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Heat (1995)

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Filmdaten
Deutscher TitelHeat
OriginaltitelHeat
Heat (1995) logo.png
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch, Spanisch
Erscheinungsjahr1995
Länge171 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
JMK 14
Stab
RegieMichael Mann
DrehbuchMichael Mann
ProduktionArt Linson
Michael Mann
MusikElliot Goldenthal
KameraDante Spinotti
SchnittPasquale Buba
William Goldenberg
Dov Hoenig
Tom Rolf
Besetzung
Synchronisation

Heat ist ein US-amerikanischer Kriminalfilm aus dem Jahr 1995. Drehbuchautor, Regisseur und Koproduzent ist Michael Mann. Al Pacino und Robert De Niro spielen die Hauptrollen und sind erstmals in einer gemeinsamen Szene auf der Leinwand zu sehen. Der Film ist ein erweitertes Remake des Pilotfilms Showdown in L.A. und wurde wie dieser von realen Begebenheiten inspiriert. Er handelt von der Jagd eines Polizeiermittlers nach einem Berufsverbrecher und dessen Bande, die nach einem unplanmäßig verlaufenen Raubüberfall in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen geraten, aber trotzdem den nächsten Raub verüben. Er erzählt auch von den privaten, familiären Beziehungen der Protagonisten und zeigt im Laufe der Handlung, dass Jäger und Gejagter in ihren Schicksalen miteinander verbunden sind. Der Titel Heat lässt sich mit der im Film als Redewendung formulierten Warnung erklären, den Gejagten könne der Boden unter den Füßen zu heiß werden.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz kam der Film im ersten Quartal 1996 in die Kinos. Während in seinem Ursprungsland USA die Reaktionen der Kritiker zwiegespalten ausfielen, war die Resonanz in Deutschland überwiegend positiv. Obwohl der Film keinen renommierten Preis gewinnen konnte, gilt er als ein Klassiker und als Michael Manns Meisterwerk. Zudem diente er Kriminellen weltweit als Vorbild und Inspiration.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Pacino, Darsteller des Vincent Hanna

Neil McCauley ist der Anführer einer Bande von vier, überwiegend vorbestraften Gangstern in Los Angeles. Zusammen mit dem zusätzlich engagierten Waingro überfallen sie einen Geldtransporter, aus dem McCauley zielgerichtet nur die Inhaberschuldverschreibungen der Investmentgesellschaft Malibu Invest stiehlt. Während des Raubes tötet der unbeherrschte Waingro ungeplant einen Wachmann und die Gruppe sieht sich gezwungen, zwei weitere Wachleute zu erschießen, um keine Mordzeugen zu hinterlassen. Als McCauley Waingro nach dem Raub umbringen will, kann dieser in letzter Sekunde entkommen.

Lieutenant Vincent Hanna vom Raub- und Morddezernat des Los Angeles Police Department, dem ohnehin nur wenig Zeit für seine dritte Ehefrau Justine und deren Tochter Lauren bleibt, wird mit der anspruchsvollen Aufklärung des dreifachen Raubmords betraut. Bei den aufwendigen Ermittlungen kommt er eher zufällig durch einen Informanten auf die Spur von Michael Cheritto, einem der Mitglieder von McCauleys Gang. Bei der anschließenden Observation werden die Beamten auch auf McCauley selbst aufmerksam.

Der Hintermann und Hehler Nate vereinbart stellvertretend für McCauley den Rückkauf der Schuldverschreibungen mit Roger Van Zant, dem Leiter von Malibu Invest. Dieser sagt Nate zu, die – vollständig versicherten – Verschreibungen für sechzig Prozent ihres Marktwertes zurückzunehmen. Bei der Übergabe versucht van Zant McCauley liquidieren zu lassen. Dieser kann jedoch mit Hilfe seiner Bande unverletzt entkommen, um danach telefonisch Van Zants Leben zu bedrohen.

Nur wenig später zwingt der um den Zusammenhalt seiner Gang bemühte McCauley die Frau seines spielsüchtigen Bandenmitglieds Chris Shiherlis, eine Liebesaffäre zu beenden und stattdessen Chris Rückhalt zu geben. Der in den Seitensprung involvierte und polizeibekannte Alan Marciano wird kurz darauf von Hanna unter Druck gesetzt und zur Herausgabe von Informationen über Chris Shiherlis genötigt. Nach einem durch Waingro begangenen Prostituiertenmord werden Hanna auch diese Ermittlungen übertragen. Waingro bietet kurz darauf Mittelsmännern seine kriminellen Dienste an und wird von diesen an Van Zant vermittelt.

Beim nächsten Coup möchte Hanna die Verbrecher inflagranti überführen und vor Ort festnehmen. Weil ein Polizist versehentlich Lärm macht, bricht McCauley den Einbruch vorzeitig ab. Hanna lässt die Beteiligten in Anbetracht des geringen zu erwartenden Strafmaßes und auf eine bessere Gelegenheit vertrauend, entkommen. Sich der Observation nun gewahr, setzt die Bande anschließend alles daran, ihre Beschatter zu identifizieren. Aus sicherer Entfernung gelingt es, nach einer vorgetäuschten Planung eines Überfalls, Fotos von Hanna und seinen Beamten zu machen.

Trotz Nates Warnung, dass McCauley durch Hannas Ermittlungen nunmehr besonders gefährlich lebt, möchte McCauley mit seiner Bande noch einen Banküberfall begehen und dabei etwa 12 Millionen Dollar stehlen. Sowohl mit dieser Absicht, als auch mit seinem Entschluss, die Liebesbeziehung zu seiner kürzlich kennengelernten Freundin Eady fortzusetzen, vernachlässigt McCauley bewusst seinen beruflichen Grundsatz, sich niemals an etwas zu „hängen, das du nicht innerhalb von 30 Sekunden problemlos wieder vergessen kannst, wenn du merkst, dass dir der Boden zu heiß wird.“[2]

McCauley folgt Hannas spontaner Einladung zu einem Gespräch in ein Restaurant. Unter anderem erklären sie sich gegenseitig, dass sie das Leben des jeweils anderen bei einer weiteren Konfrontation nicht verschonen würden. Wenig später können McCauley, Cheritto und Shiherlis die sie überwachenden Polizeibeamten abschütteln.

Als der von langer Hand vorbereitete Banküberfall unmittelbar bevorsteht, steigt der als Fahrer vorgesehene Trejo kurzfristig aus dem Plan aus, da er sich sicher ist, von der Polizei observiert zu werden. McCauley engagiert daher spontan seinen ehemaligen Mithäftling Donald Breedan, den er zufällig in einem Restaurant trifft, als Fahrer des für die Flucht vorgesehenen Autos.

Der Raub des Bargeldes aus einer Bank in einem belebten Viertel von L.A. verläuft zunächst nach Plan. Da die Polizei über einen Informanten aber kurzfristig von dem Raub erfährt, treffen Hanna und seine Beamten bei der Bank ein, als Shiherlis noch nicht im Fahrzeug sitzt. Die Gang versucht, sich den Weg mit Sturmgewehren freizuschießen. Bei dem mehrminütigen Feuergefecht auf offener Straße sterben Breedan und mehrere Polizeibeamte. Die drei anderen Gangster setzen ihre Flucht zu Fuß fort. Hanna kann Cheritto erschießen. McCauley entkommt mit dem verwundeten Shiherlis und einem Teil der Beute. Von Nate erhält Shiherlis eine neue Identität und McCauley einen neuen Fluchtweg.

McCauley erfährt vom tödlich verletzten Trejo, dass er durch Waingro, der für Van Zant arbeitet, gezwungen wurde, vom Banküberfall zu erzählen, und erlöst ihn mit einem Gnadenschuss. Danach erschießt er Van Zant, dessen Adresse ihm Nate mitgeteilt hat, in dessen Wohnung. Eady erkennt erst bei der Rückkehr McCauleys in ihr Apartment dessen wahre Identität und erklärt sich widerwillig dazu bereit, ihn nach Neuseeland zu begleiten.

Charlene Shiherlis lässt sich durch die Kripo dazu zwingen, Chris anzulocken, verhilft ihm aber – die Polizei austricksend – durch ein Handzeichen zur Flucht. In der Annahme, auch deshalb die Spur zu den Gangstern verloren zu haben, begibt sich Hanna in sein Hotelzimmer. Dort findet er Lauren nach einem Suizidversuch schwer verletzt vor, woraufhin er sie in ein Krankenhaus bringt. Nachdem sie außer Lebensgefahr ist, beschließen er und Justine, die inzwischen einen anderen Liebhaber hat, ihre Beziehung zu beenden.

