Flugplatz Ebern-Sendelbach

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Flugplatz Ebern-Sendelbach
Flugplatz Ebern-Sendelbach (Bayern)
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Kenndaten
ICAO-Code EDQR
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 7 km südlich von Ebern
Straße B279
Basisdaten
Eröffnung 1967
Betreiber Flugsportclub Ebern
Start- und Landebahn
14/32 500 m × 29 m Graspiste
BW

Der Flugplatz Ebern-Sendelbach ist der Flugplatz der unterfränkischen Stadt Ebern. Er wird von dem Flugsportclub Ebern e. V. betrieben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt sieben Kilometer südlich des historischen Stadtkernes von Ebern im Flurstück Gräuselsee auf einer Höhe von 250 m ü. NHN.[1] Der südliche Teil des Rollfeldes überbaut zu dem Gebiet der zwei Kilometer südlich befindlichen oberfränkischen Gemeinde Reckendorf. Er erstreckt sich längs zum Tal der unmittelbar östlich fließenden Baunach.

Naturräumlich steigt das Gelände westlich zu den Haßbergen hin an, östlich zu der Frankenalb.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugsportclub Ebern wurde 1961 gegründet und nahm die Fliegerei 1962 zunächst auf den Fluggeländen benachbarter Vereine auf, bis 1967 eine geeignete Stelle für einen eigenen Flugplatz gefunden war.[2] Es entstand zwar eine erste Flugzeughalle und ein Schleppflugzeug wurde beschafft, jedoch war ein regelmäßiger Flugbetrieb dort noch nicht genehmigt, da das Gelände zu nahe an der Innerdeutschen Grenze lag. Erst in den frühen 1970er Jahren kam die Geländeentwicklung allmählich in Schwung und, nachdem der Club eine Bodenfunkstation, Feuerlösch- und Rettungsausrüstung angeschafft hatte, wurde 1973 die Zulassung als Sonderlandeplatz erteilt.[2] Das Vereinsheim kam 1976 hinzu, später der Flugleitstand und 1999 die Fliegerbar.[2]

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz für Luftfahrzeuge aller Art bis 2000 kg Höchstabfluggewicht (MTOW) und hat keine geregelten Betriebszeiten. Der Betreiber ist der Flugsportclub Ebern e. V. Eine Landung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (PPR). Der Platz hat die ICAO-Kennung EDQR.

Es bestehen mehrere Wirtschaftsgebäude, ein Tower (GE 122.500 MHz), Hangars und ein Clubheim. Es gibt ein Schleppflugzeug, aber für externe Zwischenlander besteht keine Tankmöglichkeit.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 14. Juni 1980 verunglückten zwei Vereinsmitglieder bei einem Flugunfall tödlich.[2]
  • Am 30. März 2014 verfehlte ein Tragschrauber vom Typ Trixy Aviation G 4-2 R beim Start mit hoher Geschwindigkeit die Verschwenkung auf die Startpiste 14, stürzte in die Baunach und schlug in der gegenüberliegenden Böschung ein. Der Pilot wurde dabei schwer verletzt, das Fluggerät zerstört.[3]
  • Am 25. März 2015 ereignete sich eine Bruchlandung eines mit zwei Personen besetzten Tragschraubers vom Typ MTOsport, der kurz nach dem Start einen Baum streifte. Der Pilot blieb unverletzt, der Fluggast wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Technische Hilfswerks barg das Wrack.[4]
  • Am 19. Februar 2016 havarierte ein Hubschrauber des Typs Hughes Aircraft 269 C, Baujahr 2000 bei einem Testflug in Abwesenheit der Flugleitung auf dem Flugplatz. Das Fluggerät wurde hierbei völlig zerstört, die beiden Piloten leicht verletzt.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar westlich des Flugplatzes verläuft die Bundesstraße 279. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt, die nächstgelegene Zustiegsmöglichkeit zu der Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach, die zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg anschließt, besteht in Reckendorf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EDQR bei BayernAtlas
  2. a b c d Chronik des Flugsportclub Ebern
  3. BFU-Untersuchungsbericht BFU 3X011-14 von Juli 2014 (.pdf)
  4. Flugunfall 2015
  5. BFU-Untersuchungsbericht BFU 16-0162-3X von April 2016 (.pdf)