Uruguayische Fußballnationalmannschaft

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Republik Östlich des Uruguay
República Oriental del Uruguay
Logo des uruguayischen Fußballverbandes
Spitzname(n) La celeste („Die Himmelblaue“), Charrúas
Verband Asociación Uruguaya de Fútbol
Konföderation CONMEBOL
Technischer Sponsor Puma
Trainer UruguayUruguay Óscar Washington Tabárez
Kapitän Diego Lugano
Rekordtorschütze Luis Suárez (39)
Rekordspieler Diego Forlán (107)
Heimstadion Estadio Centenario
FIFA-Code URU
FIFA-Rang 6. (1126 Punkte)
(Stand: 13. März 2014)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
UruguayUruguay Uruguay 0:6 Argentinien ArgentinienArgentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Höchster Sieg
UruguayUruguay Uruguay 9:0 Bolivien BolivienBolivien
(Lima, Peru; 9. November 1927)
Höchste Niederlage
UruguayUruguay Uruguay 0:6 Argentinien ArgentinienArgentinien
(Montevideo, Uruguay; 20. Juli 1902)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 11 (Erste: 1930)
Beste Ergebnisse Weltmeister 1930, 1950
Südamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 41 (Erste: 1916)
Beste Ergebnisse Sieger 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926, 1935, 1942, 1956, 1959 (II), 1967, 1983, 1987, 1995, 2011
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 1997)
Beste Ergebnisse 4. Platz (1997, 2013)
Olympische Spiele
Gold 1924
Gold 1928
(Stand: 20. November 2013)

Die uruguayische Fußballnationalmannschaft repräsentiert Uruguay bei Fußballspielen auf internationaler Ebene. Sie war besonders in den frühen Tagen des professionellen Fußballs eine der weltweit stärksten Nationalmannschaften und ist es nach einigen weniger erfolgreichen Jahrzehnten heute wieder.

Von 1924 bis 1930 gewann sie fünf große Titel in nur sechs Jahren: die olympischen Fußballturniere in Paris und Amsterdam, 1930 die erste Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte im eigenen Land sowie 1924 und 1926 die Copa América. 1950 gewann sie in Brasilien ein zweites Mal die WM. 1970 wurde sie noch einmal WM-Vierter, konnte sich dann aber mehrmals nicht für die WM qualifizieren oder kam nicht mehr über das WM-Achtelfinale hinaus. Erst 2010 gelang es wieder, ins WM-Halbfinale einzuziehen und am Ende erneut WM-Vierter zu werden. Jedoch konnte in den zurückliegenden Jahrzehnten mehrfach (1942, 1956, 1959, 1967, 1983, 1987, 1995, 2011) der Gewinn der Copa América durch die uruguayische Fußballnationalmannschaft als Erfolg verbucht werden. Mit insgesamt 15 Titeln ist Uruguay seit 2011 Rekordsieger der Copa. Im Juni 2012 kletterte Uruguay auf Rang 2 der FIFA-Weltrangliste, es war die bislang beste Platzierung des Landes. Die Mannschaft musste sie jedoch im Juli 2012 an Deutschland abgeben.

Geschichte[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Entweder die Zeit nach 1930 auch aufarbeiten, die WM-Historie in den Geschichtsabschnitt integrieren und ergänzen um Nicht-WM-Historisches oder strikt trennen und die WM 1930 hier auch raus. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Von den Anfängen bis 1930[Bearbeiten]

Englische Arbeiter brachten das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts nach Uruguay und bald entwickelte sich der Fußball zum Nationalsport. Den Uruguayern ist es maßgeblich zu verdanken, dass der englische Kick-and-rush-Stil zu Gunsten eines modernen Kombinations- und Dribbelspiels in den Hintergrund zu treten begann.

Das Team aus dem kleinen Uruguay gewann 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926 und 1935 die Copa América. 1919, 1922, 1927 belegte es den zweiten Platz. Bereits hier zeigte sich die Klasse des Fußballlandes Uruguay.

1924 führte der uruguayische Stil auch auf der Weltbühne zum überwältigenden Erfolg über die kontinentaleuropäischen Nationen: Die aus Metzgern, Schuhputzern und Gemüseverkäufern zusammengestellte Mannschaft reiste in der 3. Klasse zu den Olympischen Spielen nach Frankreich. Die Fahrt wurde durch Hypotheken und spontan angesetzte Freundschaftsspiele finanziert. Im ersten Spiel einer südamerikanischen Mannschaft in Europa vor ca. 3000 Zuschauern bezwangen die „Urus“ Jugoslawien mit 7:0, zum zweiten Spiel gegen die USA (3:0) kamen schon 10.455 Zuschauer und zum Viertelfinalspiel (5:1) gegen Gastgeber Frankreich 30.868 Zuschauer. Den 3:0-Erfolg im Finale gegen die Schweiz sahen schließlich 40.522 Zuschauer.

