Flugplatz Eichstätt

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Flugplatz Eichstätt
Flugplatz Eichstätt (Bayern)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code EDPE
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km südlich von Eichstätt
Basisdaten
Eröffnung 1952
Betreiber Fliegerclub Eichstätt
Start- und Landebahn
11 / 29 715 m × 35 m Grasbahn, teilweise mit Asphaltstreifen
Webseite
fliegerclub-eichstaett.de
Flugplatz Eichstätt, Blick von Süden (2012)
EDPE oben links auf der Anhöhe, vorne die Willibaldsburg Luftbild, Blick von Nordwesten (2010)

Der Flugplatz Eichstätt ist der Flugplatz der oberbayerischen Stadt Eichstätt. Er wird von dem Fliegerclub Eichstätt e. V. betrieben.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt etwa zwei Kilometer südlich von Eichstätt auf einem deutlich exponierten Plateau, der Waschetten,[1] (bayr. Ausdruck, eigentliche Flurbezeichnung: Maierwiese auf den Waschegerten)[2] in einer Höhe von 515 bis 522 m ü. NN. Westlich befindet sich der Ortsteil Wasserzell und die Trasse der Nebenbahn Eichstätt. Naturräumlich liegt der Flugplatz am südlichen Rand des Fränkischen Jura. Nördlich fällt das Gelände steil zu dem Tal der Altmühl hin ab, südlich steigt es allmählich zur Schutter ab, die beide östlich in die Donau münden.

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz für Segel- und Motorflugzeuge bis 2000 kg sowie für Hubschrauber bis 5000 kg und hat keine geregelten Betriebszeiten. Der Halter des Flugplatzes ist der Fliegerclub Eichstätt e. V. Eine Landung ist nur nach Erlaubnis des Halters möglich (PPR). Der Platz hat die ICAO-Kennung EDPE.

Es bestehen mehrere Wirtschaftsgebäude, einen Hangar, eine Werkstatt, eine Windenstarteinrichtung und es gibt eine Tankmöglichkeit. Zudem gibt es ein Vereinsheim mit Terrasse sowie einen Kinderspielplatz.[3] Auf dem Flugplatz sind eine Flugschule und 15 Flugzeuge stationiert.[4][5]

Die Grasbahn besitzt am Anfang und Ende jeweils 50 / 125 m lange Asphaltstreifen von fünf Metern Breite.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Fliegerclub Eichstätt

Ein Segel- und Modellflugbetrieb fand in Eichstätt vereinzelt bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in einer Ortsgruppe des Deutschen Luftsportverbandes (DLV) statt.[6] Nach dem Ende des Flugverbotes der Alliierten wurde am 6. Januar 1950 der Fliegerclub Eichstätt e. V. gegründet. Im Juni 1951 begann der Verein mit dem wieder erlaubten Segelflug. Nach mehreren Starts auf dem Volksfestplatz, am Häringhof und auf den Aumühlwiesen wurde 1952 der Flugplatz auf der Waschetten bezogen.[7]

Im Jahr 1975 brannten die Bauten auf dem Flugplatz teilweise nieder, wobei vier Vereinssegelflugzeuge sowie zwei private Flugzeuge verloren gingen.[8]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 17. Juni 1977 stürzte ein Flugzeug bei Dollnstein ab, wobei ein Vereinsmitglied ums Leben kam.[8]
  • Am 5. August 1978 ereignete sich ein Flugzeugabsturz, bei dem ein Flugzeugführer und seine Ehefrau ums Leben kamen.[8]
  • Im Juni 1988 blieb ein Segelflugzeug des Typs Schleicher K 8 beim Landeanflug in den Baumkronen hängen.[9]
  • Am 6. Juni 1998 stürzte eine Bölkow 207 (Kennzeichen D-EJAR) nach einer Zwischenlandung in Eichstätt beim Start in den Wald und brannte aus. Vier Personen fanden hierbei den Tod.[10][11]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schild am Fußweg über den Flugplatz Eichstätt, Blick von Süden

Eine Gemeindestraße erschließt den Flugplatz zu der unmittelbar nördlich im Altmühltal verlaufenden Bundesstraße 13 hin. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht, die nächstgelegene Zustiegsmöglichkeit besteht in Wasserzell.

Ein Fußweg führt direkt über den Flugplatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flugplatz Eichstätt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waschetten bei Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt, abgerufen am 5. Juli 2018
  2. Waschegerten bei BayernAtlas
  3. Flugplatz bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  4. Fluglehrer bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  5. Flugzeuge bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  6. Unser Verein bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  7. Chronik der 1950er Jahre bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  8. a b c Chronik der 1970er Jahre bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  9. Chronik der 1980er Jahre bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  10. Chronik der 1990er Jahre bei Fliegerclub Eichstätt, abgerufen am 5. Juli 2018
  11. Unfallbericht TYP D-EJAR bei Aviation Safety Network WikiBase (englisch), abgerufen am 5. Juli 2018