Qantas Airways

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Qantas Airways
Logo der Qantas
Airbus A380-800 der Qantas
IATA-Code: QF
ICAO-Code: QFA
Rufzeichen: QANTAS
Gründung: 1920
Sitz: Botany Bay City, AustralienAustralien Australien
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Sydney

Unternehmensform: Limited
ISIN: AU000000QAN2
IATA-Prefixcode: 081
Leitung: Alan Joyce (CEO)
Mitarbeiterzahl: 29.204[1]
Umsatz: A$ 16,2 Milliarden[1] (2015/2016)
Fluggastaufkommen: 51,4 Millionen[1] (2015/2016)
Allianz: Oneworld Alliance
Vielfliegerprogramm: Qantas Frequent Flyer
Flottenstärke: 118 (+ 16 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.qantas.com

Qantas Airways (ˈkwɔntəs) ist die nationale Fluggesellschaft Australiens mit Sitz in Botany Bay City und Basis auf dem Kingsford Smith International Airport. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz oneworld und im S&P/ASX 50 gelistet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz von Qantas Airways

Qantas wurde 1920 gegründet und ist nach der niederländischen KLM und der kolumbianischen Avianca die drittälteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt. Zudem ist sie nach der KLM die zweitälteste ununterbrochen tätige Fluggesellschaft überhaupt.

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Replika der ersten Qantas-Maschine von 1920, eine Avro 504K

Die Queensland and Northern Territory Aerial Services (Q.A.N.T.A.S.) wurde am 16. November 1920 in Winton/Queensland von den Piloten Hudson Fysh und Paul McGinness sowie den wohlhabenden Viehzüchtern Fergus McMasters, Ainslie Templeton und Alan Campbell gegründet.[2]

Als erste Flugzeuge waren zwei Avro 504K geplant. Die Investoren wurden von den Piloten dazu bewegt, auch ein Exemplar des Dreideckers Avro 547 zu ordern, der vier Personen in einer geschlossenen Kabine transportieren konnte – eines der 504K-Flugzeuge wurde daraufhin abbestellt. Ein ausgemustertes Militärflugzeug, eine B.E.2e, bildete schließlich gemeinsam mit der 504K-Maschine den Grundstock des Unternehmens; der erste Flug fand am 31. Januar 1921 statt. Schon im selben Jahr wurde der Firmensitz von Winton gut 180 km südöstlich nach Longreach verlegt, wo er acht Jahre lang bleiben sollte.

Auf Betreiben des einflussreichsten Investors McMasters wurde Q.A.N.T.A.S. nicht nur als Charterflieger und vornehmlich für Show- und Vergnügungszwecke konzipiert, wie zahlreiche andere kleine Flieger-Firmen der Zeit. McMasters hatte vielmehr die Idee von regelmäßigen Fracht- und Postflügen und warb bei Regionalpolitikern dafür, auch reguläre Passagierflüge im Outback finanziell zu unterstützen. Dies führte dazu, dass Q.A.N.T.A.S. 1922 nach einem erfolgreichen Gebot zwischen den Städten Charleville und Cloncurry die zweite regelmäßig operierende Fluglinie Australiens einrichten durfte. Der erste Passagier war am 2. November 1922 der 84-jährige Alexander Kennedy. Weitere Dienstleistungen, die das junge Unternehmen im strukturschwachen nördlichen Queensland anbot, umfassten Beobachtungs- und Zählungsflüge für Besitzer großer Viehherden und den Transport von Ärzten zu Patienten. Pilot Fysh machte bereits 1921 Bekanntschaft mit John Flynn, der 1928 in Zusammenarbeit mit Qantas den Aerial Medical Service als dauerhafte Organisation einrichtete. 1923 löste Fysh Campbell als Geschäftsführer (Managing Director) von Q.A.N.T.A.S. ab.