Wie überlegen der südamerikanische dem europäischen Stil war, zeigte sich wieder vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam: Das Finale fand zwischen Uruguay und Argentinien statt. Erst im Wiederholungsspiel bezwang Uruguay nach einem Tor von Hector Scarone zum 2:1-Endstand die Nachbarn.

Die Rivalen vom Río de la Plata trafen auch zwei Jahre später im Finale der ersten Weltmeisterschaft aufeinander. Im Estadio Centenario in Montevideo sahen 93.000 Zuschauer das 4:2 für den Gastgeber. Der Tag des Sieges wurde kurzerhand zum Nationalfeiertag erklärt.

Uruguay: Ballesteros; Mascheroni, Nasazzi; J. L. Andrade, Fernandez, Gestido; Dorado, Scarone, Castro, Cea, Iriarte. Argentinien: Botasso; Della Torre, Paternoster; J. Evaristo, Monti, Juarez; Peucelle, Varallo, Stabile, Ferreira, M. Evaristo. SR Langenus (Belgien). – Tore: 12. Dorado 1:0. 20. Peucelle 1:1. 22. Stabile 1:2. 57. Cea 2:2. 68. Iriarte 3:2. 89. Castro 4:2

Überragende Spieler dieser goldenen Periode des uruguayischen Fußballs war der charismatische José Nasazzi. Der Steinmetz war Spielführer und Spielmacher des Teams. Die „schwarze Perle“ José Leandro Andrade, der große Star des Turniers 1924, war sein kongenialer Partner im Mittelfeld. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Stürmer Hector Scarone und Castro, der trotz des Verlustes seiner rechten Hand weiterhin Tore für Uruguay erzielte.

Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Bilanz[Bearbeiten]

Mit zwei Titeln und dreimal Platz 4 rangiert Uruguay unter den zehn besten Nationalmannschaften bei Fußball-Weltmeisterschaften.[2]

1930 in Uruguay Weltmeister
1934 in Italien nicht teilgenommen
1938 in Frankreich nicht teilgenommen
1950 in Brasilien Weltmeister
1954 in der Schweiz 4. Platz
1958 in Schweden nicht qualifiziert
1962 in Chile Vorrunde
1966 in England Viertelfinale
1970 in Mexiko 4. Platz
1974 in Deutschland Vorrunde
1978 in Argentinien nicht qualifiziert
1982 in Spanien nicht qualifiziert
1986 in Mexiko Achtelfinale
1990 in Italien Achtelfinale
1994 in den USA nicht qualifiziert
1998 in Frankreich nicht qualifiziert
2002 in Südkorea/Japan Vorrunde
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika 4. Platz
2014 in Brasilien qualifiziert

Die WM 1930[Bearbeiten]

Nach den beiden Olympiasiegen 1924 und 1928 gewann Uruguay 1930 im eigenen Land auch die erste offizielle WM. Viele europäische Mannschaften hatten die Teilnahme am Turnier in Uruguay abgesagt, weil diese den weiten Weg nach Südamerika nicht unternehmen wollten bzw. konnten, obwohl Uruguay sogar finanzielle Unterstützung für die Reise und Unterkunft für die aus Europa anreisenden Mannschaften angeboten hatte. Da die uruguayische Fußballnationalmannschaft selbst 1924 und 1928 den weiten Weg nach Europa für die olympischen Spiele unternommen hatte, empfand sie die Absage der Europäer als Beleidigung und nahm an den darauf folgenden Weltmeisterschaften in Europa nicht teil.

Die WM 1934 und 1938[Bearbeiten]

An den Weltmeisterschaften in Italien und Frankreich 1934 und 1938 nahm Uruguay aus Protest nicht teil.

Die WM 1950[Bearbeiten]

Die Sieger der vier Vorrundengruppen der Weltmeisterschaft 1950 – Brasilien, Spanien, Schweden, Uruguay – spielten in einer Endrunde im jeder-gegen-jeden-Modus den Titel aus. Brasilien, der haushohe Favorit, gewann die ersten beiden Spiele hoch und sah bereits wie der neue Weltmeister aus, da im letzten Spiel gegen das bis dahin nicht überzeugende Uruguay ein Unentschieden zum Titel gereicht hätte.

Vor fast 200.000 fanatischen Cariocas im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro ging Brasilien zunächst mit 1:0 in Führung. Mitte der zweiten Hälfte glich Uruguay aus. Im Stadion herrschte lähmendes Entsetzen. Die Zuschauer verstummten, die brasilianischen Spieler erstarrten. Zehn Minuten vor Schluss gelang Uruguay der entscheidende Treffer zum Sieg.