McCauley ist mit Eady bereits zum Flughafen unterwegs, als er sich nach einer Information von Nate entschließt, noch einen Abstecher in das Flughafenhotel zu machen, in dem sich Waingro versteckt hält. Er erschießt Waingro, der bereits von der Polizei observiert wird. Der eintreffende Hanna erblickt den Bandenchef. McCauley lässt Eady zurück und flüchtet zu Fuß auf das Gelände des Flughafens von L.A. Zwischen den Anflugslichtern liefern sich beide für einige Minuten ein Katz- und Mausspiel, ehe Hanna, durch McCauleys plötzlich erscheinenden Schatten auf ihn aufmerksam geworden, mehrere Schüsse auf seinen Kontrahenten abgeben kann. McCauley stirbt, während Hanna respektvoll seine Hand hält.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drehbuch- und Projektentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur, Drehbuchautor und Co-Produzent Michael Mann

Das Drehbuch beruht auf wahren Begebenheiten. Im Mittelpunkt steht die Konfrontation des Polizisten Chuck Adamson mit dem Kriminellen Neil McCauley im Chicago der 1960er Jahre. Während einer polizeilichen Verfolgung kam es zu einem ungeplanten Aufeinandertreffen beider und es entwickelte sich dabei eine vertrauliche Konversation, in der auch Adamsons damalige private Probleme zur Sprache kamen. Adamson und McCauley trennten sich anschließend unter gegenseitigen Respektsbekundungen voneinander, wohlwissend und billigend, dass ein weiteres Aufeinandertreffen mit dem Tode eines der beiden Beteiligten enden würde. Nach einem Banküberfall mit anschließender Verfolgungsjagd kam es im Jahr 1963 schließlich zu einem letzten Feuergefecht, in dessen Folge McCauley durch mehrfache Schüsse Adamsons getötet wurde.[3]

Michael Mann erfuhr von dieser Geschichte erstmals Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre durch den befreundeten Adamson. Nach eigenen Angaben war er von dem respektvollen und von Professionalität geprägten Verhältnis zwischen Adamson und McCauley so sehr beeindruckt, dass er kurz darauf beschloss, ein entsprechendes Drehbuch für einen Film zu schreiben. In einem 1983 gegebenen Presseinterview erklärte Mann, das Drehbuch auch filmisch umsetzen zu wollen.[3] 1989 schließlich entstand daraus der Fernsehfilm Showdown in L.A. (Originaltitel: L.A. Takedown), der als Pilotfilm für eine Fernsehserie namens Hanna vorgesehen war.[4] Für den Dreh des Films standen Mann lediglich zehn Tage für die Vorproduktion und 19 Tage für die eigentlichen Aufnahmen zur Verfügung.[3] Die weiterführende Fernsehserie wurde jedoch nicht verwirklicht, weil sich der Regie führende Mann nicht mit NBC-Programmdirektor Brandon Tartikoff über die Besetzung der Hauptrolle einigen konnte.[5]

Für den Film Heat schrieb Mann große Teile des Drehbuchs neu und kam mit dem befreundeten Produzenten Art Linson überein, den Film mit Mann als Regisseur gemeinsam zu produzieren. Nachdem Robert De Niro und Al Pacino für die Hauptrollen gewonnen werden konnten, stimmte das Filmstudio Warner Bros. dem Projekt zu.[5] Das Drehbuch beinhaltet circa 70 Sprechrollen[6] und das Budget für den Film betrug etwa 60 Millionen US-Dollar.[7] Arnon Milchan übernahm die Finanzierung des Films.[5]

Die Kunstfigur Vincent Hanna nimmt im neuen Drehbuch nicht nur Anleihen bei Adamson, sondern laut Mann auch bei einer anderen, nicht näher beschriebenen Person, die Einsätze gegen Drogendealer im Ausland führte.[8] Hanna-Darsteller Al Pacino gab 2016 in einem Interview an, dass Hannas Gefühlsausbrüche im Film auf dessen Kokain-Sucht basieren.[9] Die Figur des Drahtziehers Nate basiert auf der Geschichte des Kriminellen Edward Bunker, die Figur Waingro auf dem realen, gleichnamigen Mörder, der zu einem Informanten für die Polizei wurde.[8]

Besetzung [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Rollenname Deutscher
Synchronsprecher[10]
Al Pacino Vincent Hanna Frank Glaubrecht
Robert De Niro Neil McCauley Christian Brückner
Val Kilmer Chris Shiherlis Torsten Sense
Jon Voight Nate Helmut Krauss
Tom Sizemore Michael Cheritto Hans-Jürgen Wolf
Diane Venora Justine Hanna Joseline Gassen
Amy Brenneman Eady Irina von Bentheim
Ashley Judd Charlene Shiherlis Maud Ackermann
Mykelti Williamson Drucker Charles Rettinghaus
Wes Studi Casals K. Dieter Klebsch
Ted Levine Bosko Ernst Meincke
Dennis Haysbert Donald Breedan Andreas Hosang
William Fichtner Roger van Zant Florian Krüger-Shantin
Natalie Portman Lauren Gustafson Ranja Bonalana
Tom Noonan Kelso Bodo Wolf
Kevin Gage Waingro Gerald Paradies
Hank Azaria Alan Marciano Oliver Feld
Danny Trejo Trejo Jörg Döring
Henry Rollins Hugh Benny Bernd Schramm
Ricky Harris Albert Torena Simon Jäger
Tone Loc Richard Torena Engelbert von Nordhausen
Jeremy Piven Dr. Bob Frank Ciazynski
Bud Cort Solenko Wolf Rüdiger Reutermann

Heat ist der erste Film, der die beiden Filmstars und Charakterdarsteller Al Pacino und Robert De Niro gemeinsam auf der Leinwand zeigt. Beide spielten zwar schon in Der Pate – Teil II mit, hatten dort aber keine gemeinsamen Szenen. 1995 lagen die üblichen Gagenforderungen der beiden Oscar-Preisträger bei 12 (Pacino) bzw. 7 (De Niro) Millionen US-Dollar pro Film.[11]

Im Fernsehfilm Showdown in L.A. spielte Scott Plank die Rolle von Vincent Hanna, Alex McArthur die seines Widersachers Patrick McLaren. Xander Berkeley, der in Showdown in L.A. den Waingro spielte, übernahm in Heat die Rolle des Ralph, dem Liebhaber von Hannas Ehefrau Justine.

Für die Rolle des Chris Shiherlis war ursprünglich der Schauspieler Keanu Reeves vorgesehen. Val Kilmer wurde erst verpflichtet, als er während der Dreharbeiten für Batman Forever verfügbar wurde. Amy Brenneman wollte ursprünglich nicht im Film mitspielen, da sie das Drehbuch als zu blutig und unmoralisch empfand. Michael Mann konnte sie mit dem Argument, dass sie mit dieser Denkweise die perfekte Besetzung für die Rolle der Eady sei, zum Mitspielen überreden. Jon Voight lehnte zunächst ebenfalls ab, den Nate zu spielen, und ließ sich erst später überreden.[8]

Vorproduktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Vorproduktion tauschte sich Mann mit Häftlingen des Folsom State Prison über deren Lebensbedingungen und tägliche Abläufe aus. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten es ihm, die Figur des ehemaligen Gefängnisinsassen McCauley authentischer wirken zu lassen.[8] Darüber hinaus begleitete Mann für längere Zeit einen Zivilfahnder des Los Angeles Police Department, um Einblicke in dessen Arbeit und Leben zu gewinnen.[12] Wenig später inspizierte Mann zusammen mit seinen Hauptdarstellern De Niro, Kilmer und Sizemore eine reale Bank. Sie täuschten dabei – zuvor mit den Sicherheitskräften der Bank abgestimmt – mit entladenen Waffen einen Raub vor, um sich besser in die Bankräuber und die bedrohten Angestellten hineinversetzen zu können.[12] Für Probedrehs der sich dem Banküberfall anschließenden Schießerei, errichtete man eigens eine Attrappe des Schauplatzes. Die am Feuergefecht beteiligten Schauspieler wurden zuvor mehrere Tage lang gründlich im Umgang mit Waffen geschult. Unterstützung erhielten sie dabei durch das Los Angeles County Sheriff’s Department und die britische Spezialeinheit Special Air Service.[5][13]

Dreharbeiten und Schauplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten begannen am 21. Februar und zogen sich bis zum 19. Juli 1995 hin.[7] Michael Manns Aussage zufolge dauerten sie 110 Tage.[5] Als Kameramann wurde Dante Spinotti engagiert, der zuvor schon häufiger mit Mann zusammengearbeitet hatte und der sich die Kameraführung gelegentlich mit Mann teilte.[5]

Gedreht wurde ausschließlich an Originalschauplätzen, deren Zahl Mann mit 160[5] anderen Quellen dagegen mit nur 65[14] beziehungsweise – nur auf Los Angeles bezogen – 95 bezifferten.[15]

Die Szene, in der sich Hanna und McCauley zu einem Gespräch in einem Restaurant treffen, wurde von den Schauspielern auf Betreiben Manns hin improvisiert. Mann beabsichtigte damit, die Glaubwürdigkeit zu steigern.[5]

Zu den Drehorten des Filmes gehörte das auch für andere Hollywood-Produktionen genutzte Restaurant Johnie’s Broiler in Downey, südlich von Los Angeles.[16] Bei dem Restaurant, in dem das Treffen zwischen McCauley und Hanna gedreht wurde, handelte es sich um das Kate Mantilini auf dem Wilshire Boulevard in Beverly Hills.[17] Den Raub der Schuldverschreibungen am Filmbeginn nahm man auf dem Venice Boulevard unter dem Santa Monica Freeway und in der Nähe des Los Angeles Convention Center auf.[18]

Bedingt durch die Drehgenehmigung standen dem Stab für das Filmen der Schießerei, die nach dem Banküberfall stattfindet, nur drei Wochenenden zur Verfügung.[5] Schauplatz und finaler Drehort jenes Feuergefechts war die Figueroa Street zwischen der Vierten und Fünften Straße in Los Angeles. Die Innenaufnahmen des Bankraubes selbst wurden in der real existierenden Niederlassung der Far East National Bank in L. A. gedreht, die Außenaufnahmen des Raubes hingegen auf der South Flower Street in Höhe der Fünften Straße.[18]

Michael Manns späterer Film Collateral (2004) beginnt dort, wo Heat endet – am Los Angeles International Airport – und endet an derselben Station der Metro Los Angeles, an der Heat beginnt. Mann bezeichnete dies später als zufällig („quite coincidentally“).[19]

Musik und Nachbearbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da einige Szenen nicht auf traditionelle Weise gedreht werden konnten, kamen computergesteuerte Spezialeffekte und digitales Compositing zum Einsatz. Dazu gehört beispielsweise die Liebesszene, in der McCauley und Eady über die Hollywood Hills blicken.[20]

Der Soundtrack von Heat besteht einerseits aus speziell für den Film komponierten Stücken des US-amerikanischen Filmmusik-Komponisten Elliot Goldenthal und des US-Streichquartetts Kronos Quartet. Goldenthal erhielt dabei Unterstützung durch den Gitarristen Page Hamilton.[21] Außerdem gehören ausgewählte, unabhängig von dem Film entstandene Stücke von verschiedenen anderen Künstlern zum Soundtrack. Bei der Filmmusik handelt es sich hauptsächlich um elektronische Instrumentalmusik. Dazu gehören New-Age-Klänge von Terje Rypdal und Ambient-Musik von Brian Eno und Moby. Für die Musik kamen Perkussionsinstrumente, Gitarren, Celli und experimentelle Instrumente zum Einsatz.[22]

Die deutsche Synchronisation oblag der Firma Interopa Film aus Berlin. Dialogbuchautor war Theodor Dopheide, Dialogregie führte Engelbert von Nordhausen.[10]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem US-Kinostart bewarb das Filmstudio Warner Bros. den Film vor allem mit Fokus auf das erste Aufeinandertreffen der Schauspielgrößen De Niro und Pacino.[23] In den USA premierte der Film am 15. Dezember 1995, in vielen anderen Ländern erst 1996. In Deutschland war er ab dem 29. Februar zu sehen, in Österreich und der Schweiz ab dem 1. März 1996.