Luftpostroute nach England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

de Havilland Express der Qantas im Jahr 1940

1929 bewarben sich Q.A.N.T.A.S. und drei weitere Firmen um die geplante internationale Luftpost-Beförderung zwischen Australien und Singapur, von wo aus Imperial Airways die Post nach London weiterbefördern sollte. Dies sollte die erste regelmäßige Flugverbindung des Britischen Empire von Australien über Indien und Ägypten nach London ermöglichen. Im Zuge der Bewerbung verlegte man 1929 den Unternehmenssitz von Longreach nach Brisbane, und Q.A.N.T.A.S. als erfolgreichster Bieter führte 1931 bis 1933 Probeflüge durch. Der Vertrag mit Imperial Airways wurde am 18. Januar 1934 geschlossen; Q.A.N.T.A.S. und Imperial Airways gründeten gemeinsam ein neues Unternehmen mit Namen Qantas Empire Airways, das bald zum Mutterkonzern von Q.A.N.T.A.S. werden sollte. McMasters wurde Vorstandsvorsitzender von Qantas, Fysh blieb Geschäftsführer.

Der Zweite Weltkrieg setzte Qantas wegen seiner Spezialisierung auf internationale und regionale Flüge in Nordaustralien stark zu: Darwin wurde 1942 von den Japanern bombardiert und in der Schlacht um Singapur wurde die Hälfte der Qantas-Flotte zerstört. Zudem wurden die meisten Maschinen für Transport- und Versorgungsflüge des Militärs benötigt, vor allem in Neuguinea. 1943 konnte Qantas Empire Airways allerdings die Route ins restliche Commonwealth wieder anbieten: Anstatt über das nach wie vor japanisch besetzte Südostasien zu fliegen, führte die Verbindung nun von Perth nach Colombo. Diese Non-Stop-Flüge dauerten 27 Stunden und stellten damit einen Langzeitrekord für regelmäßige Passagierrouten dar.[2]

Im Juni 1945 flog die Gesellschaft zum ersten Mal mit Avro Lancastrian zum britischen Flughafen Hurn bei Bournemouth, da die Londoner Flughäfen kriegsbedingt noch geschlossen waren. Die Flugverbindung zwischen Sydney und London-Heathrow hat noch heute die Flugnummer QF 1; die Route ist als „Kangaroo-Route“ bekannt.

Verstaatlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lockheed Super Constellation der Qantas im Jahr 1955
Boeing 747-SP der Qantas im Jahr 1981

Unter Mithilfe von Geschäftsführer Hudson Fysh wurde Qantas Empire Airways zwischen 1946 und 1949 verstaatlicht, die australische Regierung kaufte alle Aktien der Firma zu Marktpreisen auf. Dies ging einher mit der Zwei-Fluglinien-Strategie der australischen Regierung, die zur selben Zeit den staatlichen Inlandsfluganbieter Trans Australia Airlines gründete. Hudson Fysh wurde 1947 auch Vorstandsvorsitzender und löste damit den Mitgründer McMasters ab. In dieser Zeit war Qantas die einzige große australische Passagierfluglinie, die internationale Flüge anbot. Neben den existierenden Strecken nach Singapur, Indien und England nahm Qantas in den 1950ern auch Ziele in Südafrika, Japan und den USA auf.

1955 ging die immer noch existierende Tochterfirma Q.A.N.T.A.S. in die Insolvenz; ihr Mitgründer Fysh gab den Posten als Geschäftsführer, den er seit 1923 innehatte, ab. 1966 zog er sich auch aus dem QEA-Vorstand zurück, dessen Vorsitzender er bis dahin war.

Am 26. Juni 1959 wurde das erste Düsenflugzeug, eine 707-100 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen VH-EBB von Boeing übernommen. Mit diesem Typ wurde am 29. Juli der Linienbetrieb auf der Strecke Sydney–Nadi–Honolulu–San Francisco aufgenommen; sieben Exemplare davon ersetzten allmählich die Lockheed Super Constellation, die seit April 1954 im Dienst war. Am 29. Juli 1961 wurde die erste von sechs Maschinen der u. a. mit stärkeren Triebwerken ausgestatteten Version 707-100B übernommen (VH-EBH).

Seit dem 1. August 1967 heißt die Firma Qantas Airways.

Die erste Boeing 747 wurde am 30. Juli 1971 geliefert; der Typ wird auf den meisten Strecken nach Europa, Afrika und dem amerikanischen Festland geflogen.