Uruguay: Máspoli; M. Gonzales, E. Tejera; Gambetta, Varela, V. R. Andrade; Ghiggia, Perez, Míguez, Schiaffino, Moran.

Brasilien: Barbosa; Augusto, Juvenal; Bauer, Danilo, Bigode; Friaça, Zizinho, Ademir, Jair, Chico.

Schiedsrichter: Reader (England).

Torfolge: 0:1 Friaça (47.); 1:1 Schiaffino (65.); 2:1 Ghiggia (79.).

Die WM 1954[Bearbeiten]

Uruguay spielte bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz erstmals als Titelverteidiger bei einem WM-Turnier in Europa. Es spielte in der Gruppe 3 mit Österreich, der Tschechoslowakei und Schottland. Uruguay wurde Gruppenerster ohne Punktverlust und ohne Gegentor. Im Viertelfinale bezwang der Weltmeister England mit 4:2 und traf im Halbfinale auf den hohen Titelfavoriten Ungarn. Ungarn war seit sechs Jahren unbesiegt, während Uruguay noch nie ein WM-Spiel bis dahin verloren hatte. Die Ungarn führten schnell mit 2:0, doch konnte Juan Hohberg in der 75. und 86. Minute ausgleichen. Die Verlängerung brachte schließlich den 4:2-Sieg für die Ungarn, und Uruguay war erstmals geschlagen. Im Spiel um den dritten Platz verlor Uruguay gegen Österreich mit 1:3. Stars dieser WM waren wie schon 1950 Maspoli und Schiaffino. Hinzu kam der spätere Mittelläufer von Real Madrid José Santamaría.

Die WM 1958[Bearbeiten]

Uruguay scheiterte in der Qualifikation zur WM 1958 an Paraguay.

Die WM 1962[Bearbeiten]

Nachdem sich Uruguay nicht für die WM 1958 qualifizieren konnte, sollte die Weltmeisterschaft 1962 in Chile wieder alte Erfolge zurückbringen, zumal die WM in Südamerika stattfand. Die Mannschaft wurde in die Gruppe 1 ausgelost, wo sie auf die Sowjetunion, Jugoslawien und Kolumbien traf. Im ersten Spiel wurde Kolumbien mit 2:1 besiegt. Nach einer 1:3-Niederlage gegen Jugoslawien und einer 1:2-Niederlage gegen die Sowjetunion war Uruguay jedoch bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Die WM 1966[Bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft 1966 in England wurde Uruguay die Ehre zuteil, im Londoner Wembley-Stadion das Eröffnungsspiel gegen Gastgeber England zu spielen. Es endete wie so viele Eröffnungsspiele 0:0, was für Uruguay allerdings ein großer Erfolg war. Nach einem 2:1-Sieg über Frankreich und einem weiteren 0:0 gegen Mexiko qualifizierte sich Uruguay als Gruppenzweiter für das Viertelfinale. Hier traf die Mannschaft auf Deutschland. Die deutsche Mannschaft ging früh durch Helmut Haller in Führung. Uruguay sah sich einer weitaus spielstärkeren deutschen Mannschaft gegenüber und wusste sich nur durch überhartes Spiel zu wehren. In der zweiten Halbzeit wurden nach Tätlichkeiten ihr Mannschaftskapitän Horacio Troche und Hector Silva vom Platz gestellt. Danach gewann Deutschland durch Tore von Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und erneut Helmut Haller mit 4:0. Bei den deutschen Fans blieb Uruguay seitdem durch das hässliche Auftreten bei diesem Spiel in unguter Erinnerung. Die Radioreportage von Herbert Zimmermann prägte in Deutschland die Bezeichnung Die Urus für die Uruguayer.

Die WM 1970[Bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko spielte Uruguay in der Vorrundengruppe 2 zunächst gegen den großen Außenseiter Israel und gewann mit 2:0. Gegen den aktuellen Europameister Italien erkämpfte die Mannschaft ein 0:0 und konnte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Schweden nur durch das bessere Torverhältnis gegenüber Schweden durchsetzen. Im Viertelfinale gewann die Mannschaft mit 1:0 nach Verlängerung gegen die Sowjetunion und stand erstmals seit 1954 wieder in einem Halbfinale. Im Halbfinale gegen Brasilien ging Uruguay zunächst durch Luis Cubilla in Führung. Kurz vor der Pause konnte jedoch Clodoaldo ausgleichen. In der zweiten Halbzeit hatte Uruguay dann keine Chance mehr und verlor mit 1:3. Im Spiel um den dritten Platz spielte Uruguay dann gegen Deutschland und verlor durch ein Tor von Wolfgang Overath mit 0:1.

