Flugplatz Vogtareuth

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Flugplatz Vogtareuth
Flugplatz Vogtareuth (Bayern)
Red pog.svg
Kenndaten
ICAO-Code EDNV
Koordinaten

47° 56′ 46″ N, 12° 12′ 15″ OKoordinaten: 47° 56′ 46″ N, 12° 12′ 15″ O

464 m (1522 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km östlich von Vogtareuth,
10 km nördlich von Rosenheim
Straße B15
Basisdaten
Betreiber Motorfliegerclub Rosenheim
Start- und Landebahn
06/24 600 m × 15 m Asphalt



i7

i11 i13

BW
BW

Der Flugplatz Vogtareuth ist der Flugplatz der oberbayerischen Gemeinde Vogtareuth im Landkreis Rosenheim. Er wird von dem Motorfliegerclub Rosenheim e. V. betrieben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz liegt knapp zwei Kilometer östlich des historischen Ortskernes von Vogtareuth auf einer Höhe von 464 m ü. NN im Flurstück Heubühlmoos. Das östliche Ende des Rollfeldes überbaut auf das Gebiet der Gemeinde Söchtenau hin. Naturräumlich befindet er sich im westlichen Chiemgau im Tal der Achel. Vier Kilometer westlich fließt der Inn.[1] 25 Kilometer südlich verläuft die Staatsgrenze zu Österreich hin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Motorfliegerclub Rosenheim e. V. wurde in den 1950er Jahren gegründet und nutzte zu Anfangs die Gelände benachbarter Vereine mit.[2] Im Jahr 1971 wurde das Gelände in Vogtareuth bezogen. Dort entstanden zunächst ein eigenes Clubheim, eine Flugzeughalle und die Zulassung als Sonderlandeplatz wurde erteilt. Eine Tankstelle kam hinzu, das Rollfeld wurde asphaltiert und es erfolgt seither kontinuierlich der weitere Ausbau.

Von Flugplatz Vogtareuth aus wird die Hagelfliegerei betrieben.[3]

Flugplatz und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz für Luftfahrzeuge aller Art bis 2000 kg sowie Helikopter bis 5700 kg Höchstabfluggewicht (MTOW) und hat keine geregelten Betriebszeiten. Der Betreiber ist der Motorfliegerclub Rosenheim e. V. Eine Landung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (PPR). Der Platz führt den ICAO-Code EDNV.

Es bestehen ein Wirtschaftsgebäude mit ebenerdigem Flugleitstand (Frequenz 121,025 MHz), ein Hangar und das Vereinsheim. Es gibt eine Tankstelle und bei Zwischenlandungen ist ein Ölservice möglich.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 24. Mai 1999 wurde bei einem Fehlstart ein Reisesegler Hoffmann H36 schwer beschädigt.[4]:65
  • Am 14. August 2002 wurde eine auf EDNV gestartete Dallach D4 nach drei Flugminuten unstabil und stürzte in ein Moorgebiet, wobei der Pilot tödlich verletzt wurde.[5]:14
  • Am 13. August 2012 stürzte eine am Flugplatz Vogtareuth stationierte und gestartete zweimotorige Cessna nahe dem norwegischen Trondheim in ein Waldgebiet und zerschellte. Der Pilot und die beiden Fluggäste verloren hierbei ihr Leben.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde- und Kreisstraßen erschließen den Flugplatz über die Staatsstraße St 2359 zu der westlich verlaufenden Bundesstraße 15 hin. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt, jedoch kann in Vogtareuth zu der Buslinie 9415 zugestiegen werden, die nach Rosenheim fährt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EDNV bei BayernAtlas
  2. Chronik des Flugplatzes Vogtareuth
  3. Hagelfliegerei
  4. BFU-Jahresbericht 1999, 3X074-0/99 (.pdf)
  5. BFU-Bulletin August 2002, 3X185-0/02 (.pdf)
  6. Pressebericht, mangfall24.de