Entwicklung seit den 1990er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 übernahm Qantas den ebenfalls staatlichen Fluganbieter Australian Airlines (vormals TAA). 1993 bis 1995 wurde Qantas dann privatisiert. Jedoch ist eine nichtaustralische Beteiligung an Qantas auf 49 % des Aktienkapitals begrenzt. Nach dem Qantas Sale Act müssen Unterstützungsleistungen wie Wartung und Catering ihre Basis in Australien haben.[3]

Am 19. September 2008 erhielt Qantas darüber hinaus ihren ersten Airbus A380-800[4]

Bei der Erstauslieferung mehrerer (außer der Besatzung allerdings leeren) Flugzeuge wurden Nonstop-Streckenrekorde aufgestellt: 1989 mit einer Boeing 747-400 von London nach Sydney; einige Jahre später mit einem Airbus A330-200 von Toulouse nach Melbourne (Rekord für zweistrahlige Flugzeuge).

Seit November 2006 versucht Airline Partners Australia unter Führung der australischen Investmentbank Macquarie Bank und unter Beteiligung amerikanischer und kanadischer Investoren u. a. TPG Capital, Qantas Airways zu übernehmen.[5]

Im Juli 2007 präsentierte Qantas erstmals ein Flugzeug mit dem neuen Logo auf dem Seitenleitwerk. Das Känguru wurde gegenüber der vorherigen Version leicht modifiziert und etwas schlanker und dynamischer gestaltet. Auch die Schriftart des Qantas-Schriftzugs wurde leicht verändert. In Australien traf die Veränderung auf geteiltes Echo. Es handelt sich um die vierte Veränderung des Känguru-Logos seit seiner Einführung 1944.[6]

Aufgrund einer Reihe glimpflich verlaufener Zwischenfälle 2008 ordnete die australische Flugsicherheitsbehörde eine umfassende Überprüfung der Qantas Airways an und stellte ernsthafte Mängel bei den Wartungsabläufen fest.[7]

Am 29. Oktober 2011 stellte Qantas vorübergehend den gesamten Flugbetrieb ein und ließ alle 108 Maschinen aufgrund von Streitigkeiten mit der Pilotengewerkschaft am Boden. Die Flüge der (Regional-)Töchter waren davon nicht betroffen.[8] Auf Anordnung eines australischen Schiedsgerichts musste der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden. Betroffen von der Einstellung des Flugbetriebes waren ca. 70.000 Passagiere und 500 Flüge.[9]

Im Juli 2012 wurde eine Kooperation zwischen Qantas und Emirates bekannt.[10] In Europa soll nur noch London Heathrow von Qantas bedient werden, Frankfurt am Main soll mit Emirates via Dubai an Sydney angebunden werden. Durch die Kooperation würde sich das Streckennetz um etwa 40 Ziele vergrößern.

Für das im Juni 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr verzeichnete Qantas erstmals wieder einen Gewinn von vier Millionen US-Dollar.[11]

Zeitlinie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinfachte Zeitlinie zur Geschichte der australischen Luftfahrtlinien (zum detaillierten Schaubild)

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Economy-Klasse an Bord eines Airbus A380-800 der Qantas

Qantas’ internationales Netzwerk besteht vor allem aus Strecken nach Neuseeland und Asien. Des Weiteren werden Ziele in Nord- und Südamerika sowie Afrika angeflogen. In Europa wird lediglich London-Heathrow bedient.[12]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-800 der Qantas
Airbus A330-200 der Qantas

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand November 2016 besteht die Flotte der Qantas aus 118 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 10,7 Jahren:[13]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[14][15] Anmerkungen Sitzplätze[16]
(First/Business/Eco+/Eco)
Airbus A330-200 018 235 (-/36/-/199)
271 (-/28/-/243)
Airbus A330-300 010 297 (-/28/-/269)
Airbus A380-800 012 08 484 (14/64/35/371)
Boeing 737-800 067 mit Winglets ausgestattet 168 (-/12/-/156)
Boeing 747-400 005 353 (14/52/32/255)
364 (-/58/36/270)
371 (-/56/40/275)
Boeing 747-400ER 006 364 (-/58/36/270)
Boeing 787-9 08 + 15 Optionen; ersetzen teils 747-400[17] - offen -
Gesamt 118 16

Weitere Flugzeuge werden im Verbund QantasLink sowie von den Tochtergesellschaften Qantas Freight und Jetstar Airways betrieben.

