Heat (1995)

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Filmdaten
Deutscher TitelHeat
OriginaltitelHeat
Heat (1995) logo.png
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch, Spanisch
Erscheinungsjahr1995
Länge171 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
JMK 14
Stab
RegieMichael Mann
DrehbuchMichael Mann
ProduktionArt Linson
Michael Mann, New Regency
MusikElliot Goldenthal
KameraDante Spinotti
SchnittPasquale Buba
William Goldenberg
Dov Hoenig
Tom Rolf
Besetzung
Synchronisation

Heat ist ein US-amerikanischer Kriminalfilm aus dem Jahr 1995. Drehbuchautor, Regisseur und Koproduzent ist Michael Mann. Al Pacino und Robert De Niro spielen die Hauptrollen und sind erstmals in der Filmgeschichte gemeinsam auf der Leinwand zu sehen. Der Film ist ein erweitertes Remake des Pilotfilms Showdown in L.A. und wurde wie dieser von realen Begebenheiten inspiriert. Er handelt von der Jagd eines Kommissars auf einen Berufsverbrecher und dessen Bande, die nach einem unplanmäßig verlaufenen Raubüberfall in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen geraten, aber trotzdem den nächsten Raub durchführen. Er erzählt zudem von den privaten, familiären Beziehungen der Protagonisten und zeigt im Laufe der Handlung, dass Jäger und Gejagter in ihren Schicksalen miteinander verbunden sind.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz kam der Film im ersten Quartal 1996 in die Kinos. Während er in seinem Ursprungsland USA von der Kritik gespalten aufgenommen wurde, war die Resonanz deutscher Kritiker weithin positiv. Obwohl der Film keinen renommierten Preis gewinnen konnte, gilt er als ein Klassiker und als Michael Manns Meisterwerk. Er diente realen Verbrechern weltweit als Vorbild und Inspiration.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neil McCauley ist der Anführer einer Bande aus vier, überwiegend vorbestraften Gangstern in Los Angeles. Bei einem gemeinsamen Coup, bei dem zusätzlich der fünfte Mann Waingro engagiert ist, überfällt die Bande einen Geldtransporter, aus dem McCauley zielgerichtet nur die Inhaberschuldverschreibungen der Investmentgesellschaft Malibu Invest stiehlt. Der Coup endet für McCauley in einem Desaster, da der psychopathische Waingro ungeplant einen Wachmann erschießt. Daraufhin tötet die Gruppe zwei weitere Wachleute, um keine Mordzeugen zu hinterlassen. Als McCauley Waingro wegen dessen Verhalten erschießen will, kann dieser in letzter Sekunde entkommen.

Lieutenant Vincent Hanna vom Raub- und Morddezernat des Los Angeles Police Department leitet die Aufklärung der Überfälle. Da ihn sein Berufsleben so sehr beansprucht, leidet sein Privatleben; seiner dritten Ehefrau Justine und deren Tochter Lauren, der ihr Vater fehlt, kann er arbeitsbedingt nicht genügend Zeit widmen. Als er den dreifachen Raubmord untersucht, den McCauleys Gang begangen hat, erfährt er nur durch Zufall über Informanten den Namen des Bandenmitglieds Michael Cheritto. So kommt Hannas Dezernat auf die Spur der Bande, bei deren Observation die Beamten erstmals auch auf McCauley aufmerksam werden.

Der Hintermann und Hehler Nate vereinbart aus Profitinteresse stellvertretend für McCauley mit Roger Van Zant, dem Leiter von Malibu Invest, den Rückkauf der Schuldverschreibungen, die zu 100 Prozent gegen Verlust versichert sind, für 60 Prozent ihres Wertes. Van Zant möchte diese Gelegenheit nutzen, um McCauley töten zu lassen. McCauley übersteht die Falle mit Hilfe seiner Bande jedoch unbeschadet und kündigt Van Zant anschließend telefonisch an, ihn aus Vergeltung zu töten.

Zu McCauleys Bande gehört auch der spielsüchtige Chris Shiherlis. Als McCauley herausfindet, dass Chris’ Ehefrau Charlene ihn durch eine Liebesaffäre mit dem Mann Alan Marciano betrügt, zwingt McCauley – interessiert am Zusammenhalt seiner Bande – Charlene dazu, Chris noch eine letzte Chance zu geben. Etwas später erpresst Hanna den polizeilich anderenorts aufgefallenen Marciano dazu, Informationen über Chris Shiherlis an die Polizei weiterzugeben.

Nachdem Waingro eine Prostituierte ermordet hat, werden Hanna auch die Ermittlungen an diesem Mord übertragen. Nach dem Mord auf der Suche nach Arbeit, lässt sich Waingro über Mittelsmänner an Van Zant vermitteln.

Als die Bande mit einem Einbruch in ein Lagerhaus ihren nächsten Coup durchführt, möchte Hanna die Verbrecher auf frischer Tat festnehmen lassen. Da einer der Polizisten während der Observation versehentlich ein von McCauley wahrgenommenes Geräusch verursacht, lässt McCauley den Einbruch vorsichtshalber abbrechen. Hanna lässt die Bande entkommen, da sie für den beutelosen Einbruch zu früh wieder auf freiem Fuß wäre. In dem Wissen, observiert zu werden, verleitet die Bande Hanna und dessen Beamte dazu, sich bis zu einer bestimmten, exponierten Stelle zu begeben. Dort fotografiert McCauley die Beamten aus sicherer Entfernung, sodass er in der Folge Hannas Identität erfährt.

Trotz Nates Warnung, dass McCauley durch Hannas Ermittlungen nunmehr besonders gefährlich lebt, möchte McCauley mit seiner Bande noch einen Banküberfall begehen und dabei etwa 12 Millionen Dollar stehlen. Sowohl mit dieser Absicht, als auch mit seinem Entschluss, die Liebesbeziehung zu seiner kürzlich kennengelernten Freundin Eady fortzusetzen, vernachlässigt McCauley bewusst seinen beruflichen Grundsatz, sich niemals an etwas zu „hängen, das du nicht innerhalb von 30 Sekunden problemlos wieder vergessen kannst, wenn du merkst, dass dir der Boden zu heiß wird.“[2]

McCauley folgt Hannas spontaner Einladung zu einem Gespräch in ein Restaurant. Unter anderem erklären sie sich gegenseitig, dass sie das Leben des jeweils anderen bei einer weiteren Konfrontation nicht verschonen würden. Während des Gesprächs können McCauleys Kumpanen die sie überwachenden Polizeibeamten abschütteln.

Als der von langer Hand vorbereitete Banküberfall unmittelbar bevorsteht, steigt der als Fahrer vorgesehene Trejo kurzfristig aus dem Plan aus, da er sich sicher ist, von der Polizei observiert zu werden. McCauley engagiert daher spontan seinen ehemaligen Mithäftling Donald Breedan, den er zufällig wiedertrifft, als Fahrer des für die Flucht vorgesehenen Autos.

Der Raub des Bargeldes aus einer Bank in einem belebten Viertel von L.A. verläuft zunächst nach Plan. Da die Polizei über einen Informanten aber kurzfristig von dem Raub erfährt, können Hanna und seine Beamten McCauleys schwer bewaffnete Gang beim Verlassen der Bank gerade noch abfangen. Diese versucht, sich den Weg mit Sturmgewehren und ohne Rücksicht auf gegnerische und unbeteiligte Menschenleben freizuschießen. Bei dem mehrminütigen Feuergefecht auf offener Straße sterben Breedan und mehrere Polizeibeamte, Hanna kann den flüchtenden Cheritto in einer Fußgängerpassage erschießen. McCauley gelingt indes mit dem verwundeten Shiherlis und einem Teil der Beute die Flucht. Mit Nates Hilfe erhält Shiherlis eine neue Identität und McCauley einen neuen Fluchtweg.

McCauley findet heraus, dass Trejo durch Waingro, der für Van Zant arbeitet, zur Preisgabe des Plans für den Banküberfall gezwungen wurde, und erlöst ihn durch einen Gnadenschuss von den Schmerzen seiner schweren Verletzungen. McCauley erschießt danach Van Zant rachsüchtig und kaltblütig in dessen Wohnung. Eady erkennt erst bei der Rückkehr McCauleys in ihr Apartment die wahre Identität ihres Freundes und erklärt sich widerwillig dazu bereit, ihn bei seiner Flucht nach Neuseeland zu begleiten.

Charlene Shiherlis lässt sich durch die Kripo dazu zwingen, Chris zu identifizieren und damit in die Hände der Polizei zu führen, verhilft ihm aber – die Polizei austricksend – durch ein Handzeichen zur Flucht. In der Annahme, auch deshalb die Spur zu den Gangstern verloren zu haben, begibt sich Hanna in sein Hotelzimmer. Dort findet er Lauren nach einem Suizidversuch schwer verletzt vor, woraufhin er sie in ein Krankenhaus bringt. Nachdem sie außer Lebensgefahr ist, beschließen er und Justine, die inzwischen einen anderen Liebhaber hat, ihre Beziehung zu beenden.