Die WM 1974[Bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland wurden der Mannschaft im ersten Vorrundenspiel der Gruppe 3 in Hannover gleich ihre Grenzen aufgezeigt. Die Niederlande gestalteten das Spiel von Beginn an überlegen und gewann mit 2:0. Im zweiten Spiel gegen Bulgarien kam die Mannschaft über ein 1:1 nicht hinaus und schied nach der 0:3-Niederlage gegen Schweden aus.

Die WM 1978[Bearbeiten]

Uruguay scheiterte in der Qualifikation zur WM 1978 an Bolivien. Bolivien unterlag später im interkontinentalen Playoff CONMEBOL/UEFA gegen Endrundenteilnehmer Ungarn.

Die WM 1982[Bearbeiten]

In der Qualifikation zur WM 1982 scheiterte Uruguay am Endrundenteilnehmer Peru.

Die WM 1986[Bearbeiten]

Zwölf Jahre mussten die uruguayischen Fans auf eine weitere Teilnahme ihres Landes bei einer WM warten. Bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko spielte Uruguay im ersten Spiel gegen Deutschland. Bereits in der vierten Minute ging Uruguay nach einem groben Fehler von Lothar Matthäus durch Antonio Alzamendi mit 1:0 in Führung. Die deutsche Mannschaft lief diesem Rückstand das gesamte Spiel hinterher und kam sehr glücklich in der 84. Minute durch Klaus Allofs noch zum Ausgleich. Im zweiten Spiel geriet die Mannschaft gegen WM-Neuling Dänemark mit 1:6 unter die Räder. Nach einem 0:0 gegen Schottland, bei dem José Batista bereits nach 56 Sekunden vom Platz gestellt wurde, kam Uruguay nur aufgrund einer neuen Regelung als einer der besten Gruppendritten ohne Sieg in das Achtelfinale, wo sie gegen den späteren Weltmeister Argentinien mit 0:1 ausschieden.

Die WM 1990[Bearbeiten]

Die Auslosung bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien brachte als Gegner für Uruguay: Spanien, Belgien und Südkorea. Nach einem 0:0 gegen Spanien, einer 1:3-Niederlage gegen Belgien und einem 1:0-Sieg über die Südkoreaner erreichte Uruguay erneut als einer der besten Drittplatzierten das Achtelfinale. Diesmal verloren sie gegen Gastgeber Italien mit 0:2.

Die WM 1994[Bearbeiten]

In der Qualifikation zur WM 1994 belegte Uruguay in der Gruppe B nur den dritten Platz hinter den Endrundenteilnehmern Brasilien und Bolivien.

Die WM 1998[Bearbeiten]

Außer Weltmeister Brasilien spielten alle übrigen CONMEBOL-Mitglieder in einer Neunergruppe vier Endrundenteilnehmer aus. Uruguay landete hier nur auf Platz 7 und verpasste dadurch die Qualifikation zur WM 1998.

Die WM 2002[Bearbeiten]

Wieder musste Uruguay zwölf Jahre auf eine weitere WM-Teilnahme warten: Bei der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea war das 0:0 gegen Titelverteidiger Frankreich nach der 1:2-Niederlage im ersten Spiel gegen Dänemark ein Achtungserfolg. Das hart erkämpfte 3:3 gegen WM-Neuling Senegal reichte jedoch nicht aus, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

Die WM 2006[Bearbeiten]

In der Qualifikation zur WM 2006 unterlag Uruguay im interkontinentalen Playoff gegen Ozeanien-Sieger Australien. Australien qualifizierte sich dadurch für die WM-Endrunde 2006.

Die WM 2010[Bearbeiten]

Nachdem sich Uruguay nicht für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland qualifiziert hatte, konnte man sich in der Qualifikation für die WM in Südafrika gegen den CONCACAF-Vertreter Costa Rica durchsetzen und fuhr zum insgesamt elften Mal zu einer Endrunde. Dort erreichte man nach einem 0:0 gegen Frankreich, einem 3:0 gegen Gastgeber Südafrika sowie einem 1:0-Erfolg gegen Mexiko als Gruppenerster das Achtelfinale gegen Südkorea.

Im Achtelfinale qualifizierte sich die uruguayische Mannschaft mit einem 2:1-Erfolg gegen Südkorea als erstes Team für das Viertelfinale. Im Viertelfinale setzte sich die Mannschaft im Elfmeterschießen gegen Ghana durch und qualifizierte sich erstmals seit 40 Jahren wieder für das Halbfinale. Im Halbfinale spielten sie am 6. Juli 2010 gegen die Niederländer um den ersten Einzug in ein WM-Finale seit 1930 und somit seit 80 Jahren,[3] mussten aber auf ihren Torjäger Luis Suárez verzichten, da er in der letzten Minute der Verlängerung des Viertelfinalspiels ein Tor Ghanas durch ein Handspiel auf der Torlinie verhindert und dafür die rote Karte erhalten hatte.