Der Film spielte weltweit mit rund 187 Millionen US-Dollar das Dreifache seines Budgets ein; 67 Millionen US-Dollar entfielen dabei auf die Lichtspielhäuser in den USA und rund 9 Millionen US-Dollar auf deutsche Kinos.[24]

Kinostart Besucherzahl[25] Einspielergebnis[24]
Vereinigte Staaten 15. Dez. 1995 7,45 Mio. 067,4 Mio. $
Vereinigtes Königreich 02. Feb. 1996 2,74 Mio. 014,7 Mio. $
Frankreich 21. Feb. 1996 1,42 Mio.
Deutschland 29. Feb. 1996 1,07 Mio. 009,0 Mio. $
Österreich 01. Mär. 1996
Schweiz 01. Mär. 1996 0,18 Mio.
Europa 9,95 Mio.
Welt 187,4 Mio. $

Anlässlich des Erscheinens von Heat als Director's Definitive Edition auf Blu-ray und DVD wurde der Film am 2. Mai 2017 in verschiedenen US-amerikanischen Kinos wiederaufgeführt.[26]

LaserDisc und VHS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst erschien Heat in den Vereinigten Staaten[27] und in Deutschland[28] auf LaserDisc. Im selben Jahr veröffentlichte der Verleih Warner Home Video den Film – zumindest in den beiden Ländern – auf VHS, in Deutschland zunächst nur als Leihvideo[29] und erst später, etwa 2000, auch als Kaufvideo.

DVD und Blu-ray[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 veröffentlichte Warner den Film erstmals auf DVD, in Deutschland zunächst wiederum nur als Leihvideo und erst 2002 als Kaufvideo.[30] Im März 2005 gab der Verleih den Film auf DVD als Special Edition neu heraus.[31] Darauf ist der Film mit einer im Vergleich zu vorherigen DVD- und LaserDisc-Ausgaben verbesserten Bildqualität und ergänzt um Bonusmaterial enthalten.[32] Neuauflagen dieser Edition erschienen – zumindest in Deutschland – 2006 als Premium Limited Edition und 2008[33] als Premium Edition,[34] ebenfalls bei Warner.

Erstmals auf Blu-ray veröffentlichte Warner den Film in den Vereinigten Staaten 2009. Diese Filmfassung enthält gegenüber der Kinofassung und den zuvor erschienenen Heimvideo-Veröffentlichungen eine alternative Einstellung und geringfügige Änderungen an einem Dialog.[35] 2012 erschien diese Fassung als Premium Collection als erste deutsche Blu-ray-Ausgabe des Films.[36]

Danach wechselten die Rechte an Heat von Warner zum Verleih 20th Century Fox. Unter Aufsicht von Michael Mann entstand eine Version des Films, für die als Vorlage ein Master in ultra-hoher Auflösung diente. Diese erscheint seit 2017 in mehreren Ländern, darunter in Deutschland am 23. Februar 2017 auf Blu-ray.[37] Die Ausgabe trägt den Zusatz Director’s Definitive Edition und enthält abermals zusätzliches Bonusmaterial. Ihre Bildqualität ist gegenüber der ursprünglichen Blu-ray-Veröffentlichung von Warner nochmals verbessert.[38]

Andere Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine deutsche Erstausstrahlung im Pay-TV hatte der Film am 20. Februar 1998 bei Premiere. Die deutsche Free-TV-Erstausstrahlung war am 3. April 1999 bei ProSieben. Sowohl auf diesem Sender als auch auf anderen, auch öffentlich-rechtlichen Sendern wurde der Film mehrfach gezeigt.

Der Film ist auch für Video-on-Demand verfügbar, zumindest bei Amazon Video.

Der Soundtrack erschien 1996 als CD unter dem Titel Music from the Motion Picture Heat beim Label Warner Bros. Records und enthält 21 Titel, die teils in längerer Fassung als im Film enthalten sind (Titelliste siehe Abschnitt Musik).

Das österreichische Filmmuseum führte Heat 2011 im Rahmen der Reihe Die Utopie Film auf.[39]

Anlässlich des 20-jährigen Erstveröffentlichungsjubiläums von Heat wurde der Film beim Toronto International Film Festival 2015 im Beisein des Regisseurs aufgeführt.[12] Eine weitere Jubiläumsaufführung des Films veranstaltete die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars vergibt, am 7. September 2016 im Samuel Goldwyn Theater.[17]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basierend auf englischsprachigen Kritiken berechneten die Webseiten Rotten Tomatoes und Metacritic eine Zustimmung für den Film von 86[40] beziehungsweise 76[41] Prozent.

Zeitgenössische Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Kinostart erschienene Kritiken

Positiv

Eher positiv

Gemischt

Eher negativ

Negativ

Bei seiner Erstveröffentlichung schieden sich die Meinungen der US-amerikanischen Kritiker. Richard Schickel etwa bezeichnete den Film im Time Magazine als „großartig. Wirklich episch. Ein Meisterwerk. Rundum originell.“[63][64] Roger Ebert bewertete den Film in der Zeitung Chicago Sun-Times mit dreieinhalb von vier Sternen und hob anerkennend hervor, dass Manns Drehbuch und Regie der erzählten Handlung, darunter das Austesten der beiden männlichen Protagonisten mit Frauen, Niveau verliehen.[42] Ein großer Teil der Kritiken reichte jedoch von teilweiser Unzufriedenheit bishin zu großer Enttäuschung. Janet Maslin von der New York Times beispielsweise störte sich – im Gegensatz zu Ebert – an den Frauengeschichten; sie offenbarten die Nachlässigkeit des halben Films. Für den Regisseur seien Dialoge in dem Film oft nicht mehr als ein notwendiges Übel. Maslin schrieb zusammenfassend: „Außergewöhnliche Schauspieler, kluge Kulissen, ein Handlungslabyrinth und ein Drehbuch mit fast 70 Sprechrollen ändern nichts an der Tatsache, dass ‚Heat‘ im Grunde genommen inhaltsleer ist und seine Figuren nicht viel zu sagen haben.“[6][65] James Berardinelli stellte mit seiner Kritik dem Film ein annähernd vernichtendes Zeugnis aus, beurteilte ihn als eine „kolossale Enttäuschung“[66] und schrieb: „Etwa 40 Minuten von Heat sind spannend. Der Rest variiert von eintönig bis langweilig.“[62][67]

Berardinelli und einige andere US-Kritiker vertraten die Meinung, dass der Film nicht genügend Szenen biete, in denen De Niro und Pacino gemeinsam auftreten. Der Filmkritiker des Chicago Tribune sprach diesbezüglich von einer „Schande“,[55] der Autor von Entertainment Weekly hielt es für die „perverseste Entscheidung“ des Regisseurs.[59] Ein weiterer, oft genannter Kritikpunkt war die Länge des Films; er sei zu lang und biete angesichts seiner Länge nicht genügend Interessantes. Auch das Filmende enttäuschte manche US-Kritiker: Es sei konventionell und wenig beeindruckend. Hal Hinson von der Washington Post hielt es für „lächerlich“. Das Ende geriere sich „als eine Art spirituell-metaphysischer Verschmelzung“ – es eine „mythische Absurdität“ zu nennen, sei noch „höflich ausgedrückt“.[58][68] Manche US-Kritiker, aber auch der Schweizer Marc Walder in der NZZ, fanden den Film zudem inhaltlich überfrachtet. Zum Beispiel sei es überflüssig, dass mit Waingros Hintergrund auch das Thema Serienkiller aufgegriffen werde.

Die Kritiken in deutschen Medien waren dagegen ungeteilt positiv und teilweise euphorisch. Der Film-Dienst, aus dem das Lexikon des Internationalen Films gespeist wird, stellte den Film als einen „der fesselndsten Polizei- und Gangsterfilme der letzten Jahre“ heraus.[45] epd Film bezeichnete Heat als „meisterhaftes Genrekino“ und „eine grandiose Studie über das Verhältnis von Jäger und Gejagtem“, der Regisseur finde „eine wunderbare Balance zwischen kompromißlosem physischem Ausdruck und subtiler Milieu- und Charakterzeichnung“.[43] Die Jury der Filmbewertungsstelle Wiesbaden prädikatisierte den Film als „Besonders wertvoll“ und hob hervor, dass seine Geschichte „dank eines ausgezeichneten Drehbuches ohne Bruch“ funktioniere, seine Dramaturgie die Spannung zu halten wisse und seine Musik „gut eingesetzt und wohltuend zurückhaltend“ sei.[44] Die FBW wie auch andere deutsche Kritiker lobten die Machart des Films als wohldurchdacht, raffiniert und sorgfältig. Die Kritikerin der Frankfurter Rundschau meinte in diesem Zusammenhang, dass „die Inszenierung selbst den Eindruck körperlich spürbarer Anstrengung durch eine Solidität der Machart“ unterstütze, „die den hochbudgetierten B-Pictures des zeitgenössischen amerikanischen Kinos so fern steht wie die Figuren in Heat den korrupten Anti-Helden des neueren Kriminalfilms.“[47]

Die Leistungen der Schauspieler, auch die der Nebenrollen, wurden von einem überwiegenden Teil der Kritiker gelobt. Manche US-Kritiker glaubten in Al Pacinos Spiel allerdings Overacting zu erkennen.[59] Kritiker beurteilten überdies die Besetzung als passend und eindrucksvoll, die Charakterisierung der Figuren als reichhaltig und die Handlung als klischeefrei. Zudem würden die Schauplätze hervorragend genutzt.