Ehemalige Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 767-200ER der Qantas im Jahr 2003

In der Vergangenheit setzte Qantas unter anderem folgende Flugzeugtypen ein:

Sonderbemalungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Sonderbemalungen[13]
Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Anmerkungen Bild
Airbus A330-200 VH-EBV oneworld
Qantas Airbus A330-200 with Oneworld livery.JPG
Airbus A380-800 VH-OQH Go Wallabies
VH-OQH 06102015LHR.jpg
Boeing 737-800 VH-XZJ „Mendoowoorrji“
Qantas 9.jpg
VH-VXQ Retro
QF Retro Roo VH-VXQ (22769023914).jpg
VH-XZP
Qantas Boeing 737-800 (VH-XZP) at Perth Airport.jpg
Boeing 747-400ER VH-OEF „oneworld“
VH-OEF Boeing 747-438-ER (cn 32910-1313) Qantas (Oneworld) (14231890201).jpg
VH-OEJ Spirit of the Australian Team
VH-OEJ LAX (17173474125).jpg
Ehemalige Sonderbemalungen[13] (Auswahl)
Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Anmerkungen Bild
Boeing 737-800 VH-VXB Yananyi Dreaming
VH-VXB 'Yananyi Dreaming' Boeing 737-838 Qantas (8640257928).jpg
Boeing 747-300 VH-EBU „Nalanji Dreaming“
70bw - Qantas Boeing 747-338; VH-EBU@SYD;04.09.1999 (4712617915).jpg
Boeing 747-400 VH-OJC Formel-1-Grand-Prix von Melbourne
Boeing 747-438, Qantas AN0136144.jpg
VH-OJB Wunala Dreaming
Boeing 747-438, Qantas AN0211220.jpg
Boeing 747-400ER VH-OEJ
Wunala Dreaming on short finals at London Heathrow Airport.jpg

Qantas Founders Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 707-100 der Qantas

Auf dem Gelände des Flughafens von Longreach, der von 1921 bis 1929 Hauptsitz der Qantas war, befindet sich heute das Qantas Founders Outback Museum mit Informationen über die Anfänge der Luftfahrt in Australien und zahlreichen Ausstellungsstücken, darunter die Boeing 747-200B mit dem Luftfahrzeugkennzeichen VH-EBQ, eine Schenkung der Qantas im Jahr 2002. Das Flugzeug sollte eigentlich ausgemustert werden und auf einem Flugzeugfriedhof enden. Um auf der Landebahn des Longreach Airports landen zu können, die eigentlich nur für Kleinflugzeuge gebaut wurde, wurden alle Sitze, die Innenverkleidung und jeglicher Ballast ausgebaut und das Flugzeug mit gerade ausreichend Kerosin betankt, um die Strecke von Brisbane nach Longreach (ca. 1000 km) zurückzulegen. Alle ausgebauten Teile wurden per Lkw nach Longreach transportiert. Die Reparatur der Landebahn wurde mit dem Verkauf des restlichen Kerosins finanziert. Des Weiteren wurde die Ausstellung um die im Jahr 1957 gebaute Boeing 707-100 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen VH-XBA[18] erweitert. Sie war die 29. produzierte und – obwohl erst als zweite geliefert – die erste 707 im aktiven Liniendienst der Qantas mit dem damaligen Luftfahrzeugkennzeichen VH-EBA und ist weltweit die älteste einsatzfähige Maschine dieses Typs. Sie wurde bis Ende 2006 in der Werft des englischen Flughafens Southend vollständig restauriert, nachdem sie dort rund sieben Jahre eingelagert war.[19]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qantas ist die älteste große Fluggesellschaft, bei der es noch nie einen Absturz eines Strahlflugzeuges mit Todesopfern gab. Im Zeitraum 1927 bis 1951 kam es jedoch zu neun Unfällen mit Propellerflugzeugen, bei denen Tote zu beklagen waren.[20][21]