Im Halbfinale verlor Uruguay gegen die Niederlande 2:3 und unterlag im Spiel um Platz 3 gegen Deutschland mit dem gleichen Ergebnis, so dass die Mannschaft das Turnier auf dem vierten Platz beendete. Uruguay wurde damit zum dritten Mal Vierter, so oft wie keine andere Mannschaft. Der Angreifer Diego Forlán wurde als bester Spieler des Turniers mit dem Goldenen Ball geehrt.

Die WM 2014[Bearbeiten]

Auch in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 musste Uruguay als Fünftplatzierter der Südamerika-Gruppe den Weg über die interkontinentale Relegation gehen. Dabei setzte sich die Celeste gegen Jordanien durch. Schon das Hinspiel beim Asienvertreter wurde klar mit 5:0 gewonnen. So genügte im Rückspiel vor heimischem Publikum ein 0:0 zum Erreichen der WM-Endrunde.[4]

In der Gruppenphase trifft Uruguay erstmals bei einer WM auf Costa Rica sowie auf England und Italien, gegen die 1966 bzw. 1970 in der Gruppenphase gespielt wurde.

Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen[Bearbeiten]

1908 in London nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1920 in Antwerpen nicht teilgenommen, der Verband wurde erst 1923 in die FIFA aufgenommen
1924 in Paris Olympiasieger
1928 in Amsterdam Olympiasieger
1936 in Berlin nicht teilgenommen
1948 in London nicht teilgenommen
1952 in Helsinki nicht teilgenommen

Die Amateur- , Olympia- bzw. U-20-Mannschaften konnten sich zwischen 1956 und 2008 entweder nicht qualifizieren oder nahmen nicht teil. Erst für die Olympischen Spiele in London konnte sich wieder eine uruguayische Mannschaft qualifizieren, die als U-23 antrat, in der sieben A-Nationalspieler standen, u.a. der derzeitige Rekordtorschütze Luis Suárez als Mannschaftskapitän und Edinson Cavani. Die Mannschaft schied aber in der Vorrunde aus, wobei Uruguay am 29. Juli 2012 gegen den Senegal erstmals ein Spiel bei einem olympischen Fußballturnier verlor.

1924 und 1928 trat Uruguay in den drei Finalspielen mit folgenden Spielern an:

  • Tor: Mazzali
  • Verteidiger: Arispe, Nasazzi
  • Läufer: Andrade, Fernández (nur 1928 im 1. Finale), Gestido (nur 1928), Ghierra (nur 1924), Plirz (nur 1928 im 2. Finale), Vidal (nur 1924)
  • Sturm: Arremún (nur 1928 im 2. Finale), Borjas (nur 1928 im 2. Finale), Campolo (nur 1928 im 1. Finale), Castro (nur 1928 im 1. Finale), Cea, Figueroa (nur 1928 im 2. Finale), Petrone (1928 nur im 1. Finale), Romano (nur 1924), Scarone (1928 nur im 2. Finale), Urdinarán (1928 nur im 1. Finale)
(Fett gedruckte Spieler standen 1930 auch im WM-Finale)

Bilanz bei der Copa América[Bearbeiten]

Teilnahme am Konföderationen-Pokal[Bearbeiten]

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzter Gegner Ergebnis[K 1] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1992 Saudi-Arabien nicht qualifiziert
1995 Saudi-Arabien nicht qualifiziert
1997 Saudi-Arabien Spiel um Platz 3 Tschechien Vierter Púa, VíctorVíctor Púa Halbfinalniederlage gegen Australien durch Golden Goal
1999 Mexiko nicht qualifiziert
2001 Südkorea/Japan nicht qualifiziert
2003 Frankreich nicht qualifiziert
2005 Deutschland nicht qualifiziert
2009 Südafrika nicht qualifiziert
2013 Brasilien Spiel um Platz 3 Italien Vierter Óscar Tabárez Beim 8:0 im letzten Gruppenspiel gegen Tahiti steigert Uruguay die eigene Bestmarke für südamerikanische Mannschaften gegen ozeanische Mannschaft um ein Tor
Niederlage im Spiel um Platz 3 im Elfmeterschießen
  1. Laut All-time Ranking 1992-2009 [1] (PDF; 1,8 MB)

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

Junioren[Bearbeiten]

U 20[Bearbeiten]

U 17[Bearbeiten]

U 15[Bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten]

Rekordinternationale[Bearbeiten]

Noch aktive Spieler sind Fett gedruckt.