Im Vergleich mit Showdown in L.A. lobte Frank Schnelle in der epd Film Heat als den deutlich besseren Film. Mann habe „mit sicherer Hand Schwachpunkte eliminiert“, das Filmende sei nun plausibler. Wegen einer ruhigeren und angemessen aufwändigen Inszenierung gewönnen die gleichen Szenen in Heat an Substanz beziehungsweise funktionierten erst hier überhaupt.[43]

Spätere und undatierte Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Britische Medien waren voll des Lobes über Heat. Das Londoner Magazin Time Out etwa beurteilte den Film als den besten amerikanischen Kriminalfilm des Jahrzehnts. Die Actionszenen seien besser als in Filmen von John Woo und Quentin Tarantino und die Charakterdarstellung erreiche eine Tiefe, von der die meisten amerikanischen Filmemacher nur träumen könnten.[69] Vom Magazin Empire hieß es, dass Mann es verstehe, „Ebenen von Charakter und Thema sowie von Action und außerordentlicher filmischer Technik zu vereinen“ und so ein „funkelndes Bild der Ursachen, Konsequenzen und menschlichen Kosten von Verbrechen in einer fragmentierten, modernen Welt zu erschaffen“. Das Wechselspiel von De Niro und Pacino während ihres Gesprächs in dem Restaurant wirke wie ein „Duett zweier Meistermusiker“.[70]

Vom deutschen Online-Magazin Filmstarts.de hieß es, dass der Film sowohl inhaltlich als auch optisch ein großes Erlebnis sei. „Die schwermütige Ballade vom Leben und Sterben in L.A. ist ein Meilenstein des Genres. Absolut perfekt.“[71] Das E-Zine critic.de pries den Film als „Klassiker des Kriminalfilms der neunziger Jahre.“[72]

Das US-Magazin American Cinematographer, das sich vor allem mit der Arbeit von Kameraleuten befasst, zeigte sich 2005 über Dante Spinottis Leistung bei Heat begeistert: Spinotti nutze das anamorphotische Verfahren „wie ein Meisterzeichner“ und komponiere seine Bilder sowohl mit Blick auf erzählerische Wirkung als auch auf ästhetische Schönheit. Zu seinen eindrucksvollsten Leistungen gehöre es, den Geist des Film noir zu vermitteln, ohne dabei andere Filme aus dieser Stilrichtung zu imitieren.[32][73]

Würdigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde für einige Preise vorgeschlagen, konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Die meisten Nominierungen erhielt er für den Chicago Film Critics Association Award, und zwar in den Kategorien Bester Film, Beste Nebendarstellerin (Diane Venora), Beste Kamera (Dante Spinotti) und Beste Filmmusik (Elliot Goldenthal). Für den Cinema Audio Society Award wurde der Film in der Kategorie Beste Tonmischung vorgeschlagen. Von der Dallas–Fort Worth Film Critics Association war der Film in der Kategorie Bester Film für einen Preis nominiert. Je eine Nominierung für den Saturn Award gab es 1996 in den Kategorien Bester Action-/Abenteuerfilm und – für Val KilmerBester Nebendarsteller. Natalie Portman war als Beste Jungschauspielerin für den YoungStar Award nominiert.[74]

Der Film wird heute oftmals als Meisterwerk, Klassiker und Kultfilm gewürdigt. Das zeigt sich unter anderem an einem Buch, das in der Reihe BFI Modern Classics beim British Film Institute 2002 erschien und in dem sich der Autor Nick James nur mit Heat auseinandersetzt. In den Monaten um den Jahreswechsel 2015/16, der das 20-jährige Jubiläum des Kinostarts von Heat markierte, würdigten etliche Magazine, darunter die US-Magazine Esquire und Rolling Stone und der britische Telegraph, den Film als einen der besten.[12]

Heat wird von einigen Rezipienten als bester Film des Autorenfilmers Mann bezeichnet. Dazu gehört auch das US-Online-Magazin Slate, das Heat 2016 als Manns „kompletteste Arbeit“ hervorhob.[75] Andere filmische Werke von Mann wurden von Kritikern an Heat gemessen und unterlagen.[76] Auch Jon Avnets Film Kurzer Prozess – Righteous Kill (2008), in dem Pacino und De Niro ein weiteres Mal gemeinsam auftraten, unterlag im Vergleich mit Heat.[23]

Der Film wurde in einige Bestenlisten aufgenommen. Das deutsche Online-Portal Filmstarts etwa führte ihn 2014 auf Platz 5 in seiner Liste der 50 besten Thriller.[77] In der Liste der 250 Filme, die von Benutzern als die besten bewertet werden, ist Heat schon seit mehreren Jahren vertreten und belegt dort mit einem Rating von 8,2 (auf einer Skala von 0 bis zum bestmöglichen Wert 10) den 123. Platz (Stand: 22. März 2018).[78]

Die deutsche Filmzeitschrift epd Film pries den Film 2016 als einen an, der bei den Oscar-Nominierungen übergangen wurde, aber als Meisterwerk Oscar-prämierungswürdig sei.[79] 2017 würdigte sie ihn als epochalen Gangsterfilm.[80] Der britische Filmkritiker David Thomson nannte den Film in seinem Buch The New Biographical Dictionary of Film (2002) „einen der am besten gemachten Filme“ der 1990er.[81]

Die für die Verleihung der Oscars verantwortliche Akademie nannte Heat in einem Bericht über die Jubiläumsaufführung 2016 einen „epischen Kriminalfilm“ und einen „Film-Meilenstein“.[17]

Interpretation und Analyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Form und Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Mann wollte den Film als Drama verstanden wissen und ausdrücklich nicht als Genrefilm.[21] Dennoch ordneten Kritiker den Film in Genres wie Thriller, Actionfilm, Actionthriller, Polizeifilm, Gangsterfilm, Kriminalfilm und Heist-Movie ein.[82] Manche Rezipienten stuften ihn auch als Parabel[83] oder Epos[82] ein und glaubten Elemente des Film noir, speziell des Neo-Noir[84] zu erkennen.

Lindstrom (2002) betonte die starke Verwurzelung des Films im Gangsterfilmgenre und stellte ihn in eine Linie mit zwei seiner wichtigsten Vertreter. Sprung in den Tod (Originaltitel: White Heat) von 1949 etwa habe ebenso wie Heat „den über-hingebungsvollen Cop, den soziopathischen Kriminellen, den Geldraub und das Vertrauen auf Technologie zur Gewinnung entscheidender Informationen“. Kommissar Bannion aus dem Film Heißes Eisen (Originaltitel: The Big Heat) von 1953 sei hinsichtlich seiner Zielstrebigkeit und Bestimmtheit ein wichtiger Vorläufer Vincent Hannas.[85]

Filmkritiker und Wissenschaftler hoben die im Vergleich zum Inhalt des Films hohe Konzentration Manns auf Stil und Repräsentation hervor. So gebe es „lange, visuell überwältigende und akustisch raffinierte Szenen, deren langsamer Rhythmus und Intensität das, ‚was geschieht‘, weniger in den Mittelpunkt rücken als ‚wie es repräsentiert ist‘“, meinte etwa García Mainar auch hinsichtlich anderer Werke des Regisseurs.[86] Dass sich der Film zum Kommunizieren mit dem Publikum so sehr auf seinen Stil verlasse, mache ihn zu einem Werk mit postmodernen Eigenschaften.[87]

Verschiedene Rezipienten waren sich darin einig, dass der visuelle und akustische Stil des Films von Ideen und Einflüssen aus Kunst und Kultur der 1970er und 1980er geprägt sei. García Mainar betonte in diesem Zusammenhang eine starke Beeinflussung durch die experimentelle Kunst der späten 1970er und frühen 1980er Jahre.[21] Sie zeige sich zum Beispiel in McCauleys persönlichem Stil und der Gestaltung der von ihm bewohnten Räume.[87]

Sabine Horst nannte den Film ein stilistisch „‚unreines‘ Gemisch“, denn er sei zwar hinsichtlich der Dialoge und Schauplätze wesentlich realistischer als andere Genre-Vertreter der vorherigen Jahre, dennoch scheine es bei den Einstellungen oder dem Einsatz von Farbe und Musik nie etwas Zufälliges zu geben.[47]

Visueller Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Meinung des britischen Filmkritikers Nick James zufolge äußere sich der Stil der 1980er im Film durch „die großen faschistoiden Firmengebäude, das Posieren in übertriebenen Anzügen und die Besessenheit […] von Konsumgütern von Designer-Marken“.[88]

Als Inspirationsquellen für die Gestaltung des Films dienten Michael Mann etliche Gemälde.[42] Dazu gehört vor allem Pacific (1967) des kanadischen Malers Alex Colville. Mann nutzte es als Vorbild für die Einstellung, in der McCauley in blauem Licht vor dem Hintergrund des pazifischen Ozeans in seinem Apartment steht und man im Vordergrund seine Waffe auf dem Tisch liegen sieht.[89] Für García Mainar ist das Gemälde eine Kombination aus Realismus und Surrealismus und damit passend zum impressionistischen Realismus von David Hockney.[21]