Indes ist McCauley mit Eady bereits auf dem vorbereiteten Fluchtweg, als er sich kurzfristig noch dazu entschließt, einen Abstecher in das Flughafenhotel zu machen, in dem sich Waingro versteckt hält. Er erschießt Waingro, der bereits von der Polizei observiert wird, dort rachsüchtig. Durch McCauleys Erscheinen in dem Hotel aufmerksam geworden, trifft auch Hanna dort ein. McCauley flüchtet zu Fuß vor Hanna auf das Gelände des benachbarten Flughafens von L.A. Zwischen den Anflugslichtern liefern sich beide für einige Minuten ein Katz- und Mausspiel, ehe Hanna, durch McCauleys plötzlich erscheinenden Schatten auf ihn aufmerksam geworden, mehrere Schüsse auf seinen Kontrahenten abgeben kann. McCauley stirbt, während Hanna respektvoll seine Hand hält.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur, Drehbuchautor und Co-Produzent Michael Mann

Drehbuch- und Projektentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Drehbuch beruht auf wahren Begebenheiten rund um die Konfrontation des Polizisten Chuck Adamson mit dem Einbrecher und Dieb Neil McCauley, den Adamson Anfang der 1960er Jahre in Chicago verfolgte. Ungeplant kam es bei der Verfolgung dazu, dass sie sich gemeinsam zum Kaffeetrinken trafen. Dabei entwickelte sich eine vertrauliche Konversation, in der auch Adamsons damalige private Probleme eine Rolle spielten. Das Treffen endete mit dem gegenseitigen Verständnis, dass jeder den anderen bei Gelegenheit töten würde. Als Adamson 1963 an den Schauplatz eines bewaffneten Banküberfalls von McCauley gelangte, kam es zwischen den Beiden zu einer Verfolgungsjagd, bei der McCauley zunächst erfolglos auf Adamson schoss, der daraufhin 6-mal auf ihn schoss und ihn so tödlich verletzte.[3]

Mann erfuhr von dieser Geschichte erstmals Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre durch den befreundeten Adamson und entwickelte daraus ein Drehbuch für einen Film. Er war so fasziniert von dem Verhältnis zwischen Adamson und McCauley, welches von gegenseitigem Respekt, von Vertraulichkeit und beidseitiger Professionalität geprägt war, dass er es eigenen Angaben zufolge zum Kernthema des Drehbuchs machte. In einem 1983 veröffentlichten Presseinterview erklärte Mann seine Absicht, das Drehbuch produzieren zu wollen, ohne selbst Regie zu führen.[3]

Das Drehbuch verfilmte Mann als Regisseur 1989 mit dem Fernsehfilm Showdown in L.A. (Originaltitel: L.A. Takedown), der als Pilotfilm für eine Fernsehserie namens Hanna geplant war.[4] Da Mann sich mit NBC-Programmdirektor Brandon Tartikoff über die Besetzung der Hauptrolle nicht einigen konnte, wurde die Fernsehserie nicht verwirklicht.[5] Bei der Herstellung des Films standen Mann nur zehn Tage für die Vorproduktion und 19 Tage für den Dreh zur Verfügung.[3]

Nachdem die Produktion von Manns Kinofilm Der letzte Mohikaner (1992) beendet war, begann er mit den Arbeiten an Heat. Dafür schrieb er das für Showdown in L.A. verwendete Drehbuch neu und kam daraufhin mit dem befreundeten Produzenten Art Linson überein, den Film gemeinsam zu produzieren, und, dass Mann die Regie übernimmt. Nachdem Robert De Niro und Al Pacino zugestimmt hatten, die beiden Hauptrollen zu besetzen, stimmte das Filmstudio Warner Bros. dem Projekt zu.[5] Das fertige Drehbuch beinhaltet circa 70 Sprechrollen.[6]

Die Figur Vincent Hanna basiert nicht nur auf Adamson, sondern laut Mann auch auf einer anderen Person, die Einsätze gegen Drogendealer im Ausland führt.[7] Zudem war Hanna von Mann ursprünglich als Kokain-Konsument vorgesehen, um damit Hannas emotionale Ausbrüche zu erklären.[8] Die Figur des Drahtziehers Nate basiert auf der Geschichte des Kriminellen Edward Bunker, die Figur Waingro auf dem realen, gleichnamigen Mörder, der zu einem Informanten für die Polizei wurde.[7]

Das Budget für den Film betrug geschätzt 60 Millionen US-Dollar.[9] Arnon Milchan übernahm die Finanzierung des Films.[5]

Besetzung [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Rollenname Deutscher
Synchronsprecher[10]
Pacino, Al Al Pacino Hanna, Vincent Vincent Hanna Glaubrecht, Frank Frank Glaubrecht
De Niro, Robert Robert De Niro McCauley, Neil Neil McCauley Brückner, Christian Christian Brückner
Kilmer, Val Val Kilmer Shiherlis, Chris Chris Shiherlis Sense, Torsten Torsten Sense
Voight, Jon Jon Voight Nate Krauss, Helmut Helmut Krauss
Sizemore, Tom Tom Sizemore Cheritto, Michael Michael Cheritto Wolf, Hans-Jürgen Hans-Jürgen Wolf
Venora, Diane Diane Venora Hanna, Justine Justine Hanna Gassen, Joseline Joseline Gassen
Brenneman, Amy Amy Brenneman Eady Bentheim, Irina von Irina von Bentheim
Judd, Ashley Ashley Judd Shiherlis, Charlene Charlene Shiherlis Ackermann, Maud Maud Ackermann
Williamson, Mykelti Mykelti Williamson Drucker Rettinghaus, Charles Charles Rettinghaus
Studi, Wes Wes Studi Casals Klebsch, K. Dieter K. Dieter Klebsch
Levine, Ted Ted Levine Bosko Meincke, Ernst Ernst Meincke
Haysbert, Dennis Dennis Haysbert Breedan, Donald Donald Breedan Hosang, Andreas Andreas Hosang
Fichtner, William William Fichtner van Zant, Roger Roger van Zant Krüger-Shantin, Florian Florian Krüger-Shantin
Portman, Natalie Natalie Portman Gustafson, Lauren Lauren Gustafson Bonalana, Ranja Ranja Bonalana
Noonan, Tom Tom Noonan Kelso Wolf, Bodo Bodo Wolf
Gage, Kevin Kevin Gage Waingro Paradies, Gerald Gerald Paradies
Azaria, Hank Hank Azaria Marciano, Alan Alan Marciano Feld, Oliver Oliver Feld
Trejo, Danny Danny Trejo Trejo Döring, Jörg Jörg Döring
Rollins, Henry Henry Rollins Benny, Hugh Hugh Benny Schramm, Bernd Bernd Schramm
Harris, Ricky Ricky Harris Torena, Albert Albert Torena Jäger, Simon Simon Jäger
Loc, Tone Tone Loc Torena, Richard Richard Torena Nordhausen, Engelbert von Engelbert von Nordhausen
Piven, Jeremy Jeremy Piven Dr. Bob Ciazynski, Frank Frank Ciazynski
Cort, Bud Bud Cort Wolf, Solenko Solenko Wolf Reutermann, Rüdiger Rüdiger Reutermann

Heat ist der erste Film, der die beiden Filmstars und Charakterdarsteller Al Pacino und Robert De Niro gemeinsam auf der Leinwand zeigt. Beide spielten zwar schon in Der Pate – Teil II mit, hatten dort aber keine gemeinsamen Szenen. 1995 lagen die üblichen Gagenforderungen der beiden Oscar-Preisträger bei 12 (Pacino) bzw. 7 (De Niro) Millionen US-Dollar pro Film.[11]

Im Fernsehfilm Showdown in L.A. spielte Scott Plank die Rolle von Vincent Hanna, Alex McArthur die seines Widersachers Patrick McLaren. Xander Berkeley, der in Showdown in L.A. den Waingro spielte, übernahm in Heat die Rolle des Ralph, dem eher zart besaiteten Liebhaber von Hannas Ehefrau Justine.

Für die Rolle des Chris Shiherlis war ursprünglich der Schauspieler Keanu Reeves vorgesehen. Val Kilmer wurde erst verpflichtet, als er während der Dreharbeiten für Batman Forever verfügbar wurde. Amy Brenneman wollte ursprünglich nicht im Film mitspielen, da sie das Drehbuch als zu blutig und unmoralisch empfand. Michael Mann konnte sie mit dem Argument, dass sie mit dieser Denkweise die perfekte Besetzung für die Rolle der Eady sei, zum Mitspielen überreden. Jon Voight lehnte zunächst ebenfalls ab, den Nate zu spielen, und ließ sich erst später überreden.[7]

Weitere Vorproduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Vorproduktion sprach Mann mit einigen Häftlingen im Folsom State Prison und verwendete die dabei gewonnenen Erkenntnisse für die Charakterisierung der Figur McCauley, die eine Gefängnisvergangenheit hat.[7] Des Weiteren begleitete Mann über neun Monate hinweg an zwei Tagen pro Woche einen Zivilfahnder des Los Angeles Police Department bei dessen Arbeit.[12]

Zur Vorbereitung auf den Banküberfall inspizierten Mann und die Schauspieler De Niro, Kilmer und Sizemore eine reale Bank und täuschten dabei mit entladenen Waffen einen Raub vor, worüber sie – abgesehen von den Sicherheitskräften – zuvor niemanden informiert hatten.[12]

Zur Durchführung von Probedrehs der Schießerei, die auf den Banküberfall folgt, zwischen den Verbrechern und der Polizei errichtete man eine Attrappe des Schauplatzes, bestehend unter anderem aus Platzhaltern für parkende Autos und Briefkästen. Die am Feuergefecht beteiligten Schauspieler wurden zur Vorbereitung auf den Dreh mehrere Tage lang so intensiv im Umgang mit Waffen geschult, wie es auch beim Militär üblich ist. Dabei wurden sie unterstützt durch das Los Angeles County Sheriff’s Department, das drei Schießstände zur Verfügung stellte, und die britische Spezialeinheit Special Air Service.[5][13]

Dreharbeiten und Schauplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden vom 21. Februar bis 19. Juli 1995 statt.[9] Laut einer Aussage von Michael Mann dauerten sie 110 Tage.[5] Gedreht wurde ausschließlich an Originalschauplätzen, deren Zahl Mann mit 160 bezifferte.[5] Anderen Quellen zufolge betrug die Anzahl 65[14] bzw. – nur auf Los Angeles bezogen – 95.[15]