Stand: 19. November 2013, nach dem zweiten Spiel gegen Jordanien: [7]
# Name Zeitraum Spiele Tore
1 Diego Forlán 2002– 107 36
2 Diego Lugano 2003– 91 9
3 Maxi Pereira 2005– 87 2
4 Diego Pérez 2001– 86 1
5 Rodolfo Rodríguez 1976–1986 78 0
6 Luis Suárez 2007– 76 39
7 Fabián Carini 1999–2009 74 0
8 Enzo Francescoli 1982–1997 73 17
9 Sebastián Abreu 1996– 70 26
10 Álvaro Recoba 1995–2007 69 11
Ángel Romano 1911–1927 69 28

Rekordtorschützen[Bearbeiten]

# Spieler Zeitraum Tore Spiele Schnitt
1 Luis Suárez 2007– 39 76 0,51
2 Diego Forlán 2002– 36 107 0,34
3 Héctor Scarone 1917–1930 31 52 0,60
4 Ángel Romano 1911–1927 28 69 0,41
5 Omar Oscar Míguez 1950–1958 27 39 0,69
6 Sebastián Abreu 1996– 26 70 0,37
7 Pedro Petrone 1923–1930 24 29 0,83
8 Fernando Morena 1971–1983 22 53 0,42
Carlos Aguilera 1982–1997 22 64 0,34
10 José Piendibene 1909–1921 20 40 0,50

(Stand: 20. November 2013, nach dem zweiten Spiel gegen Jordanien)

Erweiterter Kader[Bearbeiten]

(Stand: 13. Dezember 2013; Quelle: www.transfermarkt.de)

Name Verein Geburtsdatum Länderspiele Tore Letzter Einsatz
Tor
{{{2}}}, Juan Guillermo CastilloJuan Guillermo Castillo UruguayUruguay Club Atlético Peñarol 17.04.1978 000000000000013.000000000013 000000000000000.00000000000 25.03.2011
{{{2}}}, Rodrigo MuñozRodrigo Muñoz ParaguayParaguay Club Libertad 22.01.1982 000000000000000.00000000000 000000000000000.00000000000 n.n.
{{{2}}}, Fernando MusleraFernando Muslera TurkeiTürkei Galatasaray Istanbul 16.06.1986 000000000000055.000000000055 000000000000000.00000000000 16.10.2013
{{{2}}}, Martín SilvaMartín Silva ParaguayParaguay Club Olimpia 25.03.1983 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 21.11.2013
Abwehr
{{{2}}}, Martín CáceresMartín Cáceres ItalienItalien Juventus Turin 07.04.1987 000000000000055.000000000055 000000000000001.00000000001 21.11.2013
{{{2}}}, Sebastián CoatesSebastián Coates EnglandEngland FC Liverpool 07.10.1990 000000000000012.000000000012 000000000000001.00000000001 14.08.2013
{{{2}}}, Jorge FucileJorge Fucile PortugalPortugal FC Porto 19.11.1984 000000000000040.000000000040 000000000000000.00000000000 16.10.2013
{{{2}}}, José María GiménezJosé María Giménez SpanienSpanien Atlético Madrid 20.01.1995 000000000000003.00000000003 000000000000000.00000000000 16.10.2013
{{{2}}}, Diego GodínDiego Godín SpanienSpanien Atlético Madrid 16.02.1986 000000000000075.000000000075 000000000000004.00000000004 21.11.2013
{{{2}}}, Diego LuganoDiego Lugano (C)Kapitän der Mannschaft EnglandEngland West Bromwich Albion 02.11.1980 000000000000091.000000000091 000000000000009.00000000009 21.11.2013
{{{2}}}, Álvaro PereiraÁlvaro Pereira ItalienItalien Inter Mailand 08.06.1984 000000000000054.000000000054 000000000000004.00000000004 13.11.2013
{{{2}}}, Maxi PereiraMaxi Pereira PortugalPortugal Benfica Lissabon 08.06.1984 000000000000087.000000000087 000000000000003.00000000003 21.11.2013
{{{2}}}, Andrés ScottiAndrés Scotti UruguayUruguay Nacional Montevideo 14.12.1975 000000000000040.000000000040 000000000000001.00000000001 11.09.2013
Alejandro Silva ParaguayParaguay Club Olimpia 04.09.1989 000000000000002.00000000002 000000000000000.00000000000 11.10.2013
{{{2}}}, Gastón SilvaGastón Silva UruguayUruguay Defensor Sporting Club 05.03.1994 000000000000000.00000000000 000000000000000.00000000000 n.n.
Mittelfeld
{{{2}}}, Matías AguirregarayMatías Aguirregaray ArgentinienArgentinien Estudiantes de la Plata 01.04.1989 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 23.06.2013
Chori Castro SpanienSpanien Real Sociedad 14.09.1984 000000000000005.00000000005 000000000000000.00000000000 06.02.2013
{{{2}}}, Sebastián EgurenSebastián Eguren BrasilienBrasilien SE Palmeiras 08.01.1981 000000000000054.000000000054 000000000000007.00000000007 14.08.2013
{{{2}}}, Álvaro FernándezÁlvaro Fernández UruguayUruguay Nacional Montevideo 11.10.1985 000000000000012.000000000012 000000000000000.00000000000 16.10.2012
{{{2}}}, Walter GarganoWalter Gargano ItalienItalien FC Parma 23.07.1984 000000000000060.000000000060 000000000000001.00000000001 11.10.2013
{{{2}}}, Álvaro GonzálezÁlvaro González ItalienItalien Lazio Rom 29.10.1984 000000000000012.000000000012 000000000000000.00000000000 11.09.2013
{{{2}}}, Nicolás LodeiroNicolás Lodeiro BrasilienBrasilien Botafogo FR 21.03.1989 000000000000024.000000000024 000000000000003.00000000003 21.11.2013
Diego Pérez ItalienItalien FC Bologna 18.05.1980 000000000000087.000000000087 000000000000002.00000000002 16.10.2013
{{{2}}}, Gastón RamírezGastón Ramírez EnglandEngland FC Southampton 02.12.1990 000000000000026.000000000026 000000000000000.00000000000 21.11.2013
{{{2}}}, Egidio Arévalo RíosEgidio Arévalo Ríos ItalienItalien US Palermo 01.01.1982 000000000000052.000000000052 000000000000000.00000000000 21.11.2013
Cristian Rodríguez SpanienSpanien Atlético Madrid 30.09.1985 000000000000070.000000000070 000000000000008.00000000008 21.11.2013
Angriff
{{{2}}}, Edinson CavaniEdinson Cavani FrankreichFrankreich Paris St. Germain 14.02.1987 000000000000060.000000000060 000000000000020.000000000020 21.11.2013
{{{2}}}, Sebastián FernándezSebastián Fernández SpanienSpanien Rayo Vallecano 23.05.1985 000000000000014.000000000014 000000000000003.00000000003 15.08.2012
{{{2}}}, Diego ForlánDiego Forlán JapanJapan Cerezo Osaka 19.05.1979 000000000000107.0000000000107 000000000000036.000000000036 21.11.2013
{{{2}}}, Abel HernándezAbel Hernández ItalienItalien US Palermo 08.08.1990 000000000000011.000000000011 000000000000007.00000000007 21.11.2013
{{{2}}}, Christian StuaniChristian Stuani SpanienSpanien Espanyol Barcelona 12.10.1986 000000000000007.00000000007 000000000000002.00000000002 21.11.2013
Luis Suárez EnglandEngland FC Liverpool 24.01.1987 000000000000076.000000000076 000000000000039.000000000039 21.11.2013