Der Filmwissenschaftler Steven Rybin gab sich überzeugt davon, dass sich Mann bei der visuellen Gestaltung des Films durch den russischen Filmemacher Dsiga Wertow (1896–1954) hat beeinflussen lassen. Wertow, von Mann bewundert, hatte eine Vorliebe dafür, die Kamera wie ein übermenschliches Auge zu nutzen, das mehr als das menschliche Auge zu sehen im Stande ist. Heat sei diesbezüglich ähnlich, denn die Kamera tendiere dazu, einen Reichtum visueller Realität zu betonen, der für seine Figuren niemals vollumfänglich greifbar werde.[90] Charakteristisch für Heat sind außerdem horizontale Kameraschwenks, die – so Rybins Interpretation – eine hohe Dichte an Informationen sowohl auf Flächen innerhalb des Bildes als auch durch Umgebungen zeigen, die die Figuren selbst nicht sähen.[91] Rybin deutete die Kinematographie etlicher Szenen, die mit Hilfe computergenerierter Spezialeffekte und digitalen Compositings entstanden, als „traumähnlich“ und als visuell gegensätzlich sowohl zwischen Stadt und Ozean als auch zwischen Schwarz und Blau. Dabei befinden sich Figuren vor dem Hintergrund eines Meers aus städtischen Lichtern und Silhouetten.[92] Beispielhaft dafür ist die Szene, als McCauley, mit Eady im Auto sitzend und mit Nate telefonierend, vor dem Hintergrund des nächtlichen L.A. zu sehen ist. Ein weiteres Beispiel ist die Szene, in der McCauley und Eady, nachdem sie von ihm zu fliehen versucht hat, vor dem Hintergrund des Pazifiks zu sehen sind. Rybin interpretierte diese Szene zudem als Anspielung auf die für Michelangelo Antonioni typische Inszenierung entfremdeter Pärchen in Filmen wie Die mit der Liebe spielen (1960).[93]

Der Dialog zwischen den beiden Protagonisten in einem Schnellrestaurant ist in der Form Schuss-Gegenschuss inszeniert.[94] Nick James verstand den Effekt, die beiden Schauspieler bei dem Gespräch in derselben Weise wechselnd abzubilden, als „brillant“ und als zweckdienlich dafür, auszudrücken, dass jede Figur in einen Spiegel schaut.[95]

Der US-Filmkritiker Richard Combs äußerte seine Überzeugung, Mann habe sich durch Stanley Kubrick beeinflussen lassen, der sich zu Beginn seiner Laufbahn ebenfalls mit Heist-Movies und Gangsterfilmen befasste. Mann habe bei Heat Geschichten und Figuren von Kubrick aufgegriffen, die das für solche Genres typische “pulp feel” (Deutsch etwa: „Schundgefühl“) bewahren, und sie „dabei in perfekte Kunstwerke und mit privaten Regeln durchgeführte Megaproduktionen verwandelt.“ Heat sei „Die Rechnung ging nicht auf von einem Kubrick mit den Ambitionen und der Kraft von 2001: Odyssee im Weltraum.“[96]

Nick James beurteilte den Stil, in dem Los Angeles in Heat dargestellt wird, als abweichend vom „traditionell klaustrophobischen Blick eines Kriminalfilms“[97] auf diese, für die Stilrichtung Film noir typische, „Nachtstadt aus fiebrigen Geldraffern mit starkem Geschlechtstrieb in anrüchigen Räumen“:[98] Der US-Kulturtheoretiker Norman M. Klein vertrat in Bezug auf die Inszenierung der Stadt L.A. eine ähnliche Meinung wie James und bezeichnete Heat als „Hommage an das anspruchsvollere Los Angeles“.[99] Dazu bemerkte er: „Die Ausuferung und die tödliche Dunstglocke des Kleeblattes von L.A. wurde ignoriert. Mann war dafür besonders angetan vom Look von L.A. von der Spitze eines großen Gebäudes aus gegen Mitternacht während der Smog-freien Saison“.[100] García Mainar meinte, dass das Filmen an Schauplätzen in dem Film dem Wunsch diene, die Gangstergeschichte mit einer Geschichte über die Stadt L.A. konkurrieren zu lassen. Zum Beispiel vermittele die Szene zu Beginn des Filmes, als der Zug mit McCauley am Bahnhof eintrifft, eine beinahe abstrakte Sicht auf Beleuchtung und ultramoderne Architektur, gestützt durch das Fehlen von Dialogen und die Präsenz intensiver Ambient-Musik.[86]

Kameramann Spinotti sorge, so James, mit seinen Fähigkeiten, „tiefgeätzte Schatten in die meist sonnendurchfluteten Tageslichtszenen zu bringen“,[101] und Farben sorgfältig hin zu Grautönen abzuschwächen, für ein „relativ lichtfreundliches Neo-Noir-Gefühl“,[102] sodass beispielsweise während des Banküberfalls die Gegner blutarm wirkten.[103]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhalt der Soundtrack-Veröffentlichung
Nr. Titel Komposition und Aufführung
1 Heat Elliot Goldenthal,[104] Kronos Quartet[105]
2 Always Forever Now U2, Brian Eno
3 Condensers Elliot Goldenthal
4 Refinery Surveillance Elliot Goldenthal,[104] Kronos Quartet[105]
5 Last Nite Terje Rypdal
6 Ultramarine Michael Brook
7 Armenia Einstürzende Neubauten
8 Of Helplessness Elliot Goldenthal
9 Steel Cello Lament Elliot Goldenthal
10 Mystery Man Terje Rypdal
11 New Dawn Fades Joy Division,[104] Moby[105]
12 Entrada & Shootout Elliot Goldenthal
13 Force Marker Brian Eno
14 Coffee Shop Elliot Goldenthal
15 Fate Scrapes Elliot Goldenthal
16 La Bas Lisa Gerrard
17 Gloradin Lisa Gerrard
18 Run Uphill Elliot Goldenthal
19 Predator Diorama Elliot Goldenthal,[104] Kronos Quartet[105]
20 Of Separation Elliot Goldenthal
21 God Moving Over the
Face of the Waters
Moby

Während der Großteil der Filmmusik als reine Umgebungsmusik ohne Perkussionsunterstützung auskommt, ist die vom Kronos Quartet stammende Eröffnungssequenz geprägt von rhythmischen Schlägen, die Rybin als das Thema der davonlaufenden Zeit bekräftigend deutete.[106] Während des Überfalls auf eine innerstädtische Bank erklingt das Stück Force Marker von Brian Eno, das von elektronischen, ebenfalls rhythmischen Schlägen geprägt ist und die Anspannung beim Überfall unterstreicht.[107]

Rezipienten interpretierten die Musik als minimalistisch. García Mainar vertrat in seinem Essay die Auffassung, dass die Kompositionen zwischen eher ruhig-hypnotisierend wirkender Space music zur Betonung der Schauplätze und kräftigen Klängen als Begleitung von Action oder Spannung wechselten. Bestes Beispiel für diese Mischung sei das von Moby intonierte, ursprünglich von der Post-Punk-Band Joy Division stammende Stück New Dawn Fades, das ertönt, während McCauley auf dem Highway von Hanna verfolgt wird.[21] Die Journalistin Anke Sterneborg meinte, dass die Musik mit ihren ungewohnten Klangkombinationen der Atmosphäre des Films einen „treibenden Drive“ versetze und diese mit „melancholischer Verlorenheit“ auflade.[22]

Nick James meinte, dass die Musik so gut in das filmische Gefüge integriert sei, dass es wie eine konstante Präsenz scheint, ein unendliches, orchestriertes Anwachsen und Ausklingen halbindustrieller Geräusche. Der Minimalismus, von dem sie allesamt geprägt seien, verliehen dem Film eine Art von High-Tech-Glanz. Manns Bereitschaft, zwischen dieser Musik und seinem erzählenden Event-Sound zu wechseln, wobei sich beide wechselseitig kommentierten, sei ein frisches Verständnis der Bedeutung von Film-Geräuschkulissen.[108]

Dass der Film ästhetisch von der Kultur der 1980er Jahre geprägt sei, begründet James unter anderem mit Manns ursprünglicher, aber dann doch nicht verwirklichter Absicht, die Handlung mit Musik des US-Gitarristen Glenn Branca zu unterlegen.[108]

Im Soundtrack, so García Mainar, koexistierten Chris Jenkins’ hyperreale Tongestaltung mit Goldenthals experimentellen Klängen und Mobys Elektromusik. Dadurch werde die wechselnde Konzentration des Films auf reale Ereignisse und Räume einerseits und auf Repräsentation andererseits illustriert.[109]

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vergleich mit Showdown in L.A.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Michael Manns Fernsehfilm Showdown in L.A. (Originaltitel: L.A. Takedown), auf dessen Drehbuch Heat basiert, heißt die Hauptfigur, die die Gangsterbande anführt, nicht Neil McCauley, sondern Patrick McLaren.[110] Die anderen, wichtigsten Figuren tragen denselben Namen wie im Kinofilm. Im TV-Film werden jene melodramatischen Handlungsteile, die bei den Hauptfiguren zu Hause spielen, nahezu völlig ausgelassen. Die Handlung des Fernsehfilms, der nur etwa anderthalb Stunden lang ist, schreitet schneller voran als in Heat. Anders als im Kinofilm gibt es in Showdown in L.A. keinen Handlungsstrang mit der Figur Roger van Zant und keinen Einbruch in das Lager für Edelmetalle. Die Gangsterbande wird hier auf die Polizei aufmerksam, indem Cheritto in seinem Auto Abhörgeräte entdeckt. McLaren wird tödlich verletzt, als Waingro auf die Tür seines Apartments schießt, kurz nachdem die Polizei McLaren dort aufgespürt hat. Am Ende des Fernsehfilms gibt es auch keinen Handschlag zwischen McLaren und Hanna; letzterer stößt Waingro aus dem Fenster in den Tod.[111]

