3, 6:2
2. 5. Juli 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Winnetka Hartplatz AustralienAustralien Thanasi Kokkinakis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Evan King
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Raymond Sarmiento
6:2, 7:64
3. 15. Oktober 2016 MexikoMexiko Monterrey Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Evan King AustralienAustralien Jarryd Chaplin
NeuseelandNeuseeland Ben McLachlan
6:74, 6:4, [10:2]
4. 30. Juli 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Binghamton Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Daniel Nguyen AustralienAustralien Jarryd Chaplin
AustralienAustralien Luke Saville
6:3, 7:65
5. 24. September 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Columbus Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Dominik Köpfer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Luke Bambridge
IrlandIrland David O’Hare
7:66, 7:63
6. 5. November 2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charlottesville Hartplatz (i) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danny Thomas AustralienAustralien Jarryd Chaplin
LettlandLettland Miķelis Lībietis
6:74, 1:4 Aufgabe
7. 28. April 2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tallahassee Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robert Galloway (Tennisspieler) SpanienSpanien Enrique López-Pérez
IndienIndien Jeevan Nedunchezhiyan
6:3, 6:1

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier1 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008

Gesamt
Australian Open 2R 2R 1R 1R 1R

0
French Open 1R 1R 1R

0
Wimbledon 1R 1R AF 2R 2R

0
US Open 2R 1R 1R 2R 1R

0
Gewonnene Einzel-Titel 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

0
Gesamt-Siege/-Niederlagen2 2:4 1:1 8:20 8:14 3:5 5:11 2:6 2:2 1:1 0:0 0:0

31:62
Jahresendposition (174) 174 132 69 121 114 137 276 496 1051 1208

N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1R, 2R, 3R = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde

1 Turnierresultat in Klammern bedeutet, dass der Spieler das Turnier noch nicht beendet hat; es zeigt seinen aktuellen Turnierstatus an. Nachdem der Spieler das Turnier beendet hat, wird die Klammer entfernt.
2 Stand: Saisonende 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Denis Kudla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brett Haber: Denis Kudla: From Kiev to Arlington to Wimbledon. In: Washingtonian.com. 21. März 2012, abgerufen am 3. November 2016 (englisch).