Weitere berühmte Spieler[Bearbeiten]

Trainergeschichte[Bearbeiten]

Länderspiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften[Bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft Anlass
1. 09.06.1924 Paris (FrankreichFrankreich) UruguayUruguay Uruguay 3:0 SchweizSchweiz Schweiz Olympia Finale
2. 03.06.1928 Amsterdam (NiederlandeNiederlande) UruguayUruguay Uruguay 4:1 Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich Olympia Viertelfinale
3. 23.05.1954 Lausanne SchweizSchweiz Schweiz 3:3 UruguayUruguay Uruguay
4. 05.06.1954 Saarbrücken Saarland 1947Saarland 1947 Saarland 1:7 UruguayUruguay Uruguay
5. 03.07.1954 Zürich (SchweizSchweiz) OsterreichÖsterreich Österreich 3:1 UruguayUruguay Uruguay WM Spiel um Platz 3
6. 11.04.1962 Hamburg Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD 3:0 UruguayUruguay Uruguay
7. 14.05.1964 Wien OsterreichÖsterreich Österreich 0:2 UruguayUruguay Uruguay
8. 02.01.1965 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 0:2 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
9. 23.07.1966 Sheffield (EnglandEngland) UruguayUruguay Uruguay 0:4 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD WM-Viertelfinale
10. 20.06.1970 Mexiko-Stadt (MexikoMexiko) Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD 1:0 UruguayUruguay Uruguay WM Spiel um Platz 3
11. 10.02.1971 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 0:3 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
12. 15.02.1971 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 1:1 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
13. 27.05.1972 Leipzig Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR 1:0 UruguayUruguay Uruguay
14. 31.05.1972 Rostock Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR 0:0 UruguayUruguay Uruguay
15. 08.06.1977 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 0:2 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD
16. 18.12.1980 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 4:0 SchweizSchweiz Schweiz
17. 29.01.1985 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 3:0 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
18. 04.06.1986 Santiago de Querétaro (MexikoMexiko) UruguayUruguay Uruguay 1:1 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD WM-Gruppenspiel
19. 25.04.1990 Stuttgart Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD 3:3 UruguayUruguay Uruguay
20. 20.12.1992 Montevideo UruguayUruguay Uruguay 1:4 DeutschlandDeutschland Deutschland
21. 13.10.1993 Karlsruhe DeutschlandDeutschland Deutschland 5:0 UruguayUruguay Uruguay
22. 03.03.2010 St. Gallen SchweizSchweiz Schweiz 1:3 UruguayUruguay Uruguay
23. 10.07.2010 Port Elizabeth (SudafrikaSüdafrika) UruguayUruguay Uruguay 2:3 DeutschlandDeutschland Deutschland WM Spiel um Platz 3
24. 29.05.2011 Sinsheim DeutschlandDeutschland Deutschland 2:1 UruguayUruguay Uruguay
25. 05.03.2014 Klagenfurt OsterreichÖsterreich Österreich 1:1 UruguayUruguay Uruguay