Melancholie und Entmenschlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im film-dienst interpretierte Franz Everschor, dass der Film eine entmenschlichte Welt zeige: Entsprechend der Philosophie der Figuren, das zu tun, was man selbst am besten kann, gehorchten „die wirklich Erfolgreichen in jedem Metier nur noch dem Anspruch auf Perfektion“. Auch „Geschäfte, die anderen das Leben kosten, werden dann mit höchster Präzision und Akribie ausgeführt. Jenseits der Maßstäbe von Menschlichkeit und Moral ist alles zum ‚Business‘ geworden.“ Durch die Inszenierung werde die Handlung zunehmend zu einem Synonym für das Leben am Ende des 20. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang vermittele etwa der Blick aus McCauleys kaum möblierter Wohnung auf den unendlichen Ozean „das Gefühl des Zurückgeworfenseins in die eigene Isolation“.[45] Todd McCarthy von Variety deutete den Film als aufmerksame, zutiefst melancholische Interpretation des modernen Lebens; er zeige ein Bild von der Gesellschaft im Ganzen mit „fragmentierten Lebensläufen, gebrochenen Familien und Frauen, die als Folge davon allein gelassen werden.“[54]

Schicksalsverbundenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der australische Medienwissenschaftler Ari Mattes hob die Parallelen zwischen Hanna und McCauley in dem Film hervor: Beide seien wie besessen auf ihre Arbeit fokussiert, zum Nachteil ihres Privatlebens. Beide seien brutale Pragmatiker, das heißt gewalttätig, wenn nötig. Beide seien von der Gesellschaft um sie herum isoliert und existierten grundsätzlich außerhalb des Häuslichen, obwohl beide als Ersatzväter charakterisiert würden: McCauley als väterlicher Freund von Chris Shiherlis und Hanna als Stiefvater von Lauren. Beide würden den jeweils Anderen als ihren Erzfeind kennen, bewundern und respektieren, gleichwohl wecke der Film für beide Kontrahenten Empathie und vermeide die Struktur Guter Held gegen böser Schurke völlig.[112]

Mattes meinte, dass sowohl Hanna als auch McCauley außerhalb jedes signifikanten moralischen Kontextes arbeiteten, ohne Sinn von ultimativer Gerechtigkeit oder Politik. Sie arbeiteten, weil es das sei, was sie am besten können, wie sie sich gegenseitig bei dem Treffen im Restaurant erzählen. Das Gesetz in seiner Beziehung zur Gerechtigkeit gebe es in ihrem Wertesystem nicht. Sie erkennen einander hinsichtlich ausgewiesener, aber moralisch bedeutungsloser Arbeitsrollen an, als Gesetzesvollstrecker und -brecher.[112]

Ähnlichkeiten in den Leben von Hanna und McCauley zeige der Film zum Beispiel, so Lindstrom, als McCauley mit seinen Gangmitgliedern und deren Familien ein Restaurant besucht und Hanna mit Arbeitskollegen und deren Familien ebenfalls ein Restaurant besucht. In beiden Fällen stählen andere Erfordernisse den Sozialisierungen die Schau, sodass sowohl Hanna als auch McCauley die Dinnerpartys verlassen müssten.[85]

Arbeit und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hal Hinson glaubte es in der Washington Post als von dem Film ausgehende Botschaft zu erkennen, dass Männer zu zerstörerisch und zu gewalttätig für die „Domestifizierung“ – also die häusliche Zähmung – seien; ihre wirklichen Partner seien nicht die Frauen, sondern ihre männlichen Pendants. Hinsichtlich der immanenten Gewalttätigkeit der Männer ähnele der Film dem Western The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz (1969).[58] Im Chicago Tribune verglich auch Michael Wilmington Heat mit jenem Western und meinte, er sei von The Wild Buch beeinflusst: In beiden Filmen seien die Verbrecher miteinander verbundene Ganoven und die Polizisten eher antagonistisch dargestellt. Auch ein Polizist zu sein, könne ein höllischer Job sein, durch den man verrückt werden könne.[55]

In einem Essay in der Zeitschrift Jump Cut ging J. A. Lindstrom auf die domininierende Rolle der Arbeit der Protagonisten im Verhältnis zu ihrem Privatleben als Thema von Heat ein. An den Figuren zeigten sich zum Beispiel etliche Aspekte von Überarbeitung. So mögen sie ihre Arbeit, arbeiten Tag und Nacht und beschweren sich nicht über zu lange Arbeitszeiten. Der Film kommentiere damit das Thema Überarbeitung und ihre persönlichen Kosten und fange insofern den Zeitgeist seiner Entstehungszeit ein: die zunehmende Dominanz von Arbeit über andere Lebensteile in den 1990er Jahren. Sich verlängernde Arbeitszeiten unter potentiellen Zuschauern würden Hanna und McCauley zu Vertretern ganzer Bevölkerungsteile machen.[85]

Der Film adressiere direkt, so Lindstrom weiter, die Vorrangstellung der Arbeit im Leben vor allem der Kriminellen. Dies komme etwa im Gespräch zwischen McCauley und Hanna im Restaurant zum Ausdruck, jeweils das zu tun, was man am besten könne, und andere Tätigkeiten weder zu kennen noch zu mögen. Der Film habe wenig übrig für jedwede Hingabe an ein persönliches Leben, auch da mit Hanna, McCauley und Breedan ein Großteil der Hauptfiguren ihre jeweiligen Partner verlassen. Da von ihnen – mit Ausnahme Hannas – am Ende keiner überlebt, sei es eine düstere Botschaft des Films, dass die Bevorzugung von Arbeit gegenüber dem Privatleben keinen beruflichen Erfolg garantiere.[85]

McCauleys Grundsatz, sich nie im Leben an etwas zu hängen, das man nicht in 30 Sekunden hinter sich lassen kann, wenn man merkt, dass einem der Boden unter den Füßen zu heiß wird, nannte García Mainar (2008) als ein wichtiges Beispiel für die Momente im Film, an denen ein grundsätzliches Thema der Stilrichtung Film noir deutlich werde, nämlich die implizite Gefahr beim Herstellen von Verbindungen zu anderen Menschen.[113]

Lindstrom meinte, dass die häuslichen Szenen Heats ständig insistieren, dass Arbeit diejenige Zeit und Energie konsumiere, die üblicherweise für die persönlichen Beziehungen vorgesehen wären – Beziehungen, die für Hanna und die Gang wertvoll sind, aber von ihnen zurückgestellt werden. Insofern transformiere Heat die Rolle der häuslichen Szene innerhalb des Gangsterfilm-Genres. Im Gegensatz zu Detective Bannion in Heißes Eisen entstamme Hannas Besessenheit von Arbeit nicht den familiären Umständen, sondern konkurriere vielmehr mit ihnen. Dies werde etwa deutlich, wenn Vincent Hanna von Justine mehrfach vor die Wahl gestellt wird zwischen Familie und Arbeit und er sich stets für die Arbeit entscheide.[85]

Nick James interpretierte die Kriminellen in dem Film – abgesehen von Waingro – auch wegen ihrer geschäftsähnlichen Ordentlichkeit als „Yuppie-Schurken, deren sauberes Vorgehen bei bewaffnetem Raub die Idee der 1990er Jahre von minimalistischem Schick zu treffen scheine.“ Keiner von ihnen strahle solche Muskelkraft aus, die für Actionfilmhelden und -schurken dieser Zeit typisch war.[114]

Nervenkitzel als persönliche Erfüllung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mattes (2014) meinte, dass Heat im Gegensatz zu anderen Hollywood-Actionfilmen, in denen die soziale und moralische Ordnung durch die Gewalttaten des Actionhelden wiederhergestellt werde, zu einer Gegenbewegung in amerikanischen Actionerzählungen gehöre, die dem Muster Action without Regeneration folgen, das heißt „Action ohne Erholung“. Nach diesem Muster erzählte Filme beinhalteten Action, die die soziale Ordnung nicht wiederherstelle und bei der der Held oft mit der absoluten Bedeutungslosigkeit seines Sieges konfrontiert sei. In Heat zeige sich das an Hanna, der seine Erfüllung eher im Nervenkitzel der Jagd auf Kriminelle wie McCauley finde als in der Auflösung, dem Ergebnis solcher Action. Hanna folge zwar einem Impuls, die Ordnung wiederherzustellen, jedoch sei sein Privatleben von ewiger Unordnung geprägt. Die Erfüllung, die ihm das Fangen seiner Beute bereite, sei insofern eine kannibalistische, selbstzerstörerische Erfahrung.[112]

Betrug und Täuschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark E. Wildermuth, Autor eines Buches über Michael Mann (2005), hob hervor, dass es in dem Film eine Welt des Betruges sowohl an anderen als auch an sich selbst und damit eine Kultur der Täuschung gebe. Dieses Muster wiederhole sich mit jeder Beziehung in dem Film. Der Film sei voll von verschiedenen Arten von Betrug, die stets einen ehrlichen Dialog untereinander verhindern. Neil McCauley etwa belügt Eady über seine wahre Identität und seinen wahren Beruf. Er belügt sowohl Eady als auch sich selbst, indem er sagt, nicht einsam zu sein. Denn später werde deutlich, dass er sein Leben verzweifelt mit jemandem in einem geschützten Raum teilen möchte, etwa durch die Absicht, gemeinsam nach Neuseeland zu ziehen. Charlene Shiherlis betrügt die Polizei, indem sie ihren Mann vor ihr warnt und so vor Verhaftung schützt. Diese Situation, so Wildermuth, sei die einzige im Film, in der Betrug jemand anderem als dem Betrügenden diene. Am Ende des Films werde McCauley durch die Flughafenbeleuchtung betrogen, die einen Schatten zu seinem Nachteil erzeugt. Der Moment, in dem McCauley sterbend seinen Grundsatz wiederholt, niemals zurück ins Gefängnis zu gehen, sei sein einziger mit kompromissloser Wahrheit.[115]