Als Kameramann wurde Dante Spinotti eingesetzt, mit dem Mann schon mehrfach zusammengearbeitet hatte. Zur Zusammenarbeit zwischen den beiden gehörte es, dass Mann auch manchmal die Kamera führte.[5]

Die Szene, in der sich Hanna und McCauley zu einem Gespräch in einem Restaurant treffen, wurde ohne Probedreh des letztlich gesprochenen Textes gefilmt. Mann beabsichtigte damit, die Spontanität der Schauspieler zur Steigerung der Glaubhaftigkeit zu nutzen.[5]

Bedingt durch die Drehgenehmigung hatte der Stab für das Filmen der Schießerei, die nach dem Banküberfall stattfindet, nur drei Wochenenden zur Verfügung.[5] Schauplatz und finaler Drehort des Feuergefechts ist die Kreuzung 5th Street / South Flower Street in Los Angeles.[13]

Michael Manns Film Collateral (2004) beginnt dort, wo Heat endet – am Los Angeles International Airport – und endet an derselben Station der Metro Los Angeles, an der Heat beginnt. Mann bezeichnete dies später als zufällig („quite coincidentally“).[16]

Nachbearbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik besteht aus Instrumentalstücken hauptsächlich von dem Komponisten Elliot Goldenthal, aber auch anderen Künstlern, darunter Terje Rypdal und Brian Eno, sowie Bands wie Einstürzende Neubauten und Joy Division. Auch Moby trug zwei Titel zur Musik des Films bei. Seine Titel New Dawn Fades und God Moving Over the Face of the Waters werden nur beim Aufeinandertreffen von Al Pacino und Robert De Niro gespielt. Goldenthal arbeitete bei der Komposition mit Page Hamilton zusammen.[17]

Computergesteuerte Spezialeffekte und digitales Compositing wurden eingesetzt, um Beleuchtungs- und Bildaufbauprobleme in solchen Szenen zu lösen, die nicht auf traditionelle Weise gefilmt werden konnten. Dazu gehört die Liebesszene, in der McCauley und Eady über die Hollywood Hills blicken und für die die Greenscreen-Technik verwendet wurde.[18]

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation wurde von der Firma Interopa Film in Berlin durchgeführt. Dialogbuchautor war Theodor Dopheide, Dialogregie führte Engelbert von Nordhausen.[10]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des US-Kinostarts bewarb das Filmstudio Warner Bros. den Film vor allem mit Blick auf das erste Aufeinandertreffen der Schauspielgrößen De Niro und Pacino.[19] In den USA lief der Film am 15. Dezember 1995 an. In den meisten anderen Ländern lief er erst 1996 an, darunter in Deutschland am 29. Februar und in Österreich und der Schweiz am 1. März 1996.

Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 187 Millionen US-Dollar ein, davon rund 67 Millionen US-Dollar in den USA und rund 9 Millionen US-Dollar in Deutschland.[20]

Kinostart Besucherzahl[21] Einspielergebnis[20]
Vereinigte Staaten 15. Dez. 1995 7,45 Mio. 067,4 Mio. $
Vereinigtes Königreich 02. Feb. 1996 2,74 Mio. 014,7 Mio. $
Frankreich 21. Feb. 1996 1,42 Mio.
Deutschland 29. Feb. 1996 1,07 Mio. 009,0 Mio. $
Österreich 01. Mär. 1996
Schweiz 01. Mär. 1996 0,18 Mio.
Europa 9,95 Mio.
Welt 187,4 Mio. $

LaserDisc und VHS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf LaserDisc erschien Heat in den Vereinigten Staaten[22] und in Deutschland[23] schon 1996. Im selben Jahr veröffentlichte der Verleih Warner Home Video den Film – zumindest in den beiden Ländern – auf VHS, in Deutschland zunächst nur als Leihvideo[24] und erst später, etwa 2000, als Kaufvideo.

DVD und Blu-ray[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 veröffentlichte Warner den Film erstmals auf DVD, in Deutschland zunächst wiederum nur als Leihvideo und erst 2002 als Kaufvideo.[25] Im März 2005 gab der Verleih den Film auf DVD als Special Edition neu heraus.[26] Darauf ist der Film mit einer im Vergleich zu vorherigen DVD- und LaserDisc-Ausgaben verbesserten Bildqualität und ergänzt um Bonusmaterial enthalten.[27] Neuauflagen dieser Edition erschienen – zumindest in Deutschland – 2006 als Premium Limited Edition und 2008[28] als Premium Edition,[29] ebenfalls bei Warner.

Erstmals auf Blu-ray veröffentlichte Warner den Film in den Vereinigten Staaten 2009. Diese Filmfassung enthält gegenüber der Kinofassung und den zuvor erschienenen Heimvideo-Veröffentlichungen eine alternative Einstellung und geringfügige Änderungen an einem Dialog.[30] 2012 erschien diese Fassung als Premium Collection als erste deutsche Blu-ray-Ausgabe des Films.[31]

Danach wechselten die Rechte an Heat von Warner zum Verleih 20th Century Fox. Unter Aufsicht von Michael Mann entstand eine Version des Films, für die als Vorlage ein Master in ultra-hoher Auflösung diente. Diese erscheint seit 2017 in mehreren Ländern, darunter in Deutschland am 23. Februar 2017 auf Blu-ray.[32] Die Ausgabe trägt den Zusatz Director’s Definitive Edition und enthält abermals zusätzliches Bonusmaterial. Ihre Bildqualität ist gegenüber der ursprünglichen Blu-ray-Veröffentlichung von Warner nochmals verbessert.[33]

Fernsehen und Video-on-Demand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine deutsche Erstausstrahlung im Pay-TV hatte der Film am 20. Februar 1998 bei Premiere. Die deutsche Free-TV-Erstausstrahlung war am 3. April 1999 bei ProSieben. Sowohl auf diesem Sender als auch auf anderen, auch öffentlich-rechtlichen Sendern wurde der Film mehrfach wiederholt.

Der Film ist auch für Video-on-Demand verfügbar, zumindest bei Amazon Video.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack erschien 1996 als CD unter dem Titel Music from the Motion Picture Heat beim Label Warner Bros. Records und enthält die folgenden Titel, bei denen es sich hauptsächlich um Instrumentalstücke handelt:

Nr. Titel Komposition und Aufführung
1 Heat Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal,1 Kronos Quartet2
2 Always Forever Now U2, Brian Eno
3 Condensers Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
4 Refinery Surveillance Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal,1 Kronos Quartet2
5 Last Nite Rypdal, Terje Terje Rypdal
6 Ultramarine Brook, Michael Michael Brook
7 Armenia Einstürzende Neubauten
8 Of Helplessness Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
9 Steel Cello Lament Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
10 Mystery Man Rypdal, Terje Terje Rypdal
11 New Dawn Fades Joy Division,1 Moby2
12 Entrada & Shootout Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
13 Force Marker Eno, Brian Brian Eno
14 Coffee Shop Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
15 Fate Scrapes Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
16 La Bas Gerrard, Lisa Lisa Gerrard
17 Gloradin Gerrard, Lisa Lisa Gerrard
18 Run Uphill Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
19 Predator Diorama Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal,1 Kronos Quartet2
20 Of Separation Goldenthal, Elliot Elliot Goldenthal
21 God Moving Over the
Face of the Waters
Moby

Anmerkungen:
1 Komponist
2 Instrumentalist

Inhaltlicher Vergleich mit Showdown in L.A.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Michael Manns Fernsehfilm Showdown in L.A. (Originaltitel: L.A. Takedown), auf dessen Drehbuch Heat basiert, heißt die Hauptfigur, die die Gangsterbande anführt, nicht Neil McCauley, sondern Patrick McLaren.[34] Die anderen, wichtigsten Figuren tragen denselben Namen wie im Kinofilm. Im TV-Film werden jene melodramatischen Handlungsteile, die bei den Hauptfiguren zu Hause spielen, nahezu völlig ausgelassen. Die Handlung des Fernsehfilms, der nur etwa anderthalb Stunden lang ist, schreitet schneller voran als in Heat. Anders als im Kinofilm gibt es in Showdown in L.A. keinen Handlungsstrang mit der Figur Roger van Zant und keinen Einbruch in das Lager für Edelmetalle. Die Gangsterbande wird hier auf die Polizei aufmerksam, indem Cheritto in seinem Auto Abhörgeräte entdeckt. McLaren wird tödlich verletzt, als Waingro auf die Tür seines Apartments schießt, kurz nachdem die Polizei McLaren dort aufgespürt hat. Am Ende des Fernsehfilms gibt es auch keinen Handschlag zwischen McLaren und Hanna; letzterer stößt Waingro aus dem Fenster in den Tod.[35]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basierend auf englischsprachigen Kritiken, berechneten die Webseiten Rotten Tomatoes und Metacritic eine Zustimmung für den Film von 86[36] beziehungsweise 76[37] Prozent.

