Nevio Scala

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nevio Scala
Spielerinformationen
Geburtstag 22. November 1947
Geburtsort Lozzo AtestinoItalien
Größe 174 cm
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1965–1969 AC Mailand
1966–1967 → AS Rom (Leihe)
1969–1971 Vicenza Calcio
1971–1973 AC Florenz
1973–1975 Inter Mailand
1975–1976 AC Mailand
1976–1979 US Foggia
1979–1980 AC Monza
1980–1981 Adriese 1906
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1969 Italien U-21
Stationen als Trainer
Jahre Station
1985–1987 Vicenza Calcio (Jugend)
1987–1989 Reggina Calcio
1989–1996 AC Parma
1997 AC Perugia
1997–1998 Borussia Dortmund
2000–2001 Beşiktaş Istanbul
2002 Schachtar Donezk
2003–2004 Spartak Moskau
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Nevio Scala (* 22. November 1947 in Lozzo Atestino, Italien) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und -trainer. Er ist seit dem 30. Juni 2015 Präsident von Parma Calcio 1913.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Aktiver war Nevio Scala zwischen 1966 bis 1981 als Mittelfeldspieler für mehrere italienische Vereine aktiv. So spielte er für AS Rom, AC Mailand, Vicenza Calcio, Inter Mailand, US Foggia und AC Monza Brianza in der Serie A.

1968 gewann er mit dem AC Milan sowohl die Meisterschaft als auch im selben Jahr das Finale gegen den Hamburger SV im Europapokal der Pokalsieger. Im Jahr darauf holte er sich mit Milan auch den Europapokal der Landesmeister, stand aber nicht in der Finalaufstellung gegen Ajax Amsterdam.

Ende der 1980er Jahre begann Scala seine Laufbahn als Fußballtrainer. Sein erster Trainererfolg war 1988/89 der Aufstieg von Reggina Calcio in die Serie B. Von 1989 bis 1996 wirkte er bei der AC Parma. Mit dem Verein gewann er den 1992 den italienischen Pokal gegen Juventus Turin, sowie im Jahr darauf den Europapokal der Pokalsieger in London mit 3:1 gegen den Royal Antwerp FC. 1995 gewann er mit dem seinerzeit vom Milchkonzern Parmalat gesponserten Verein auch den UEFA-Pokal und traf dabei in den Finalspielen erneut auf Juventus Turin.

In der Saison 1996/97 trainierte er die AC Perugia. In der Folgesaison wurde er vom amtierenden Champions-League-Sieger Borussia Dortmund als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld verpflichtet, nachdem Hitzfeld von der Trainerbank auf die Position des Sportdirektors gewechselt war. Mit dem Verein gewann er in Tokio im November 1997 den Weltpokal gegen den Titelträger der Copa Libertadores, Cruzeiro EC aus dem brasilianischen Belo Horizonte. In der Champions League schieden die Dortmunder gegen den nachfolgenden Sieger Real Madrid unter deren Trainer Jupp Heynckes aus. Das Spiel im Santiago-Bernabéu-Stadion kam dabei durch den Torfall von Madrid in zweifelhaften Ruf. National belegte die Borussia zu Saisonende den zehnten Platz, die Zusammenarbeit mit Scala wurde darauf eingestellt.

Zwischen 2000 und 2002 wirkte Scala beim türkischen Verein Beşiktaş Istanbul. Im Februar 2002 wurde er vom ukrainischen Klub Schachtar Donezk verpflichtet. Mit Schachtar, das in der Sowjetära viermal den nationalen Pokalwettbewerb gewann, holte er bis zum Mai des Jahres das Double von Meisterschaft und Pokal, was für den Verein aus der Bergarbeiterstadt die ersten beiden nationalen Titel seit der Unabhängigkeit der Ukraine bedeutete. Im September verlor Schachtar in der ersten Runde des UEFA-Cups beim FK Austria Wien mit 1:5, was zum Rücktritt Scalas führte.

2004 trainierte er Spartak Moskau, was seine letzte Trainerstation bedeutete. Scala ist seitdem Kommentator beim italienischen Rundfunksender Radiouno (RAI 1).

Am 30. Juni 2015 übernahm Scala das Präsidentenamt des neugegründeten Klubs Parma Calcio 1913.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker online: Parma: Neustart in Liga vier - Scala Präsident, 30. Juni 2015, abgerufen am 1. Juli 2015.