In jüngerer Zeit sorgten zudem mehrere Zwischenfälle für mediale Aufmerksamkeit:

  • Am 30. Januar 1942 wurde eine Short S.23 (Luftfahrzeugkennzeichen G-AEUH) mit 18 Personen an Bord von japanischen Kampfflugzeugen abgeschossen. 13 Insassen starben bei dem Zwischenfall.[22]
  • Am 16. Juli 1951 stürzte eine de Havilland Australia DHA-3 Drover (Luftfahrzeugkennzeichen VH-EBQ) ab; dabei kamen sieben Personen ums Leben.[23]
  • Am 25. Juli 2008 musste eine von Hongkong nach Melbourne aufgebrochene Boeing 747-400 (Luftfahrzeugkennzeichen VH-OJK) auf den Philippinen notlanden, nachdem ein geborstener Sauerstofftank ein acht Quadratmeter großes Loch in den Rumpf gerissen hatte.[24]
  • Am 4. November 2010 musste ein Airbus A380-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen VH-OQA und dem Taufnamen Nancy Bird-Walton auf Qantas-Flug 32 von London nach Sydney auf dem Flughafen Singapur notlanden, nachdem es in einem Triebwerk zu einer Explosion gekommen war. Verletzt wurde niemand, die Maschine wurde jedoch durch umherfliegende Teile des Triebwerks (einem so genannten „uncontained engine failure“) strukturell schwer beschädigt. An Bord waren 440 Passagiere und 26 Crew-Mitglieder. Bis zur Klärung des Zwischenfalls stellte Qantas alle Flüge mit der A380 ein.[25][26] Im Dezember 2010 reichte sie Klage gegen den Triebwerkshersteller Rolls-Royce ein.[27] Der Airbus A380-800 konnte den Flugbetrieb am 21. April 2012 wieder aufnehmen.[28]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