Zeitgenössische Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Kinostart erschienene Kritiken

Positiv

Eher positiv

Gemischt

Eher negativ

Negativ

Bei seiner Erstveröffentlichung waren sich die Kritiker in den Vereinigten Staaten uneins über die Qualität des Films. Ein Teil der Kritiker lobte ihn. Richard Schickel etwa fand im Time Magazine für den Film feierliche Worte: „großartig. Wirklich episch. Ein Meisterwerk. Rundum originell.“[59][60] Der Filmkritiker Roger Ebert bewertete den Film in der Zeitung Chicago Sun-Times mit dreieinhalb von vier Sternen und hob anerkennend hervor, dass Manns Drehbuch und Regie der erzählten Handlung, darunter das Austesten der beiden männlichen Protagonisten mit Frauen, Niveau verliehen.[38] Ein großer Teil der Kritiker gab sich in mancherlei Hinsicht unzufrieden oder enttäuscht. Eberts Kollegin Janet Maslin von der New York Times störte sich im Gegensatz zu Ebert an den Frauengeschichten; sie offenbarten die Nachlässigkeit des halben Films. Für den Regisseur seien Dialoge in dem Film oft nicht mehr als notwendiges Übel. Maslin schrieb zusammenfassend: „Außergewöhnliche Schauspieler, kluge Kulissen, ein Handlungslabyrinth und ein Drehbuch mit fast 70 Sprechrollen ändern nichts an der Tatsache, dass ‚Heat‘ fundamental leer ist und seine Figuren nicht viel zu sagen haben.“[6][61] James Berardinelli stellte mit seiner Kritik dem Film ein annähernd vernichtendes Zeugnis aus, beurteilte ihn als eine „kolossale Enttäuschung“[62] und schrieb: „Etwa 40 Minuten von Heat sind beeindruckend. Der Rest variiert von eintönig bis langweilig.“[58][63]

Berardinelli und einige andere US-Kritiker vertraten die Meinung, dass der Film nicht genügend Szenen biete, in denen De Niro und Pacino gemeinsam auftreten. Der Filmkritiker des Chicago Tribune sprach diesbezüglich von einer „Schande“,[51] der Autor von Entertainment Weekly hielt es für die „perverseste Entscheidung“ des Regisseurs.[55] Ein weiterer, oft genannter Kritikpunkt war die Länge des Films; er sei zu lang und biete angesichts seiner Länge nicht genügend Interessantes. Auch das Filmende enttäuschte manche US-Kritiker: Es sei konventionell und unbeeindruckend. Hal Hinson von der Washington Post hielt es für ein „lächerliches Ende, das eine Art von finaler geistiger, metaphysischer Gedankenverschmelzung nahelege. Es eine mythische Absurdität zu nennen,“ sei eine „Niedlichkeit“.[54][64] Manche US-Kritiker, aber auch der Schweizer Marc Walder in der NZZ, fanden den Film zudem überfrachtet mit Geschichten. Zum Beispiel sei es überflüssig, dass mit Waingros Geschichte auch das Thema Serienkiller aufgegriffen werde.

Die Kritiken in deutschen Medien waren dagegen ungeteilt positiv und teilweise begeistert. Der Film-Dienst, aus dem das Lexikon des Internationalen Films gespeist wird, stellte den Film als einen „der fesselndsten Polizei- und Gangsterfilme der letzten Jahre“ heraus.[41] epd Film bezeichnete Heat als „meisterhaftes Genrekino“ und „eine grandiose Studie über das Verhältnis von Jäger und Gejagtem“, der Regisseur finde „eine wunderbare Balance zwischen kompromißlosem physischem Ausdruck und subtiler Milieu- und Charakterzeichnung“.[39] Die Jury der Filmbewertungsstelle Wiesbaden prädikatisierte den Film als „Besonders wertvoll“ und hob hervor, dass seine Geschichte „dank eines ausgezeichneten Drehbuches ohne Bruch“ funktioniere, seine Musik „gut eingesetzt und wohltuend zurückhaltend“ sei und seine Dramaturgie die Spannung zu halten wisse.[40] Die FBW wie auch andere deutsche Kritiker lobten die Machart des Films als wohldurchdacht, raffiniert und sorgfältig. Die Kritikerin der Frankfurter Rundschau meinte in diesem Zusammenhang, dass „die Inszenierung selbst den Eindruck körperlich spürbarer Anstrengung durch eine Solidität der Machart“ unterstütze, „die den hochbudgetierten B-Pictures des zeitgenössischen amerikanischen Kinos so fern steht wie die Figuren in Heat den korrupten Anti-Helden des neueren Kriminalfilms.“[43]

Die Leistungen der Schauspieler, auch die der Nebenrollen, wurden von einem überwiegenden Teil der Kritiker gelobt. Manche US-Kritiker glaubten in Al Pacinos Spiel allerdings Overacting zu erkennen. Kritiker beurteilten überdies die Besetzung als treffend und eindrucksvoll, die Charakterisierung der Figuren als reichhaltig und die Handlung als klischeefrei. Zudem würden die Schauplätze hervorragend genutzt.

Im Vergleich mit Showdown in L.A. lobte Frank Schnelle in der epd Film Heat als den deutlich besseren Film. Mann habe „mit sicherer Hand Schwachpunkte eliminiert“, das Filmende sei nun plausibler. Wegen einer ruhigeren und angemessen aufwändigen Inszenierung gewönnen die gleichen Szenen in Heat an Substanz bzw. funktionierten erst hier überhaupt.[39]

Spätere und undatierte Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Londoner Magazin Time Out beurteilte den Film als den besten amerikanischen Kriminalfilm in über einem Jahrzehnt. Die Actionszenen seien besser als in Filmen von John Woo und Quentin Tarantino und die Charakterisierung erreiche eine Tiefe, von der die meisten amerikanischen Filmemacher nur träumen könnten.[65] Vom deutschen Online-Magazin Filmstarts.de hieß es, dass der Film inhaltlich und optisch ein großes Erlebnis sei. „Die schwermütige Ballade vom Leben und Sterben in L.A. ist ein Meilenstein des Genres. Absolut perfekt.“[66] Das E-Zine critic.de pries den Film als „Klassiker des Kriminalfilms der neunziger Jahre.“[67]

Das US-Magazin American Cinematographer, das sich vor allem mit der Arbeit von Kameraleuten befasst, zeigte sich 2005 über Dante Spinottis Leistung bei Heat begeistert: Spinotti nutze das anamorphotische Verfahren „wie ein Meisterzeichner“ und komponiere seine Bilder sowohl mit Blick auf erzählerische Wirkung als auch auf ästhetische Schönheit. Zu seinen eindrucksvollsten Leistungen gehöre es, den Geist des Film noir zu vermitteln, ohne dabei andere Filme aus dieser Stilrichtung zu imitieren.[27][68]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde für einige Preise nominiert, ohne prämiert zu werden. Die meisten Nominierungen erhielt er für den Chicago Film Critics Association Award, und zwar in den Kategorien Bester Film, Beste Nebendarstellerin (Diane Venora), Beste Kamera (Dante Spinotti) und Beste Filmmusik (Elliot Goldenthal). Für den Cinema Audio Society Award wurde der Film in der Kategorie Beste Tonmischung vorgeschlagen. Von der Dallas–Fort Worth Film Critics Association war der Film in der Kategorie Bester Film für einen Preis nominiert. Je eine Nominierung für den Saturn Award gab es 1996 in den Kategorien Bester Action-/Abenteuerfilm und – für Val KilmerBester Nebendarsteller. Natalie Portman war als Beste Jungschauspielerin für den YoungStar Award nominiert.[69]

Interpretation und Analyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Form und Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Mann wollte den Film als Drama verstanden wissen und ausdrücklich nicht als Genrefilm.[70] Mann bezeichnete es als seine Absicht, mit dem Film ein menschliches Drama bzw. etwas Ähnliches wie eine klassische Tragödie erzählen zu wollen.[71] Dennoch ordneten Kritiker den Film in Genres wie Thriller, Actionfilm, Actionthriller, Polizeifilm, Gangsterfilm, Kriminalfilm und Heist-Movie ein.[72] Manche Rezipienten stuften ihn auch als Parabel[73] oder Epos[72] ein und glaubten Elemente des Film noir, speziell des Neo-Noir[74] zu erkennen.

Lindstrom (2002) betonte die starke Verwurzelung des Films im Gangsterfilmgenre und stellte ihn in eine Linie mit zwei seiner wichtigsten Vertreter. Sprung in den Tod (Originaltitel: White Heat) von 1949 etwa habe ebenso wie Heat „den über-hingebungsvollen Cop, den soziopathischen Kriminellen, den Geldraub und das Vertrauen auf Technologie zur Gewinnung entscheidender Informationen“. Kommissar Bannion aus dem Film Heißes Eisen (Originaltitel: The Big Heat) von 1953 sei hinsichtlich seiner Zielstrebigkeit und Bestimmtheit ein wichtiger Vorläufer Vincent Hannas.[75]

Filmkritiker und Wissenschaftler hoben die im Vergleich zum Inhalt des Films hohe Konzentration Manns auf Stil und Repräsentation hervor. Der Wissenschaftler García Mainar fasste dieses Charakteristikum auch für andere Werke des Regisseurs zusammen als „lange, visuell überwältigende und akustisch raffinierte Szenen, deren langsamer Rhythmus und Intensität das, ‚was geschieht‘, weniger in den Mittelpunkt rücken als ‚wie es repräsentiert ist‘.“[76] Dass sich der Film zum Kommunizieren mit dem Publikum so sehr auf seinen Stil verlasse, mache ihn überdies zu einem Werk mit postmodernen Eigenschaften.[77]

Verschiedene Rezipienten waren sich darin einig, dass der visuelle und akustische Stil des Films von Ideen und Einflüssen aus Kunst und Kultur der 1970er und 1980er geprägt sei. García Mainar betonte in diesem Zusammenhang eine starke Beeinflussung durch die experimentelle Kunst der späten 1970er und frühen 1980er Jahre.[70] Sie zeige sich zum Beispiel in McCauleys persönlichem Stil und der Gestaltung der von ihm bewohnten Räume.[77]

Visueller Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Meinung des britischen Filmkritikers Nick James zufolge äußere sich der Stil der 1980er im Film durch „die großen faschistoiden Firmengebäude, das Posieren in übertriebenen Anzügen und die Besessenheit […] von Konsumgütern von Designer-Marken“.[78]

