Flugplatz Rothenburg ob der Tauber

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Flugplatz Rothenburg ob der Tauber
Flugplatz Rothenburg ob der Tauber (Bayern)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code EDFR
Koordinaten

49° 23′ 20″ N, 10° 13′ 6″ OKoordinaten: 49° 23′ 20″ N, 10° 13′ 6″ O

399 m (1309 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km östlich von Rothenburg ob der Tauber
Straße A7
Basisdaten
Eröffnung 1957
Betreiber Aeroclub Rothenburg o. T. e.V.
Start- und Landebahn
03/21 950 m × 70 m Graspiste mit Asphaltstreifen 20 m



i7

i11 i13

BW
Luftbild EDFR von Norden (2016)

Der Flugplatz Rothenburg ob der Tauber ist ein Verkehrslandeplatz bei der mittelfränkischen Stadt Rothenburg ob der Tauber. Er wird vom Aero-Club Rothenburg o.d.T. e. V. betrieben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt etwa drei Kilometer östlich des historischen Stadtkernes von Rothenburg ob der Tauber im Flurstück Langheckenfeld auf einer Höhe von 399 m ü. NN.[1] Unmittelbar westlich befinden sich das Naturschutzgebiet Lindleinsee und die Bahntrasse der Mittelfrankenbahn.

Naturräumlich senkt sich das Gelände nördlich zu der Windsheimer Bucht hin, östlich und südlich steigt es zu der Frankenhöhe auf. Westlich verläuft die Landesgrenze zu Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nach der Aufhebung des Flugverbotes 1949 gegründete Verein Aero-Club Rothenburg o.d.T. e. V. begann mit der Fliegerei 1952 zunächst bei Burgstall. Ab 1957 wurde auf den heutigen Gelände geflogen, das seit 1960/62 zum Flugplatz ausgebaut wurde. In den 1960er Jahren wurden zwei Flughallen und eine Werkstatt errichtet. Das Rollfeld wurde 1972/73 zunächst auf einer Länge von 450 m asphaltiert, 1975 auf 600 m verlängert und 1976 der Tower gebaut.[2]

1980 wurde dem Flughafen die Erlaubnis zur Zoll- und Passabfertigung erteilt. 1991/92 erfolgte eine Verlängerung der Asphaltbahn auf 800 m und 2003 auf knapp 1000 m.[2]

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist für Luftfahrzeuge aller Art bis 5700 kg Höchstabfluggewicht (MTOW) zugelassen und meist von 10:00 bis Sonnenuntergang in Betrieb. Der Halter und Betreiber des Flugplatzes ist der Aero-Club Rothenburg ob der Tauber. Der Platz führt den ICAO-Code EDFR.

Es bestehen mehrere Wirtschaftsgebäude, ein Tower (Frequenz 126,360 MHz), sechs Hangar und ein Restaurant. Es gibt eine Tankstelle mit JetA1, AVGAS und MOGAS

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. Juni 1961 stürzte nordöstlich von Rothenburg o. d. T. ein Starfighter der Bundesluftwaffe ab, dessen Pilot verstarb.[3]
  • Am 25. Januar 1962 kam beim Absturz eines Kampfflugzeugs vom Typ Fiat G.91 R.3 ebenfalls der Pilot ums Leben.[4]
  • 1974 stürzten die beiden Vereinsflugzeuge Piper Colt und Piper PA-28 ab.[2]
  • Am 22. Juni 1981 geriet ein Sportflugzeug nach den Absturz in Brand. Vier der Insassen verloren ihr Leben, einer überlebte das Unglück verletzt.[3]
  • Am 2. August 2011 stürzte ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Sting in ein nahegeleges Maisfeld, was den Piloten und seinen Fluglehrer trotz der vorhandenen Rettungsfallschirme das Leben kostete.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindestraße erschließt den Flugplatz zu der Staatsstraße St 2250 hin, die zu der unmittelbar westlich verlaufenden Bundesautobahn 7 anschließt. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt, jedoch gibt es dort einen Fahrradverleih. Im Ort selbst besteht am Bahnhof Rothenburg ob der Tauber eine Zustiegsmöglichkeit zu der Mittelfrankenbahn.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Flugplatz Rothenburg ob der Tauber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EDFR bei BayernAtlas
  2. a b c Chronik EDFR
  3. a b Chronik der Feuerwehr Rothenburg o. d. T.
  4. Nachruf Jürgen Ave
  5. Pressebericht Nordbayern.de vom 2. August 2011