Spiele gegen Deutschland[Bearbeiten]

Deutschland und Uruguay trafen bisher elfmal aufeinander. Den einzigen Sieg Uruguays gab es beim ersten Aufeinandertreffen bei den Olympischen Spielen 1928. Für Deutschland war es das erste Spiel gegen eine außereuropäische Mannschaft. Mit 4:1 gewann der spätere Olympiasieger im Viertelfinale. Deutschland verlor Richard Hofmann und Hans Kalb durch Platzverweise, wobei Kalb der erste Deutsche war, der in einem Länderspiel vom Platz gestellt wurde. Da auch der Uruguayer José Nasazzi das Spielende nicht auf dem Platz erlebte, ist es das Länderspiel mit den meisten Platzverweisen in der deutschen Fußballgeschichte. Auch das WM-Viertelfinale 1966 ging nicht ohne Platzverweise über die Bühne. Dort traf es die beiden Uruguayer Hector Silva und Horacio Troche, den es danach für einige Jahre in die deutschen Ligen verschlug. Beim Spiel am 13. Oktober 1993 stellte Lothar Matthäus den Rekord von Franz Beckenbauer mit 103 Länderspielen ein.[8] Beide Mannschaften trafen zweimal im Spiel um den dritten Platz bei einer WM aufeinander. Damit ist dies die häufigste Paarung im Spiel um den dritten Platz.

Nationaltrikot[Bearbeiten]

Seit dem ersten Länderspiel im Jahre 1901 besaß Uruguay bis 1910 kein offizielles Nationaltrikot. So spielte man in der ersten Partie im Trikot des montevideanischen Clubs Albion Football Club. In der Folgezeit wurde dann mit einer großen Anzahl an verschiedenen Trikots experimentiert, bis man sich 1910 offiziell zu Ehren des River Plate Football Club, der zwischen 1897 und 1929 existierte, für dessen Alternativ-Trikot und somit die himmelblauen Hemden entschied.

Trikots
Zeitraum Ausrüster
1978–1984 Adidas
1984–1987 Le Coq Sportif
1987–1991 Puma
1992–1998 NR
1998–2004 FUF
2004–2006 Uhlsport
2007–heute Puma

Zur Gestalt des Logos[Bearbeiten]

Die Fußballnationalmannschaft trägt vier Sterne auf dem Trikot: Zwei für die WM-Titel von 1930 und 1950 sowie zwei für die Siege bei den Olympischen Sommerspielen in Paris 1924 und Amsterdam 1928. Die Sterne für die beiden Siege in den olympischen Fußballturnieren wurden hinzugefügt, da in den Jahren 1924 und 1928 keine Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde und die beiden Olympiasiege nach Meinung des uruguayischen Fußballverbandes denselben Stellenwert wie ein WM-Titel haben.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Thimmel: Uruguay. Nostalgie und Krise im Land des zweimaligen Weltmeisters· »Ich bin in den Fußball vernarrt«. Ein Gespräch mit Eduardo Galeano. In: Dario Azzellini, Stefan Thimmel (2006): Futbolistas. Fußball und Lateinamerika: Hoffnungen, Helden, Politik und Kommerz. ISBN 3-935936-46-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uruguayische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, Februar 2014. Abgerufen am 13. Februar 2014
  2. Facts Sheet – FIFA World CupTM: All-time ranking (PDF; 126 kB). FIFA
  3. Das entscheidende Spiel um den WM-Titel bei der WM 1950 war aufgrund eines abweichenden Austragungsmodus lediglich das letzte Spiel einer Finalrunde der besten vier Mannschaften.
  4. Uruguay komplettiert WM-Teilnehmerfeld. In: fussball-wm-total.de. FUSSBALL-WM-total, 21. November 2013, abgerufen am 21. November 2013.
  5. Titel geteilt mit Paraguay
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatJosé Luis Pierrend: Copa Artigas. In: RSSSF. 30. September 1998, abgerufen am 26. Mai 2010.
  7. Statistik der Länderspiele uruguayischer Nationalspieler auf rsssf.com
  8. DFB.de: Duelle gegen Uruguay: Ohrfeige, Overath, Olympia