Als Inspirationsquellen für die Gestaltung des Films dienten Michael Mann etliche Gemälde.[38] Dazu gehört vor allem Pacific (1967) des kanadischen Malers Alex Colville. Mann nutzte es als Vorbild für die Einstellung, in der McCauley in blauem Licht vor dem Hintergrund des pazifischen Ozeans in seinem Apartment steht und man im Vordergrund seine Waffe auf dem Tisch liegen sieht.[79] Für García Mainar ist das Gemälde eine Kombination aus Realismus und Surrealismus und damit passend zum impressionistischen Realismus von David Hockney.[70]

Der Filmwissenschaftler Steven Rybin gab sich überzeugt davon, dass sich Mann bei der visuellen Gestaltung des Films durch den russischen Filmemacher Dsiga Wertow (1896–1954) hat beeinflussen lassen. Wertow, von Mann bewundert, hatte eine Vorliebe dafür, die Kamera wie ein übermenschliches Auge zu nutzen, das mehr als das menschliche Auge zu sehen im Stande ist. Heat sei diesbezüglich ähnlich, denn die Kamera tendiere dazu, einen Reichtum visueller Realität zu betonen, der für seine Figuren niemals vollumfänglich greifbar werde. Einige Sequenzen betonten visuell diese Lücke zwischen menschlicher Handlungsfähigkeit und den gewaltigen technologischen, industriellen und kommerziellen, von der Kamera eingefangenen Landschaften.[80] Charakteristisch für Heat sind außerdem horizontale Kameraschwenks, die – so Rybins Interpretation – eine hohe Dichte an Informationen sowohl auf Flächen innerhalb des Bildes als auch durch Umgebungen zeigen, die die Figuren selbst nicht sähen.[81] Rybin deutete die Kinematographie etlicher Szenen, die mit Hilfe computergenerierter Spezialeffekte und digitalen Compositings entstanden, als „traumähnlich“ und als visuell gegensätzlich sowohl zwischen Stadt und Ozean als auch zwischen Schwarz und Blau. Dabei befinden sich Figuren vor dem Hintergrund eines Meers aus städtischen Lichtern und Silhouetten.[82] Beispielhaft dafür ist die Szene, als Neil McCauley, mit Eady im Auto sitzend und mit Nate telefonierend, vor dem Hintergrund des nächtlichen L.A. zu sehen ist. Ein weiteres Beispiel ist die Szene, in der McCauley und Eady, nachdem sie von ihm zu fliehen versucht hat, vor dem Hintergrund des Pazifiks zu sehen sind. Rybin interpretierte diese Szene zudem als Anspielung auf die für Michelangelo Antonioni typische Inszenierung entfremdeter Pärchen in Filmen wie Die mit der Liebe spielen (1960).[83]

Der Dialog zwischen den beiden Protagonisten in einem Schnellrestaurant ist in der Form Schuss-Gegenschuss inszeniert.[84] Nick James verstand den Effekt, die beiden Schauspieler bei dem Gespräch in derselben Weise wechselnd abzubilden, als „brillant“ und als zweckdienlich dafür, auszudrücken, dass jede Figur in einen Spiegel schaut.[85]

Der US-Filmkritiker Richard Combs äußerte seine Überzeugung, Mann habe sich durch Stanley Kubrick beeinflussen lassen, der sich zu Beginn seiner Laufbahn ebenfalls mit Heist-Movies und Gangsterfilmen befasste. Mann habe bei Heat Geschichten und Figuren von Kubrick aufgegriffen, die das für solche Genres typische “pulp feel” (Deutsch etwa: „Schundgefühl“) bewahren, und sie „dabei in perfekte Kunstwerke und mit privaten Regeln durchgeführte Megaproduktionen verwandelt. Heat ist Die Rechnung ging nicht auf von einem Kubrick mit den Ambitionen und der Kraft von 2001: Odyssee im Weltraum.“[86]

Nick James beurteilte den Stil, in dem Los Angeles in Heat dargestellt wird, als abweichend vom „traditionell klaustrophobischen Blick eines Kriminalfilms“[87] auf diese, für die Stilrichtung Film noir typische, „Nachtstadt aus fiebrigen Geldraffern mit starkem Geschlechtstrieb in anrüchigen Räumen“:[88] Kameramann Spinotti sorge mit seinen Fähigkeiten, „tiefgeätzte Schatten in die meist sonnendurchfluteten Tageslichtszenen zu bringen“,[89] und Farben sorgfältig hin zu Grautönen abzuschwächen, für ein „relativ lichtfreundliches Neo-Noir-Gefühl“,[90] sodass beispielsweise während des Banküberfalls die Gegner blutarm wirkten.[91] Der US-Kulturtheoretiker Norman M. Klein vertrat in Bezug auf die Inszenierung der Stadt L.A. eine ähnliche Meinung wie James und bezeichnete Heat als „Hommage an das anspruchsvollere Los Angeles“.[92] Dazu bemerkte er: „Die Ausuferung und die tödliche Dunstglocke des Kleeblattes von L.A. wurde ignoriert. Mann war dafür besonders angetan vom Look von L.A. von der Spitze eines großen Gebäudes aus gegen Mitternacht während der Smog-freien Saison“.[93] García Mainar meinte, dass die Schauplätze in dem Film mit besonderer Betonung ihrer visuell ungewöhnlichen Qualität gefilmt seien; das Filmen an Schauplätzen diene in dem Film dem Wunsch, die Gangstergeschichte mit einer weiteren Geschichte, nämlich der über die Stadt L.A., konkurrieren zu lassen. Zum Beispiel vermittele die Szene zu Beginn des Filmes, als der Zug mit McCauley am Bahnhof eintrifft, eine beinahe abstrakte Sicht auf Beleuchtung und ultramoderne Architektur, gestützt durch das Fehlen von Dialogen und die Präsenz intensiver Ambient-Musik.[76]

Durch die Inszenierung, meinte Franz Everschor, werde die Handlung zunehmend zu einem Synonym für das Leben am Ende des 20. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang vermittele etwa der Blick aus McCauleys kaum möblierter Wohnung auf den unendlichen Ozean „das Gefühl des Zurückgeworfenseins in die eigene Isolation“.[41]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack von Heat besteht einerseits aus speziell für den Film komponierten Stücken des US-amerikanischen Filmmusik-Komponisten Elliot Goldenthal und des US-Streichquartetts Kronos Quartet. Goldenthal erhielt dabei Unterstützung durch den Gitarristen Page Hamilton.[70] Außerdem gehören ausgewählte, unabhängig von dem Film entstandene Stücke von verschiedenen anderen Künstlern zum Soundtrack. Bei der Filmmusik handelt es sich hauptsächlich um elektronische Instrumentalmusik. Dazu gehören New-Age-Klänge von Terje Rypdal und Ambient-Musik von Brian Eno und Moby. Für die Musik kamen Perkussionsinstrumente, Gitarren, Cellos und experimentelle Instrumente zum Einsatz.[94]

Während der Großteil der Filmmusik Umgebungsmusik ohne Perkussionen ist, ist die vom Kronos Quartet stammende Eröffnungssequenz geprägt von rhythmischen Schlägen, die Rybin als das Thema davonlaufender Zeit bekräftigend deutete.[95] Während des Überfalls auf eine innerstädtische Bank erklingt das Stück Force Marker von Brian Eno, das von elektronischen, ebenfalls rhythmischen Schlägen geprägt ist und die Spannung des Überfalls unterstützt.[96]

Rezipienten interpretierten die Musik als minimalistisch. García Mainar vertrat in seinem Essay die Auffassung, dass die Kompositionen zwischen eher ruhig-hypnotisierend wirkender Space music zur Betonung der Schauplätze und kräftigen Klängen als Begleitung von Action oder Spannung oszillierten. Bestes Beispiel für diese Mischung sei das von Moby intonierte, ursprünglich von der Post-Punk-Band Joy Division stammende Stück New Dawn Fades, das ertönt, während McCauley auf dem Highway von Hanna verfolgt wird.[70] Die Journalistin Anke Sterneborg meinte, dass die Musik mit ihren ungewohnten Klangkombinationen der Atmosphäre des Films einen „treibenden Drive“ versetze und ihn mit „melancholischer Verlorenheit“ auflade.[94] Der australische Komponist und Sound Designer Philip Brophy interpretierte die Musik als das Hauptmittel des Films, um seine Schauplätze und Umgebungen der hochfragmentierten Ästhetik der Kinematographie als Kontrapunkt zuzuordnen.[97]

Nick James meinte, dass die Musik so gut in das filmische Gefüge integriert sei, dass es wie eine konstante Präsenz scheint, ein unendliches, orchestriertes Anwachsen und Ausklingen halbindustrieller Geräusche. Der Minimalismus, von dem sie allesamt geprägt seien, verliehen dem Film eine Art von High-Tech-Glanz. Manns Bereitschaft, zwischen dieser Musik und seinem erzählenden Event-Sound zu wechseln, wobei sich beide wechselseitig kommentierten, sei ein frisches Verständnis der Bedeutung von Film-Geräuschkulissen.[98]

Dass der Film ästhetisch von der Kultur der 1980er Jahre geprägt sei, begründet James unter anderem mit Manns ursprünglicher, aber dann doch nicht verwirklichter Absicht, die Handlung mit Musik des US-Gitarristen Glenn Branca zu unterlegen.[98]

Im Soundtrack, so García Mainar, koexistierten Chris Jenkins’ hyperreale Tongestaltung mit Goldenthals experimentellen Klängen und Mobys Elektromusik. Dadurch werde die wechselnde Konzentration des Films auf reale Ereignisse und Räume einerseits und auf Repräsentation andererseits illustriert.[99]

