Flugplatz Kempten-Durach

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Flugplatz Kempten-Durach
Durach4.JPG
Kenndaten
ICAO-Code EDMK
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 0,5 km südwestlich von Durach,
2,5 km südlich von Kempten
Straße Weidacher Straße
Basisdaten
Eröffnung 1935
Betreiber Landeplatzgesellschaft mbH
Terminals 1
Start- und Landebahnen
07/25 850 m × 30 m Gras
17/35 900 m × 30 m Gras



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Der Flugplatz Kempten-Durach ist ein bayerischer Verkehrslandeplatz in Durach nahe Kempten (Allgäu). Er ist die südlichste und mit 712 Metern über Normalhöhennull die höchstgelegene Anlage dieser Art in Deutschland.[1]

Flugbetrieb[Bearbeiten]

Der Flugplatz ist für Motorflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge, Segelflugzeuge, Luftschiffe, Fallschirmspringer und Helikopter bis 5700 kg zugelassen. Es werden eine Reihe von Schulungs-, Einweisungs- und Überlandflügen und auch Flugzeugschlepp am Platz betrieben. Linien- oder Charterflüge finden nicht statt.

Geschichte[Bearbeiten]

Versuche einen Flugplatz in Durach anzulegen, gehen bis in die 1920er Jahre zurück. Erstmals gab es 1926 eine Versammlung zu dem Thema. Danach veranstaltete das Arbeitsamt einen Kurs für Segelflugzeugbau. Im Mai 1932 fand der erste Start an der Ludwigshöhe, die mit dem heutigen Flugplatz von der Lage her nichts gemeinsam hat, statt. In der Zwischenzeit wurde aufgrund einer Veranlassung durch Otto Merkt die Umgebung von Kempten besichtigt und eine Fläche zwischen dem Öschlesee und Durach als Standort für einen neuen Flugplatz als empfehlenswert ausgesprochen. Anstoß hierfür bot ein Bauer, der 1934 sein Land der Stadt Kempten verkaufte. 1934 wurde auf dem Areal eine Halle aufgebaut, im noch gleichen Jahr fand ein Schleppflug statt. Durch weitere Landankäufe entstand ein Flugplatz mit der Größe von 30 Hektar. Ein Jahr darauf bestätigte das Luftamt in München die Anmeldung des Privatlandeplatzes.[1] Merkts Wunsch, einen Fernverkehrsflughafen einzurichten, damit ein „Berliner am Samstag früh mit dem Flugzeug nach Durach fliegt, den Samstag und Sonntag im Gebirge zubringt und am Montag mittag wieder in Berlin ist“, wurde nie verwirklicht.[1]

1935 war der Flugplatz Kempten im Besitz der nationalsozialistischen Luftwaffe, bald wurden Hallen und der Tower erbaut. Benutzt wurde der Flugplatz in der NS-Zeit als Landeort von auswärtigen Sportfliegern und Schülern der Ordensburg Sonthofen. Nach dem Krieg erfolgte 1950 die Fluginbetriebnahme und ebenso wurde die Luftsportgruppe Kempten gegründet. 1955 gab der Freistaat den Platz für Motorflugzeuge frei. Im Jahr 1959 erhielt der Platz den neuen Tower. 1986 wurden 22 Maschinen samt Zubehör mit dem Hangar durch einen gestifteten Brand vernichtet. 1988 wurde eine Zollabfertigung am Platz eingerichtet.[1]

Am 3. Juni 2000 fand auf dem Flugplatzgelände das Antenne Bayern Sommerfest mit etwa 50.000 Besuchern statt. Im Jahr 2010 feierte der Flugplatz 75-jähriges Jubiläum.[2]

Sonstiges[Bearbeiten]

Auf dem Flugplatz wurden einige Szenen des Films Quax, der Bruchpilot mit Heinz Rühmann gedreht. Ebenso gefilmt wurde Quax in Afrika auf dem Flugplatz Kempten-Durach.

Der Rettungshubschrauber Christoph 17 ist seit 1. Mai 2012 auf dem Flugplatz Durach stationiert, da der bisherige Hangar am Kemptener Klinikum einem Erweiterungsbau weichen musste und seitdem kein dauerhafter Standort gefunden wurde.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  Franz-Rasso Böck, Ralf Lienert, Joachim Weigel (Hrsg.): Jahrhundertblicke auf Kempten 1900–2000. Verlag Tobias Dannheimer – Allgäuer Zeitungsverlag, Kempten (Allgäu) 1999, ISBN 3-88881-035-3, S. 84f.
  2. Historie des Flugplatzes bei www.edmk.de, abgerufen am 20. Juli 2010
  3. [http://www.christoph17.de/sites/105001.asp?jahr_2=2010%20-%202019 Geschichte der RTH-Station Christoph 17 in der Zeit von 2010–2019.] In: Christoph17.de. Rettungshubschrauber Christoph 17, abgerufen am 10. April 2015.

Weblinks[Bearbeiten]