Einflüsse und Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mediale Einflüsse und Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hatte Einfluss auf die Computerspielserie Grand Theft Auto. Die etwa in GTA IV (2008) enthaltene Mission Three Leaf Clover adaptiert den Banküberfall aus Heat bezüglich der Waffen, Anzüge und Geldsäcke;[116] die Mission Blitz Play aus GTA V (2013) ist äquivalent aufgebaut wie der Überfall auf den Geldtransporter zu Beginn des Films, als McCauleys Gang den Transporter mit einem anderen Fahrzeug rammt.[117]

Das US-Unternehmen Gearbox Software beabsichtigte, Heat für ein Computerspiel zu adaptieren, was aber nicht verwirklicht wurde. 2006 wurde der Abschluss eines entsprechenden Lizensierungsvertrags mit dem Rechteinhaber Regency Enterprises bekannt. Es fanden Gespräche darüber statt, dass Michael Mann die Entwicklung des Spiels, das ein Prequel oder eine Fortsetzung werden sollte, beaufsichtigt, und dass die Hauptdarsteller des Films den Figuren ihre Stimme leihen. Als Grund für die ausgebliebene Realisierung des Spiels wurde später Zeitmangel genannt.[118]

Das von Brian Eno stammende Musikstück Force Marker, das während des Banküberfalls zu hören ist, inspirierte die Soundtracks anderer Filme, darunter auch die Musik, die während des Banküberfalls in dem Batman-Film The Dark Knight (2008) gespielt wird.[23] Die Integration von Musik von Moby, der bis in die Mitte der 1990er Jahre weitgehend unbekannt war, in den Soundtrack von Heat sorgte für einen Popularitätsschub für den Künstler.[119] Die 2012 erschienene EP Los Angeles der US-Grindcore-Band Graf Orlock basiert hinsichtlich ihrer Liedtexte auf Heat.[120]

Michael Mann plant ein Prequel zu Heat in Romanform, das 2018 in Manns eigenem Imprint bei der Verlagsgruppe HarperCollins erscheinen soll (Stand: April 2017). Als Co-Autor wurde Reed Farrel Coleman angekündigt.[121] Auch eine Leinwandadaption des Prequel-Romans ist vorgesehen.[122]

Einfluss auf Rekrutenausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schießerei, die sich McCauleys Bande nach dem Banküberfall mit der Polizei liefert, ging als eine der bekanntesten und bestinszenierten in die Filmgeschichte ein. Sie wurde später auch Rekruten der United States Navy als Lehrbeispiel für eine Situation gezeigt, in der man unter Beschuss ist.[123]

Inspirationsquelle für Verbrecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde nach seiner Veröffentlichung als Vorbild für eine Reihe von tatsächlichen Verbrechen genannt. Die North-Hollywood-Schießerei, die 1997 zwischen zwei Bankräubern und der Polizei in Los Angeles stattfand, verlief ähnlich wie die Schießerei nach dem Banküberfall in Heat. Medien berichteten nach dem Überfall, dass die Täter den Film gut kannten. Den Buchautoren Alvarez und Bachman zufolge habe der Film den Tätern als Inspirationsquelle gedient.[124]

Maskierte Räuber gingen 2003 bei einem Überfall auf einen Geldtransporter im kolumbianischen Cali in der gleichen Weise vor wie bei dem Überfall, den McCauleys Bande am Filmbeginn durchführt.[125] Die südafrikanische Wochenzeitung Financial Mail berichtete 2005 anlässlich einer Serie von Überfällen auf Geldtransporter in der Provinz Gauteng, dass der Film seit seiner Veröffentlichung in Kriminellenkreisen legendär geworden sei. Der Aussage eines Täters in einem Gerichtsprozess Ende der 1990er Jahre entsprechend habe es zu den Vorbereitungsmaßnahmen seiner Bande gehört, den Film wiederholt anzuschauen.[126]