Inhaltliche Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im film-dienst interpretierte Franz Everschor, dass der Film eine entmenschlichte Welt zeige: Entsprechend der Philosophie der Figuren, das zu tun, was man selbst am besten kann, gehorchten „die wirklich Erfolgreichen in jedem Metier nur noch dem Anspruch auf Perfektion“. Auch „Geschäfte, die anderen das Leben kosten, werden dann mit höchster Präzision und Akribie ausgeführt. Jenseits der Maßstäbe von Menschlichkeit und Moral ist alles zum ‚Business‘ geworden.“[41]

Todd McCarthy von Variety deutete den Film als aufmerksame, zutiefst melancholische Interpretation des modernen Lebens; er zeige ein Bild von der Gesellschaft im Ganzen mit „fragmentierten Lebensläufen, gebrochenen Familien und Frauen, die als Folge davon allein gelassen werden.“[50]

Hal Hinson glaubte es in der Washington Post als von dem Film ausgehende Botschaft zu erkennen, dass Männer zu zerstörerisch und zu gewalttätig für die „Domestifizierung“ – also die häusliche Zähmung – seien; ihre wirklichen Partner seien nicht die Frauen, sondern ihre männlichen Pendants. Hinsichtlich der immanenten Gewalttätigkeit der Männer ähnele der Film dem Western The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz (1969).[54] Im Chicago Tribune verglich auch Michael Wilmington Heat mit jenem Western und meinte, er sei von The Wild Buch beeinflusst: In beiden Filmen seien die Verbrecher miteinander verbundene Ganoven und die Polizisten eher antagonistisch dargestellt. Auch ein Polizist zu sein, könne ein höllischer Job sein, durch den man verrückt werden könne.[51]

Schicksalsverbundenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der australische Medienwissenschaftler Ari Mattes hob die Parallelen zwischen Hanna und McCauley in dem Film hervor: Beide seien wie besessen auf ihre Arbeit fokussiert, zum Nachteil ihres Privatlebens. Beide seien brutale Pragmatiker, d. h. gewalttätig, wenn nötig. Beide seien von der Gesellschaft um sie herum isoliert und existierten grundsätzlich außerhalb des Häuslichen, obwohl beide als Ersatzväter charakterisiert würden: McCauley als väterlicher Freund von Chris Shiherlis und Hanna als Stiefvater von Lauren. Beide würden den jeweils Anderen als ihren Erzfeind kennen, bewundern und respektieren, gleichwohl wecke der Film für beide Kontrahenten Empathie und vermeide die Struktur Guter Held gegen böser Schurke völlig.[100]

Mattes meinte, dass wowohl Hanna als auch McCauley außerhalb jedes signifikanten moralischen Kontextes arbeiteten, ohne Sinn von ultimativer Gerechtigkeit oder Politik. Sie arbeiteten, weil es das sei, was sie am besten können, wie sie sich gegenseitig bei dem Treffen im Restaurant erzählen. Das Gesetz in seiner Beziehung zur Gerechtigkeit gebe es in ihrem Wertesystem nicht. Sie erkennen einander hinsichtlich ausgewiesener, aber moralisch bedeutungsloser Arbeitsrollen an, als Gesetzesvollstrecker und -brecher. Dass der Dieb Dinger drehen muss und der Cop ihn davon abhalten muss, sei eine der Quellen der Melancholie des Films.[100]

Der Film zeige die Ähnlichkeiten in den Leben von Hanna und McCauley, etwa als McCauley mit seinen Gangmitgliedern und deren Familien ein Restaurant besucht und Hanna mit Arbeitskollegen und deren Familien ebenfalls ein Restaurant besucht. In beiden Fällen stählen andere Erfordernisse den Sozialisierungen die Schau, sodass sowohl Hanna als auch McCauley die Dinnerpartys verlassen müssten.[75]

Arbeit und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Essay in der Zeitschrift Jump Cut ging J. A. Lindstrom auf die domininierende Rolle der Arbeit der Protagonisten im Verhältnis zu ihrem Privatleben als Thema von Heat ein. An den Figuren zeigten sich zum Beispiel etliche Aspekte von Überarbeitung. So etwa mögen sie ihre Arbeit, arbeiten Tag und Nacht und beschweren sich nicht über zu lange Arbeitszeiten. Der Film kommentiere damit das Thema Überarbeitung und ihre persönlichen Kosten und fange insofern den Zeitgeist seiner Entstehungszeit ein: die zunehmende Dominanz von Arbeit über andere Lebensteile in den 1990er Jahren. Sich verlängernde Arbeitszeiten unter potentiellen Zuschauern würden Hanna und McCauley zu Vertretern ganzer Bevölkerungsteile machen.[75]

Der Film adressiere direkt, so Lindstrom weiter, die Vorrangstellung der Arbeit im Leben vor allem der Kriminellen. Dies komme etwa im Gespräch zwischen McCauley und Hanna im Restaurant zum Ausdruck, jeweils das zu tun, was man am besten könne, und andere Tätigkeiten weder zu kennen noch zu mögen. Der Film habe wenig übrig für jedwede Hingabe an ein persönliches Leben, auch da mit Hanna, McCauley, Breedan und Cherrito ein Großteil der Hauptfiguren ihre jeweiligen Partner verlassen. Da von ihnen – mit Ausnahme Hannas – am Ende keiner überlebt, sei es eine düstere Botschaft des Films, dass die Bevorzugung von Arbeit gegenüber dem Privatleben keinen beruflichen Erfolg garantiere.[75]

McCauleys Grundsatz, sich nie im Leben an etwas zu hängen, das man nicht in 30 Sekunden hinter sich lassen kann, wenn man merkt, dass einem der Boden unter den Füßen zu heiß wird, nannte García Mainar (2008) als ein wichtiges Beispiel für die Momente im Film, an denen ein grundsätzliches Thema der Stilrichtung Film noir deutlich werde, nämlich die implizite Gefahr beim Herstellen von Verbindungen zu anderen Menschen.[101]

Lindstrom meinte, dass die häuslichen Szenen Heats ständig insistieren, dass Arbeit diejenige Zeit und Energie konsumiere, die üblicherweise für die persönlichen Beziehungen vorgesehen wären – Beziehungen, die für Hanna und die Gang wertvoll sind, aber von ihnen zurückgestellt werden. Insofern transformiere Heat die Rolle der häuslichen Szene innerhalb des Gansterfilm-Genres. Im Gegensatz zu Detective Bannion in Heißes Eisen entstamme Hannas Besessenheit von Arbeit nicht den familiären Umständen, sondern konkurriere vielmehr mit ihnen. Dies werde etwa deutlich, wenn Vincent Hanna von Justine mehrfach vor die Wahl gestellt wird zwischen Familie und Arbeit und er sich stets für die Arbeit entscheide.[75]

Nick James interpretierte die Kriminellen in dem Film – abgesehen von Waingro – auch wegen ihrer geschäftsähnlichen Ordentlichkeit als „Yuppie-Schurken, deren sauberes Vorgehen bei bewaffnetem Raub die Idee der 1990er Jahre von minimalistischem Schick zu treffen scheine.“ Keiner von ihnen strahle solche Muskelkraft aus, die für Actionfilmhelden und -schurken dieser Zeit typisch war.[102]

Betrug und Täuschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark E. Wildermuth, Autor eines Buches über Michael Mann (2005), hob hervor, dass es in dem Film eine Welt des Betruges sowohl an anderen als auch an sich selbst und damit eine Kultur der Täuschung gebe. Dieses Muster wiederhole sich mit jeder Beziehung in dem Film. Der Film sei voll von verschiedenen Arten von Betrug, die stets einen ehrlichen Dialog untereinander verhindern. Neil McCauley etwa belügt Eady über seine wahre Identität und seinen wahren Beruf. Er belügt sowohl Eady als auch sich selbst, indem er sagt, nicht einsam zu sein. Denn später werde deutlich, dass er sein Leben verzweifelt mit jemandem in einem geschützten Raum teilen möchte, etwa durch die Absicht, gemeinsam nach Neuseeland zu ziehen. Charlene Shiherlis betrügt die Polizei, indem sie ihren Mann vor ihr warnt und so vor Verhaftung schützt. Diese Situation, so Wildermuth, sei die einzige im Film, in der Betrug jemand anderem als dem Betrügenden diene. Am Ende des Films werde McCauley durch die Flughafenbeleuchtung betrogen, die einen Schatten zu seinem Nachteil erzeugt. Der Moment, in dem McCauley sterbend seinen Grundsatz wiederholt, niemals zurück ins Gefängnis zu gehen, sei sein einziger mit kompromissloser Wahrheit.[103]

Einflüsse und Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mediale Einflüsse und Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hatte auch Einfluss auf die Computerspielserie Grand Theft Auto. Die etwa in GTA IV (2008) enthaltene Mission Three Leaf Clover adaptiert den Banküberfall aus Heat bzgl. der Waffen, Anzüge und Geldsäcke;[104] die Mission Blitz Play aus GTA V (2013) ist äquivalent aufgebaut wie der Überfall auf den Geldtransporter zu Beginn des Films, als McCauleys Gang den Transporter mit einem anderen Fahrzeug rammt.[105]

Das von Brian Eno stammende Musikstück Force Marker, das während des Banküberfalls zu hören ist, inspirierte die Soundtracks anderer Filme, darunter auch die Musik, die während des Banküberfalls in dem Batman-Film The Dark Knight (2008) gespielt wird.[19] Die Integration von Musik von Moby, der bis in die Mitte der 1990er Jahre weitgehend unbekannt war, in den Soundtrack von Heat sorgte für einen Popularitätsschub für den Künstler.[106] Die 2012 erschienene EP Los Angeles der US-Grindcore-Band Graf Orlock basiert hinsichtlich ihrer Liedtexte auf Heat.[107]

