Flugplatz Bad Endorf/Jolling

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Flugplatz Bad Endorf/Jolling
Flugplatz Bad Endorf/Jolling (Bayern)
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Kenndaten
ICAO-Code EDPC
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km nördlich von Bad Endorf,
15 km nordöstlich von Rosenheim
Straße B15
Basisdaten
Betreiber Luftsportverein Bad Endorf – Prien am Chiemsee
Start- und Landebahn
16/34 800 m × 30 m Gras
BW

Der Flugplatz Bad Endorf/Jolling ist der Flugplatz des oberbayerischen Marktes Bad Endorf im Landkreis Rosenheim. Er wird von dem Luftsportverein Bad Endorf – Prien am Chiemsee e. V. betrieben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt knapp zwei Kilometer nördlich des historischen Ortskernes von Bad Endorf auf einer Höhe von 515 m ü. NN im Flurstück Hochreut. Die nördliche Hälfte des Rollfeldes überbaut auf das Gebiet der Gemeinde Halfing hin. Naturräumlich befindet er sich im westlichen Chiemgau zwischen dem fünf Kilometer südwestlich gelegenen Simssee und dem neun Kilometer südöstlichen Chiemsee.[1] 25 Kilometer südlich verläuft die Staatsgrenze zu Österreich hin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fliegerei wird in Bad Endorf seit den 1960er Jahren betrieben. Im Jahr 1968 wurde das Gelände in Bad Endorf bezogen. Dort entstanden zunächst ein eigenes Clubheim, eine Flugzeughalle und die Zulassung als Sonderlandeplatz wurde dann 2002 erteilt. Seither erfolgt kontinuierlich der weitere Ausbau.

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz für Luftfahrzeuge aller Art bis 2000 kg Höchstabfluggewicht (MTOW) und hat keine geregelten Betriebszeiten. Der Betreiber ist der Luftsportverein Bad Endorf – Prien am Chiemsee e. V. Eine Landung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (PPR). Der Platz führt die ICAO-Kennung EDPC.

Es bestehen ein Wirtschaftsgebäude mit einem Tower (GE 118.915 MHz), ein Hangar, eine Tankstelle und das Vereinsheim. Für Ausflüge in das Umland können Fahrräder ausgeliehen werden.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 6. Juli 2014 setzte eine mit drei Personen besetzte Alpi Aviation Pioneer 400 bei der Landung hart auf und startet wieder durch. Das Fluggerät verunglückte schließlich bei einer versuchten Notlandung etwa zwei Kilometer westlich des Flugplatzes in einer Grünfläche. Der Pilot wurde hierbei schwer verletzt, das Flugzeug stark beschädigt.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt direkt an der Staatsstraße ST 2092. Die in Bad Endorf kreuzende ST 2095 schließt zu der westlich verlaufenden Bundesstraße 15 hin an. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt, jedoch kann in Bad Endorf zu der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg zugestiegen werden. Direkt am Flugplatz entlang führt auch die Trasse der Chiemgauer Lokalbahn, die an den Wochenenden Touristikverkehr bietet und dort einen Bedarfshaltepunkt unterhält.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EDPC bei BayernAtlas
  2. BFU-Untersuchungsbericht CX009-14 (.pdf)