John Travoltas Boeing 707-100B in Qantas-Lackierung der 1960er Jahre
  • Mit dem Luftfahrzeugkennzeichen VH-EBA wurde bei mehreren neu bei Qantas in Dienst gestellten Flugzeugtypen das jeweils erste Exemplar versehen. So war obengenannte 707-100 damit gekennzeichnet, die erste Boeing 747 (eine 747-200B, Erstflug 30. Juli 1971) sowie der erste Airbus, hier eine A330-200, der nach der Ausmusterung im Dienst der Qantas-Tochter Jetstar Airways mit deren Bemalung stand.[29]
  • US-Schauspieler John Travolta kaufte von Qantas eine ausrangierte Boeing 707-100B, die er seitdem regelmäßig für Inlands- und Transatlantikflüge nutzt. Auf Grund einer Vereinbarung mit Qantas ist er als Werbebotschafter für das Unternehmen im Einsatz und darf seine 707 im Gegenzug in der historischen Qantas-Lackierung betreiben. Das Flugzeug trägt das Luftfahrzeugkennzeichen N707JT.
  • Qantas hat bei Boeing den Kunden-Code 38. Das bedeutet, dass beispielsweise eine von Qantas neu ab Werk erworbene Boeing 747-400 offiziell die Bezeichnung Boeing 747-438 besitzt. Diese Bezeichnung wird auch beim Weiterverkauf beibehalten, sodass anhand der letzten beiden Stellen der Typbezeichnung bei jeder Boeing der Erstkunde dieses Flugzeugs feststellbar bleibt.
  • In dem Film Rain Man (1988) weigert sich Raymond Babbitt (Dustin Hoffman), mit einer anderen Fluglinie als Qantas zu fliegen, da diese noch nie abgestürzt sei.[30]
  • Qantas ist Sponsor der australischen Fußballnationalmannschaft („Qantas Socceroos“).
  • Die australischen Paläontologen Thomas H. Rich und Patricia Vickers-Rich benannten 1999 den Dinosaurier Qantassaurus nach der Fluggesellschaft.
  • Eine gemeinsame Bestimmung von Qantas und Air New Zealand, nach der Männer nicht neben alleine reisenden Kindern im Flugzeug sitzen dürfen, sorgte im August 2012 wegen des damit einhergehenden Generalverdachts der Pädophilie gegen Männer für öffentliche Aufmerksamkeit.[31]
  • Die längste Strecke der Welt ist die von Sydney nach Dallas, die nonstop mit dem Airbus A380-800 bedient wird. Die Flugzeit beträgt etwa 15 Stunden und 30 Minuten und in Gegenrichtung knapp 17 Stunden bei einer Länge von 13.804 Kilometern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Qantas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Qantas – Reiseführer
 Wikinews: Qantas Airways – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c investor.qantas.com – Annual Reports (englisch), abgerufen am 18. November 2016
  2. a b adb.anu.edu.au – Biography: Sir Wilmot Hudson Fysh (englisch)
  3. The Sydney Morning HeraldThousands of Qantas jobs could go, PM warned, 14. Dezember 2013 (englisch)
  4. aero.de – Qantas erhält ihren ersten Airbus A380, 19. September 2008
  5. Christoph Hein, Singapur: Qantas soll bei Macquarie landen. In: faz.net. 22. November 2006, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  6. qantas.com.au – The Kangaroo Symbol (englisch)
  7. Flugsicherheitsbehörde findet Wartungsmängel. In: Spiegel Online. 1. September 2008, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  8. tagesschau.de – Qantas-Flotte bleibt vorerst am Boden, 29. Oktober 2011 (Memento vom 31. Oktober 2011 im Internet Archive)
  9. tagesschau.de – Qantas-Flotte muss wieder abheben, 30. Oktober 2011 (Memento vom 31. Oktober 2011 im Internet Archive)
  10. aero.de – Qantas plant weitgehende Kooperation mit Emirates
  11. airliners.de – Nachrichten aus aller Welt KW35/2013
  12. qantas.com – Flugplan abgerufen am 18. November 2016
  13. a b c planespotters.net – Qantas Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 18. November 2016
  14. AirbusOrders & deliveries (englisch), abgerufen am 18. November 2016
  15. BoeingOrders & Deliveries (englisch), abgerufen am 18. November 2016
  16. qantas.com – An Bord abgerufen am 18. November 2016
  17. aerotelegraph.com – Qantas sieht ihre Zukunft im Dreamliner abgerufen am 20. August 2015
  18. airliners.net – B707-138 VH-XBA
  19. Webpräsenz des Qantas Founders Museum (englisch)
  20. Daten über die Fluggesellschaft Qantas Airways Qantas Airways im Aviation Safety Network
  21. Daten über die Fluggesellschaft Qantas Airways Qantas Empire Airways im Aviation Safety Network
  22. www.ntl.nt.gov.au (englisch)
  23. Flugunfalldaten und -bericht des Flugunglückes mit der Nummer 35 von 1951 in der Accident Database von Plane Crash Info
  24. Ermittler geben explodierendem Sauerstofftank die Schuld. In: Spiegel Online. 28. Juli 2008, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  25. qantas.com.au – Qantas Major Disruptions: QF32 Air Return to Singapore – Aircraft has Landed Safely (englisch), abgerufen am 4. November 2010
  26. A380 muss nach Triebwerksbrand notlanden. In: Spiegel Online. 4. November 2010, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  27. Qantas geht rechtlich gegen Rolls-Royce vor. Untersuchung des Triebwerkzwischenfalls zeigt «grosses Sicherheitsproblem». In: Neue Zürcher Zeitung. 2. Dezember 2010, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  28. airfleets.net – Airbus A380 – MSN 14 – VH-OQA (englisch), abgerufen am 1. Februar 2016
  29. airliners.net – VH-EBA
  30. Nikolas Neuhaus: „Sicherste Fluglinie der Welt“: Blaue Augen für Qantas. In: n-tv. 17. November 2010, abgerufen am 22. Juni 2011.
  31. Männer dürfen nicht neben Kindern sitzen. In: Spiegel Online. 15. August 2012, abgerufen am 7. Dezember 2014.