Michael Mann plant ein Prequel – eine Vorgeschichte – zu Heat in Romanform, das 2018 in Manns eigenem Imprint bei der Verlagsgruppe HarperCollins erscheinen soll (Stand: April 2017). Als Co-Autor wurde Reed Farrel Coleman angekündigt.[108]

Einfluss auf Rekrutenausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schießerei, die sich McCauleys Bande nach dem Banküberfall mit der Polizei liefert, ging als eine der bekanntesten und bestinszenierten in die Filmgeschichte ein. Sie wurde später auch Rekruten der United States Navy als Lehrbeispiel für eine Situation gezeigt, in der man unter Beschuss ist.[109]

Inspirationsquelle für Verbrecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde nach seiner Veröffentlichung als Vorbild für eine Reihe von tatsächlichen Verbrechen genannt. Die North-Hollywood-Schießerei, die 1997 zwischen zwei Bankräubern und der Polizei in Los Angeles stattfand, verlief ähnlich wie die Schießerei nach dem Banküberfall in Heat. Medien berichteten nach dem Überfall, dass die Täter den Film gut kannten. Die Buchautoren Alvarez und Bachman schrieben 2013, dass der Film den Tätern als Inspirationsquelle gedient habe.[110]

Maskierte Räuber gingen 2003 bei einem Überfall auf einen Geldtransporter im kolumbianischen Cali in der gleichen Weise vor wie bei dem Überfall, den McCauleys Bande am Filmbeginn durchführt.[111] Die südafrikanische Wochenzeitung Financial Mail berichtete 2005 anlässlich einer Serie von Überfällen auf Geldtransporter in der Provinz Gauteng, dass der Film seit seiner Veröffentlichung in Kriminellenkreisen legendär geworden sei. Der Aussage eines Täters in einem Gerichtsprozess Ende der 1990er Jahre entsprechend habe es zu den Vorbereitungsmaßnahmen seiner Bande gehört, den Film wiederholt anzuschauen.[112]

Des Weiteren nutzte der französisch-algerische Straftäter Rédoine Faïd – im Jahr 2013 meistgesuchter Krimineller von Frankreich – den Film als Vorbild für Überfälle auf Geldtransporter.[113]

Andere Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederaufführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das österreichische Filmmuseum führte Heat 2011 im Rahmen der Reihe Die Utopie Film auf.[114] Zum 20-jährigen Jubiläum des Toronto International Film Festival 2015 wurde Heat im Beisein des Regisseurs aufgeführt.[12]

Würdigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wird heute oftmals als Meisterwerk und Klassiker eingestuft. Das zeigt sich unter anderem an einem Buch, das in der Reihe BFI Modern Classics beim British Film Institute 2002 erschien und in dem sich der Autor Nick James nur mit dem Film auseinandersetzt. In den Monaten um den Jahreswechsel 2015/16, der das 20-jährige Jubiläum des Kinostarts von Heat markierte, würdigten etliche Magazine, darunter die US-Magazine Esquire und Rolling Stone und der britische Telegraph, den Film als einen der besten.[12]

Heat wird von einigen Rezipienten als bester Film des Autorenfilmers Mann bezeichnet. Dazu gehört auch das US-Online-Magazin Slate, das Heat 2016 als Manns „kompletteste Arbeit“ hervorhob.[115] Andere filmische Werke von Mann wurden von Kritikern an Heat gemessen und unterlagen.[116] Auch Jon Avnets Film Kurzer Prozess – Righteous Kill (2008), in dem Pacino und De Niro ein weiteres Mal gemeinsam auftraten, unterlag im Vergleich mit Heat.[19]

Der Film wurde in einige Bestenlisten aufgenommen. Das deutsche Online-Portal Filmstarts etwa führte ihn 2014 auf Platz 5 in seiner Liste der 50 besten Thriller.[117] Ein US-Autor würdigte den Film 2010 im Online-Teil der britischen Tageszeitung The Guardian auf dem 22. Platz seiner Liste der 25 besten Kriminalfilme aller Zeiten.[118] In der Liste der 250 Filme, die von Benutzern als die besten bewertet werden, ist Heat schon seit mehreren Jahren vertreten und belegt dort mit einem Rating von 8,2 (auf einer Skala von 0 bis zum bestmöglichen Wert 10) den 123. Platz (Stand: 19. Juni 2016).[119]