Des Weiteren nutzte der französisch-algerische Straftäter Rédoine Faïd – im Jahr 2013 meistgesuchter Krimineller von Frankreich – den Film als Vorbild für Überfälle auf Geldtransporter.[127]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Heat. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 74722/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Zitat aus der deutschen Synchronfassung
  3. a b c Rybin 2007, S. 112
  4. Rybin 2007, S. 111
  5. a b c d e f g h i Wood 2015
  6. a b c Janet Maslin: Pacino Confronts De Niro, and the Sparks Fly, in: The New York Times vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 8. Mai 2016
  7. a b Box office / business for Heat (1995), in: IMDb, abgerufen am 8. Mai 2016
  8. a b c d Paul Tatara: HEAT (1995), in: Webpräsenz von Turner Classic Movies, abgerufen am 5. Mai 2016
  9. Kristopher Tapley: Christopher Nolan Talks Michael Mann’s ‘Heat’ With Cast and Crew at the Academy, in: Variety vom 7. Sep. 2016, abgerufen am 17. März 2018
  10. a b HEAT. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 30. April 2016.
  11. Amy Longsdorf: Pacino And De Niro ‘Heat’ Up The Screen, in: The Morning Call vom 9. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016
  12. a b c d Matt Patches: Why ‘Heat’ Is Still an Action Masterpiece 20 Years Later, in: Esquire vom 17. Sep. 2015, abgerufen am 8. Mai 2016
  13. F. X. Feeney: The Study of Mann, Interview mit Michael Mann von 2012, Webpräsenz der Directors Guild of America
  14. Heat (1995) Trivia, in: IMDb, abgerufen am 9. Mai 2016
  15. Mattes 2014, S. 189 f.
  16. Wolf Jahnke, Michael Scholten: Los Angeles: Eine Stadt als Filmkulisse, Schüren Verlag, 2015, ISBN 978-3-89472-710-9 (Kindle-Ausgabe), Kapitel 8 („Hollywood Hills“)
  17. a b c Michael Mann’s Crime Classic Brings on the “Heat” 20 Years Later, in: Webpräsenz der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, ca. September 2016, abgerufen am 20. März 2018
  18. a b Oliver Lunn: How the filming locations for Heat have changed since 1995, in: British Film Institute vom 11. Januar 2018, abgerufen am 19. März 2018
  19. Audiokommentar von M. Mann auf der Kauf-DVD von Heat
  20. Les Paul Robley: Hot Set, in: American Cinematographer Nr. 1/1996 (77. Jg.)
  21. a b c d e García Mainar 2008, S. 6
  22. a b Anke Sterneborg: Heat, in: Thomas Koebner, Hans Jürgen Wulff (Hrsg.): Filmgenres: Thriller, Reclam, Stuttgart 2013, S. 430–434
  23. a b c Robbie Collin: Heat: how Michael Mann made his coolest film, in: The Telegraph vom 19. Feb 2015, abgerufen am 16. Mai 2016
  24. a b Box office / business for Heat (1995), in: IMDb, abgerufen am 6. Mai 2016
  25. Besucherzahlen, in: LUMIERE – Datenbank über Filmbesucherzahlen in Europa, Webpräsenz der OBS, abgerufen am 6. Mai 2016
  26. Kristopher Tapley: Michael Mann's 'Heat' to Screen Nationwide Ahead of New Home Release, in: Variety vom 21. April 2017, abgerufen am 20. März 2018
  27. Heat (1995), in: LaserDiscDatabase, abgerufen am 17. April 2017
  28. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  29. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  30. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  31. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  32. a b Jim Hemphill: Heat (1995) Special Edition, in: American Cinematographer vom Juli 2005, abgerufen am 17. April 2017
  33. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  34. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  35. Vergleich der Schnittfassungen der Kinofassung und der ersten, von Warner veröffentlichten Blu-ray-Ausgabe von Heat bei Schnittberichte.com, abgerufen am 17. April 2017
  36. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  37. Eintrag in der OFDb, abgerufen am 17. April 2017
  38. Heat Blu-ray Director’s Definitive Edition, in: Blu-ray.com vom 6. Februar 2017, abgerufen am 17. April 2017
  39. Programmheft für Mai/Juni 2011, Österreichisches Filmmuseum, S. 43, abgerufen bei der Webpräsenz der Zeitschrift SKIP – Das Kinomagazin am 6. Januar 2018
  40. Heat (1995), in: Rotten Tomatoes, abgerufen am 19. Juni 2016
  41. Heat, in: Metacritic, abgerufen am 19. Juni 2016
  42. a b c Roger Ebert: Heat, in: Chicago Sun-Times vom 15. Dez 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  43. a b c Frank Schnelle: Schöne kühle Welt. Über Michael Mann und seinen neuen Thriller HEAT, in: epd Film Nr. 3/1996, S. 22–29
  44. a b Heat, in: Webpräsenz der FBW, abgerufen am 6. Mai 2016
  45. a b c Franz Everschor: Heat (1995), in: Film-Dienst Nr. 5/1996
  46. Lars-Olav Beier: Die zwei Gesichter einer Seele, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. Februar 1996.
  47. a b c Sabine Horst: Die Hölle ist kalt, in: Frankfurter Rundschau vom 29. Februar 1996, S. 10.
  48. David Ansen: Cat And Mouse, L.A. Style, in: Newsweek vom 18. Dez. 1995, abgerufen am 16. Mai 2016
  49. Claudius Seidl: Die Doppelgangster, in: Der Spiegel Nr. 9/1996, S. 214–216
  50. Anke Sterneborg: Die Professionals, in: Süddeutsche Zeitung vom 29. Februar 1996, S. 17.
  51. Richard Schickel: CINEMA: DUEL IN THE BLANKNESS, in: Time vom 11. Dez. 1995, abgerufen am 8. Mai 2016
  52. Kenneth Turan: A Big Payoff for All, in: Los Angeles Times vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  53. John Hartl: The Law And Lawless Find Common Ground, in: The Seattle Times vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 16. Mai 2016
  54. a b Todd McCarthy: Review: ‘Heat’, in: Variety vom 5. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  55. a b c Michael Wilmington: Canned ‘Heat’, in: Chicago Tribune vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  56. Marc Walder: Mann ist Mann, in: Neue Zürcher Zeitung vom 1. März 1996, S. 47.
  57. Stephen Rea: ‘Heat’: A Pair Of Acting Icons On Opposite Sides Of Law, in: Philadelphia Inquirer vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 16. Mai 2016
  58. a b c Hal Hinson: Heat, in: The Washington Post vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  59. a b c Owen Gleiberman: Heat, in: Entertainment Weekly vom 22. Dez 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  60. Dave Kehr: ‘HEAT’ PACKS POWER BUT IS AT NOIR WITH ITSELF, in: New York Daily News vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 6. Mai 2016.
  61. Edward Guthmann: In the ‘Heat’ of Violence, in: San Francisco Chronicle vom 15. Dez. 1995, abgerufen am 5. Mai 2016.
  62. a b James Berardinelli: Heat (United States, 1995), in: ReelViews, abgerufen am 8. Mai 2016.
  63. Mike Fleming Jun.: HarperCollins Confirms Michael Mann Books Deal; Mann Reveals ‘Heat’ Prequel Details, in: Deadline vom 12. April 2016, abgerufen am 3. November 2017
  64. Zitat R. Schickel: “awesome. Truly epic. A masterpiece. Wholly original.”
  65. Zitat J. Maslin: “Extraordinary actors, clever settings, a maze of a plot and a screenplay with nearly 70 speaking roles don’t change the fact that „Heat“ is fundamentally hollow and its characters haven’t much to say.”
  66. Zitat J. Berardinelli: “colossal disappointment”
  67. Zitat J. Berardinelli: “About forty minutes of Heat is involving. The rest varies from humdrum to tedious.”
  68. Zitat H. Hinson: “a ridiculous ending that suggests some sort of final spiritual, metaphysical mind-meld. To call it mythic absurdity is a kindness.”
  69. Geoff Andrew: Heat, in: Time Out, abgerufen am 19. Juni 2016.
  70. Ian Nathan: Heat Review, in: Empire, abgerufen am 20. März 2018, Originalzitate: “Mann manages to encompass layers of character and theme, as well as action and extraordinary cinematic technique, to create a coruscating picture of the causes, consequences and human costs of crime in a fragmented modern world.”, „two master musicians playing a duet“
  71. Carsten Baumgardt: Heat, in: Filmstarts.de, abgerufen am 19. Juni 2016
  72. Katharina Stumm: Heat, in: critic.de, abgerufen am 19. Juni 2016
  73. Zitat J. Hemphill: “like a master painter”
  74. Heat – Awards, in: IMDb, abgerufen am 19. Juni 2016
  75. Daniel Engber: The Descent of Mann, in: Slate vom 16. Jan. 2016, abgerufen am 25. März 2018, Zitat: “most complete work”
  76. Oliver Klatt: „Blackhat“ ist kein Hacker-Film, sondern eine Ansammlung von Action-Klischees, in: Wired vom 5. Februar 2015, abgerufen am 5. Juni 2016
  77. Die 50 besten Thriller, in: Filmstarts vom 4. Juli 2016, abgerufen am 6. Mai 2016
  78. IMDb Top 250, in: IMDb, abgerufen am 22. März 2018
  79. Es geht auch ohne!, in: epd Film Nr. 2/2016, S. 7
  80. epd Film Nr. 9/2017, S. 7
  81. David Thomson: The New Biographical Dictionary of Film, Little, Brown Book Group, 4. Auflage, London 2002, Originalzitat: “one of the best-made films”, zitiert in Ari Mattes: Action without Regeneration: The Deracination of the American Action Hero in Michael Mann’s Heat, in: Journal of Popular Film and Television, Nr. 4/2014 (42. Jg.), hier: S. 189
  82. a b vgl. z. B. James 2002, S. 13
  83. Jörg Taszmann: „Public Enemies“, in: Deutschlandradio Kultur vom 5. August 2009, abgerufen am 16. Mai 2016
  84. Wael Khairy: Crime in the emptiness of Los Angeles, in: Webpräsenz von Roger Ebert, 17. Jan 2011, abgerufen am 19. Juni 2016
  85. a b c d e J. A. Lindstrom: Heat. Work and Genre. In: Jump Cut: A Review of Contemporary Media Nr. 43/2000, online abgerufen am 17. April 2017
  86. a b García Mainar 2008, S. 7: “lengthy, visually stunning and aurally sophisticated scenes whose slow rhythm and intensity make ‘what happens’ less central than ‘how it is represented’.”
  87. a b García Mainar 2008, S. 8
  88. James 2002, S. 52: “the big fascistic corporate buildings, the posturing in exaggerated suits, the obsession […] with designer-label consumer goods”
  89. Tim Groves, Costas Thrasyvoulou: Michael Mann and Edward Hopper, in: Screening the Past Nr. 23 (2008), abgerufen am 3. November 2017
  90. Rybin 2007, S. 113 f.
  91. Rybin 2007, S. 115 f.
  92. Rybin 2007, S. 115
  93. Rybin 2007, S. 126
  94. Rybin 2007, S. 121
  95. James 2002, S. 62: “brilliant”
  96. Richard Combs, zitiert in: Rybin 2007, S. 115: “while turning them into perfected artworks, megaproductions operated by private rules. Heat is The Killing made by a Kubrick with the ambitions and power of 2001.”
  97. James 2002, S. 77: “traditional claustrophobic crime movie view”
  98. James 2002, S. 77: “night-town of fevered, highly sexed money-grubbers in dingy rooms”
  99. Norman M. Klein, zitiert in: James 2002, S. 77: “a homage to the denser Los Angeles”
  100. Norman M. Klein, zitiert in: James 2002, S. 77: “The sprawl and deadly haze of the L.A. cloverleaf was ignored. Mann was particularly struck instead by the look of L.A. from the top of a tall building, near midnight during the smog-free season”
  101. James 2002, S. 77: “to bring deep-etched shadows to the most sunc-drenched of daytime scenes”
  102. James 2002, S. 77: “more light-friendly neo-noir feel”
  103. James 2002, S. 77
  104. a b c d Komponist
  105. a b c d Instrumentalist
  106. Rybin 2007, S. 117
  107. James 2002, S. 66
  108. a b James 2002, S. 52
  109. García Mainar 2008, S. 7
  110. Entsprechend Buchautor Nick James heißt die Figur, die die Gangsterbande anführt, Patrick Salinko. Der Nachname Salinko lässt sich jedoch mit keiner anderen Quelle belegen und ist offensichtlich falsch.
  111. James 2002, S. 84–87
  112. a b c Ari Mattes: Action without Regeneration: The Deracination of the American Action Hero in Michael Mann’s Heat, in: Journal of Popular Film and Television, Nr. 4/2014 (42. Jg.) (englisch)
  113. García Mainar 2008, S. 8
  114. James 2002, S. 12: “yuppie villains, whose tidy approach to armed robbery seems to match the 1990s idea of minimalist chic.”
  115. Mark E. Wildermuth: Blood in the Moonlight: Michael Mann and Information Age Cinema, McFarland, Jefferson 2005, ISBN 978-0-7864-2059-9, S. 135–150 (englisch)
  116. Michael Roffman: 10 Films We See in the Grand Theft Auto Games, in: Time vom 24. Sep. 2013, abgerufen am 3. Nov. 2017
  117. Carolyn Petit: Taking Scores: Heat and Grand Theft Auto V, in: GameSpot vom 8. Okt. 2013, abgerufen am 3. Nov. 2017
  118. Gearbox keeping Heat on ice, in: GameSpot, vor 2010, zuletzt aktualisiert am 3. August 2009, abgerufen am 17. März 2018
  119. Bernd Lechler: Sample aus altertümlich verrauschtem Beat, in: Deutschlandfunk vom 20. April 2013, abgerufen am 4. Juni 2016
  120. Natalie Zina Walschots: Graf Orlock – Los Angeles, in: Exclaim! vom 10. April 2012, abgerufen am 5. Juni 2016
  121. Mike Fleming Jun.: Michael Mann Sets Bestselling Author Reed Farrel Coleman To Co-Write ‘Heat’ Prequel Novel, in: Deadline.com vom 27. April 2017, abgerufen am 2. Januar 2018
  122. Philipp Schleinig: „Heat“-Fortsetzung in Arbeit: Regisseur Michael Mann will Vorgeschichte erzählen, in: Kino.de vom 17. März 2016, abgerufen am 11. Februar 2018
  123. Tom Ward: Michael Mann Is Still Trying To Recreate The ‘Heat’ Shootout, in: Esquire vom 20. Feb. 2015, abgerufen am 5. Juni 2016
  124. Alex Alvarez, Ronet Bachman: Violence: The Enduring Problem, SAGE Publications, Los Angeles 2013, ISBN 978-1-4833-2399-2, S. 150 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  125. Jeremy McDermott: Life imitates art in Colombia robbery, in: BBC News vom 5. August 2003, abgerufen am 5. Juni 2016
  126. Justice Malala: JUST BLAME THE HEAT (Memento vom 6. September 2008 im Internet Archive), in: Financial Mail vom 9. Dezember 2005, abgerufen am 5. Juni 2016
  127. Scott Barber: ‘From Suburbs to Organized Crime’: How France’s most notorious criminal came to blast his way out of prison, in: National Post vom 15. April 2013, abgerufen am 29. Mai 2016
  128. Buchrezension von Anna Dzenis: Heat, in: Screening the Past, Nr. 12 (2014)
Dieser Artikel wurde am 31. März 2018 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.