Die deutsche Filmzeitschrift epd Film pries den Film 2016 als einen derjenigen Filme an, die bei den Oscar-Nominierungen übergangen wurden, aber als Meisterwerke Oscar-prämierungswürdig seien.[120] 2017 würdigte sie ihn als epochalen Gangsterfilm.[121] Der britische Filmkritiker David Thomson würdigte den Film in seinem Buch The New Biographical Dictionary of Film (2002) als „einen der am besten gemachten Filme“ der 1990er.[122]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Buchrezension von Anna Dzenis: Heat, in: Screening the Past Nr. 12 (2014)
  • J. A. Lindstrom: Heat. Work and genre, in: Jump Cut Nr. 43, Juli 2000, S. 21–37 (englisch)
  • Ari Mattes: Action without Regeneration: The Deracination of the American Action Hero in Michael Mann’s Heat, in: Journal of Popular Film and Television, Nr. 4/2014 (42. Jg.) (englisch)
  • Steven Rybin: The Cinema of Michael Mann. Lexington Books, Lanham 2007, ISBN 978-0-7391-2042-2 (englisch, zgl. Dissertation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Heat. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 74722/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Zitat aus der deutschen Synchronfassung
  3. a b c Rybin 2007, S. 112
  4. Rybin 2007, S. 111
  5. a b c d e f g h i Wood 2015
  6. a b c Janet Maslin: Pacino Confronts De Niro, and the Sparks Fly, in: The New York Times vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 8. Mai 2016
  7. a b c d Paul Tatara: HEAT (1995), in: Webpräsenz von Turner Classic Movies, abgerufen am 5. Mai 2016
  8. Bilge Ebiri: Applauding the Sadness and Subtle Coherence of Michael Mann’s Heat, in: Vulture.com vom 21. Dez. 2015, abgerufen am 6. Mai 2016
  9. a b Box office / business for Heat (1995), in: IMDb, abgerufen am 8. Mai 2016
  10. a b HEAT. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei; abgerufen am 30. April 2016.
  11. Amy Longsdorf: Pacino And De Niro ‘Heat’ Up The Screen, in: The Morning Call vom 9. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016
  12. a b c d Matt Patches: Why ‘Heat’ Is Still an Action Masterpiece 20 Years Later, in: Esquire vom 17. Sep. 2015, abgerufen am 8. Mai 2016
  13. a b F. X. Feeney: The Study of Mann, Interview mit Michael Mann von 2012, Webpräsenz der Directors Guild of America
  14. Heat (1995) Trivia, in: IMDb, abgerufen am 9. Mai 2016
  15. Mattes 2014, S. 189 f.
  16. Audiokommentar von M. Mann auf der Kauf-DVD von Heat
  17. Garcia Mainar 2008, S. 6
  18. Les Paul Robley: Hot Set, in: American Cinematographer Nr. 1/1996 (77. Jg.)
  19. a b c Robbie Collin: Heat: how Michael Mann made his coolest film, in: The Telegraph vom 19. Feb 2015, abgerufen am 16. Mai 2016
  20. a b Box office / business for Heat (1995), in: IMDb, abgerufen am 6. Mai 2016
  21. Besucherzahlen, in: LUMIERE – Datenbank über Filmbesucherzahlen in Europa, Webpräsenz der OBS, abgerufen am 6. Mai 2016
  22. Heat (1995), in: LaserDiscDatabase, abgerufen am 17. April 2017
  23. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  24. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  25. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  26. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  27. a b Jim Hemphill: Heat (1995) Special Edition, in: American Cinematographer vom Juli 2005, abgerufen am 17. April 2017
  28. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  29. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  30. Vergleich der Schnittfassungen der Kinofassung und der ersten, von Warner veröffentlichten Blu-ray-Ausgabe von Heat bei Schnittberichte.com, abgerufen am 17. April 2017
  31. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  32. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  33. Heat Blu-ray Director’s Definitive Edition, in: Blu-ray.com vom 6. Februar 2017, abgerufen am 17. April 2017
  34. Entsprechend Buchautor Nick James heißt die Figur, die die Gangsterbande anführt, Patrick Salinko. Der Nachname Salinko lässt sich jedoch mit keiner anderen Quelle belegen und ist offensichtlich falsch.
  35. James 2002, S. 84–87
  36. Heat (1995), in: Rotten Tomatoes, abgerufen am 19. Juni 2016
  37. Heat, in: Metacritic, abgerufen am 19. Juni 2016
  38. a b c Roger Ebert: Heat, in: Chicago Sun-Times vom 15. Dez 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  39. a b c Frank Schnelle: Schöne kühle Welt. Über Michael Mann und seinen neuen Thriller HEAT, in: epd Film Nr. 3/1996, S. 22–29
  40. a b Heat, in: Webpräsenz der FBW, abgerufen am 6. Mai 2016
  41. a b c d Franz Everschor: Heat (1995), in: Film-Dienst Nr. 5/1996
  42. Lars-Olav Beier: Die zwei Gesichter einer Seele, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. Februar 1996.
  43. a b Sabine Horst: Die Hölle ist kalt, in: Frankfurter Rundschau vom 29. Februar 1996, S. 10.
  44. David Ansen: Cat And Mouse, L.A. Style, in: Newsweek vom 18. Dez. 1995, abgerufen am 16. Mai 2016
  45. Claudius Seidl: Die Doppelgangster, in: Der Spiegel Nr. 9/1996, S. 214–216
  46. Anke Sterneborg: Die Professionals, in: Süddeutsche Zeitung vom 29. Februar 1996, S. 17.
  47. Richard Schickel: CINEMA: DUEL IN THE BLANKNESS, in: Time vom 11. Dez. 1995, abgerufen am 8. Mai 2016
  48. Kenneth Turan: A Big Payoff for All, in: Los Angeles Times vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  49. John Hartl: The Law And Lawless Find Common Ground, in: The Seattle Times vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 16. Mai 2016
  50. a b Todd McCarthy: Review: ‘Heat’, in: Variety vom 5. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  51. a b c Michael Wilmington: Canned ‘Heat’, in: Chicago Tribune vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  52. Marc Walder: Mann ist Mann, in: Neue Zürcher Zeitung vom 1. März 1996, S. 47.
  53. Stephen Rea: ‘Heat’: A Pair Of Acting Icons On Opposite Sides Of Law, in: Philadelphia Inquirer vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 16. Mai 2016
  54. a b c Hal Hinson: Heat, in: The Washington Post vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  55. a b Owen Gleiberman: Heat, in: Entertainment Weekly vom 22. Dez 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  56. Dave Kehr: ‘HEAT’ PACKS POWER BUT IS AT NOIR WITH ITSELF, in: New York Daily News vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 6. Mai 2016.
  57. Edward Guthmann: In the ‘Heat’ of Violence, in: San Francisco Chronicle vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  58. a b James Berardinelli: Heat (United States, 1995), in: ReelViews, abgerufen am 8. Mai 2016.
  59. Mike Fleming Jun.: HarperCollins Confirms Michael Mann Books Deal; Mann Reveals ‘Heat’ Prequel Details, in: Deadline vom 12. April 2016, abgerufen am 3. November 2017
  60. Zitat R. Schickel: “awesome. Truly epic. A masterpiece. Wholly original.”
  61. Zitat J. Maslin: “Extraordinary actors, clever settings, a maze of a plot and a screenplay with nearly 70 speaking roles don’t change the fact that „Heat“ is fundamentally hollow and its characters haven’t much to say.”
  62. Zitat J. Berardinelli: “colossal disappointment”
  63. Zitat J. Berardinelli: “About forty minutes of Heat is involving. The rest varies from humdrum to tedious.”
  64. Zitat H. Hinson: “a ridiculous ending that suggests some sort of final spiritual, metaphysical mind-meld. To call it mythic absurdity is a kindness.”
  65. Geoff Andrew: Heat, in: Time Out, abgerufen am 19. Juni 2016.
  66. Carsten Baumgardt: Heat, in: Filmstarts.de, abgerufen am 19. Juni 2016
  67. Katharina Stumm: Heat, in: critic.de, abgerufen am 19. Juni 2016
  68. Zitat J. Hemphill: “like a master painter”
  69. Heat – Awards, in: IMDb, abgerufen am 19. Juni 2016
  70. a b c d e García Mainar 2008, S. 6
  71. James 2002, S. 15
  72. a b vgl. z. B. James 2002, S. 13
  73. Jörg Taszmann: „Public Enemies“, in: Deutschlandradio Kultur vom 5. August 2009, abgerufen am 16. Mai 2016
  74. Wael Khairy: Crime in the emptiness of Los Angeles, in: Webpräsenz von Roger Ebert, 17. Jan 2011, abgerufen am 19. Juni 2016
  75. a b c d e J. A. Lindstrom: Heat. Work and Genre. In: Jump Cut: A Review of Contemporary Media Nr. 43/2000, online abgerufen am 17. April 2017
  76. a b García Mainar 2008, S. 7: “lengthy, visually stunning and aurally sophisticated scenes whose slow rhythm and intensity make ‘what happens’ less central than ‘how it is represented’.”
  77. a b García Mainar 2008, S. 8
  78. James 2002, S. 52: “the big fascistic corporate buildings, the posturing in exaggerated suits, the obsession […] with designer-label consumer goods”
  79. Tim Groves, Costas Thrasyvoulou: Michael Mann and Edward Hopper, in: Screening the Past Nr. 23 (2008), abgerufen am 3. November 2017
  80. Rybin 2007, S. 113 f.
  81. Rybin 2007, S. 115 f.
  82. Rybin 2007, S. 115
  83. Rybin 2007, S. 126
  84. Rybin 2007, S. 121
  85. James 2002, S. 62: “brilliant”
  86. Richard Combs, zitiert in: Rybin 2007, S. 115: “while turning them into perfected artworks, megaproductions operated by private rules. Heat is The Killing made by a Kubrick with the ambitions and power of 2001.”
  87. James 2002, S. 77: “traditional claustrophobic crime movie view”
  88. James 2002, S. 77: “night-town of fevered, highly sexed money-grubbers in dingy rooms”
  89. James 2002, S. 77: “to bring deep-etched shadows to the most sunc-drenched of daytime scenes”
  90. James 2002, S. 77: “more light-friendly neo-noir feel”
  91. James 2002, S. 77
  92. Norman M. Klein, zitiert in: James 2002, S. 77: “a homage to the denser Los Angeles”
  93. Norman M. Klein, zitiert in: James 2002, S. 77: “The sprawl and deadly haze of the L.A. cloverleaf was ignored. Mann was particularly struck instead by the look of L.A. from the top of a tall building, near midnight during the smog-free season”
  94. a b Anke Sterneborg: Heat, in: Thomas Koebner, Hans Jürgen Wulff (Hrsg.): Filmgenres: Thriller, Reclam, Stuttgart 2013, S. 430–434
  95. Rybin 2007, S. 117
  96. James 2002, S. 66
  97. Rybin 2007, S. 116
  98. a b James 2002, S. 52
  99. García Mainar 2008, S. 7
  100. a b Ari Mattes: Action without Regeneration: The Deracination of the American Action Hero in Michael Mann’s Heat, in: Journal of Popular Film and Television, Nr. 4/2014 (42. Jg.) (englisch)
  101. García Mainar 2008, S. 8
  102. James 2002, S. 12: “yuppie villains, whose tidy approach to armed robbery seems to match the 1990s idea of minimalist chic.”
  103. Mark E. Wildermuth: Blood in the Moonlight: Michael Mann and Information Age Cinema, McFarland, Jefferson 2005, ISBN 978-0-7864-2059-9, S. 135–150 (englisch)
  104. Michael Roffman: 10 Films We See in the Grand Theft Auto Games, in: Time vom 24. Sep. 2013, abgerufen am 3. Nov. 2017
  105. Carolyn Petit: Taking Scores: Heat and Grand Theft Auto V, in: GameSpot vom 8. Okt. 2013, abgerufen am 3. Nov. 2017
  106. Bernd Lechler: Sample aus altertümlich verrauschtem Beat, in: Deutschlandfunk vom 20. April 2013, abgerufen am 4. Juni 2016
  107. Natalie Zina Walschots: Graf Orlock – Los Angeles, in: Exclaim! vom 10. April 2012, abgerufen am 5. Juni 2016
  108. Mike Fleming Jun.: Michael Mann Sets Bestselling Author Reed Farrel Coleman To Co-Write ‘Heat’ Prequel Novel, in: Deadline.com vom 27. April 2017, abgerufen am 2. Januar 2018
  109. Tom Ward: Michael Mann Is Still Trying To Recreate The ‘Heat’ Shootout, in: Esquire vom 20. Feb. 2015, abgerufen am 5. Juni 2016
  110. Alex Alvarez, Ronet Bachman: Violence: The Enduring Problem, SAGE Publications, Los Angeles 2013, ISBN 978-1-4833-2399-2, S. 150 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  111. Jeremy McDermott: Life imitates art in Colombia robbery, in: BBC News vom 5. August 2003, abgerufen am 5. Juni 2016
  112. Justice Malala: JUST BLAME THE HEAT (Memento vom 6. September 2008 im Internet Archive), in: Financial Mail vom 9. Dezember 2005, abgerufen am 5. Juni 2016
  113. Scott Barber: ‘From Suburbs to Organized Crime’: How France’s most notorious criminal came to blast his way out of prison, in: National Post vom 15. April 2013, abgerufen am 29. Mai 2016
  114. Programmheft für Mai/Juni 2011, Österreichisches Filmmuseum, S. 43, abgerufen bei der Webpräsenz der Zeitschrift SKIP – Das Kinomagazin am 6. Januar 2018
  115. Daniel Engber: The Descent of Mann, in: Slate vom 16. Jan. 2016, abgerufen am 6. Mai 2016, Zitat: “most complete work”
  116. Oliver Klatt: „Blackhat“ ist kein Hacker-Film, sondern eine Ansammlung von Action-Klischees, in: Wired vom 5. Februar 2015, abgerufen am 5. Juni 2016
  117. Die 50 besten Thriller, in: Filmstarts vom 4. Juli 2016, abgerufen am 6. Mai 2016
  118. John Patterson: Heat: No 22 best crime film of all time, in: The Guardian vom 17. Okt 2010, abgerufen am 16. Mai 2016
  119. IMDb Top 250, in: IMDb, abgerufen am 19. Juni 2016
  120. Es geht auch ohne!, in: epd Film Nr. 2/2016, S. 7
  121. epd Film Nr. 9/2017, S. 7
  122. David Thomson: The New Biographical Dictionary of Film, Little, Brown Book Group, 4. Auflage, London 2002, Originalzitat: “one of the best-made films”, zitiert in Ari Mattes: Action without Regeneration: The Deracination of the American Action Hero in Michael Mann’s Heat, in: Journal of Popular Film and Television, Nr. 4/2014 (42. Jg.), hier: S. 189